Beiträge von Javik

    Frage, wirklich nur eine Frage, bitte nicht als Kritik verstehen, ich will nicht diskutieren, nur Wissenslücken stopfen.

    Mehrere Jäger und Hunde, wegen einem Hasen? Ist das sinnvoll, effektiv etc.? Müssen Hasen denn überhaupt bejagt werden?

    Ich kenne einige Förster und weiß, dass und warum es enorm wichtig ist, zu verhindern, dass Rotwild junge Bäume und Knospen abfrisst. Aber bei Hasen wundert es mich - hier bei uns sind die Feldhasen geschützt.

    Feldhasen sind nicht geschützt.
    Also klar, wenn man eh kaum welche hat (wie hier übrigens auch), dann werden sie nicht bejagt, maximal mal ein Küchenhase. Aber das ist etwas komplett anderes. Aber in anderne Gegenden in D gibt es noch sehr, sehr viele Hasen.

    Und zum Thema Förster und enorme Wichtigkeit, dass das Rotwild die wertvollen Bäume nicht zerstört äußere ich mich besser mal nicht.... :face_with_symbols_on_mouth:
    Naja, außer vielleicht das hier, auch Feldhasen ernähren sich von Knospen und Trieben.

    Momo und Lotte Man sollte meinen, dann würden sich die Leute etwas besser benehmen. Du glaubst gar nicht was man da oben so alles sieht. :pfeif:

    Neulich war eine Treibjagd auf der Koppel hinter unserem Haus.

    Also direkt am Wohngebiet, sind auch direkt am Knick gelaufen.

    Okay, scheint erlaubt zu sein, obwohl persönlich ich es nicht so prickelnd finde an einem Neubaugebiet mit vielen Kindern unangekündigt zu jagen.

    1. Mitten Im Feld/Wald anfangen macht halt keinen Sinn, wenn das Gebiet am Dorf los geht. "An" den Häusern stehen und ihnen den Rücken zudrehen ist nunmal die beste Möglichkeit um auch dorfnahe Gebiete zu bejagen (was man muss, da das Wild alles andere als doof ist und man es gerade aus den Siedlungen raus halten will) und sicherzustellen, dass nicht auch nur ansatzweise Richtung Dorf geschossen wird.
    Davon abgesehen ist hier in D nunmal dicht besiedeltes Gebiet. Es gibt genug Gegenden wo man quasi nur am Dorfrand jagen kann, weil gefühlte 3 m weiter das nächste Kaff schon beginnt.

    2. Was hat das jetzt mit den Kindern zu tun? Die haben doch auch Spaß an Böllern, also der Knall wirds defintiv nicht sein. Kinder haben auch meist kein Problem mit der Jagd (wenn ihre Eltern ihnen da nichts eingetrichtert haben, die sind eher neugierig) und so nah ran, dass sie ein totes Tier sehen würden kommen sie eh nicht. Oder willst du hier etwa komplett grundlos etwas anderes deutlich Problematischeres unterstellen?

    3. Gut, das gilt bei deiner Hasenjagd nicht so, aber hier werden in erster Linie Drückjagden auf Schwarzwild gemacht. Die Letzte bei der ich war ganz spontan (ja nicht angekündigt, wie auch?), WEIL sich eine Mutter Sorgen gemacht hat. Weil da nämlich über 34 Sauen direkt an deren Gartenzaun standen und es wohl sehr gemütlich dort fanden. Diese Drückjagd fand in allererster Linie statt um den Sauen das Dorf zu vermiesen, in dem und in dessen direkten Umfeld sie sich seit einiger Zeit rumgetrieben hatten. Nur so zum Thema "aber, aber die Kinder!".

    4. Was passiert wenn man Jagden ankündigt, hat man hier dieses Jahr ja wieder recht gut sehen können. Ich bin ja auch für angekündigte Jagden (soweit möglich), aber dann sollte sich die Bevölkerung halt vernünftig genug benehmen. Wenn sie das nicht tut, dann tja.... an der eigenen Nase fassen bzw. die Mitbürger an der Nase fassen.

    Nun gut, jedenfalls haben sie einen Hasen aufgescheucht, zweimal geschossen und, meines Erachtens nach, nicht getroffen. Er lief weiter und war schon über den nächsten Knick Richtung Straße.

