Beiträge von Karpatenköter

    Hunde die ernsthaft territorial sind, haben diesen quasi vor installiert. Wenns gut läuft hat man nen Hund der jeden akzeptiert der eingeladen ist, weil der is eingeladen.

    Wenns schlecht läuft hat man nen Hund den man bei Besuch weg sperren muss, weil er sie partout nicht im Haus haben will und sofort stellt wenn er meint er könnte es grad.

    Genau diese zwei Typen hab ich zuhause sitzen.

    Dino will Besuch verletzen und vom Grundstück vertreiben. Der muss weggesperrt werden.

    Wenn er Besuch auf dem Grundstück duldet, dann nur nach einer sehr großen Gassirunde mit dem Besuch. So 8 km aufwärts - weil dann isser "müde" und ist eh lange genug mit dem Besuch gelaufen, sodass der ihn nicht mehr groß juckt. Wirklich ausdauernd getestet hab ich das aber nicht, das hat sich nur mal nach ner gemeinsamen Gassirunde so ergeben - wenn, dann würd an Dino auch ne Leine dranbleiben, der MK sowieso. Bei dem mag ich nichts mehr riskieren, der hat schon mal Besuch gebissen. Den kannte er vorher übrigens schon. Ich gehe auch bei einer Hundehalterin, die Dino auch schon seit 2-3 Jahren kennt, regelmäßig sieht und mit ihren Hündinnen Gassi geht, davon aus, dass er die nicht aufm Grundstück haben will. Genauso bei einer Freundin, bei der er sich jedes Mal quietschend freut, wenn wir die sehen.

    Masha dagegen ... ich glaube, sie würde die Leute auch so aufs Grundstück lassen, wenn ich die reinhole und damit einlade, aber damits für alle entspannter ist, geh ich mit Masha an der Leine und dem Besuch halt kurz die Straße rauf und runter. Die bellt erstmal, aber wenn man dann zusammen wieder aufs Grundstück geht, interessiert die dicke Hummel sich gar nicht mehr für den Besuch - außer, der kriegt was zu essen/trinken von mir. Dann muss Madame anhimmeln und betteln, sie wird bei mir ja niiiiieeee gefüttert *augenroll*

    Das ist halt aber auch so ne Sache, bei der mMn auch viel Glück dazu gehört (neben der (Epi)Genetik. So als Grundlage. Trainieren lässt sich viel, klar, aber ich find Mashas Territorialität um Welten angenehmer als Dinos Territorialaggression. Die Dicke ist aber auch vom Grundwesen her einfach tiefenentspannt...

    Hätte ich Kinder bzw. würde welche haben wollen und mir eine Rasse mit Wachtrieb/-verhalten einbilden, dann würde ich mir vom Züchter den Hund geben lassen, bei dem am ehesten damit gerechnet wird, dass der Wachtrieb gut lenkbar oder eher mäßig ausgeprägt ist/sein wird.

    Da ich aber eh keine Kinder möchte, muss im Endeffekt nur ich selbst mit dem Territorialverhalten meines bzw. meiner Hunde leben.

    Leute, ich habe seit 2 Tagen den Hund meines Bruders bei mir uns was soll ich sagen: Der haart wie Hölle!

    https://abload.de/img/img_20220509_151657_rfxk8s.jpg

    Er hat mir zwar ne Bürste mitgegeben, aber die bringt meiner Meinung nach nicht allzu viel. Habe vorher mal ein wenig mit den Fingern gezupft und vor allem an der Hinterhand konnte ich büschelweise Haare rausziehen.
    Was sind bei so einem Fell denn die besten Bürsten und Methoden?

    Tipp: mit dem Unterwollrechen (der mit drehenden Pins) auch mal gegen den Strich bürsten. So krieg ich bei meinen Fellmonster-Omas die Unterwolle aufgelockert und staune jedes Mal wieder, was die noch an Fellmassen im Pelz rumtragen. :lepra:

    Ansonsten das, was Czarek gesagt hat. Vielleicht mal einen Groomer-Termin spendieren?

    Edit: https://www.fressnapf.de/p/moser-unterwollrechen-1294055/

    So einen hab ich. Klappt prima.

    Vorher den Hund nass machen, evtl. gutes Deshedding-Shampoo nehmen, gut einseifen, abduschen, trocknen lassen und dann ausbürsten.

    Aber selbstverständlich sind bestimmte Merkmale (wie stark aufgezogene Maulwinkel, aufgrollte Zunge etc. pp.) Zeichen einer Oberflächenvergrößerung und können Hinweise geben, auf eine ungenügende Thermoregulation, insbesondere wenn sowas nach nur minimaler Anstrengung auftritt.

    Ich wollt grad sagen - das sieht man den Hunden ja an, obs normales Hecheln oder "scheiße ist das heiß"-Hecheln ist.

    Meine drei (Schäferhundmixe, 6-14 Jahre alt) hecheln bei den aktuellen Temperaturen auch früher als sonst. Die tun sich (genau wie ich) mit der Umstellung auf die warmen Temperaturen schwer, weils ja jetzt doch lange Zeit nur max. 15-16°C bei uns hatte - jetzt dann halt schlagartig 21-25°C.

