Beiträge von Karpatenköter

    Nakoben47 Ich kann deine empfundene Angst schon nachvollziehen - auch weil ich selbst einen Hund habe, der ein Problem mit Menschen und auch schon gebissen hat. Und auch ich kann dir aus Erfahrung sagen: hätten die Hunde dir was tun wollen, dann hätten sie das getan. :tropf:

    Mein Rüde z. B. ist da sehr deutlich. Der verbellt, springt an der Person hoch und beißt in das, was er erwischen kann - in dem unglücklichen Fall mit einem Freund von mir war es erst der Rucksack, dann der Arm. Ich konnte meinen Hund dann aber sehr schnell sichern und aus der Situation entfernen, bis auf einen fiesen blauen Fleck und einen ziemlichen Schreck beim Freund ist zum Glück nichts passiert! Seitdem wird der Hund auch entsprechend gesichert und hat keinen Kontakt zu Besuchern.

    Und der gleiche Hund hat im Wald beim Spaziergang auch mal meinen Vermieter gestellt. Ist also auf ihn zugelaufen, hat ihn verbellt und so an Ort und Stelle gehalten - wie die Hunde im Park bei dir.

    Der Vermieter hat aber geistesgegenwärtig defensiv und beschwichtigend agiert: er ist stehen geblieben, hat die Arme hängen lassen und den Hund weder angeschaut noch angesprochen. Damit hat er deutlich gemacht, dass er keine Gefahr ist und nichts vom Hund will.

    So stand mein Hund "nur" verbellend vor ihm herum und ließ sich relativ einfach einsammeln.

    Und du glaubst nicht, wie verdammt peinlich mir das war. Ich hab mich tausendfach entschuldigt, gefragt ob alles OK ist und im selben Atemzug hab ich dann auch noch gesagt, dass ich später eine Entschädigung vorbeibringe.

    Mein Vermieter ist aber ziemlich cool und hat die Situation locker gesehen. Puh. :tropf:

    Hätte mein Vermieter in der Situation geschrien oder sich ruckartig bewegt - dann wäre mehr passiert.

    Mein Rüde läuft seit einem anderen Vorfall nur noch mit Maulkorb und an der Schleppleine. Wenn ich nicht sehe, was vor uns ist, bleibt die Leine in meiner Hand und er darf nicht zu weit vor mir laufen. Weil ich nicht will, dass sich wieder jemand vor meinem Hund erschreckt.

    In deinem Fall sind die Hunde zwar auf dich zugegangen, haben aber nicht versucht, an dir hochzuspringen, zu beißen o. Ä., das solltest du dir unbedingt ins Gedächtnis rufen. Ja, sie waren an dir dran, aber du wurdest nicht verletzt. Dein Leben war auch zu keinem Zeitpunkt in akuter Gefahr, auch wenn sich das so angefühlt hat für dich.

    Du hast dich erschreckt und das ist mehr als verständlich, wer rechnet denn auch damit, dass man nachts in einem öffentlichen Park von zwei großen Hunden gestellt wird?!

    Ich arbeite in Teilzeit (30 h/Woche), hab drei Hunde und bin mit einem davon in zwei Hundesportarten (Mantrailing und IGP) aktiv. Das frisst schon gut Zeit ... Mantrailing findet sonntagvormittags statt, dauert inkl. Hin-/Rückweg so gut 3-4 h.

    Mitm IGP haben wir erst vor kurzem angefangen, aber auch da bin ich mit ihm dann noch 2-4 h unterwegs - nach der Arbeit :ugly: Und das mindestens 2x die Woche.

    Also grad wenn man Hundesport macht, frisst das Hobby Hund auf einmal sehr sehr viel Zeit (und Geld, hust).

    Ich hab keine anderen Hobbies, die mich außer Haus führen. Wenn ich mal nichts mit den Hunden mache, dann nähe ich oder zocke etwas am PC. Und wenn ich was nähe, ist's meistens sowieso für die Hunde ... |)

    Würde ich Vollzeit arbeiten, wäre meine aktuelle Lebensführung wahrscheinlich gar nicht möglich. Oder nur mit viel zusätzlichem Stress (dafür aber auch mehr Geld ...)

