Beiträge von Karpatenköter

    Eine Bekannte fragt bei mir wegen einer etwas seltsamen Trainerin nach. Ich schmeiße den Namen in Google, klicke auf die erste Website, die nach Hundetraining klingt und klick mich da durch ...

    Zitat

    [...] (Es geht um ihre Philosophie und ihr Logo)

    Es gibt jedoch noch weitere Details, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind.

    Meine Kappe ist beispielsweise ein Stück länger als Bikos Nase, wodurch die Rolle als Rudelführerin vermittelt wird. Nicht der Hund führt an, sondern der Mensch.

    Ähm. Ich hab ja schon viel Bullshit gehört, aber sowas ... :ugly:

    Ich rate dann mal davon ab, lol

    - kein Huhn/Pute/Rind enthalten. Pferd/Hirsch/Fisch/Kaninchen/Wild ist ok

    Ich hab von Aldi die Wild Roots Snacks.

    Gibt es in 100% Pferd, sind hier beim Futtertreiben der Renner.

    https://www.aldi-sued.de/de/p.romeo-wil…0000012212.html

    Ach guck an! Die Snacks hab ich bei unserem Aldi (wir sind ja schon Norddeutschland) noch nie gesehen. Da muss ich die Tage dann mal schauen, notfalls guck ich ein paar Dörfer weiter, ob die das haben. Danke dir!

    Dafür bin ich offen gesagt zu faul ... Stromkosten kommen ja außerdem auch noch dazu. Bei den aktuellen Strompreisen ist mir das nix, ich zahl wegen der Stromheizung ja eh schon genug dafür :fear:

    Kazua Fleischwurst war auch mein Gedanke, aber ich mag auch keine fettigen Finger haben. Dinos aktuelles Trofu ist ziemlich fetthaltig (glaub 16%?) und davon krieg ich nach 10 min Training auch ziemliche Fettfinger |) Hab zwar immer Wasser zum Händewaschen + Desinfektionsmittel dabei, aber ... ich kann dreckige Hände nicht ab. So null. :ugly:

    Terri-Lis-07 Die hatten wir mal! Bei Zooplus hab ich beim Stöbern nur die Tütchen mit 150 Gramm gesehen ... muss evtl noch mal woanders auf die Suche gehen. Dino findet die auf jeden Fall super, die kommen auf die Liste.

    miamaus2013 Das klingt super. Wie schmierig ist die Wurst im Handling? Kommt auf jeden Fall auch auf die Liste =)

    Weils ja doch OT ist, hab ichs mal in den Spoiler gepackt ...

    Spoiler anzeigen

    Beim Trailen war er anfangs genauso wie "draußen" auch. Fremde Menschen wurden beim Aussteigen aus dem Auto sofort verbellt ... Dino hat sich das Geplauder am Anfang daher erstmal aus Distanz angucken dürfen. Nach und nach wurde das Verbellen weniger und er hat bemerkt, dass die Leute nicht an ihm interessiert sind. Ich hab aber auch immer wieder sagen müssen "Hund nicht angucken, nicht anfassen, gar nicht beachten". Je öfter er die Leute gesehen hat, desto entspannter wurde er, auch weil ich ihn am Anfang oft einfach mit etwas Abstand dabei hatte, wenn wir noch zum Plaudern rumstanden.

    Inzwischen stören ihn auch völlig Fremde gar nicht mehr, selbst wenn die in unserer Gruppe rumstehen. Die werden max. kurz beäugt, manchmal auch mit laaaaangem Hals vorsichtig beschnüffelt ... und dann geht Dino weiter.

    Allerdings muss man heute noch bei ihm aufpassen, bei ruckartigen Bewegungen kann er immer noch auslösen. Ganz ganz oft löst er das inzwischen sehr gut durch Rückzug und Abwenden. Beim Probetraining in unserem Verein hat er z. B. der Versteckperson, die er da gesucht hatte, bei der Nachbesprechung in den Schuh gebissen, weil die sich aus einer Schleppleinenschlaufe befreien wollte und Dino halt direkt daneben stand ... der hat nur gesehen, dass da ein beschuhter Fuß gehoben wird und hing dann im Sicherheitsschuh drin.

    Wenn sich jemand für ihn versteckt, achten wir darauf, dass die Person ruhig sitzt oder steht. Frauen findet Dino tendenziell okay-er als Männer, die fand er am Anfang regelrecht gruselig und hat die dann auch verbellt. Besonders wenn die "komisch" versteckt waren (z. B. im Gebüsch). Macht er heute nicht mehr so oft, aber wenn ihm ein Versteck unheimlich ist, bekommt er Angst und geht dann nur sehr zögerlich bis gar nicht zur VP. Da muss ich dann einspringen und ihn ggf. hinführen.

