Beiträge von Javik

    Ich glaub Avocado meint eher die "Flipflops am Gletscher" Fraktion, nicht erfahrene Wanderer, die halt in Turnschuhen gehen und wissen wo ihre Grenzen sind.

    Das ist mir schon klar, nur wer entscheidet, wer zu welcher Kategorie gehört?

    Naja, wenn man weiß wo die Grenzen sind, dann wird man wahrscheinlich eher nicht mitten auf einem Schneefeld festsitzen und sich weder vor noch zurück trauen oder total erschöpft irgendwo sitzen und nicht mehr weiter laufen können (außer es kommen irgendwelche ganz unerwarteten Phänomene dazu wie ein komplett unerwarteter plötzlicher Wetterumschwung oder irgendwas in der Größenordnung).

    Also es gibt sicher eine Grauzone, aber es gibt schon auch ganz eindeutige "selbst Schuld". Diese Grauzone würde ich persönlich jetzt auch nicht zahlen lassen. Aber die eindeutigen "selbst Schuld" schon. Alleine schon, weil die Leute wohl etwas vorsichtiger werden, wenn sich rumspricht, dass man sich massive Selbstüberschätzung erstmal leisten können muss.

    Hm, ich denke, dass der Welpe noch nicht genug kann um da groß Impulskontrolle zu üben? Wie willst du die Übung denn aufbauen? Ball rollen, Welpe festhalten, warten bis er ruhig ist und los? Dann hat er potenziell schonmal gelernt ordentlich zu fixieren.

    Ich würde damit warten bis er ein Kommando ausreichend kann, dass er lernt es weiter einzuhalten. Denn dann ist der Sinn der Übung auch klarer für den Hund und er muss wirklich seine eigenen Impulse kontrollieren.

    Vor allem würde ich mich an deiner Stelle mal damit auseinandersetzen wie der Jagdtrieb beim Langotto überhaupt genau aussieht. Große Probleme mit Impulskontrolle und Jagen auf Sicht ist was was oft (nicht ausschließlich) ein Problem der Hütehunde ist, weniger zB bei den Jagdhunden. Ich weiß jetzt nicht genau wo der Lagotto angesiedelt ist, aber vom Gefühl her würde ich jetzt eher was Richtung Jagdhund erwarten. Also eher weniger Probleme mit der Impulskontrolle und Jagen mit der Nase. Heißt natürlich nicht, dass die gar nicht auf Sicht reagieren und, dass man gar keine Impulskontrolle üben muss, aber so eine starke Fixierung auf etwas was kein Problem darstellt und dafür dann kein Training wo es wirklich angebracht wäre, wäre halt dann irgendwann ärgerlich.

    Vielleicht beim Züchter mal nachbohren wie es aussieht und wo normalerweise die ersten Jagdansätze zu sehen sind? Wenn du dann merkst dasszB Impulskontrolle bei euch trotzdem ein Thema ist, ist es dafür ja auch in ein paar Monaten nicht zu spät (solange du sie jetzt nicht systematisch kaputt machst indem du den Hund zB uneingeschränkt mit Ballspielen bespaßt).

    Und ich finde es auch irgendwo gut: Denn wenn nur ein Zehntel... oder jeder Zwanzigste davon mitnimmt das unsere Natur etwas Schönes und Wertvolles ist?

    Kommt halt drauf an wie sich die (1)9 verhalten die das nicht für sich entdecken. Wenn die sich benehmen und es einfach nur nicht für sich entdecken, klar, dann ist es was Gutes. Wenn die sich wie die Axt im Walde aufführen, dann hilft dieser eine auch nichts und alles geht den Bach runter.

    Zweite Frage genau in diesem Zusammenhang: ist es eigentlich wirklich sinnvoll, mit Welpen Ball zu spielen und ihn somit quasi auf sich bewegende Objekte zu konditionieren? Man lobt ihn dafür und zeigt Freude, wenn er dem Ball hinterher rennt. Macht diese Art des Spiels eigentlich Sinn?

    WIeso willst du ihn auf dich bewegende Objekte konditionieren? Beim Rad willst du doch genau das Gegenteil?

    Mit dem Ball (bzw. allgemein Spielzeug) übt man eigentlich genau das Gegenteil. Der Hund soll nicht sofort auf den Reiz reagieren, sondern darf erst nach Freigabe hinterher. Aber das ist Zukunftsmusik in dem Alter.

    Wer entscheidet denn nun, wer das Recht hat in der Natur unterwegs zu sein und wer nicht?