    Ich finde, dein Plan klingt soweit gut. Den Zwerg würde ich bei deinem Sport zuhause lassen, der hat ja nix davon. Meine Hunde schätzen es, wenn ich nicht zuhause bin und sie in aller Ruhe pennen können.

    Ach, du kommst aus Berlin ... Wenn du zwischendurch mal einen Hundenarr brauchst, bei dem du dich im echten Leben auskotzen kannst, während das Zwergi auf ner Wiese rumbummeln darf, sag an. Ich hab auch noch nen Welpenauslauf hier, der ungenutzt rumsteht, wenn du den haben magst, meld dich ruhig =)

    Die Info ging irgendwie völlig an mir vorbei :ugly:

    Noch ein Tipp, um Zwergi zum Runterfahren zu bringen: leg dich zusammen mit ihr hin. Körperkontakt beruhigt, gemeinsames Rumgammeln sowieso - ich glaube auch, dass ihr das gerade echt braucht. Einfach mal an nem Nachmittag zusammen aufs Sofa legen und wenn du auch wegdöst ... ja mei. Hauptsache Entspannung. =)

    Edit: was schöne Gassigebiete in der Nähe von Steglitz angeht, hätte ich einen Tipp für dich.

    Einmal den Lilienthalpark und wenn's was größeres sein darf ...

    Hier parken und dann kannst du wirklich weit im Grünen spazieren gehen.

    https://maps.app.goo.gl/SH4nZybH78wgjohg9

    Ich fahr da immer auf dem Weg zu unserer großen Berliner Tierarztpraxis vorbei, war da leider noch nie selbst spazieren (nur mal vorne an der Bundesstraße auf dem asphaltierten Weg). Vielleicht ist das ja was für euch.

    Ich hab ja nun keinen Welpen/Junghund und dass du zu viel machst, wurde ja schon gesagt.

    Ich mag noch mal ganz fix wiedergeben, was grundsätzlich an Zubehör in der Situation hilfreich ist...

    - Kindergitter

    In die Tür klemmen, fertig. Damit kannst du deinen Zwerg begrenzen, sodass er dich zwar noch sieht und hört, dir aber nicht hinterher kann. Oder wenn er eine Pause braucht und du keinen Platz für einen extra Welpenauslauf hast, dann kannst du den Flur zum Hundeparkplatz umfunktionieren.

    - Welpenauslauf

    Kannste z. B. ins Wohnzimmer stellen, ihr da 1-2 Spielsachen, eine Decke und n Wassernapf reinpacken - und bei Bedarf auch das Hundekind, wenn du ihm ne Pause verordnen möchtest. Hat den Vorteil, dass Zwergi zwar mit dir im gleichen Raum sein, aber nix kaputt machen kann und dich auch nicht übermäßig nerven kann.

    - ein gutes Buch, Schokolade und ggf. ne Flasche Wein

    Natürlich für dich, nicht fürs Hundekind ;)

    Wenn Zwergi im Auslauf am Rad dreht und nicht zur Ruhe kommen will, schnappste dir dein Buch, die Schoki und ggf den Wein, hockst dich damit aufs Sofa und ... liest. Bis das Zwergi pennt und du auch wieder entspannt bist.

    Und dann würde ich dir auch zum Umzug in ein hundefreundlicheres Gebiet raten. Nicht sofort und HalsÜberKopf, aber zumindest in der nächsten Zeit würde es euch beiden sicher gut tun, wenn ihr in ein (für den Hund) ruhigeres Gebiet zieht.

    Klasse. Ich bin gespannt wie es euch ergeht und hoffe, du magst weiterberichten.

