Kona hatte sich nach etwa 2 Wochen an die Situation gewöhnt und nicht mehr nachts gejault.
Das tut mir in der Seele weh.
Kona hatte sich nach etwa 2 Wochen an die Situation gewöhnt und nicht mehr nachts gejault.
Das tut mir in der Seele weh.
Eigentlich bin ich hier, um mich (unter anderem, ich habe auch einige Bücher bestellt) auf einen zukünftigen Hund vorzubereiten. Wenn ich hier so quer lese, denke ich mir aber manchmal: Es kann eigentlich nur schief gehen: zu viel Ruhe, zu wenig Ruhe, zu Früh angefangen dem Hund was zu lernen, zu spät damit angefangen, falsch angefangen, mit Leckerlis bestärken oder auf keinen Fall Futter als Belohnung, was muss/soll mein Hund eigentlich wann/überhaupt können und wie finde ich dafür die richtige Hundeschule, BARF oder nicht, wie die richtigen Spielgefährten/Welpengruppe finden...
Zuerst mal ganz grundsätzlich: Viele Wege führen nach Rom, aber nicht alle. Heißt wenn zwei Leute hier was unterschiedliches sagen, dann hat nicht automatisch einer Unrecht. Manchmal ist ein Tipp besser als ein anderer aber beide funktionieren, manchmal funktionieren auch beide gleich gut und man kann sich aussuchen was einem besser liegt.
Manches was man hier liest, gerade so beim Thema Religion Futter ist auch sehr stark von eigener Meinung und auch Ideologien behaftet. Da kann was dran sein, oder auch nicht.
Nicht alles passt auf jede Situation, auf jede Rasse, jeden Hund und auch auf jeden Menschen. Du musst das was du hier liest als Werkzeugkasten betrachten. Wenn du einen Schraubenschlüssel brauchst hilft dir natürlich keine Säge, also schau was du an Schraubenschlüsseln findest. Aber man braucht natürlich nicht einfach irgendeinen Schraubenschlüssel, man braucht einen der zu der Schraube passt die man daheim hat. Also muss man aus den vielen Schraubenschlüsseln die man in seinem Werkzeugkasten hat den richtigen auswählen. Also wenn du irgendwas wissen willst lies dich ein, behalte es im Hinterkopf und dann schau was für dich und deinen Hund passt.
Ich muss sagen, ich kann an sich sehr gut mit Tieren und habe mir gedacht, ich mach vieles einfach nach Gefühl und vertrau darauf, dass das dann gut wird.
Genau so! Schau dir deinen Hund an, lerne ihn kennen. Der beste Tipp hier hilft dir nichts, wenn er nicht zu dir und deinem Hund passt.
Und nein, du versaust dir den Hund nicht mit ein bisschen try and error. Das macht jeder Anfänger, das macht ein Stück weit auch der fortgeschrittenste und beste Halter weil einfach doch jeder Hund etwas anders ist und man sich den Neuzugang erstmal anschauen muss. Deswegen wird aber von einigen Rassen für Anfänger abgeraten, das sind dann normalerweise die wo Fehler eben sehr schnell sehr starke Konsequenzen haben und daher einfach nur wenig Spielraum dafür da ist.
Das A und O ist im Endeffekt Einfühlungsvermögen.
Das Schöne hier ist, dass zwar bei Weitem nicht jeder alles richtig macht. Aber bei allem gibt es irgendjemanden der es richtig macht bei dem man sich bei Problemen etwas abschauen kann.
Und, was man vielleicht auch dazu sagen sollte: Hier geht es um Probleme. hier reden Leute über Probleme. Niemand hier diskutiert lang und breit darüber was für ein Selbstläufer doch alles ist und wie einfach und problemlos alles läuft.
Ich glaube ein riesiges Problem ist einfach Instagramm, facebook, Youtube und Co bei denen man lustige, süße, kuschlige Tiere sieht und nur solche Situationen, gepaart mit der Tatsache, dass viele Menschen heute absolut keinen Bezug mehr zu Tieren und Tierhaltung haben.
Dazu kommt dann noch so "Allgemeinwissen", dass alles nur Erziehung ist und Hunde einen immer lieben und loyal sind und dann gibt es ja noch diese Therapiehunde die Menschen helfen usw. und fertig ist der Mix.
