Beiträge von Jonah-2

    Hallo, es kommt ganz auf den Hund an. Meine Welpen zB, die recht früh erkannt haben, dass sie bei mir zu Hause sicher sind, sich dort wohl fühlen und den Tagesablauf verinnerlicht hatten, die konnten dann auch gut ein paar Stunden alleine bleiben. Klar, solange sie noch jung waren, gab es bei ihnen sicher auch Verlustängste, aber in gewohnter Umgebung haben sie es gut weggesteckt. Gezielt geübt habe ich das bei so jungen Hunden vielleicht so 2-3 Wochen, aber wie gesagt, das hängt meiner Meinung nach auch damit zusammen, dass ein neuer Hund sich erst einmal sowieso noch nicht sicher fühlt, er braucht Zeit sich einzugewöhnen, erst danach klappt das besser mit dem alleine bleiben.

    ja ich lass ihm jetzt auch soviel Ruhe wie möglich und dränge mich nicht mehr auf.

    Das ist doch erst einmal ein guter Plan. Auch wenn sein vorheriges Zuhause Mist war, es war das was er kannte und das hat er verloren. Evtl. hatte er dort früher auch Hundefreunde, die ihm Sicherheit gaben, auch die gibt es nun nicht mehr. Wenn man sich das bewusst macht, dann versteht man eher, dass so ein Hund jetzt erst einmal mehr verstört ist und sich noch nicht freuen kann, dass er nun hier bei fremden Leuten ist. Er weiß ja auch noch nicht, dass er bleiben darf, dass du ihn bis an sein Lebensende vor allem Bösen beschützt. Auch ich will dir Mut machen, hab noch Geduld, ich finds bereits erstaunlich, dass er sich überhaupt dazu verlocken lässt die Wohnung zu verlassen.

    Der Hund meiner Freundin ist ein echter Angsthund. Alleine ein Windhauch führte dazu, dass er anfangs panisch aus dem Garten wieder ins Haus gerannt ist. Und in den Garten ging er erst nach einem halben Jahr. Das erste halbe Jahr hat er die Wohnung gar nicht verlassen. Die ersten 2 Tage auch das Körbchen nicht verlassen, danach hat er sich immerhin getraut nachts ins Bad zu machen, mehr aber auch nicht. Spaziergänge waren völlig undenkbar. Jetzt, drei Jahre später, sind immer noch Ängste da, aber jetzt sind Spaziergänge möglich, auch schnuppern an fremdem Hunden, auch in den Urlaub kann er jetzt mit.

    Aber hört bitte auf, den Leuten einreden zu wollen, dass solche Vorkontrollen irgendetwas aufdecken können - wenn sie im legalen Rahmen erfolgen - was ein vernünftiges Gespräch nicht schon geklärt hätte.

    Es wurden ja bereits genug Beispiele gebracht, die deine Aussage widerlegen. Natürlich können Vorkontrollen Sachverhalte aufdecken, die aus welchen Gründen auch immer, vorher verschwiegen wurden.

    Sie achtet wenig auf mich beim Schnüffeln - soll ich sie gar nicht schnüffeln lassen?

    Deswegen gehe ich ja überhaupt raus mit meinem Hund. Also meiner soll schnüffeln dürfen, so viel er will. Ich finde das wichtig. Das fällt mir vor allem auf, wenn ich mal ab und zu in fremde Gegenden fahre. ZB heute war ich auf einem neuen Gelände, da gab es sooo viel zu schnüffeln, so dass meine Hündin gar nicht wie sonst nach ihrem Ball "gefragt" hat.

    Also ich finde dein Programm nicht üppig. Ein langer Spaziergang, ein kurzer Gassigang. Ansonsten normales Leben, ein Miteinander. Ich finde das sich das prima anhört. Man muss halt gucken, wie der eigene Hund so drauf ist und ob er mal zwischendurch mehr Power gut wegsteckt, oder danach zu sehr aufdreht. Hier gibt es zB nach einem Wandertag, wo mein Hund 4-6 Stunden mitgelaufen ist auch mal 1-2 Tage einfach nur Gassi auf bekannten Wegen und wenig Action.

    Aber wie gehe ich dann vor wenn sie anfängt das Sofa zu fressen oder den Tisch? Oder die Decke? Weil das macht sie ja wenn ich sie ignoriere... Hingehen damit sie aufhört? Oder einfach ignorieren ?

    Also ich habe da aufgepasst und beim ersten Anzeichen, dass mein Welpe da zB den Türrahmen annagen will, laut in die Hände geklatscht und NEIN gerufen. Sofort hin und dann habe ich ihn abgelenkt mit zB irgendeinem Spielzeug.