    Und: du kannst dich ja immer noch genauso als Pflegestelle wahrnehmen und du kannst den Hund jederzeit weitervermitteln wenn du das willst. Ich denke, es ist eh besser, wenn deine Schwester gar nichts mehr zu sagen hat. Ich würde mit genau der Einstellung „alles kann und nichts muss“ da ran und mir vielleicht sogar ein Zeitfenster setzen um dann mal Resümee zu ziehen und zu gucken, ob es wirklich stimmt für dich und die Hunde, ob du auf dem richtigen Weg bist.

    Viel Spass und Erfolg!

    Genau so sehe ich das auch.

    Schau mal, was die nächsten Wochen bringen und wie sich die Mädels miteinander arrangieren, wenn klar wird, dass Skye jetzt vorerst bleibt.

    Ich würde mich freuen, wenn du weiter berichtest. Vielleicht magst du dich für den Pfototalk-Bereich freischalten lassen? Da kannst du dann auch einen eigenen Thread erstellen, auf den nur registrierte und freigeschaltete User Zugriff haben. =)

    Ich wünsch euch ganz ganz viel Glück und Erfolg! 🍀

    Ich finde ja, man hätte mit der Hündin als Einzelhündin schon genug zu tun. Hört sich halt auch nicht so an, als hätte sie die besten Nerven. Ein nicht wesensfester Schäferhund ist so oder so eine Herausforderung und bedeutet sorgfältiges Management.

    Das denke ich nach der aktuellen Schilderung auch ... und schließe mich daher dem Vorschlag an, gemeinsam mit dem Trainer zu schauen, ob Skye empfänglich für Training ist.

    Andererseits könnte es auch schon viel bringen, wenn man ihr ein schäferhundgerechtes Umfeld auf Zeit bieten kann, bis sich ein gutes Zuhause findet, wo sie dann Einzelprinzessin sein darf.

    Wie ist das Leben mit einem Hund der gebissen hat?

    Mein Hund (Schäferhund-Mix, 6 Jahre alt) hat bereits mehrfach gebissen. Ein Kind (beim Vorbesitzer - ins Gesicht), einen Besucher (bei mir - gab "nur" blaue Flecken), mich (zwei Mal aus Schreck/Frust - auch nur blaue Flecken) und zwei kleine Hunde. Seit letzterem Vorfall trägt er draußen konsequent einen Maulkorb, läuft nur an übersichtlichen Stellen an schleppender Schleppleine frei und generell bin ich, wenn ich mit ihm unterwegs bin, deutlich vorsichtiger. Ich weiche bei Fußgängern, Radfahrern etc. lieber einmal zu oft aus, gehe lieber weit in einen anderen Weg rein usw.

    Er wird bei Besuch - egal ob Freunde oder nur ein Handwerker - konsequent ins Auto gesperrt. Mit Maulkorb drauf. Sicher ist sicher.

    Wenn ich mit ihm zu Freunden fahre, trägt er da auch Maulkorb und bleibt angeleint, wenn er den Besuch noch nicht kennt. Es gibt ein paar Leute, da ist er super lieb und braucht den Maulkorb gar nicht.

    Wenn er sich verletzt hat und ich mir das angucken will/muss, kommt zuallererst der Maulkorb drauf. Hat er Schmerzen, schnappt und beißt er (verständlicherweise). Ja, auch nach mir.

    Aber so im Alltag ... wenn man ihn jetzt nur auf den Fotos in meinem Thread sieht, könnte man meinen, er wär ein ganz normaler, lieber Hund. Er liegt jetzt z. B. selig auf'm Sofa und döst, nachdem wir vorhin im Garten noch Fuß geübt haben. Er schläft nachts bei mir im Bett und darf sich auch mit unter die Decke kuscheln. Er wird betüddelt und lieb gehabt wie die anderen Hunde hier auch.

    Und auch wenn's sich bescheuert anhört: gerade weil er so "schwierig" ist, ist er mein Lieblingshund. Manchmal ist er anstrengend und ich bin neidisch auf die Leute, die einfach den Besuch reinlassen können, ohne dass der Hund durchdreht. Aber ich hab mit und wegen ihm SO VIEL gelernt, das ist so unheimlich viel wert - ich würd's nicht missen wollen.

