Beiträge von Karpatenköter

    Bei uns im Verein legen wir nur Wert darauf, dass der Hund grundsätzlich alltagstauglich und grunderzogen ist. Eine Begleithundprüfung o. Ä. setzen wir nicht voraus.

    Kostenpunkt bei uns sind 40€/Jahr (Mitgliedsbeitrag), bei Hundeschulen würde ich eher mit 12-25€/Einheit rechnen. Hier in der Region gibt es eine Hundeschule, die pro zehn Einheiten 350€ abrechnet :ugly:

    Teilnehmer brauchst du mindestens drei. Einen Hundeführer, eine Versteckperson, einen Helfer bzw. Trainer.

    Wir sind beim Training immer mindestens zu viert mit drei Hunden, Helfer und Versteckperson wechseln dann natürlich. Besser, weil flexibler bei der Wahl der Versteckperson usw. sind aber Gruppen von min. 5 bis 8 Personen, alles über 8 Personen find ich unübersichtlich.

    Hängt aber sicher vom Anbieter und der eigenen Präferenz ab, aber Mantrailing ist definitiv kein Sport, den man komplett alleine ausüben kann. Höchstens dann, wenn man eh zu zweit ist und bereits Erfahrung gesammelt hat, dann kann man auch mal selbst Trails legen.

    Aus welcher Gegend kommst du denn? Evtl kann der ein oder andere ja auch was empfehlen.

    Da meine drei entweder zu alt oder zu doof zum Rausspringen sind ... lass ich einfach offen. Wenn ich mit offener Haustür durchlüfte, bin ich mit der Bande meistens sowieso im Garten.

    Nachts lass ich auch sorgenfrei offen... Masha ist nicht mehr fit genug zum springen und Dino ist wirklich einfach zu doof dafür :ugly:

    Wenn ich die Hunde alleine lassen muss, mach ich die Fenster zu oder wenigstens auf Kipp. Aber meistens eher zu.

    Eine Herzkrankheit klingt erstmal schlimm, ja, aber mit den Medikamenten und etwas Rücksicht kommen die Hunde sehr gut damit klar. =)

    Bei meiner 14-jährigen Schäfi-Mixhündin wurde DCM festgestellt. Ihr Herz zieht sich nicht richtig zusammen, kann daher also nicht genug Druck aufbauen, um den Körper angemessen mit Blut versorgen zu können. Infolgedessen vergrößert sich ihr Herz - unbehandelt führt das zu Kurzatmigkeit, Leistungsinsuffizienz usw. und ja, im schlechtesten Fall fallen die betroffenen Hunde tot um. Weil das Herz irgendwann nicht mehr kann.

    Aber sie bekommt seit der Diagnose ihre Medikamente (Cardisure und Nelio) und seit sie darauf eingestellt ist, merkt man ihr nichts an. Im Gegenteil, die Leute sind sogar völlig baff, wenn die hören, dass Bonny schon 14,5 Jahre alt ist :D

    Wichtig ist halt, dass man die Diagnose im Kopf behält. Nicht im Sinne von "Oh Gott, mein Hund ist todkrank!", sondern im Sinne von erweiterter Rücksichtnahme:

    Wenn es heiß ist, achte ich noch mehr als sonst darauf, dass Bonny nicht überlastet wird und genug trinkt. Bei normalen Spaziergängen richten wir uns alle nach ihrem Tempo, wenn sie eine Pause braucht, dann wird auch eine Pause gemacht. Situationen, in denen sie sich zu sehr aufregen könnte, werden möglichst vermieden und wenn das nicht geht, wird Bonny möglichst gut geschützt durch die Situation gebracht.

    Die Kleine rennt mit den anderen Hunden durch den Garten, wälzt sich voller Lebensfreude im Gras, ist die erste, die gierig schreit, wenns an die Fütterung geht usw.

