Ich möchte das einfach nur mal untermalen. Ich habe ja beides hier.
Du sagst es im Prinzip ja auch schon selber:
Das ist bei Vorstehern nicht so. Das sind meiner Erfahrung nach in der Regel andere Typen und auch der Jagdtrieb hat eine ganz andere Motivation. Nämlich nicht das Kontrollieren von Bewegungsreizen. Sie sind auch anders aufgeregt (ich empfinde grade den Viszla schon als hibbel) als Hütehunde.
1. Mein Vorsteher reagiert wenig auf Bewegungsreize. Nicht gar nicht, aber das interessiert den nicht groß im Vergleich zu dem was ich aus dem Hütelager kenne. Damit der reagiert muss sein Jagdverstand sagen, jo, rentiert sich. Und der funktioniert in fast ausschließlich über die Nase.
2. Bei Aufregung würde der niemals, niemals laut oder hibbelig werden. Bei Aufregung am Wild gibt es nur einen einzigen Modi. Der Hund wird sehr, sehr, sehr still. Kein Ton, keine unnötige Bewegung, wenn es richtig hart ist zittert er vor Aufregung, abe rsonst nichts. Er ist ein VorSTEHER. Und solange der Jagdverstand nicht sagt es rentiert sich, hat der eh die Ruhe weg und interessiert sich nicht groß dafür. Der konnte mit 7, 8 Monaten frei im Wald liegen (also nicht im Kommando, sondern freiwillig hingelegt) und mit mir Rehe beobachten. Ist spannendes Kino, aber wozu aufstehen? Sind ja alle gesund. Total unrentabel.
Jagdhunde sind dafür da, den Jäger bei der Jagd in allen Bereichen zu unterstützen und darauf selektiert sich in dem Bereich auch sehr gut ausbilden zu lassen. Die haben Jagdverstand und können auch sehr gut einschätzen, wann es sich lohnt und wann nicht. Und ein Großteil ihrer Arbeit besteht darin, die Nase zu benutzen, mit Witterung zu arbeiten.
Jupp, Nasenhund vs. Augenhund. Und den Selbstläufer bestätige ich ebenso.
Klingt etwas kontraintuitiv, aber der Jagdtrieb meines Jagdhundes ist super easy zu händeln. Und er ist vor allem sehr schwarz-weiß, entweder total easy oder (fast) keine Chance.