Besonders schlimm wird es, wenn er alles am Hintern verteilt hat oder mit dem Pfoten durchläuft und das überall verteilt ...
Ach ja, das kenne ich auch. Angefangen hat bei meinem Rüden die Kotinkontinenz dass er musste, aber nicht schnell genug hochkam. Dann lief er los und verlor im Laufen den Kot. Und weil er die Kurve zur Terrassentür nicht mehr direkt schaffte, musste er im Flur umdrehen und dabei lief er auch ab und zu dann mitten durch. Irgendwann hat er dann nur noch im Liegen den Kot rausgedrückt. Da habe ich mit der Zeit ein für mich machbares Management entwickelt und zwar immer den Rand des Hundekorbes mit Handtüchern abgedeckt, unten drunter Inkontinenzeinlagen und solange er noch lag seine Rute hochgehoben und den Kot mit einem anderen Handtuch drunter hergefischt. Blöd war immer, wenn er sich versucht hat aufzurichten, dann war der ganze Hintern mit Kot verklebt. Die Handtücher habe ich im Garten in einer Ecke ausgeschüttelt, hatte da einen Eimer mit Tüte stehen, das ging ganz gut, einfach etwas Sand/Erde drüber und alle 2 Tage die Tüte gewechselt.
Im Haus habe ich überall Schmutzfangmatten ausgelegt. Die kann man im Garten gut mit Gartenschlauch und Bürste reinigen, ok, im Sommer, ansonsten habe ich da einen Dampfsauger, mit dem habe ich die ab und zu gereinigt. Und ansonsten gab es für die Krallen auch die vorher bereits erwähnten Softclaws. Damit schleifen sich beim Überköten die Krallen nicht mehr bis aufs Blut ab. Das hat gut geholfen und vor allem bin ich dann möglichst keine Asphaltwege mehr gelaufen.
Ach mensch, es ist eine anstrengende Zeit, ich weiß das nur zu gut. Ich hätte den Kot auch gerne noch länger weggefischt und weggewischt, aber bei meinem Rüden war es die Hinterhand, die dann zum Schluss nicht mehr mitmachte. Da fehlte leider die Kraft. Vorher, als er noch etwas besser hochkam hatte ich noch Physio versucht, er hat Horvi bekommen und so ein reines Eiweißpräparat aus der Muckibude. Aber irgendwann nützt das leider auch alles nichts mehr. Es ist eine intensive Zeit, aber auch ein Abschied auf Raten. Aber ich habs gerne gemacht, auch wenn ich manchmal geflucht habe, wenn ich mal wieder seinen Hintern abgewaschen habe, damit keine Fliegen kommen und er nicht im Kot liegen muss. Aber die Flucherei bezog sich auf mich, weil ich nicht schnell genug war. Er war der erste Hund, der noch vom Kopf her fit war, der nicht taub und halb blind war, den ich habe einschläfern lassen. Diese Hinterhandschwäche bei größeren Hunden ist ein echtes Elend. Alles Gute wünsche ich dir und deinem Dobiopa.