    Fremde VP werden von mir immer eingewiesen, bevor sie sich für Dino verstecken. Da gibt's die Pauschalanweisung "Nicht anfassen, nicht angucken, keine ruckartigen Bewegungen - am besten einfach das Futter hinstellen und ruhig loben". Eine VP hat sich letztens nicht an das "Nicht anfassen" gehalten - Dino war so überrumpelt davon, dass er nicht ausgelöst hat, sondern zurückgehüpft ist. Er hat sich dann aber wieder ans Futter getraut und gefressen, wenn auch in Habacht-Stellung. In der Hinsicht hat er wahnsinnige Fortschritte gemacht, vor zwei Jahren hätte er in der Situation sofort gebissen und dann verbellt. Da wär an "er frisst seine Belohnung" gar nicht mehr zu denken gewesen.

    Wenn er trailt und wir an einem Hund vorbeilaufen, juckt ihn das überraschenderweise null. Zumindest wenn er die Spur hat, wenn er nur rumdümpelt, weil er die Spur sucht, sieht das anders aus. Da lässt er sich dann auch ablenken.

    Da hatten wir anfangs eine wahnsinnig überraschende Situation - Dino wurde angesetzt, lief seit ein paar Dutzend Metern auf dem Trail und uns kam urplötzlich ein Goldie entgegen. Auf dem gleichen Bürgersteig, keine 5 Meter Abstand ... Dino hat nicht mal den Kopf gehoben, sondern klebte mit der Nase förmlich am Boden.

    Auf dem Platz fangen wir da mehr oder weniger bei Null an, wir sind ja erst seit ~2 Wochen dabei.

    Als er das erste Mal auf dem Platz war und von einer Person, die ~5 Meter entfernt stand, länger als 1 Sekunde angeschaut wurde, fing er sofort an zu knurren und wollte verbellen - da hab ich ihn dann kurzerhand geblockt und ihn aus der Situation und vom Platz genommen. Im Vergleich zu früher ist das schon um Welten besser, da hätte er die Leute sofort verbellt, wenn er sie nur gesehen hätte.

    Als unsere Ausbildungswartin dann während dem Training bei uns stand und sich mit mir unterhalten hat, hat Dino sie neugierig-argwöhnisch beäugt. Körperschwerpunkt mittig - er war sich nicht ganz sicher, ob er ins Fight oder lieber ins Flight gehen will, wenn sie sich doch bewegt. Sie hat ihn gar nicht groß beachtet und meinte, Hunde wie er warten förmlich darauf, dass man ihnen einen Grund zum Reagieren gibt.

    Wenn ich mit Dino übe, interessiert er sich null für die Person. Er kann da inzwischen gut umswitchen, auch wenn die (noch fremde) Ausbildungswartin keine 5 Meter von uns entfernt steht und komisch riechendes Zeug (in dem Fall ne Tasse Kaffee) in der Hand hat.

    Früher wäre jegliches Training in die Richtung völlig undenkbar gewesen. Er hätte sich entweder nicht konzentrieren können (weil fremde Menschen) oder sich durchs Verbellen komplett abgeschossen (weil fremde Menschen).

    Ich brauch mal ein paar Tipps bzgl. allergikergeeignete Leckerchen ...

    Fürs Futtertreiben mit Dino hab ich bisher sein Trofu genommen, das Gekrümel und die Verfärbungen an der Hand nerven mich aber jetzt schon |) Das ist zwar ne günstige und gute Lösung, aber langfristig will ich da etwas Variation reinbringen, weil "nur" sein Trofu halt dann doch nicht sooo hochwertig ist.

    Rinti Bitties kenn ich, davon hab ich heute zwei Tütchen gekauft (die mit Ente, glaub ich). Ist dauerhaft aber keine günstige Lösung, weil die 100 g-Tütchen mit 2€/Tüte ja doch deutlich teurer sind als die entsprechende Menge Trofu.

    Ums abzukürzen: ich suche Leckerchen

    - die auch in größerer Zahl bequem in die Hand passen (Größe max 1,5x1,5 cm)

    - kein Huhn/Pute/Rind enthalten. Pferd/Hirsch/Fisch/Kaninchen/Wild ist ok

    - in großer Menge vergleichsweise günstig zu haben sind (z. B. 500 g 6-8 €)

    - idealerweise auch weicher als Trofu sind

    - im Bestfall auch keinen großartigen Dreck an den Händen hinterlassen

    Hat da jemand einen Tipp?

