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Was sind denn Rüdenflecken?
Was sind denn Rüdenflecken?
Ich erwarte von keinem Tier, dass es mir irgendwas zurückgibt. Wie auch? Hab nie von meinen Fischen erwartet, dass sie mir was zurückgeben. Die hatte ich und habe sie im Falle eines Gartenteichs einfach nur, weil sie hübsch aussehen und ich den Einblick in die Unterwasserwelt mag. Das Teilhaben, den beruhigenden Effekt.
Bei meinen Stabheuschrecken ähnlich. Die bekamen Kost und geschützte Logie dafür, dass sie futterten und aussahen wie Stöckchen. Für mich war das dennoch faszinierend und den "Aufwand" absolut wert.
Dann geben sie dir doch was zurück ![]()
Ich finde den Gedanken sehr seltsam Tiere zu halten, wenn man nichts davon hat. Ich meine, das muss ja nichts Großartiges sein, aber zumindest der einfachen Grund, dass sie einem Freunde bereiten, sollte doch schon vorhanden sein. Ich zumindest würde kein Tier halten, wenn ich nicht irgendwo davon profitieren würde, dafür ist das zu teuer, bereitet einem zu viel Ärger usw.
Zurück geben muss man ja nicht nur im materiellen Sinn verstehen.
Wobei mir meine Hunde auch sehr viel Materielles zurückgeben. Den besten Müll den sie in meinen Mülleimern finden konnten, meine Schuhe, meine frisch zusammengefaltete und in den Schrank geräumte Kleidung, meine Schuhe, angesabbertes Lieblingsspielzeug, meine Schuhe, leere Leckeriebehälter und meine Schuhe um da nur ein paar Beispiele zu nennen. Und das alles zum lächerlichen Preis von einem Happen von meinem Essen.
Meine erste Frage wäre jetzt auch, wenn du mit dem Mix damals so glücklich warst, dann schau dir doch erstmal die beiden Ursprungsrassen genauer an.
Gerade ein KHC oder ein leichterer Labbi sollte ja auch super am Pferd zu führen sein. Nicht nur wegen dem Laufen, auch weil Freilauf da mit etwas Erziehung meist sehr verlässlich machbar ist.
Ja, das war mein Punkt...
Es geht aber schon um die generelle Einstellung und Präferenz. Ein Lebewesen kann noch so einfach sein: Einschränkungen gehen damit immer einher, wenn ich die Verantwortung trage.
Ob man das dann wirklich so einschränkend empfindet oder nicht, ist wieder eine andere Geschichte.
Wenn man ein an sich pflegeleichtes Tier hat, das nicht viel Aufwand bereitet, aber auch da lieber mit Freunden unterwegs, immer spontan und völlig frei sein möchte, bringt einem das auch bloß nichts. Denn auch das einfachste Tier muss raus bei jedem Wetter, essen, kann krank werden, kann nicht überall mit hin.
Die Grundfrage ist einfach nur: Kann ich und will ich den Bedürfnissen eines anderen Lebewesens gerecht werden, das auf mich angewiesen ist? Oder hab ich da keinen Bock drauf, sondern will ein Anhängsel, dass sich immer schön nach mir richtet und mir ganz viel gibt, aber keinen Aufwand bereitet?
Das hier ist aber kein pflegeleichtes Exemplar. Und selbst mit einem pflegeleichten Exemplar muss es nicht *klick* machen.
Es klang hier nur schon mehrfach über die letzten Tage hinweg immer wieder an entweder dieser eine Hund oder nie wieder. Das stimmt aber so nunmal nicht und die Frage hier ist erstmal nur ob dieser Hund ja oder nein. Ob gar nie wieder ist einfach eine andere Diskussion, eine die man zu gegebener Zeit eventuell führen sollte, aber nicht jetzt.
Ich finde man muss auch unterscheiden ob man von Hunden allgemein oder von diesem speziellen Hund redet.
Nur weil man mit einem Hund nicht klar kommt, v.a. wenn der nicht ganz einfach ist, der Start schlecht ist, heißt das ja nicht, dass man generell ungeeignet ist.