Man holt sich das Tier, weil man hat ja schon so viel gesehen darüber (100te Videos, 1000e Bilder) und das ist leicht und einfach und komplett problemlos. Welpen liegen nur rum und sehen süß aus und dann setzt man sich mal 10 Minuten hin und übt Kommandos und schon hat man einen perfekt hörenden Hund der immer lieb ist und immer nur kuscheln will. Tja und dann holt sie die Realität und die Erkenntnis ein, dass Tiere Charakter, Bedürfnisse und einen eigenen Willen haben. (Gerade letzteres wird Hunden ja auch gerne abgesprochen, wie Sklaven die nur existieren um ihrem Herren dienen zu dürfen)
Und selbst wenn man sich informiert, zB. Thema Beißhemmung: Okay dann sagt man dem Hund halt 2-3 mal "nein" und dann weiß er, dass er das nicht darf und fertig.
Was ich noch recht gut nachvollziehen kann ist die schlechte Rassewahl. Wenn man keinen Bezug zur Hundehaltung hat kann man sich damit schlecht auseinandersetzen und die Eigenschaften sagen einem quasi nichts. Natürlich geht man da stark über Optik.
Und die üblichen Rassebeschreibungen die man so in den ersten Googletreffern findet sind auch nicht hilfreich. Denn sein wir mal ehrlich, Rassebeschreibungen muss man auch lesen können.
zB Malinois: intelligent, anhänglich, loyal, verschmust. aktiv, wachsam = lernt schnell und ist daher total einfach zu erziehen, liebt mich (Einsamkeit und der Wunsch nach bedingungsloser Zuneigung sind in unserer heutigen Welt oftmals DAS Kriterium für Hundehaltung), will kuscheln, geht aber auch mal eine längere Runde mit mir raus oder joggen (überlegt mal was heutzutage bei Menschen als aktives Lebensstil zählt, da ist normales Gassi gehen schon aktiv) und dazu ist er noch Lassie.
Mal ehrlich, wer von euch würde so einen Hund nicht wollen?
Alles anzeigenAlles anzeigenWenn ich mir einen Hund hole für einen bestimmten Sport..
Also sagen wir, ich hole mir einen Border. Für Agility.
Dann bilde ich den 2 Jahre aus und halte ihn unter bestimmten Umständen und dann tilt dieser Hund plötzlich völlig aus und jagt nur noch Schatten und verbeisst sich in Autoreifen.
Dann gehe ich doch nicht hin und hole mir WIEDER einen Border, halte ihn WIEDER unter denselben Umständen und führe ihn WIEDER im Agi mit der Hoffnung, dass diesmal irgendwas anders wird.
Dann *muss* mir doch irgendwann mal der Gedanke kommen, dass irgendwo ein Fehler im System sein muss.
Denn nein, Lebewesen haben nicht einfach so einen Schaden. Was soll denn das für eine "Diagnose" sein?Wenn man es auf die Aufzucht/den Zuechter schiebt, dann wird beim naechsten Hund ja alles besser...
Aber was wenn der Züchter dann nichts taugt und der danach auch nicht und der danach auch nicht und der danach auch nicht?
Selbst wenn man die Schuld komplett von sich abwälzt ändert sich an den Problem ja nicht viel. Die Statistik ist gegen einen und beim nächsten Hund wird es wahrscheinlich nicht besser.
Ich finde es auch sehr ähm.. interessant... sowas nach so langer Zeit noch auf die aufzucht schieben zu können. Ein Vermehrerhund bietet öfter mal einen anstrengenderen Start, Probleme die quasi von Anfang an da sind und sich ggf erst mit der Pubertät wirklich offen zeigen. Aber nach 2 Jahren, plötzlich? Nein, das liegt mindestens zum Großteil am Halter.
Wundert mich auch nicht bei deiner Haltung... Hier noch eine Stimme für Schäferhunde die sehr, sehr engen Anschluss an ihren Menschen suchen. Sehr viel näher übrigens als ich jemals bei einem Chihuahua gesehen habe.
Mein klügster Hund bisher ist Koda.
Ich erinnere mich noch als ich dem Pimpf das Prinzip des apportierens beibringen wollte. Ich habe schon richtig gut apportiert bis mir aufgefallen ist, dass da irgendwas nicht stimmt...
Seine absolute Glanzleistung war aber die Sache mit den Heidelbeeren.
Meine Schwester und ich waren mit ihm wandern. Die ersten Heidelbeeren waren gerade reif und wir haben uns da mitten rein gesetzt und die Babybel die wir dabei hatten mit den Heidelbeeren gegessen.