    Aber die Maulwinkel werden nur dann stark aufgezogen, wenn z. B. Dino wirklich ordentlich aus der Puste ist, weil er grad 5 Minuten lang bei praller Sonne und 25°C wie ein Irrer durch den Garten geflitzt ist. Inkl. Hakenschlagen - Zoomies halt. Find ich normal, grad jetzt bei der Temperaturumstellung.

    Masha zeigt das schon früher - bei ihr ist das aber eben auch ein Zeichen für Schmerzen.

    Bonny lass ich mal außen vor, die ist krank. Die fängt schon deutlich früher an zu hecheln als die zwei Großen.

    Ist es.

    Masha kam mit 47 kg (ungefähr 12-15 kg zuviel) zu mir. 10 Minuten Gassi, dann hing die in den Seilen und hat 20 min zum Erholen gebraucht. Beim Tierarzt blieb die einfach aufm Boden liegen und hat sich Blut abnehmen lassen, ohne zu zucken. Bei der Physio lag sie auch nur rum und hat an sich rumdrücken lassen, ohne sich groß zu wehren.

    Dann waren die ersten 5 kg runter ... oh Wunder, der Hund hat ja n richtigen Bewegungsdrang. Die will ja laufen!

    10 kg runter: der Hund fängt an, bei der Physio Blödsinn zu machen ("bäh rumliegen ist langweilig, ich geh den Futtersack plündern!"). Beim Tierarzt wuselt man neugierig durchs Behandlungszimmer, guckt in jede kleine Ritze, weil da könnten ja Leckerli sein.

    15 kg runter: der Hund ist nun richtig mobil und fit. *Rumms* ... Und holt inzwischen die Töpfe vom Herd.

    Mein Herz blutet jedes Mal, wenn ich solche fettgefütterten Hunde sehe. Das raubt denen so unheimlich viel Lebensfreude, weil jeder Schritt irgendwann nur noch weh tut. Und unter all dem Fett verschwindet dann auch so viel vom eigentlichen Hundecharakter.

    Früher hat Masha nie von sich aus mit Dino gespielt. Wenn, dann im Liegen.

    Heute macht sie, die 12-jährige, knochenkaputte Schäferette, dem 6-jährigen Sporthund Spielaufforderungen und hüpft rum wie ein Junghund.

    Ich hab mit Mudkip telefoniert, während wir die Folge geguckt haben und ja ... die fetten Chis haben für eine Schimpftirade meinerseits gesorgt. :ugly:

    Am schärfsten fand ich ja die Dame mit dem Irish Terrier, die den Hund nicht bei 0°C Außentemperatur zum Pinkeln rausbringen wollte. Erst bei 6°C geht die mit dem Hund raus. Weil 6°C offenbar irgendeine magische Temperaturschwelle ist, bei der junge gesunde Hunde nicht mehr tot umkippen... :headbash:

    Ich hab da mal ne Frage ...

    Ich bin ja die letzten +- 2 Jahre nahezu ausschließlich getrennt mit der Bande spazieren gegangen. Meistens in der Kombination Dino + Bonny und Masha dann eben separat. Oder Masha + Bonny und Dino separat.

    Jetzt lauf ich seit ungefähr einer Woche die große Runde wieder mit allen dreien gleichzeitig - und hab das Gefühl, dass die Hunde nach dieser gemeinsamen Runde viel müder, zufriedener und allgemein "ausgelasteter" sind als sonst. Da wir auf Bonnys Gesundheitszustand Rücksicht nehmen müssen, sind die Runden jetzt aber nicht wesentlich länger ... wir machen auch nix besonderes. Im Prinzip lauf ich den Hunden hinterher und sorg dafür, dass keiner Mist baut |)

    Jetzt meine Frage: könnt ihr das auch bei euren Hunden beobachten? Also, dass die nach Gruppengassi deutlich zufriedener und müder sind als sonst? Oder kann ich das aufs Wetter/Lust und Laune/Stellung der Planeten schieben?

    Wieso macht man es sich nicht einfach und legt eine entsprechend lange, stabile Leiter über den Bach, sodass die auf beiden Bachseiten aufliegt? Wenn man die Lücken zwischen den Sprossen nun noch mit stabilen Holzplanken abdeckt, kann man auf die liegende Leiter und mit einem Teleskopstab (oder Astschneider, hüstel) Kraki befreien.

    Das schreit doch förmlich nach einer Rettungsaktion sponsored by DF :D :pfeif:

    Also klar, man müsste das Zeug erstmal da hinkriegen, aber ich glaube, wenn sich ein paar Leute finden, sollte das machbar sein.

    Und wenn die Leiter eh schon so dekorativ über dem Fluss liegt, kann man sich da auch gleich niederlassen und die Kraki-Rettungsaktion mit Kuchen und Limo feiern.

    Du bist herzlich eingeladen, diesen Plan in die Tat umzusetzen. Adresse schicke ich dir gerne per PN, Materialien müsstest du aber selbst mitbringen. :nicken: :lol:

    Ich würde ja wirklich gerne - ne lange Leiter aus Holz hätte ich sogar. Und ein paar Ivar-Regalböden lassen sich sicher auch zweckentfremden ...