    Ich wollte als Kind unbedingt einen Deutschen Schäferhund. Ich hab meine Mutter jahrelang immer und immer wieder damit bequatscht, obwohl sie mir immer wieder gesagt hat "Nein - ich hab Angst vor Hunden, hier zieht keiner ein, erst recht kein Schäferhund!" ... ich hab mich dann irgendwann damit abgefunden, bis ich ausgezogen bin. Da dacht ich mir dann "Ey geil, jetzt kannste dir n Hund holen!". Gesagt, getan.

    Ich war dann aber immerhin so vernünftig und hab mir gesagt "Als Anfänger einen DSH? No way. Lieber nicht.". Also wurd's ein kleiner, netter Mix aus dem Tierschutz. Der war super: mit Besuch unkompliziert, im Alltag unkompliziert, mit anderen Hunden unkompliziert. Mit dem konnte ich alles machen - und dachte daher, ich hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen. Also sollte Hund Nummer 2 einziehen - nicht mal 6 Monate nach Einzug meines allerersten Hundes :headbash:

    Tja. Hund Nummer 2 sollte dann wenigstens schon ein Schäferhund-Mix sein. Aber nicht zu groß ... ach, der passt vom Format her. Oh, der ist Leinenpöbler - aaaach, ich hab SOOOO viel im DF gelesen, das krieg ich doch locker hin!

    Hingefahren, mit den damaligen Besitzern gesprochen und Gassi gegangen. Der Hund gefiel mir, der war charakterlich eigentlich genau mein Ding. Menschenbezogen, neugierig, lernt schnell, sieht halbwegs aus wie ein Schäfi - will haben.

    Die negativen Seiten des Hundes hab ich dann auch gleich kennen gelernt ...

    Er ist an der Leine hochgegangen wie eine Bombe, wenn er einen Hund gesehen hat.

    Als ich mit den Besitzern und dem Hund (!) in die Wohnung gegangen bin, hat sich der Hund auf einmal zu mir umgedreht und angefangen, mich zu verbellen und ist an mir hochgesprungen. Nach einem lauten "HEY" und einem Schritt nach vorne war das geklärt. Zumindest zwischen ihm und mir. Jedem hundeerfahrenen Menschen wäre damals schon klar geworden: der Kerl bringt ein gutes Stück Arbeit mit und ist eigentlich nichts für einen Anfänger.

    Schon gar nicht für einen Anfänger, der meint, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, weil er seit ein paar Monaten sehr aktiv in einem deutschen Hundeforum ist. Dessen Ersthund ein völlig unkompliziertes kleines Hündchen ist.

    Tjo. Dieser Anfänger war aber nun mal ich und der Hund, den ich mir angeguckt habe, ist schlussendlich auch als Zweithund hier eingezogen. Dieser Hund lebt seit Anfang 2019 bei mir und bis er aufgehört hat, jeden einzelnen Menschen zu verbellen, selbst wenn die 80 m vor uns liefen, verging gut und gerne ein halbes Jahr.

    An der Leinenpöbelei arbeiten wir bis heute.

    Das "Besucher verbellen und anspringen" hat sich durch Nachlässigkeit meinerseits erst zum "Nach dem Besuch schnappen" und schlussendlich zum "den Besuch ernsthaft angreifen und beißen" gewandelt. Das werd ich aus diesem Hund nicht mehr rauskriegen, der ist genetisch einfach "so". Dass ich nicht wusste, wie ich das von Tag 1 an zu händeln habe, hat unser Schicksal dahingehend besiegelt.

    In meinem Alltag ist er ein wahnsinnig toller Hund. Mein Lieblingshund sogar. Weil er schlau ist, weil er schnell lernt, weil er mitdenkt, weil er für jeden Scheiß zu haben ist, weil er eine verschmuste Klette und ein Papakind ist.
    Nun sieht mein Alltag aber so aus ...

    - kein Besuch

    - wenn doch Besuch: der Hund wird ins Auto gesperrt

    - Gassi? Nur mit Maulkorb drauf. Dino hat letzten Herbst aufgrund meiner Nachlässigkeit zwei kleine Hunde angegriffen.

    - Spaziergänge sind hier deshalb so entspannt, weil wir quasi im Nichts leben. Pro Monat sehen wir vielleicht einen anderen Hund beim Gassi, und auch dann nur auf ~50-100 Meter Entfernung. Das ist für Dino heute kein Problem mehr.

    - Menschen treffen wir beim Spazieren gehen auch nur selten.

    Ich richte meinen Alltag zu gut 80% nach den Hunden aus, fahre seit November 2019 jeden Sonntag zum Mantrailing in Brandenburg rum und gehe seit ein, zwei Wochen nun auch mittwochs und freitags nach der Arbeit mit Dino auf den Hundeplatz. Weil ich Bock drauf habe.

    wir kommen aus Berlin.