Koda wollte natürlich was von dem Käse haben. Was macht ein kluger Hund der das Prinzip des Tauschhandels verstanden hat? Irgendwann stand er da mit einem Ästchen von einem Heidelbeerstrauch im Maul und hat den gegen den Käse getauscht.
Und jetzt kommt das beeindruckendste: Er hat uns nicht irgendwas gebracht, er hat rum geschnüffelt und uns die besten Äste mit den reifen Beeren gebracht (war ja noch recht früh in der Saison). Die waren richtig gut!
Wir haben im Endeffekt fast die ganzen Babybel dann gegen die Heidelbeeren getauscht und gelobt und uns gefreut. Aber er hat das danach leider nie wieder gemacht...
Also gut, es ist eine Sarracenia purpurea und wie Sunti schon geschrieben hat, eine fleischfressende Pflanze.
Hierzulande ist sie eine invasive Art die auf der schwarzen Liste steht und daher "unverzüglich" entfernt werden sollte. An sich wäre das auch nicht schwer, da zumindest unser Gebiet hier noch ziemlich klein ist. Die fotografierten sind vom Standort in den Oberlausitzer Teichlandschaften.
Interessanterweise wird das aber nicht gemacht, sondern im Gegenteil, zumindest an dem Lausitzer Standort ist sogar ein Zaun und ein Schutzstatus auf dem kleinen Vorkommensgebiet. Mit der Begründung, dass sie so spezielle Standortansprüche hat, dass sie sich eh nicht über dieses kleine sumpfige Gebiet ausbreiten kann.
Ich nenne meine fotographischen Meisterwerke daher "Vetternwirtschaft".
Ach so, die Blüten gehören zur Schlauchpflanze (ja, es ist eine Sarracenia).
Damit sollte es eigentlich recht einfach sein rauszufinden welche Art es ist.
Ich würde auch sagen, lass die Finger von Mischlingswelpen und das aus mehreren Gründen.
Bei erwachsenen Hunden kann man sich da aber auch als Anfänger gut in Inlandstierschutz umschauen. Die Auswahl ist dort natürlich etwas eingeschränkt, Angebot und Nachfrage klaffen da halt sehr weit auseinander.
Von Privat würde ich aber auch da nicht kaufen, gerade als Anfänger.
Wenn du sowieso bestimmte Rassen im Blick hast, wie wäre es mal auf den [Rassexy]-in-Not-Seiten umzusehen? Dort gibt es auch Rassexy-Mischlinge und du kannst sehen ob
Wenn du einen Welpen willst kann man eigentlich nur zum Züchter raten.
Warum denkst du denn, dass ein Mischling eine bessere Wahl sein könnte?
Mal eine Frage an alle, bei denen die Hunde den Weg nicht verlassen dürfen: wie habt ihr das trainiert? Ist das eine unverhandelbare Regel oder dürfen eure Hunde nach Freigabe auch mal auf's Feld o.Ä.?
Ich habe das über "raus (da)" trainiert und regle das bis heute darüber (meine Hunde haben kein grundsätzliches Wegegebot).
Aufgebaut habe ich das über Grenze setzen + Umorientierung zurück auf den Weg belohnen an hohem dichten Bewuchs, der selbst ja schon als relativ starke Grenze wirkt (deswegen heißt es auch raus). Und das weite ich dann aus auf anderen hohen Bewuchs, dann wird es schließlich auch niedriger und die Grenzen schlechter erkennbar bis im Endeffekt nur noch der Weg bleibt.
Bei hohem Bewuchs ist das für die Hunde auch entsprechend wirklich eine feste Grenze bei der sie wirklich selten auch nur einen Ansatz der Überlegung sie zu überschreiten zeigen. Bei niedrigem Bewuchs werde ich dann inkonsequenter und trainiere es weniger, das sitzt dann entsprechend nicht so gut. Heißt die Hunde kennen es da raus geschickt zu werden, machen das auch brav und halten das danach auch mehr oder weniger lange ein, aber sie übertreten die Grenze eben schon eigenständig. Mit der Zeit wissen die Hunde dann auch relativ gut welche Art von niedrigem Bewuchs ihnen ein "raus" einbringt und was meist okay ist.
Unterm Strich habe ich dadurch Hunde, die den Weg schon klar bevorzugen und hauptsächlich darauf laufen, aber v.a. auf gemähten Wiesen u.ä. schon auch mal ihre Runden drehen. Den Rest regle ich dann eben per Kommando.