    Zum ignorieren, also ich habe zB viel mit allen meinen Welpen gekuschelt, auch viel rumgelegen, aber auch immer mein Ding gemacht. Alles was so im Haushalt eben anfällt. Anfangs folgt einem der junge Hund noch in jeden Raum, muss mit auf Klo, muss mit in den Waschkeller. Das gibt sich bald von alleine, wenn er keine Angst mehr hat, dass man auf einmal weg ist.

    Wichtig fand ich für mich immer, dass auch meine Welpen mal was wollen dürfen. Also wenn sie mal spielen wollten habe ich mitgespielt, aber eben auch mal nicht. Und wenn ich sie ignoriert habe, obwohl ich genau wusste, dass sie jetzt gerne spielen wollen, habe ich sie ein paar Minuten ignoriert, aber dann den Anfang gemacht und sie von mir aus zum Spielen aufgefordert. Das Leben soll ja Spaß machen, aber ich wollte nicht, dass ich jede Erwartung des Welpen gleich erfülle, er musste dann einfach auch mal die paar Minuten Frust schieben, weil ich ihn ignoriert habe, denn man hat ja auch nicht immer Zeit und das sollte er lernen. Da ist aber auch nicht jeder Hund gleich. Meine Welpen waren oft mit wenig zufrieden, mal kuscheln, mal ein paar Minuten Fellpflege, auch wenns eigentlich noch gar nix zu kämmen gab, mal Krallen schneiden üben, Ohren sauber machen, Pfoten absuchen, auch mal einen Karton zerfetzen dürfen, aus Zeitungspapier eine Kugel formen mit Leckerchen innen drin, mal Füße baden üben, Treppen steigen, usw. Es gibt so viel was man am Anfang so nach und nach dem Welpen schon im Haus zeigen kann. Das zahlt sich alles aus, wenn er mal größer ist. Nur alles langsam, nicht gleich alles auf einmal.

    Bei meiner Hündin fing die Standzeit eigentlich immer an Tag 12 an und ging 3 Tage. Mein Rüde war sehr souverän, aber ich fands für ihn trotzdem sehr stressig, auch für meine Hündin. Auch ich habe räumlich getrennt und ich habe zwei Möglichkeiten das Haus zu verlassen. So mussten sie sich während der Zeit nicht begegnen, aber klar, die wussten natürlich genau Bescheid. Aber ehrlich gesagt würde ich deinen Rüden eher kastrieren, als ihm so einen Chip setzen zu lassen.

    Ich würde zu einem Spezialisten gehen.

    Ich auch. Finde ich sehr gut, dass du das machen willst. So ein Herzultraschall ist doch genauer als ein Röntgenbild und auch mein alter Rüde wurde mal von meinem früheren Haustierarzt in Sachen Herz falsch beurteilt. Nur weil eine Freundin von mir Monate drauf gedrungen hat, dass ich zum Kardiologen gehen soll, habe ich es schlussendlich auch gemacht. Und da kam was ganz anderes raus, als mein TA vermutet hatte. Ich wollte dir nur noch dazu schreiben, dass sich ein Preisvergleich lohnt. Ich habe in der Klinik, wo ich bisher öfter zum Herzultraschall war gut 100 Euro bezahlt. Jetzt im Juli habe ich einen anderen Kardiologen ausprobiert, weil der 30 km näher seine Praxis hat, der hat 160 Euro genommen. Ich hatte das telefonisch vorab erfragt und mich wegen der Nähe trotzdem für den teureren entschieden, auch weil er mir von meinem TA empfohlen wurde.

    Spontan fallen mir Blasensteine ein, die können sozusagen den Ausgang verstopfen. Dann müsste sie auch große Schmerzen haben, evtl. auch Fieber und Blut im Urin. Wenn im Ultraschall keine Steine gefunden wurden, ist evtl. auch die Blasenentzündung noch nicht weg. Wurde denn ein Antibiogramm gemacht? Nicht jedes AB schlägt gleich gut an.

    Verdauung war komplett durcheinander, ...

    Und wenn er deswegen Gras frisst? Mein Rüde hatte im Alter Magenprobleme, öfter mal Sodbrennen und gerade im Winter war ich immer auf der Suche nach restlichen Grasbüscheln, denn er fraß auch nur eine bestimmte Sorte. Habe danach wenigstens einmal am Tag meine Gassirunden ausgesucht, weil das Gras das er mochte nur am Waldrand wuchs. Ihm hat das Gras fressen gut getan, wobei ich ihm zu Hause natürlich auch mit passenden Futterkomponenten geholfen habe, aber das mit dem Gras war wichtig für ihn. Fand ich auch besser, als wenn er aus seiner Not heraus mein Schilf kurzgefressen hat, weil hier sonst nichts an Gras wächst, was er mag.