Ich finde die Diskussion ob die TE Hundemensch ist daher ziemlich müßig.
Große Holzkisten.
Keine Ursache, ich bin gerne unhilfreich. ![]()
Ich würde sagen, in Hinblick auf deine jagdlichen Pläne: Hol dir einen alten Geländewagen.
Du wirst Kratzer von Zweigen drin haben, je nachdem wo du wohnst auch Steine, du wirst offroad fahren, je nachdem auch mal wo gegen kommen, du wirst extremst dreckige Hunde haben (und zwar in Gegenden wo du den Anhänger vergessen kannst), du wirst dreckig sein und früher oder später wird dann eventuell auch mal was Blutiges im Auto liegen, weil du es im Korb aus welchen Gründen auch immer nicht transportieren kannst oder der Fuchs ausläuft oder du was Kleines geschossen hast. Gerade als Frau willst du dein Auto dann vielleicht auch noch modifizieren, mit einer Winde oder ähnliches usw. usf.
Ich bin vorhin auf einer sehr schleimigen Pfütze in meiner ausgerutscht und sehr elegant zu Boden gegangen nachdem ich den Hunden ihr Futter fertig gemacht habe.
Als mir damals die Leute gesagt haben, dass Große Münsterländer sehr wasserfreudig sind, habe ich mir da was anderes drunter vorgestellt. ![]()
Ich käme zB im Traum nicht drauf in einer Großstadt einen Hund zu halten
Naja, das finde ich doch ein bisschen arg pauschal. Es gibt doch genug Hunde, die in der Großstadt gut klarkommen. Wesenfeste, robuste Hunde.
Ich habe nicht gesagt, dass ich das aus Rücksicht auf den potentiellen Hund nicht tun würde. ![]()
Aber war es bei euch allen wirklich so, dass ihr in der ersten Woche mit eurem ersten Hund alles toll fandet? Weil wenn ja, dann bin ich vielleicht echt kein Hundemensch. Ich finde z.B. Spaziergänge gerade nicht besonders schön. Sie sind anstrengend, weil ich auf tausend Sachen achte, die mir vorher nie aufgefallen sind, mein Kopf rattert, ich bin in vielen Situationen unsicher, was jetzt zu tun ist, und eigentlich dauernd unter Strom. Ich fühle mich richtig erschlagen von der ersten Woche, nicht erfüllt.
Mein Freund ist übrigens gar nicht gestresst, er spricht mir gut zu, er sagt er liebt den Hund, ist mega optimistisch, zählt mir die Fortschritte auf. Deshalb zweifle ich auch gerade, ob einfach mit mir was falsch ist. Ich fühle mich total antriebslos und entscheidungsunfähig und jede Kleinigkeit bringt mich zum Heulen.
Naja, das ist alles auch eine Frage der äußeren Umstände. Du fängst halt auch auf einem extra schweren Level an.
Ich käme zB im Traum nicht drauf in einer Großstadt einen Hund zu halten (ich würde allerdings in eben jenen Großstädten nichtmal begraben sein wollen, geschweige denn dort wohnen). Ich finde es schon eine Zumutung wenn ich mal einen Tag lang meinen Vater besuche und dort (ganz am äußersten, grünen Rand von Berlin) ein- oder zweimal Gassi gehen muss. Mache ich eigentlich nur noch spät nachts, wenn wir auf den Feldern dann alleine sind.
Dazu kamen die ersten Hunde alle als Welpen (alle außer einem auch vom Züchter und selbst der eine war halt einer der damals üblichen Bauernhofmischlinge).
Ich meine, jetzt mit meinem Jagdhund sehe ich auf Spaziergängen auch viel mehr als mit den Hunden davor. Das genieße ich ich, es ist spannend. Aber mehr Wildtiere und deren Spuren zu entdecken ist ja auch wieder etwas anderes als den Stress der Großstadt nochmal neu aus einem anderen Blickwinkel zu erleben.
Und da ist die Reaktion des Hundes auf die Umwelt noch nicht einmal mit eingerechnet. Durch die Natur schlendern entspannt die Hunde, sie werden nicht noch zusätzlich durch die vielen Eindrücke gepusht.