    Ich dachte kurz nach der Diagnose auch "Scheiße, herzkranker Hund. Wie lange hat sie noch? Ein Jahr, doch zwei?" ... Es ist völlig legitim, von so einer Diagnose erstmal durch den Wind zu sein. Aber damit ist weder dir noch dem Hund geholfen, der Hund weiß ja auch nicht, wie krank er ist. =)

    Als ich mir solche Sorgen gemacht habe, saß ich im Garten und hab Bonny zugeschaut, wie sie zum ersten Mal in ihrem langen Leben mit einem Ball gespielt hat. Wie sie sich überglücklich auf und neben dem Ball gewälzt hat, wie ein junges Reh über die Wiese gehüpft ist usw. ... und das war für mich (!) der Moment, in dem ich die Krankheit akzeptieren konnte. Ist halt jetzt so. Mit den Medis kann man den Hunden helfen und das Beste rausholen. Und darum geht es doch schlussendlich.

    Bei uns ist die Diagnose übrigens noch ganz frisch, Ende Mai hatten wir den Termin für den Herzultraschall.

    :streichel:

    Der Key hat schon ein schönes neues Zuhause gefunden, ich konnts nur nicht mehr editieren :D

    Da ich das Spiel aber auch nicht über Steam gekauft habe, hätte ichs eh nicht zurückgeben können.

    Das verlinkte Video muss ich mir gleich mal am PC angucken.

    Hat von euch eigentlich schon jemand Stray angespielt? Lohnt sich das?

    Ich bin hin- und hergerissen. Eigentlich hab ich grad nen Spieldurchgang bei Vampyr laufen, aber Prey und Beyond: Two Souls sehen auch so interessant aus. Und Stray auch. Mimimi, ich hab zu viele Spiele zum spielen! :ugly:

    ... Oh, und Lost Ark wollt ich mir eigentlich auch angucken. Aber ich lad mir ganz sicher keine 80GB runter, nur um festzustellen, dass mir das MMO nicht gefällt. Ich bin eigentlich nicht so der MMO-Zocker...

    Aber jetzt ist sie eben so und wir müssen lernen mit einem aggressiven Hund zu leben.

    Dein Hund ist alles, aber nicht aggressiv! Wenn du einen Hund mit Hang zum aggressiven Verhalten kennenlernen möchtest, sag Bescheid - ich komm auch aus Brandenburg und hab einen Hund, der nur mit Maulkorb vom Grundstück darf, weil er grundlos zwei kleine Hunde gebissen hat. Der bei Besuch weggesperrt werden muss, weil er den Besuch verletzen möchte und das bereits einmal geschafft hat ...

    Davon ab ist Aggression erstmal nix anderes als Bestandteil des Verhaltens. Und damit auch völlig legitim ... kritisch wirds, wenn der Hund übertrieben aggressiv (re)agiert.

    Solche Hunde sind doch bestimmt schwer zu vermitteln?

    Ihr habt einen Welpen, der bisher nicht viel kennen gelernt hat - keine mordende Bestie. Himmel ... Welpen gehen weg wie warme Semmeln, besonders Mode-Rassen wie der Mops.

    Ich mach dir ein Angebot, vorausgesetzt ihr wohnt nicht ewig weit weg:

    Wir treffen uns bei euch. Ich schau mir an, wie euer Welpe bei euch so drauf ist und sag euch direkt, was ihr besser machen könnt, was eure Kleine jetzt im Moment braucht usw.

    Und zeitgleich erklär ich euch dann gerne auch, woran ihr erkennt, dass die Kleine gerade einfach völlig überfordert ist, wie ihr dem Hund dann helft und so weiter.

    Meine eigenen Hunde lass ich zuhause. Die zwei Großen sind ... zu groß, um in direkten Kontakt mit der Kleinen zu treten und meine "kleine" Hündin ist schlicht schon zu alt für Welpenkontakt.

    Das Angebot steht. Eure Entscheidung, ob ihr das annehmen wollt oder nicht.

