Beiträge von Jonah-2

    Da hätte ich eine Gehhilfe für die Hinterhand genommen und ihn daran geführt.

    Ja, habe ich auch gemacht. Du meinst sicher sowas:

    https://youtu.be/DVKtZoOANYM

    Kann ich jetzt nicht empfehlen, weil die Dinger runter rutschen. Habs versucht mit Gürtel zu stabilisieren, ging nicht. Und er lief schon noch lieber alleine. Wenn er bei weichem Untergrund einbrach fand ich punktuelle Hilfe besser. Da hatte ich in jeder Westentasche einen aufgeschnittenen Jutebeutel dabei, dann hat man sozusagen einen breiten Schlauch mit Henkel dran. Die roten Fressnapftaschen sind da besonders stabil und bleiben schön breit, schneiden also nicht ein. Normaler Jutebeutel ging aber auch gut, man muss nur so einen mit festem Stoff nehmen. Den kurz unterm Bauch durchziehen und dann hochhelfen. Damit konnte ich ihn auch stabilisieren, um ihn ins Auto zu heben.

    Aber ok, ich wollte hier gar nicht so breit dazwischen grätschen, nur weil evtl. auch junge Hundehalter mit Ersthund mitlesen habe ich von meinem Hund erzählt, weil man sich da noch evtl. nicht vorstellen kann, was es heißt, wenn ein Hund hinten einbricht, wenn der eigene Hund noch recht fidel beieinander ist. Hatte das anhand einiger Tipps so gedeutet.

    Aber das war die letzten Jahre genauso, das ist halt der Preis der Angstminderung.

    Wirkt das denn angstmindernd? Mir hat der TA erzählt, dass die Hunde noch genauso Angst haben, es nur nicht mehr zeigen können, weil sie so zugedröhnt sind, dass sie statt wegzurennen zur Unbeweglichkeit verdammt sind. Ich habs nur einmal selber bei der Hündin meiner Freundin erlebt. Schlimm mit anzusehen, wie sie mit offenen Augen da lag und nicht aufstehen konnte.

    Das nicht fressen mögen hängt ja idR mit dem erhöhten Harnstoff zusammen, davon wird ihm übel sein, so dass er deshalb nichts frisst. Vielleicht kannst du das Futter etwas aufpeppen zB mit etwas angebratenem kleingeschnittenem Hühnerfleisch. Oder etwas Thunfisch drüber geben. Mag er denn trinken? Das spült ja auch die Nieren. Da könntest du ein wenig Joghurt ins Wasser tun, oder einige Hunde mögen auch gerne Kokoswasser. Das soll auch noch zusätzlich entgiftend wirken.

    Wie lange hat er denn danach noch gelebt?

    Auf den Tag genau 2 Monate. Auf Asphalt ging es besser. Aber kam auch drauf an was sonst so am Tag los war. Und halt diese Hitze die ganzen Wochen über war besonders für ihn anstrengend. Meine Hündin kann Hitze besser ab.


    Das war auf Asphalt, wobei man schon auch die schwache Hinterhand sieht.

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    Irgendwann nützt auch Physio etc. nichts mehr. Auch Goldimplantate zB nützen nichts, wenn die Hinterhand zu schwach ist. Sie schreibt ja, dass ihr Dobi hinten absackt, wenn er vorne schnuppert. Das war bei meinem Rüden die letzten Monate auch so. Auch das Schlangenlinien pinkeln kenne ich nur zu gut. Ich denke das kann nur jemand beurteilen, der den Hund gut kennt, ob neben den Schmerzmitteln noch Anwendungen Sinn machen könnten. Meine Tierärztin und auch meine Therapeutin haben die letzten Monate abgewunken, es ist halt so, dass man doch sehr machtlos ist, wenn der gemeinsame Weg sich dem Ende neigt.

    Bei meinem Rüden habe ich es so erlebt, dass die Kotinkontinenz zum Schluss für ihn eine Erleichterung war, weil er auf dem Feldweg hinten eh eingebrochen ist, wenn er seinen Kot absetzen wollte. Da ist er dann reingefallen und fand das wesentlich blöder, als wenn er das im Liegen zu Hause bereits erledigen konnte. Man kennt seinen Hund ja so gut, dass man selber das schon beurteilen kann, meine ich jedenfalls.

    Habe 2 Videos rausgesucht, damit ihr wisst, was ich für Bilder vor Augen habe, wenn ich darüber schreibe:

    Hier war der Untergrund am Feldrand nicht hart genug, weicher Untergrund war zu schwer für ihn:

    https://youtu.be/0zZRr8Dvjhg

    Und hier sieht man die fehlende Kraft. Meine helle Hündin ist zu dem Zeitpunkt bereits 16,5 Jahre alt, bei ihr kam die Hinterhandschwäche erst ein knappes Jahr später.

    https://youtu.be/h1LH0HfceIY

    An Urintest sehen sie aber um welchen Grieß es sich handelt oder ? oder müssen sie einen speziellen Test machen um zu sehen welche Art es genau ist ?

