Ich habe zwei Kinder und muss diese vorher fertig machen damit wir mit dem Hund rauskommen. Aber sobald ich damit anfange mich oder die Kinder anzuziehen dreht er vollkommen am Rad. Er jault, springt und dreht sich und bellt extrem auf. Das geht so lange bis wir endlich vor der Tür sind.
Was macht er, wenn du die Kinder nicht fertig machst (bzw. dein Lebensgefährte/Freund, du schreibst hin und wieder "wir")?
Sind die Kinder beim Anziehen ruhig oder wird gehibbelt?
Du schreibst weiter unten, du hast dir öfter mal Jacke und Co. angezogen, ohne das Haus zu verlassen, wie hat er darauf reagiert, wurde es besser oder schlimmer?
Trägt er Halsband oder Geschirr oder beides?
Wie lange geht ihr im Schnitt spazieren? Kann er auch mal irgendwo "die Beine strecken" und Energie ablaufen?
Seit wann besteht genau dieses Problem?
Was macht er, wenn du bei dem kleinsten Anzeichen von Aufregung die Gassivorbereitung abbrichst?
Das würde ich erstmal im kleinen Rahmen testen, sprich du ziehst dich ohne großes Tohuwabohu an und sobald er auch andeutet sich aufzuregen, brichst du das ab und machst was anderes, völlig langweiliges (z. B. bisschen Abwasch von Hand).
Gäbe es alternativ die Möglichkeit, ihn mit einem Kauteil solange zu beschäftigen, bis die Kinder fertig angezogen sind und er nur noch angeleint werden muss?
Dieses Problem ist seit ca. einem halben Jahr so akut und auch hier hat sich nichts verändert.
Bezieht sich das nur auf die Ressourcenaggression?
Weil Kinder anwesend bzw. der Auslöser sind, würde ich da mal einen Trainer drübergucken lassen. Da auf die Ferne irgendetwas zu raten, halte ich für zu waghalsig, weil man die Situation selbst ja nicht sieht ...
Ihn draußen zu trainieren funktioniert weder mit Futter (nichmal Leberwurst) noch mit Spielzeug. Er ist einfach extrem auf draußen fixiert. Auch Training zuhause klappt einfach nicht
Ganz ganz blöd gefragt: wie trainiert ihr? Zwischendurch mal ohne "Ritual" ein bisschen Sitzplatzpfote oder könnt ihr irgendeine Art Ritual etablieren, um ihm zu zeigen "jetzt üben wir"?
Das muss nix Großes sein. Hier ist's zB so, dass im Regal beim Sofa die Hundeleckerli gelagert werden. Da steht auch ein Schraubglas mit Leckerli fürs üben im Haus. Wenn ich das nehme und zur freien Fläche vor dem Sofa gehe, wissen die Hunde "ah, jetzt machen wir was" - und dann gucken alle drei auch aufmerksam zu mir.
Konntet ihr früher irgendwann mal indoor mit ihm trainieren? Wenn ja, was hat sich zu damals verändert?
Draußen ist viel los. Manchen Hunden fällt es schwer, sich draußen sofort auf ihren Menschen zu konzentrieren, wenn da so tolle Ablenkungen wie Duftspuren von Wild und anderen Hunden, Müll, Umweltgeräusche usw. sind. Daher wird immer geraten, Dinge wie Sitz und Platz erst in einem ruhigen Umfeld, z. B. zuhause im Wohnzimmer, aufzubauen. Das verlagert man erst dann nach draußen, wenn die Grundlagen im Wohnzimmer schon gut funktionieren. Die Trainingseinheiten hält man dabei aber kurz.
Ich würde da wie bei einem Welpen arbeiten, sprich richtig einfache Sachen in richtig kurzen Einheiten.
Name sagen, Hund guckt zu dir, Keks. Name, Hund guckt zu dir, Keks.
Dein Hund ist ja nun schon älter und kennt seinen Namen, daher sollte ihm genau das eigentlich leicht fallen - eigentlich.
Nochmal die Frage: gesundheitlich ist er von A-Z gründlich durchgecheckt? Also auch Röntgen etc?
Ich würde ausschließen wollen, dass er Schmerzen hat oder Ohren/Augen nicht mehr so gut funktionieren, besonders wenn die Probleme erst seit einem halben Jahr (?) bestehen.