Beiträge von Karpatenköter

    Sahe Die Gwuundernase ist aber auch hüüüübsch :herzen1:

    Wir, also Dino, Bonny und ich, wurden beim Gassi fies von Starkregen und Hagel überrascht. Als wir ne halbe Stunde davor losgezogen sind, schien die Sonne und kein Wölkchen war zu sehen ... also lief ich auch nur in Fleecejacke + HuPla-Weste rum. Und die Hunde ohne Mäntel :muede:

    Ich find die Temperaturen so tagsüber auch angenehm. Nur morgens, wenns noch so unter 8°C hat, alles feucht ist und einem die Kälte in die Knochen kriecht - wuah nee, da würd ich sooo gern lieber im Bett bleiben... vor allem, weil wir im Betrieb auch nicht heizen. Also wirklich null. Wir hocken da alle in dicken Fleece-Jacken vor den PCs und klammern uns an die Kaffeetasse, bis die Sonne rauskommt :ugly:

    Ich find keinen der gezeigten MK wirklich passend, muss ich sagen :sweet:

    Wenn ich demnächst an meinen Schäferhund-MK rankomme (lagert dzt im Vereinsheim...), kann ich dir den mal zwecks Anprobe vorbeibringen. Der hat 45 cm Umfang und sollte genug Raum zum Hecheln bieten. Ist das Modell Schäferhund Rüde von Chopo.

    Jaaa, ich find die eben auch nicht passend, das ist ja das Problem. Ich hatte gehofft, dass ich mich da reinsteigere und man sagt: ach komm, halb so wild.

    Dass das Modell "Chopo-Schäferhund-Rüde" passen könnte, kann ich mir kaum vorstellen, der hat ja einen noch größeren Umfang als der schwarze Plastikkorb und DER sitzt bei Nouska ja schon extrem tief find ich. Der hat eine Höhe von 13,5cm auf der offenen Seite, das Modell von dir 15,5. Kann mir also nicht vorstellen, dass das besser sitzt. Oder irre ich da?
    Dennoch: liebsten Dank für das Angebot. :tropf:

    EDIT: ich war zu langsam im Antworten. Meinst du echt, Karpatenköter ? Die MK sind so tief am Hals, das find ich irgendwie ungemütlich und das schlackert auch irgendwie so dolle...

    Du darfst auch nicht vergessen, dass der Halsschnitt beim Schäfikorb auch nochmal anders ist als bei dem Plastekorb. Wenn der Korb auf der Schnauze richtig sitzt und auch der Riemen richtig eingestellt ist, schlackert da nicht viel rum. Aber ja, der Rüdenkorb könnte doch ne Nummer zu groß sein - dann evtl Schäferhund Hündin?

    Cassiopeia88 darf ich fragen welchen Schnauzenumfang du gemessen hast - falls du dich noch erinnerst bzw. den noch hast? Ich überlege auch an dem Windhund MK aber wenn ich mir den Kopf deiner Süßen so anschaue bin ich mir nicht sicher ob das anprobieren lohnt .....

    na klaro, schau hier:

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    (ich bitte, die fleckige Hose zu entschuldigen, das war Zahnpasta meines Sohnes, wir hatten direkt zuvor die Abendroutine beendet...)

    Hm, bei ±27 cm Schnauzenumfang sind 36 cm MK-Umfang doch recht knapp bemessen. Denke, da sollte ein MK mit 40+ cm Umfang deutlich besser sitzen =)

    Ich trag seit Sonntag ne Mütze, wenns rausgeht, also isses jetzt offiziell kalt :ugly: Zumindest morgens... Aktuell haben wir 8°C und auf der Morgenrunde hat die dicke Fleecejacke mit Isolierschicht nicht gereicht. Mir war erst angenehm warm, als ich zusätzlich noch die gefütterte Weste drübergezogen habe :lepra:

    Ich werd alt. Früher hab ich den Temperatursturz nicht so sehr bemerkt und kam mit der plötzlichen Kälte besser klar.

