Erst mal Danke für die Antworten. Das unsere Schwägerin den Hund nicht von einem seriösen Züchter kommen kann.
Warum nicht?
Zu all dem was hier schon genannt wurde möchte ich noch anmerken, dass man nicht unterschätzen sollte, dass es in der seriösen Zucht Schulungen für die angehenden Züchter gibt und einen Zuchtwart + das Netzwerk der anderen Züchter im Verein die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Gerade in letzter Zeit fällt es mir in anderen Foren und sozialen Netzwerken vermehrt auf, dass oft unglaublich unwissende Fragen zum Thema Welpenaufzucht und Geburt gestellt werden. Sehr, sehr viele davon gehen zB Richtung "Welpen haben [irgendwas], kann jemand Hausmittel empfehlen?" heißt zu deutsch, den Welpen wird der Tierarzt vorenthalten oder zumindest erst als letzte Option gestellt.
Die Leute haben ihre Hunde bestimmt durchaus auch lieb (nicht so lieb, dass sie Geld in den Tierarzt investieren würden, aber das hält viele ja nicht davon ab die Beziehung zu ihrem Hund Liebe zu nennen.) und die knuddeln auch ganz verliebt ihre süßen Welpen und sind vielleicht auch dann super traurig wenn ein süßer Welpe stirbt. Und wenn man da Welpen schauen geht, hat man ganz liebevolle, stolze "Welpenelternfamilie" die ganz liebevolle Hobby"züchter" abgeben.
Das alles ändert aber nichts daran, dass kein Wissen vorhanden ist das die Mutter und die Welpen schützt, dass die Bereitschaft ausreichende medizinische Versorgung zu gewähren oftmals nicht vorhanden ist und vor allem, dass die Welpenaufzucht eben von jemandem übernommen wird der keine Ahnung hat von dem was er tut und oftmals auch einfach schlechte Bedingungen hat.
Und da gerade die ersten Wochen im Leben extrem prägend sind, hat man dann als Käufer mit den Defiziten zu tun und das sehr, sehr oft ein ganzes Hundeleben lang.
Wenn einem schon die moralischen Werte des Tierschutzgedanken egal sind, sollte man wenigstens so egoistisch sein, dass man nicht extra viel Geld für einen Welpen ausgibt der einen nochmal extra viel Zeit, Geld und Nerven durch Krankheit, schlechte Prägung, Baustellen und Verhaltensauffälligkeiten kostet.
Lies einfach mal auf irgendeiner nicht hundespezifischen Plattform mit wie oft da gleich die ersten Wochen große Probleme auftreten mit beißenden Welpen (über die normale Beißhemmung hinaus), gesundheitlichen Problemen, Welpen die nicht raus gehen wollen, die sich nicht draußen lösen wollen usw. Und dann frag da mal immer ob der Welpe VDH-Papiere hat. Und dann sag mir was dein Ergebnis ist. Wäre es egal, sollte das Ergebnis ja bei etwa 50:50 liegen. Ich garantiere dir, das wird nicht dein Ergebnis sein, nicht einmal ansatzweise.
Und dann bedenke, dass ein Anfänger auch seine eigenen Fehler macht (was ja auch ganz normal und an sich nicht schlimm ist) und daher alles eher schlimmer macht, anstatt die vorhandenen Defizite soweit es geht zu kompensieren.