    Da kenne ich nur die Infrarotspektroskopie. Dazu wird der Urin ins Labor geschickt und dort wird dann anhand der Harnanalyse festgestellt, ob es sich zB um Struvit- oder Caciumoxalatkristalle handelt. Die Infrarotspektroskopie ist nicht billig, da habe ich so um die 50 Euro im Kopf, bin mir aber nicht sicher. Aber das kannst du ja beim Arzt erfragen.

    Also ich kann mir schon vorstellen, dass Steine das Problem sind. Beim Rüden gibt es ja den langen dünnen Harnleiter durch den Penis, so dass sich dort, anders als bei einer Hündin, die Steine/Kristalle im Harnleiter sammeln und ihn teilweise verstopfen. Was helfen kann ist, dass der Hund den Urin nicht länger als 6 Stunden einhalten muss, weil sich die Kristalle, wenn sie länger in der Blase lagern, schneller zu Steinen verklumpen und eben oben bereits genanntes Spülen der Blase, indem man seinem Hund zB 2 x täglich extra Wasser"mahlzeiten" gibt zB mit einem Löffel Joghurt/Sahne drin. Also zB eine halbe Stunde vorm Gassi, damit er mehr pinkeln muss, was hilft die vorhandenen kleinen Kristallteilchen auszuschwemmen.

    Meine Hündin hat wegen ihrer Hüfte und Spondylosen Jahre durchgängig Schmerzmittel bekommen. Mit den Egeln wollte ich ihr mal eine Zeit ohne Schmerzmittel verschaffen, weil die mit der Zeit so auf die Leber gehen. Ich weiß es nicht mehr ganz genau, aber ich meine es waren so rund 3 Monate, dass ich die Schmerzmittel nach den Egeln abgesetzt hatte.

    Nachgeblutet hat es unterschiedlich. Einige Egel blieben rel. klein, da hat es nicht so lange nachgeblutet wie bei den ganz dick gewordenen Egeln. Da hat es auch am nächsten Tag noch geblutet. Habe dir mal Bilder rausgesucht:

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    und so sah das hintere Egelloch am nächsten Tag aus

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    Besonders schlimm wird es, wenn er alles am Hintern verteilt hat oder mit dem Pfoten durchläuft und das überall verteilt ...

    Ach ja, das kenne ich auch. Angefangen hat bei meinem Rüden die Kotinkontinenz dass er musste, aber nicht schnell genug hochkam. Dann lief er los und verlor im Laufen den Kot. Und weil er die Kurve zur Terrassentür nicht mehr direkt schaffte, musste er im Flur umdrehen und dabei lief er auch ab und zu dann mitten durch. Irgendwann hat er dann nur noch im Liegen den Kot rausgedrückt. Da habe ich mit der Zeit ein für mich machbares Management entwickelt und zwar immer den Rand des Hundekorbes mit Handtüchern abgedeckt, unten drunter Inkontinenzeinlagen und solange er noch lag seine Rute hochgehoben und den Kot mit einem anderen Handtuch drunter hergefischt. Blöd war immer, wenn er sich versucht hat aufzurichten, dann war der ganze Hintern mit Kot verklebt. Die Handtücher habe ich im Garten in einer Ecke ausgeschüttelt, hatte da einen Eimer mit Tüte stehen, das ging ganz gut, einfach etwas Sand/Erde drüber und alle 2 Tage die Tüte gewechselt.

    Im Haus habe ich überall Schmutzfangmatten ausgelegt. Die kann man im Garten gut mit Gartenschlauch und Bürste reinigen, ok, im Sommer, ansonsten habe ich da einen Dampfsauger, mit dem habe ich die ab und zu gereinigt. Und ansonsten gab es für die Krallen auch die vorher bereits erwähnten Softclaws. Damit schleifen sich beim Überköten die Krallen nicht mehr bis aufs Blut ab. Das hat gut geholfen und vor allem bin ich dann möglichst keine Asphaltwege mehr gelaufen.

    Ach mensch, es ist eine anstrengende Zeit, ich weiß das nur zu gut. Ich hätte den Kot auch gerne noch länger weggefischt und weggewischt, aber bei meinem Rüden war es die Hinterhand, die dann zum Schluss nicht mehr mitmachte. Da fehlte leider die Kraft. Vorher, als er noch etwas besser hochkam hatte ich noch Physio versucht, er hat Horvi bekommen und so ein reines Eiweißpräparat aus der Muckibude. Aber irgendwann nützt das leider auch alles nichts mehr. Es ist eine intensive Zeit, aber auch ein Abschied auf Raten. Aber ich habs gerne gemacht, auch wenn ich manchmal geflucht habe, wenn ich mal wieder seinen Hintern abgewaschen habe, damit keine Fliegen kommen und er nicht im Kot liegen muss. Aber die Flucherei bezog sich auf mich, weil ich nicht schnell genug war. Er war der erste Hund, der noch vom Kopf her fit war, der nicht taub und halb blind war, den ich habe einschläfern lassen. Diese Hinterhandschwäche bei größeren Hunden ist ein echtes Elend. Alles Gute wünsche ich dir und deinem Dobiopa.