    Ich hab hier im Winter die einfachen, billigen Läufer von Aldi/Norma/Konsorten liegen. Die sind durch die gummierte Rückseite schön rutschfest, lassen sich in die Waschmaschine stopfen, trocknen aber mMn nicht soooo super schnell. Aber für 10-15€/Läufer mecker ich da nicht. Hab die ursprünglich gekauft, damit ich im Winter nicht permanent über die kalten Fliesen latschen muss...

    Im Sommer liegen die draußen im Vorraum und erfüllen ihren Zweck als Schmutzfänger.

    Ich krieg sie einfach nicht aus dem Kopf verdammt ... :pleading_face:

    Ich möcht dir mal was erzählen.

    Im August 2019 hab ich eine junge Schäferhündin aus suboptimalen Verhältnissen übernommen. Sie hatte zwar Futter und Wasser, durfte aber nicht ins Haus, hat keinerlei Erziehung oder Zuneigung erfahren, kannte weder Halsband noch Leine, weil der Herr mit ihr nie Gassi gegangen ist und kannte durch dieses "Leben" quasi nix, was ein normaler Hund kennt.

    Kein Kuscheln mit Herrchen.

    Kein Spielen mit dem Zergelseil.

    Keine Spaziergänge am Feld entlang.

    Keine Ausflüge in die Stadt.

    usw.

    Ihr hat einfach so viel gefehlt. Und das hat dazu geführt, dass sie draußen völlig hysterisch auf vorbeigehende Menschen, andere Hunde, Autos usw. reagiert hat. Sie war völlig überfordert mit den zig Reizen, die da sind. Wenn ein Eichhörnchen über den Weg geflitzt ist, hatte ich nen kreischenden Hund an der Leine. Ihr hats bei solchen Reizen einfach alle Sicherungen rausgehauen. "Gut" war es mit ihr nur, wenn wir in der Pampa spazieren waren und uns nichts und niemand begegnet ist.

    Es war wirklich nur dann "gut". Denn alleine bleiben konnte sie nach 2-3 Wochen urplötzlich auch nicht mehr, weil sie massive Trennungsängste entwickelt hat. Wenn ich versucht habe, die Wohnung zu verlassen, um 2 Stockwerke tiefer die Post aus dem Briefkasten zu holen, hat sie angefangen, kreischend die Wohnungstür zu zerlegen.

    Mit auf Arbeit nehmen ging nur bedingt, weil mein Chef keine Hunde im Büro möchte. Und sind wir mal ehrlich: die Hündin wäre im Büro auch VÖLLIG überfordert gewesen. Ich hätte sie mit ner Stahlkette anbinden müssen, damit sie an ihrem Platz bleibt. Handelsübliche Leinen hätte sie durchgebissen. Und weil hin und wieder eben doch Kollegen ins Büro kommen, hätte sie sich jedes Mal das Hirn rausgeplärrt, weil da eben ein Mensch kommt und sie mit diesem Reiz nicht umgehen kann.

    Also blieb mir nur, sie während der Arbeitszeit im Auto zu lassen. In meiner Mittagspause bin ich dann mit ihr spazieren gegangen, mitten im Gewerbegebiet. Das ging, war aber eben weit entfernt von "okay".

    Zuhause war sie irgendwann der pure Terror. Sie kam nicht zur Ruhe. Sie hat meinen Rüden auf Schritt und Tritt belästigt, gemobbt, genervt bis zum Gehtnichtmehr. Es ist ein Wunder, dass er mit ihr so unheimlich geduldig war und sie niemals ernsthaft verletzt hat.

    Irgendwann war es soweit, dass ihr Terror dazu geführt hat, dass KEINER von uns mehr zur Ruhe kam. Ich konnte nicht schlafen, mein Rüde konnte nicht schlafen, sie konnte eh nicht mehr schlafen.

    Wir haben diesen Status zwei (!) Wochen lang irgendwie überlebt. Ich stand nach 6 h Arbeit oft noch 2 h lang auf einem Parkplatz im Nirgendwo, mit ihr im Kofferraum, damit wir einfach mal runterkommen können, bevor es wieder heimgeht. Weil zuhause dann der Terror weiter ging.

    In den letzten zwei oder drei Nächten dieser zwei Wochen hat sie dann im Auto geschlafen. Weil ICH nicht mehr konnte, weil das bescheuerte Auto der einzige Platz war, an dem sie halbwegs zur Ruhe kam und schlafen konnte.