    ... dummerweise hab ich zur Zeit kein Auto. |)

    In unserer örtlichen Hundegruppe gibt es auch ein paar Hundehalter ohne Auto. Wenn wir uns dann mal außerhalb an Orten treffen, die mit den Öffis nicht oder nur sehr umständlich zu erreichen sind, organisieren wir auch Fahrgemeinschaften.

    Ich bin zur Zeit ohne Auto (steht in der Werkstatt) und hab in unserer Facebookgruppe auch gefragt, wer mich in dieser Zeit notfalls zum Tierarzt fahren könnte, wenn meine Hunde irgendwas haben sollten. Da haben sich gleich zwei Leute gemeldet, die gemeint haben "Ruf einfach an, wenn du was brauchst, ich hab die Woche frei/Frühdienst".

    Es lohnt sich also, schon vor der Hundeanschaffung auch zu schauen, ob's vielleicht eine örtliche Gassi-geh-Gruppe gibt. Da wird auch mal auf den Hund aufgepasst, wenn man mal n Tag lang weg muss usw.

    Wenn man so eine Gruppe im Ort hat, ist das echt Gold wert. =)

    Hier in der Region fahren nach 18 Uhr keine Busse mehr - und es ist pures Glück, wenn man nach 19 Uhr noch irgendwo ein Taxi rankriegt. Selbst unter der Woche tagsüber zum Tierarzt kommen ist meist schon ne logistische Herausforderung: erst muss man mit dem Bus in die nächstgrößere Stadt (35-40 min Fahrtzeit), dann am Bahnhof in einen anderen Bus umsteigen (mit Wartezeit gern mal 30-45 Minuten...) und dann u. U. noch ein Stück zu Fuß laufen. Ist für Notfälle also eher keine Option für uns ...

    Wieso macht man es sich nicht einfach und legt eine entsprechend lange, stabile Leiter über den Bach, sodass die auf beiden Bachseiten aufliegt? Wenn man die Lücken zwischen den Sprossen nun noch mit stabilen Holzplanken abdeckt, kann man auf die liegende Leiter und mit einem Teleskopstab (oder Astschneider, hüstel) Kraki befreien.

    Das schreit doch förmlich nach einer Rettungsaktion sponsored by DF :D :pfeif:

    Also klar, man müsste das Zeug erstmal da hinkriegen, aber ich glaube, wenn sich ein paar Leute finden, sollte das machbar sein.

    Und wenn die Leiter eh schon so dekorativ über dem Fluss liegt, kann man sich da auch gleich niederlassen und die Kraki-Rettungsaktion mit Kuchen und Limo feiern.

    Früher war ich sehr aufbrausend und schnell aggressiv

    Krass, rein vom Lesen her hätte ich dich nie so eingeschätzt :emoticons_look: Du wirkst auf mich ziemlich besonnen, ruhig und harmoniesuchend. Irre, was Blinky da offenbar ändern konnte :nicken:

    Was hat Dino mich gelehrt... ich mag mal wieder jemanden zitieren, weils so unheimlich gut formuliert ist:

    Aggression ist nichts Schlimmes, sondern die Kommunikation eines Bedürfnisses. (Ich kann endlich auch wütend und laut sein)

    Ich hab früher nie die Klappe aufbekommen, wenn mir was nicht gepasst hat. Ganz selten mal konnt ich das als höfliche Empfehlung formulieren. So richtig devot mit Bitte und Könnte und Vielleicht usw :ugly:

    Heute bin ich da ... hm, enthemmter.

    Läuft ein Fremdhund auf uns zu, kann ich binnen Sekunden von nett und höflich auf "der aggressive Irre" umschalten. Das hab ich bei nem Spaziergang mit @lxbradormicky unfreiwillig eindrucksvoll demonstriert :ugly: :ops:

    Aber wenns nicht gerade um Hundebegegnungen geht, hab ich damit immer noch Probleme. Nicht mehr so heftig wie früher, aber wenn ich z. B. meinen Chef fragen möchte, ob ich dann und dann Urlaub haben kann, muss ich erst minutenlang die Situation im Kopf durchgehen. Zumindest meinen "Kann ich bitte Urlaub haben weilmeinhundmussdringendzumtierarzt bitte bitte?"-Satz formulier ich oft x-mal im Kopf um, bis ich damit zufrieden bin und den Mut habe zu fragen.

    Dino hat also ein Stück weit auch meine Sozialkompetenz verbessert. Und mein Selbstbewusstsein. Und die Fähigkeit, auch mal auf Höflichkeit zu scheißen, klar und deutlich zu kommunizieren, was ich (nicht) will oder was ich richtig kacke finde.

    Er hat mich im Alltag aufmerksamer werden lassen. Nicht nur beim Gassi gehen, auch auf der Arbeit. Mir fallen viel öfter kleine Fehler auf als vorher.

    Masha hat dafür gesorgt, dass ich zumindest etwas ordentlicher werde |)

    Und Bonny ... hmm. Da kann ich noch nicht so klar den Finger drauf legen.