    Ich geb's ja gerne zu, dass ich keine Menschen mag und grundsätzlich der Meinung bin, dass sich in meinem Dunstkreis niemand aufzuhalten hat. Aber das ist mein Problem und kreide ich auch niemandem an. Selbstverständlich darf sich jeder in freier Natur aufhalten.

    Was aber nunmal ein Problem ist, dass viele Leute scheinbar gar nicht mehr wissen wie man sich in der Natur verhält und es ihnen auch gerne mal ganz gepflegt am Allerwertesten vorbei geht.

    Man kann sich in der Natur bewegen mit minimalem Schaden und man kann sich in der Natur bewegen, so dass man eine wandelnde Umweltkatastrophe ist.

    Habe ich hier im Forum schonmal die Geschichte von der mittlerweile weltweit ausgestorbenen Käferart erzählt, nur weil die Besucher in einem NSG im Norden dachten, dass das Wegegebot am Strand nicht so streng eingehalten werden muss, weil ist ja nur Sand?

    Kinder müssen im Wald nicht rumgrölen wie doof

    Wobei man fairerweise sagen muss, für das Wild ist es besser wenn die Menschen Dauerbeschallung von sich geben, die ziehen sich dann nämlich schon in ausreichender Entfernung bequem zurück und werden seltener aufgeschreckt.

    Radfahrer können auf den Wegen bleiben und müssen nicht jeden Trampelpfad ihr eigen nennen, oder, wie man auf Insta grade häufiger sehen kann, Radfahrer auf völlig ausgesetzten engen Pfaden hoch in den Bergen für den letzten ultimativen Instakick des komplett gelangweilten verwöhnten Industriebalg

    Jo, diese "Trampelpfade" sind bei uns im Revier gerne mal die Wildwechsel auf denen die dann fahren. Da ist quer durch den Wald noch wildschonender...

    Nicht jeder Tourist lässt auch relevante Geldbeträge in der Region und wenn sie dann noch für Schaden sorgen, dann reduziert sich das nochmal.

    Andererseits scheint das, neben gar nicht denken, wohl die Art zu sein wie (problematische) Touristen denken. Ich lasse Geld da, also kann ich machen was ich will.

    Oder, noch wahrscheinlicher, es ist einfach die "ich wohne hier nicht, mir alles egal"-Denke.

    Hier fahren im Sommer Unmengen Fahrradfahrer durchs Tal. Auf der einen Seite hoch, auf der anderen runter. Auf der Seite wo die runter fahren liegt im Sommerhalbjahr unglaublich viel Müll, Essens- und Getränkepackungen. Die rollen bequem bergab und nutzen das für eine Essenspause und fühlen sich danach zu geschwächt den Müll wieder zurück in die Tasche zu stecken. Einzig alternative Erklärung wäre, dass sie spontan allergisch gegen dieses ungewohnte Übermaß an hübscher Natur reagieren und deswegen dringend menschlichen Dreck verteilen müssen um sich wieder wohler zu fühlen.

    Und da habe ich noch nicht davon angefangen wie die Radfahrer hier regelmäßig im vorbei fahren die spielenden Kinder zusammenbrüllen, weil sie jetzt doch glatt einen kleinen Schlenker fahren mussten o.ä.

    (Ja, ich bin da mittlerweile fuchsig. Ich bin nämlich die, die da dann öfter mal die 5 km Tal aufwärts und Tal abwärts Gassi geht und feststellt, dass der große Müllsack mal wieder nicht ausreicht. Und wir sind hier bei Weitem noch keine Haupttourismus-Region. Ich kann die Leute da verstehen. Geld in die Region zu bringen ist keine Entschuldigung dafür sie zuzumüllen und sich wie eine Wildsau zu benehmen. Und das tun nunmal unglaublich viele. Nicht alle, klar, aber eben doch weit mehr als ein paar Ausnahmen. Und es wird schlimmer.)

    Was ich persönlich auch liebe ist, wenn ich entweder bei der Arbeit oder bei der Jagd das Naturerlebnis der werten Herrschaften durch meine Existenz störe, was ja genug Grund ist mich blöd anzublaffen, weil sie ja offensichtlich mehr Recht haben da zu sein als ich. Frei nach dem Motto 'ich mache hier Urlaub, du störst meinen Urlaub durch deine Existenz und das gibt mir jegliche Rechte mich daneben zu benehmen'. Oder halt die Klugscheißer die sich mit ihrem Halbwissen berechtigt fühlen, einem blöd zu kommen. Sind auch nie die Einheimischen, die kennen die Regeln nämlich komplett und wissen daher, dass es keinen Grund zum rumblaffen gibt.