    An einem Donnerstag im Oktober 2019, knapp 3 Monate nach Kauf dieser Hündin, hab ich dann entschieden, dass es so absolut nicht mehr weitergehen kann. Ich stand nach der Arbeit drei Stunden lang auf "unserem" Nirgendwoparkplatz und hab Tierheime im Umkreis von 200 km abtelefoniert, weil ich einfach nicht mehr konnte. Tierheim Berlin, Tierheim Rostock, Tierheim ... Kein Tierheim konnte oder wollte sie nehmen. Ein Tierheim hat sich erbarmt und einen Notfallplan in Gang gesetzt. Erst nur für ein paar Nächte - 24/7 Sonderbetreuung. 30€ die Nacht. Zeitgleich liefen hier im Dogforum auch die Leitungen heiß, weil die Leute ihre Kontakte bemüht haben, um uns möglichst schnell zu helfen.

    Schlussendlich hat sich dann ergeben, dass das Tierheim sie doch komplett übernommen hat. Ich war somit nicht mehr ihr Halter und bin erleichtert, aber auch traurig nach Hause zu meinem Rüden gefahren.

    Erleichtert, weil wieder Ruhe einkehren konnte - bei uns dreien.

    Traurig, weil sie trotz allem eine so unheimlich liebe, aufmerksame, arbeitsfreudige Hündin war. Ein anhängliches, verschmustes Ding.

    Drei Monate nach Abgabe im Tierheim, nach Weihnachten, ist sie in ihr neues Zuhause gezogen.

    Das ist jetzt fast 3 Jahre her und ich denke immer noch dann und wann an sie. Frage mich, "was wäre, wenn..." und überlege, wie es ihr wohl heute geht, ob sie immer noch so schwierig ist wie damals oder ob sie jetzt völlig unauffällig in ihrer Familie mitläuft.

    So. Ich hab jetzt ordentlich ausgeholt und effektiv hat das auch gar nicht so viel mit deinem Thema zu tun. Aber was ich damit sagen will: es gibt so viele Hunde, denen man begegnen wird, die man dann nicht mehr aus dem Kopf kriegt. An denen trotz allem, das war (oder vielleicht auch nicht), das Herz hängt.

    Nur sind das manchmal eben auch die Hunde, mit denen es einfach nicht gepasst hat. Bei denen man in eine Idee, ein Bild, vielleicht auch in eine charmante Beschreibung verliebt war/ist - aber nicht in das reale Wesen dahinter.

    Dass ich von dieser Hündin abrate, hab ich in einem anderen Beitrag deutlich gemacht. Das haben auch andere deutlich gemacht und Risiken, Möglichkeiten etc. offen gelegt.

    Aber jetzt ist es an dir, zu entscheiden, ob es für dich, deinen Mann, deinen Ersthund und vor allem für diesen einen Hund das Richtige, ob es gut ist, wenn er zu euch kommt.

    Ich hab mein Handy fast immer dabei. Zum einen, um Fotos von meinen Hunden zu machen oder unsere Route aufzuzeichen, zum anderen, damit ich im Notfall Hilfe organisieren kann. Kam bisher noch nicht vor, dass das notwendig wurde und ich hoffe auch, dass das so bleibt ...

    Allerdings hab ich das Handy selten in der Hand, wenn ich Gassi gehe, sondern in der Hosentasche. Kommt nicht so häufig vor, dass ich beim Gassigehen noch mit Freunden schreibe oder so. Telefonieren erst recht nicht, ich haaaaasse telefonieren |) Wobei ich schon ein paar Mal Sprachnachrichten geschickt habe, weil ich mich furchtbar über irgendeinen deppaten Hundehalter aufgeregt habe und mir Luft machen musste.

    Also ich persönlich sehe halt bei den Jagdhunden aus Italien und Spanien ein viel kleineres Risiko.


    Ja, die sind manchmal auch „gestört“, leben aber ganz anders mit dem Menschen zusammen und die wenigsten zeigen Aggressionsverhalten und co.

    Da gibt es ja viele Orgas, die mit den Jägern vor Ort „arbeiten“ damit die Hunde eben nicht erhängt werden o.ä.