    Wie schätzt ihr die Situation ein?

    Vorweg: ich bin kein Schäferhund-Profi.

    Ich denke, dass das mit Geduld, liebevoller Konsequenz, viel kleinschrittiger Arbeit (Skye muss das saubere Warnen ja erst wieder lernen) und rassegerechter Beschäftigung in gemäßigte Bahnen zu lenken ist. Zumindest "ihren" Menschen (also z. B. dir) gegenüber.

    Es klingelte an der Türe, Skye lief wie immer bellend und knurrend hin, meine Schwester hat sie am Halsband gepackt um sie aus dem Weg zu befördern (verbal klappt es nicht) und daraufhin hat Skye meiner Schwester in die Hand gebissen. Es hat geblutet und musste versorgt werden, war also mehr als ein Abschnapper. Skye wollte schon Eindruck hinterlassen und klar sagen, dass das gar nicht geht.

    Was ich hier rauslese: viel Aufregung seitens Skye, weil sie keine Anleitung hat, welches Verhalten sie zeigen soll, wenn es an der Tür klingelt. Ihr wurde immer nur gezeigt, dass die Situation IMMER aufregend ist, dass Frauchen dann unangenehm, blöd und ruppig wird - und in dem Moment hatte Skye dann halt mal die Schnauze voll und hat gesagt "EY! SO NICHT!".

    Ich würde mich darauf einstellen, dass du da kleinschrittig arbeiten musst. Sprich: Klingel "entgiften" - zum Thema Entgiften kann Pfeffernaserl wunderbar viel erzählen. Du belegst die Klingel nach und nach mit positiven Emotionen. In Skyes Fall wär es sicher gut, wenn sie die Klingel mit "Ich gehe auf meinen Platz in einem anderen Zimmer" verknüpft. Am besten ist das Zimmer von der restlichen Wohnung dann auch noch durch ein Kindergitter o. Ä. abgetrennt, damit Skye nicht zum Besuch hin kann.

    Weil Skye schon gebissen hat und da auch mehr im Argen liegt, würde ich mir definitiv einen guten, gebrauchshunderfahrenen Trainer ins Boot holen wollen, wenn du sie übernehmen möchtest.

    Und: es kann auch sein, dass sich das Verhalten bei Skye inzwischen so festgefahren hat, dass sie evtl. niemals mit Besuch zusammen sein kann und ihr sie dann z. B. ins Auto sperren müsst (wie ich mit meinem Rüden). Könntest du damit leben?

    Ich mache Mantrailing und Obedience mit ihr, würde auch mit Skye einen Sport beginnen, wenn sie Lust hat.

    Das klingt doch gut - Lust hat sie auf alle Fälle. Mantrailing ist sicher auch gut für sie, weil das ja eine recht ruhige Beschäftigung ist, die trotzdem Körper und Geist auslastet.

    Ob du dir die Aufgabe ans Bein binden möchtest, musst du wissen.

    Du wirst in der ersten Zeit viel getrennt Gassi gehen müssen. Skye ist ein Leinenpöbler, das rauszukriegen, braucht Zeit, Geduld und Nerven. Kannst und willst du nach der Arbeit zwei Mal Gassi gehen?

    Ich hab drei Hunde und mich nervt das stellenweise schon, wenn ich mit den beiden Fitten ne große Runde gelaufen bin, die kranke Oma dann aber auch noch ihre Runde haben möchte. Selbstverständlich darf Masha dann auch ihre Runde durch den Wald drehen, aber man könnte es echt einfacher und angenehmer haben.

    Dazu würde ich mich fragen: warum willst du Skye übernehmen?

    Weil du eine Herausforderung möchtest?

    Weil du deiner Schwester helfen möchtest? Weil du dich deiner Schwester verpflichtet fühlst?

    Oder weil du Skye vor dem Tierheim "retten" möchtest?

