Aber was ist mit dem Alltagsspaziergang? Ich bin da manchmal schneller gefrustet als sonst - warum auch immer - und das merkt Hund ja auch. Den kann man ja schlecht weglassen.
Also wie funktioniert draußen der Alltag entspannter abseits vom Training? Ich hab bissl das Gefühl hier rauszulesen, dass der Alltag eben auch stressig/frustig ist und eben deswegen Trainingsergebnisse gewünscht sind und somit wieder Druck ...
Ich hak da mal ein. Ich hab mit Dino ja einen Hund, bei dem eigentlich auch schon der Alltag häufig Training ist. Eins unserer Hauptthemen ist "Radfahrer dürfen leben, die dürfen auch an uns vorbeifahren, du hast nicht zu explodieren, wir gehen einfach weiter, punkt". An vielen Tagen kann ich ihm das gut verklickern. Wenn ich schon merke, nee, heut gehts mir nicht so gut, heute bin ich nervlich angeschlagen oder er ist nicht so gut drauf, ggf. sogar krank - dann meide ich die Situationen, indem ich frühzeitig ausweiche und abwarte, bis der Radfahrer vorbei ist. Wichtig ist dabei, dass der Abstand für Dino so groß ist, dass er sich gar nicht genötigt sieht, da irgendwie zu reagieren. 
Geht natürlich nicht immer. Da lass ich dann fünfe gerade sein, besonders wenn ich weiß: er kann das, was ich von ihm erwarte, gerade überhaupt nicht leisten. Da guck ich dann nur, dass ich ihn gut festhalte, ggf. abschirme und er ausflippen kann, ohne für die Umwelt gefährlich zu werden. Wenn's dann wieder "gut" ist, geh ich kommentarlos weiter.
Man muss nicht jeden Tag den Alltag beim Spazierengehen trainieren. Wenn man schon merkt, dass heute nichts so recht klappen will, dann geht man den stressigen Situationen eben mal aus dem Weg. Da ist's dann auch ok, wenn's nur zum Lösen um den Block geht.