    Jap, das ist auch meine Erfahrung. Es gibt da je nach Ursprungsland auch rasseübergreifend gewisse Tendenzen. So erleb ich z. B. die Italiener und Spanier als grundlegend netter/freundlicher gegenüber Menschen als die "Ostblockhunde". Gibt ja auch einen Thread dazu, in dem die Tendenzen nach "Nationalität" diskutiert werden.

    Aber auch da gibt's Ausnahmen, nicht falsch verstehen ...

    Mashas Verein vermittelt ja primär die ganzen Jagdhund(mixe), die da ausrangiert werden und da geht die Tendenz doch deutlich in Richtung

    - schüchtern bis ängstlich

    - von "zurückhaltend gegenüber Menschen" bis "würde am liebsten auf seinem Menschen leben" und "alle Menschen sind toll"

    - "liebt andere Hunde" bis "andere Hunde sind ok, braucht man aber nicht wirklich"

    - macht jeden Blödsinn mit (inkl. Bootsfahrten und Cafébesuche usw.)

    Viele Jagdhundmixe der aktiven Nutzer in der Vereins-WhatsApp-Gruppe sieht man regelmäßig bei Begleithundaktivitäten (ich nenns einfach mal so). Und das fast durchweg ziemlich entspannt. Eine Hündin aus dem Chat ist z. B. ganz oft dabei zu sehen, wie sie auf dem Boot ihrer Menschen in der Sonne Mittagsschlaf hält ... oder auf der Familienfeier seelenruhig auf dem Sofa neben Oma Annegret pennt.

    Der Verein hat aber eben auch HSH bzw. deren Mixe in der Vermittlung. Zwar hauptsächlich die "netten" Exemplare (v. A. viele Maremmani oder Pyrenäenberghunde), die dann eben auch gut in Deutschland zurechtkommen, aber eben doch einen anderen "Ansatz" vom Menschen erfordern. Darauf wird aber auch explizit hingewiesen; auch darauf, dass diese Hunde bevorzugt in ländliche Gegenden mit Garten oder Hof vermittelt werden usw.

    Und Masha merkt man auch an, dass sie ganz anders mit Menschen zusammengelebt hat als z. B. Dino (mein Rumäne), bei dem ja nun gar nichts bekannt ist. Masha ist, obwohl großer Schäferhund- und ggf. HSH-Mix, einfach lieb gegenüber Menschen. Klar, die wacht und bellt, wenn jemand am Zaun oder Haus vorbeigeht - aber ihr fehlt da irgendwie diese "ernste" Vehemenz, die Dino ja durchaus an den Tag legt...

    Ich glaub, allgemein kann man schon sagen, dass Hunde aus Südeuropa weniger "Problempotential" mitbringen als z. B. die Osteuropäer. Der Anteil an ängstlichen Hunden dürfte da gleich hoch sein, aber ich hab das Gefühl, dass die Osteuropäer deutlich öfter Vorwärtstendenz zeigen als z. B. die Südeuropäer (die dann halt öfter den Rückwärtsgang einlegen).


    Mit dem Wissen geh ich inzwischen auch anders an das Thema Auslands-Tierschutz ran... Ich mag meinen Problembären in Form von Dino, ich mag die Herausforderungen, die er eben mit sich bringt und ich liebe seine Art mir gegenüber. Aber ich weiß nicht, ob ich mich wissentlich wieder auf so einen Hund einlassen wollen würde. Ich glaube, wenn, würde es dann doch lieber so ein Angsthund-Verschnitt wie Bonny werden. Die bringen auch Einschränkungen mit sich, aber ein Hund, der sich bei Besuch lieber verkrümelt ist mir um ein Vielfaches lieber als einer, der den Besuch am liebsten schreddern würde.

    Und ich denke, man muss "das" auch erstmal selbst erlebt haben, um zu wissen, worauf man sich u. U. mit einem HSH-Mix aus Rumänien einlässt. Ich kenns ja von mir selbst: lesen und erzählt bekommen kann man viel, aber damits erst richtig im Kopf ankommt und der auch auf "Vernunft" umschaltet, muss man es dann doch selbst gesehen haben.