    Und du meinst du kannst das besser erachten als die die näher dran waren, Erfahrung und eine Ausbildung bei dem Thema haben und drauf geschossen haben?

    Selbst wenn man unsicher WÄRE ob man getroffen hat, würde man den Hund in dem Fall schnallen. Aus Gründen des Tierschutzes/der Waidgerechtigkeit. Soll das Tier etwa elendig eingehen?

    Was tut der Hund über diese lange Zeit?

    DEM Hasen hinterherlaufen?

    Überspitzt gesagt, ein anderes Tier "wildern" wenn er eines findet ?

    Wird in Kauf genommen das der Hund über die Straße rennt?

    Oder jagd er nur das was "beauftragt" wurde? Da glaube ich ja nicht dran.

    Arbeiten... Die Spur des Hasen verfolgen, eventuell auf Sicht, möglicherweise aber eben auch nur mit der Nase. Dann muss er den Hasen einholen, erwischen, töten, aufnehmen und diese 4-5 kg zurück schleppen (und das deutlich langsamer als im Hetzgalopp). Klar, Hetzen, Erwischen und Töten geht relativ schnell, aber der Hund muss auf dem Rückweg den Hasen zurück schleppen, da ist er deutlich (!) langsamer unterwegs.

    Ja, das kann also tatsächlich sein, dass der so lange DEM Hasen nachgejagt ist. Je nachdem wie schnell der Hundhinterher konnte, wie schnell er rennen konnte und wie sehr der Hase verletzt war dauert das. Und je länger es dauert, desto müder ist der Hund auch auf dem Heimweg. Den er gegebenenfalls, je nach Distanz, übrigens auch noch suchen musste.

    Jedenfalls, ja, ein gut ausgebildeter Hund jagt nur das was er jagen soll. Wo soll er auch groß abkommen? Er rennt auf Spur, davon wird er nicht freiwillig runter gehen, nur um auf gut Glück jagen zu gehen. Insofern gibt es die Option, dass er überhaupt runter geht eigentlich sowieso nur, wenn da ganz frisch etwas vor seiner Nase kreuzt. Und wie gesagt, ein gut ausgebildeter Jagdhund bleibt da auf "seiner" Spur. Das ist angezüchtet und wird durch die Ausbildung weiter verstärkt.

    Und, ich weiß, das ist für Privathalter mit ihren teils hirnlos jagenden Hunden (und die das eben auch nicht erleben dürfen was ihr Hund ggf. könnte) relativ schwer zu verstehen, aber Jagdhunde haben Jagdverstand, ziemlich viel davon und auch bei der Jagd einen realtiv kühlen Kopf. Einem verletzten Hasen zu folgen hat deutlich bessere Erfolgschancen als sich irgendwo einen neuen Gesunden zu suchen, einen bereits müde gehetzten Hasen erwischt man leichter als einen der noch fit ist. Ziemlich einfach wen man da weiter verfolgt, oder nicht?

    Und ja, bei der Jagd nimmt man in Kauf, dass dem Hund etwas passiert. Das gehört leider dazu. Nicht nur, aber auch, bei Straßen.

    Wilde Sau spielen a la "ist nunmal ein jagdlich geführter Jagdhund" fände ich unter aller Sau....

    Davon mal ab, dass ich Treibjagden sowieso komplett ablehne.

    Aber davon mal ab geht es jetzt um den Hund.

    Also "wildert" er überspitzt gesagt, oder holt er sich den Hasen und geht dann gemütlich nochmal irgendwo schnüffeln und kacken bevor er zurückläuft🤷‍♀️

    Ja, man merkt, dass du dir erst eine Meinung gebildet hast und dann erst, halbwegs, versuchst die nötige Wissensbasis zu bekommen......

    Du unterstellst dem Hund, dass er nicht gearbeitet hat und das rein aufgrund von... nichts, außer dass er deiner Meinung (ohne jegliche Ahnung von dem Thema) nach schneller sein hätte sollen. Wie gesagt, kann sein. Kann nicht sein. Für genau diesen Fall kann dir höchstens der Schütze sagen was der Fall war.