    Deswegen ist es ja auch etwas komisch, dass sie so sehr vorselektiert.

    Nur nochmal, weil das so einfach nicht stimmt. Ich verstehe gar nicht, warum du dich da so drauf eingeschossen hast.

    Nicht sie selektiert (zumindest kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass sie irgendwem, der sich anmeldet, die Teilnahme am Kurs verweigern würde), sondern sondern der potenzielle Interessent selektiert sich selbst heraus (im Sinne einer Selbstselektion). Sie möchte einfach nur möglichst passende Kunden, möglichst sinnvolles Erwartungsmanagement betreiben, nicht mehr und nicht weniger ...

    Du bist hier diejenige die gerade unnötig heftig reagiert. Ich habe vor einer Woche was dazu geschrieben und bin jetzt für mich wieder drauf gekommen, hatte für mich den Kreis geschlossen und mit den Schultern gezuckt und damit den Faden für mich wieder zu gemacht, weil ich damit alles gesagt habe was es für mich dazu zu sagen gibt. Es war genau das, mein Schlusssatz zu dem Thema.

    Und ob du's glaubst oder nicht, mir ist der Unterschied zwischen jemanden aktiv ablehnen und so ein komisches Quiz erstellen damit Leute es sich anders überlegen durchaus klar. Ich finde es im Gegensatz zu dir nur nicht sinnvoll. Ich habe aber eigentlich auch echt wenig Lust dieses Fass wieder auf zu machen, nachdem schon klar war, dass wir da nicht auf einen Nenner kommen. Ich habe dazu bereits mehr gesagt als ich je wollte.

    Klar, ich wollte damit nur sagen, dass diese Eigenschaft wohl eher nicht vom Laika kommt.

    Ich fange bei gleichen Rassen/Rassegruppen schon mit dem gleichen Ansatz an, dafür gibt es Rassezucht. Aber klar, da hast du absolut Recht, wenn das für dieses Individuum nicht funktioniert muss man einen anderen Weg einschlagen anstatt zu versuchen etwas bestimmtes durchzudrücken. Deswegen ist es ja auch etwas komisch, dass sie so sehr vorselektiert. Ich meine, irgendwas man sicher aus einem solchen Seminar mitnehmen. Wenn nicht für den derzeitigen, dann vielleicht für einen zukünftigen. Ist immer besser wenn man seine Optionen kennt.

    Hö? Du hast doch einen Lapi und einen Laikamix oder? Der Lapi ist ein Hütehund und der Laika hat ziemlich die gleiche Anlageprüfung wie die kontinentalen Vorsteher auch, nämlich "einmal alles außer Baujagd bitte".

    Dass der Hund, wenn der Laika gut durch kommt, also auch mit den Methoden die gut für Jagdgebrauchshunde, nicht aber für Hütehunde, passen ist zu erwarten.

    Es geht um den Laika Mix. Keine Ahnung was ein kontinentalter Vosteher ist. Ich weiß nur dass bei meinem Hund alle Sicherungen durchbrennen wenn der was in der Nase hat und erstmal zubeißt. Genauso sehr wie er Verhaltensketten bildet. Der ist vom Typ her komplett anders wie mein Lappe.

    Kontinentaler Vorsteher ist eine Abgrenzung zu den Briten. Die Briten führen ihre Vorsteher als Spezialisten, die wirklich nur suchen und dann vorstehen.

    Die Rassen auf dem Kontinent, v.a. auch unsere deutschen Vorsteher, werden als Vollgebrauchshunde für alles außer Baujagd genutzt.

    Die Briten mit ihrem Spezialisten-System vs. die Generalisten halt mal wieder.

    Meine beiden (sollen) ja auch viel am Schwarzwild arbeiten. Aber da brennen eben nie die Sicherungen durch, die Hunde sollen immer Herr ihrer Sinne bleiben, auch und gerade dann, wenn sie wirklich scharf drauf gehen. Ein Hund, vor allem ein großer Hund, der hirnlos wird, hat an Schwarzwild nichts verloren, sonst hat er ein sehr, sehr kurzes Leben. Gerade jetzt wo die, dank Wolf, auch wirklich taktisch gegen Caniden vorgehen. Und sowas ist auch nicht typisch für den Laika.

    Aber gut, Mixe sind ja immer ein anderes Thema.