    Das ist gar nicht böse gemeint. =)

    Ich hab selbst schon eine Hündin ins Tierheim abgeben müssen, weil ich mit ihr überfordert war und mein Rüde sehr unter ihr gelitten hat. Am Ende war's für uns alle die beste Entscheidung: mein Rüde und ich sind wieder zur Ruhe gekommen, konnten uns erholen. Sie konnte im Tierheim runterkommen, an ihren Problemen wurde gearbeitet und nach nur drei Monaten hat sie ein wunderbares Zuhause gefunden, in dem sie passend beschäftigt wird und nicht alleine sein muss.

    Das Ding bei Skye ist: Hunde, die bereits gebissen haben und nicht sauber warnen, sind schwer zu vermitteln. Da muss das Tierheim entsprechende Kontakte haben und auch wissen, was der Hund braucht, um das saubere Warnen wieder zu lernen.

    Eventuell könntest du dich zusätzlich an die Deutscher Schäferhund-Nothilfe (http://www.dsh-nothilfe.de/) wenden.

    Wie Linali92 sagte: es kommt darauf an.

    Wenn Dino und Masha in einen Kommentkampf geraten, lass ichs laufen. Die kennen sich, ich kenne sie und weiß auch, dass sowas zwar übel aussieht und laut ist, aber im Endeffekt nix passiert. Sobald die zwei voneinander ablassen und auseinander gehen, sorg ich zusätzlich dafür, dass Distanz reinkommt. Einer kommt dann z. B. in den Flur, der andere bleibt bei mir. Das lass ich möglichst ohne Emotionen passieren.

    Würden Masha und Bonny jetzt aneinander geraten, dann würde ich definitiv eingreifen und Masha von der Kleinen runterzerren. Bonny hat der Großen nichts entgegen zu setzen und selbst wenn's nur ein Kommentkampf ist, kann bei dem Größen- und Gewichtsunterschied durchaus was passieren.

    Ich achte aber penibel darauf, dass es gar nicht erst dazu kommt.

    Wenn sich jetzt ein Fremdhund mit Dino anlegt - ebenfalls "kommt darauf an". Ist der andere Hund deutlich größer, versuche ich, die Situation zu vermeiden - gleiches, wenn der Hund deutlich kleiner ist. Brauch ich nicht, will ich nicht.

    Grundsätzlich ist es mir bei Fremdhundkontakt lieber, wenn der gar nicht oder geplant stattfindet. Geplant insofern, dass man sich zum gemeinsamen Spazierengehen verabredet und den Treffpunkt daher schon "hundekontaktgeeignet" aussucht. Am besten ist da natürlich ein breiter Waldweg, eine große Feldwegkreuzung, eine Wiese usw., damit man erstmal mit großem Abstand zueinander laufen kann. Und dann bleiben die Hunde erstmal an der Leine, bis die erste Aufregung verflogen ist und man einander halbwegs grün ist. Auf die Art und Weise - finde ich! Ich nix Profi - lassen sich viele Konfliktsituationen schon vermeiden. Auch, weil ich bei solchen Spaziergängen niemals Ressourcen wie Spielzeug oder Leckerli zwischen die Hunde werfe.

    Ein Tipp zusätzlich zum Welpenauslauf: ein Kindergitter zum in-die-Tür-klemmen. Ich hab hier zwei davon - allerdings weil meine große Hündin alles essbare klaut, auch Verpackungen. Wenn ich außer Haus bin, kommt sie in den Flur, der ist "mashasicher" und da kann sie nichts klauen. =)

    Durch die Kindergitter kann ich auch mal den Rüden und die andere Hündin ins Wohnzimmer sperren, ohne die Tür zu schließen. So sehen und hören sie mich noch, können aber nicht hinterher und genau das nimmt ihnen den Stress.