    So, und was ich eigentlich anbieten wollte: wenn ihr - losgelöst vom Border Collie - mal in den Alltag mit einem "schwierigen" Hund reinschnuppern wollt, meldet euch ruhig. =)

    Wir können uns in eurer Gegend zum Gassi treffen und deine Tochter kann sich ein Bild davon machen, dass der Alltag mit Hund teilweise mehr an den Nerven zehrt als der Hundesport. Denn den macht man nicht jeden Tag, sondern max. 2-3x die Woche auf einem eigenen Platz nur dafür.

    Da ist man mit Dingen wie "Hund will Besuch fressen", "Hund will anderen Hund beim Gassi fressen" usw. in der Regel nicht konfrontiert, weil Hund weiß: "Ok, Hundeplatz - hier sind mir die anderen Hunde wurscht, hier wird gearbeitet"

    Ich hab am Anfang erstmal stinknormales Mittelklasse-Trockenfutter gekauft. Glaube, Happy Dog oder so. Nimm irgendwas, wo der Fleischanteil nicht so schrecklich hoch ist, sondern sich halbwegs die Waage mit dem Getreideanteil (meinetwegen auch Kartoffeln) hält. Und dazu dann halt ne bunte Auswahl der Discounter-Nassfutter-Sorten.

    Umstellen kannst du später immer noch, mach dir da jetzt nicht so'n Kopf drum.

    Mein erster Hund kam von einer Pflegestelle in DE, da hab ich (wie oben beschrieben) einfach irgendwas gekauft, was meinen Ansprüchen genügt hat. Hat er gut vertragen und gern gefressen.

    Meinen zweiten Hund (Dino) hab ich von privat übernommen, die haben mir auch sein Futter mitgegeben (Orlando vom Lidl, meine ich?) - hat er dummerweise absolut nicht vertragen, weil Futtermittelallergiker. Wusste nur keiner |) Das kann euch auch passieren, ganz egal, wie hochwertig das Futter ist. Aus dem Grund kauf ich bei neuen Hunden auch erstmal nix Besonderes, sondern stinknormales Hundetrockenfutter. Weil: umstellen kann ich im Zweifelsfall immer.

    Hund Nummer 3 kam aus dem Tierheim, da hab ich auch wieder zu Trockenfutter gegriffen. Wieder Happy Dog, aber halt für Senioren, weil Bonny schon 12 war, als sie bei mir eingezogen ist. Weil sie echt schrecklich entzündete Zähne hatte, wollte sie am Anfang nicht so recht fressen und daher gab's dann eben Nafu (und recht zügig eine ausgiebige Zahnsanierung...). Bonny vertrug bis zu ihrer Bauchspeicheldrüsenentzündung alles mögliche, jetzt bekommt sie halt bewusst fettarmes Futter und fährt damit ganz gut.

    Hund Nummer 4 kam direkt aus dem Ausland und hat nur kurz auf einer Pflegestelle gelebt, weil ich sie nicht direkt zum Transporttermin abholen konnte. Die hat auch erstmal das bekommen, was halt da war (auf der Pflegestelle) und bei mir gab's dann eben erstmal das, was Bonny auch bekommen hat. Pupsnormales Seniorentrockenfutter. Fand Masha geil.

    Ich hab sie aber relativ zügig auf Diätfutter umgestellt, weil sie mit 46-47 kg bei 70 cm Schulterhöhe einfach MASSIV übergewichtig war :ugly:

    Jetzt teilen sich die beiden älteren Damen wieder das gleiche Trockenfutter - da kauf ich meistens als Grundlage Bosch Senior, ab und zu gibt's auch mal ne andere Sorte. Wichtig ist mir bei den Omas halt nur, dass das Futter möglichst fettarm ist. Masha muss Futter nur angucken und geht schon auf wie ein Hefeteig, Bonny verträgt dauerhaft leider nur sehr wenig Fett.

    Du siehst: am Anfang ist günstiges Futter immer eine gute Wahl. Wenn man Pech hat, muss man nach Ankunft des Hundes erstmal auf eine spezielle Sorte umstellen und dann hat man da nen teuren Sack Futter rumstehen, den man (erstmal) nicht verfüttern kann.

    Kurzum: kauf erstmal günstiges Hundefutter aus dem Mittelklassebereich und schau, wie's der Hund verträgt. Und mach nicht so ne Wissenschaft draus. Investier das Geld lieber in Nervennahrung für dich - die Umstellung von "kein Hund" auf "ein Hund" ist manchmal ziemlich anstrengend für den Menschen ;)