    Hätte ich mehr Zeit und selbst weniger um die Ohren, würd ich ja auch ne Pflegestelle für den Zwerg anbieten, aber ihr wollt sie ja behalten. Dann nutzt aber auch jede sich bietende Chance, um ihr das zu geben, was sie braucht - nämlich Sicherheit und Geduld!

    Ich mach ja nun auch schon seit +- 6 Monaten IGP ... also klar, das Gemenschel und die internen Streitigkeiten nerven. Aber die gibt's auch in jedem anderen Hundesportverein, die gibt's ja sogar in 'meinem' Rettungshundeverein (in dem ich seit Nov 2019 mitmache) :ka: Entweder man ignoriert den Kram und hält sich raus, so gut es geht oder man lästert halt mit. Gehört nunmal zum Vereinsleben dazu ... wo Menschen sind, da menschelts und so.

    Ich denke, wenn die TE schon seit +-6 Monaten dabei ist, dann hat die auch schon mitbekommen, dass da auch mal gelästert wird, dass der Ton mal was harscher ist usw. und dass auch der harte Kern der Vereinsmitglieder manchmal einfach keine Zeit hat und daher wochenlang nicht zum Training kommt. Da wird dann eben einfach privat zuhause weiter trainiert, damit der Hund nicht aus der Übung gerät. Und das ist mMn neben einem guten SD-Helfer, einem guten Ausbildungswart und guter Unterstützung im Verein selbst das A und O, wenn man mehr oder weniger ernsthaft in den Sport einsteigen will - selbständiges und diszipliniertes Üben.

    Ich bin ehrlich: ich gehör definitiv nicht zu den Leuten, die jeden Tag im heimischen Garten oder auf einer nutzbaren Wiese stehen und z. B. UO-Elemente üben :hust: Ich glaub, das ist ein Punkt, den man als (hundeloser) Anfänger unterschätzt. In meiner OG sind ja auch zwei Züchter und die üben nicht nur 2-3x die Woche aufm Platz, sondern jeden Tag auch zuhause mit 2-5 Hunden.

    Ich machs mit Dino, weil ich einfach Spaß daran habe und gern mit den Leuten in der OG zusammen bin. Wenn wir irgendwann mal die BH schaffen und Dino ein bissl SD machen darf, schön - wenn nicht, auch ok.

    Was Schäfis angeht ... ich persönlich würd im Verein fragen, ob die mir einen Züchter oder eine Verpaarung empfehlen können. Oder ob die wen kennen, der wen kennt, der nen anfängerfreundlichen, ggf. erwachsenen Hund abzugeben hat. Ja, auch wenn's dann eben erstmal kein Mali, sondern eine "nette" LZ wird oder so.

    Wenn man sich einmal ernsthaft auf die Rasse eingeschossen und einige Exemplare live erlebt hat, auch die schlechten Eigenschaften kennt und für sich sagt "damit kann ich leben" ... ich glaub, dann wird man mit anderen Rassen auch nicht glücklich. Es wird ja seinen Grund haben, warum die TE seit 6 Monaten bei Wind und Wetter zum Platz kommt. Wird nicht GENAU DAS immer den Anfängern vorgeschlagen, wenn die sich in den Kopf setzen, dass die nen DSH wollen?

    Also klar, ich persönlich weiß, dass mein erster richtiger DSH definitiv "irgendwas nettes" wird. Vielleicht eher ne HZ als ne LZ, weil den Ferrari kann ich mir später immer noch kaufen, wenn ein Ferrari in meinen Alltag passt.

    Kurzum: ich würd auf die Empfehlungen ausm Verein vertrauen, ganz viel mit Züchtern schnacken und eben auch die ganzen Tierheim-Schäfis und Malis kennen lernen. Weil gerade die Negativseiten einen im Alltag deutlich mehr beeinflussen, als man anfangs denkt. Nicht nur, weil die Eigenschaft X jetzt halt da ist, sondern auch, weil man ja erstmal LERNEN muss, wie man die Eigenschaft im Alltag sinnvoll und v. A. für alle sicher händelt!