    Als Masha hier eingezogen ist, hab ich auch erst räumlich getrennt füttern müssen. Masha hat ihren Napf binnen 10 Sekunden geleert und ist dann an die Näpfe der anderen Hunde gegangen - das fand besonders Dino logischerweise absolut kacke und so flogen dann auch mal die Fetzen ... danach hat Masha ihr Futter im Flur bekommen, Dino und Bonny weiterhin in der Küche. Seit ungefähr einem halben Jahr können die drei auch dicht beieinander fressen, aber ich bleibe immer noch dabei, um jeglichen Versuch des Klauens zu unterbinden. Die Näpfe dürfen erst untersucht werden, wenn der jeweilige Hund freiwillig vom Napf weggegangen ist.

    Ein zusätzlicher Tipp: stell auch einen zweiten Wassernapf auf. Ums Wasser haben sich Dino und Masha hier auch einmal geprügelt - er fand es nicht cool, dass sie an den einzigen Wassernapf im Haus wollte. :roll:

    Ne Zeit lang hatte ich also zwei Wassernäpfe im Flur stehen, einer beim Körbchen, einer bei der Küche. Hat super funktioniert und es gab keinen Stunk mehr. Seit die Kindergitter in Wohnzimmer- und Küchentür eingebaut sind, steht der zweite Napf im Wohnzimmer, wo Dino und Bonny während meiner Abwesenheit sind.

    Grundsätzlich kann man sagen: alles, was du an Ressourcen (Futter, Wasser, Körbchen ...) für einen Hund hast, solltest du auch für den zweiten (dritten) Hund aufstellen.

    Hier hat jeder Hund seinen eigenen Napf, seinen eigenen Schlafplatz usw. Das nimmt Stress raus. Dino und Bonny teilen sich viele Dinge, weil das bei den beiden unproblematisch ist.

    Hier ist es so, dass ich oft auch die freche Masha vor Dino beschützen muss, auch nach fast 1,5 Jahren noch. Masha traut sich oft nicht an Dino vorbei, wenn der im Körbchen unter meinem Schreibtisch liegt - sie muss aber an ihm vorbei, wenn sie sich auf mein Bett legen möchte. Wenn ich da nichts mache, meint Dino, dass er das regeln muss und haut Masha dann eine runter (bildlich gesprochen). Bevor das passiert, steh ich eben kurz auf, frag Masha, ob sie aufs Bett möchte und bring sie dann dahin. So weiß Dino "Ok, die darf das, ich muss nix regeln" und kann liegen bleiben. Masha weiß, dass sie sich nur bemerkbar machen muss, dann helf ich ihr.

    Und was das Thema Schlafplatz angeht: hier liegen grad alle drei im gleichen Zimmer, aber an verschiedenen Orten. Masha pennt auf meinem Bett, Dino auf dem Sofa und Bonny in ihrem Körbchen unterm Schreibtisch.

    Grundsätzlich darf z. B. auch Dino auf Bonnys Platz oder Masha auf Bonnys Platz - wenn da gerade kein anderer Hund liegt. Masha möchte Bonny aber auch öfter mal den Platz unterm Schreibtisch streitig machen. Bonny knurrt dann, weil sie ihren Platz logischerweise nicht räumen will. Ignoriert Masha das, schreite ich ein und schicke Masha weg - entweder auf ihren Platz aufm Bett oder in den Flur. Da hat sie nämlich auch ein Körbchen stehen.

    Mehrhundhaltung hat viel mit Management und klaren Regeln zu tun. Man muss sich da erst einfuchsen, besonders wenn man vorher zwei "nette" Hunde hatte, die scheinbar problemlos miteinander klarkamen und dann Hund Nummer 3 einzieht. Der bringt viele Dinge durcheinander, Hund 1 und 2 müssen sich eventuell auch neu ordnen usw. - das ist schon anstrengend. Aber wenn jeder Hund die (neuen) Regeln verinnerlicht hat und weiß, was geht und was nicht, dann wachsen sie auch enger zusammen. Und dann ist es auch unheimlich schön, das nette Miteinander zu beobachten.

    Ich drück dir die Daumen, dass deine Mopsbande bald zueinander findet und bei euch alles etwas entspannter läuft. =)