    Das ist mit einer der Gründe, warum bei mir als erstes wohl ne HZ oder eine sehr gemäßigte LZ einziehen wird...

    Mantrailing ist grad für Hunde, die das urbane Leben gut abkönnen perfekt! Unsere Kleine bilden wir grad zur Tiersucherin aus. Wenn du fragen hast: her damit!

    Karpatenköter kann dir da auch mit eigenen Erfahrungen weiterhelfen (und er erzählt und erklärt immer so schön :nicken: !)

    Ich wurde gerufen?

    Also ja, Mantrailing ist super super gut :D Aber nicht nur für Hunde, die das urbane Leben abkönnen. Das machts natürlich einfacher, keine Frage!

    Mein Rüde ist ... hm, ein "Spezialfall" in unserem Verein. Als wir im November 2019 angefangen haben, hatte er Angst vor Fremden und hat beim Probetraining auch die Versteckperson in den Schuh gebissen :ugly: Anfassen ging überhaupt nicht, da hätte er auch gebissen. "Gruselig" versteckte Personen (z. B. im Gebüsch, in einer engen Gasse, treppab hinter einer Ecke, neben einem Lkw...) hat er nur aus 5-6 m Entfernung 'angezeigt', da musste ich ihn dann häufig zur VP führen und ermutigen, sich ihr zu nähern ...

    Also, er hatte am Anfang echt viele Probleme, die ihm da im Weg lagen. Aber jetzt, so rund drei Jahre später, sind viele Probleme überwunden und er sucht jetzt richtig, richtig schön. Noch nicht perfekt - aber wir haben beide einen Mordsspaß daran, unser Verein ist auch richtig super.

    In städtischen Bereichen fällt ihm die Suche inzwischen leichter und er blendet auch seine Umwelt komplett aus. Das hat uns schon so manchen Schreck versetzt, weil der Trail in der Stadt um die Ecke ging und zeitgleich, während mein Hund um die Ecke ist, ein Mensch um die Ecke kam und fast in Hund und mich reingekracht ist.

    Den Hund (der bei sowas sonst völlig freidreht) hat das überhaupt nicht interessiert. Der war völlig auf die Spur fixiert und hat glaub ich gar nicht gerafft, dass er grad fast von ner Frau übern Haufen gerannt worden wäre xD


    Das Wichtigste in meinen Augen ist, dass man dafür nicht irgendwo hingeht. Klar, das Mantrailing in vielen Hundeschulen reicht als oberflächliche Beschäftigung völlig aus. So hab ich auch angefangen, aber wenn die Trainerin 12 Teams in einer Stunde bespaßen soll, fehlt da halt die Tiefe. Deshalb sind wir zu einem freien Verein gewechselt.

    Vorteil: es kann wirklich individuell auf jeden Hund eingegangen werden, wir können uns richtig viel Zeit nehmen, die Trails werden nachbesprochen, man schaut "Was können wir besser machen, wo haperts noch?" usw.

    Das hat mir persönlich in der Hundeschule gefehlt... da wars nur "Ok ihr seid dran - ja, ihr wart jetzt ned so ganz richtig, aber ihr habt gefunden, war super" und mehr gab's nicht.

    Dafür stehen wir mitm Verein auch gerne mal 2-3 h lang im Wald und trainieren. An manchen Tagen auch so 4-5 h.

    Auch wenns regnet. Gerade dann macht die Suche richtig Spaß, weil die Gerüche intensiver sind :D

    Und wir sind mit unserem Verein auch oft auf Veranstaltungen unterwegs. Entweder, weil wir die medizinische Absicherung übernehmen oder weil wir mit unseren Hunden etwas vorführen wollen. Das macht nun nicht jeder Verein, aber wir nutzen solche Möglichkeiten dann auch gerne zum Training unter besonderen Bedingungen.

    Kurzum: schau dir genau an, wie das Training aufgebaut wird. Wenn du verraten möchtest, aus welche Ecke Deutschlands du kommst, können wir dir auch sicher Vereine oder Hundeschulen empfehlen =)