    Übrigens, von Hasenjagden habe ich nicht viel Ahnung, aber ja, je nachdem wie anstrengend es war (und genau die Dauer sagt, dass es das war), kann es tatsächlich sein, dass der Hund kurz wieder "zu Atem kommen" musste bevor er den Hasen heim bringen konnte. Du weißt schon, in dem Maul, das er zum Hecheln braucht, was nicht geht, wenn man darin was Schweres schleppt...

    Aber nein, der Hund wildert eben nicht. Er arbeitet. Egal ob er dem Hasen nachgeht den er holen soll oder einen anderen. Er hatte alle rechtlichen Voraussetzungen in diesem Fall um zu jagen. Außerdem kann ein Hund streng genommen nicht wildern, sondern nur sein Mensch (wenn dein Hund wildert, würdest ja auch du wegen Wilderei angezeigt, nicht dein Hund). Und sein Mensch hatte ja ganz offensichtlich alles Recht dort Hasen zu jagen, also auch sein Hund. Wenn der Hund einen anderen Hasen geholt hat, dann ist das vielleicht unschön und unwaidmännisch, aber keine Wilderei.

    Und ja, auch wenn dir das nicht passt, wenn man realistisch ist, muss man nunmal anerkennen, dass Hunde sich nicht groß um menschliche Regeln scheren und die entsprechend nicht 100%ig einhalten (das tun ja nicht einmal Menschen...). Das tun die Jäger mit diesem "is halt 'n Jagdhund". Dem kann man, je nach Rasse, durch Ausbildung relativ gut beikommen, aber niemand, in keiner Sparte, kann 100%ig die Hand ins Feuer legen was der Hund außer Sicht tut. War in der Rettungshundearbeit auch nicht anders... :ka:

    So nebenbei Werbung aufgeschnappt.

    "Dreckiges Geschirr..."

    "Warum soll ich da Spülmaschinentabs nehmen? Wenn überhaupt, hau ich das kurz in die Waschmaschi...oh...äh...das andere Geschirr meinen die."

    Bei mir ist es genau andersrum wenn ich hier den Geschirr Thread sehe.

    Ich frage mich jedes Mal wieder wie man, noch dazu in einem Hundeforum, lang und breit über das heimische Porzellan diskutieren kann. :ugly:

    warum sollte gassi keine Auslastung sein? Kommt ja auch drauf an, wie und was die Hunde dabei erleben.

    Also meine beiden sind mit 2 Stunden Gassi, wo gespielt wird, gemeinsam gelacht und entdeckt, total happy und daheim wird erst mal dann gepennt.

    Kommt wohl auch auf den Hundetyp an.

    Argos ist nach dem Gassi gehen, naja nicht müde, aber durchaus zufrieden. Baldur nicht.

    Wir gehen ja fast ausschließlich im Wald. Da kann Argos den Jagdhund rauslassen. Die vielen Gerüche, am Boden und in der Luft, alles orten und mir zeigen usw.

    Für Baldur ist es dagegen stupides ein Bein vor das Andere setzen plus Klomöglichkeit. Der schnüffelt kaum.

    Also als Auslastung würde ich es jetzt auch nicht bezeichnen, aber Argos ist mit mir länger Gassi gehen tatsächlich auch zufrieden. Nicht glücklich, aber er steigt mir nicht aufs Dach wenn es nicht mehr gibt.

    Mag beim Agi, wo man die Hunde ja einzeln arbeitet, so sein. Aber im ZHS ist es ja nicht so, dass ein Hund nicht mehr läuft, nur weil ein neuer dazu kommt. Da baut man das Gespann aus. Oder es braucht mehr Hunde um mehr Arbeit oder unterschiedliche Spezialisierungen abzudecken und und und. Klar gibt es auch die die immer neue Hunde holen und die Alten dann quasi vergessen, aber so viele sind das, in meiner Umgebung, nicht.
    Da sehe ich jetzt nicht wo es besser ist sich X Hunde zu holen und nie zu planen irgendwas mit denen zu machen.

    (Und doch 10 Jagdterriern kann man gut gleichzeitig gerecht werden wenn man will. Falls die sich nicht gegenseitig zeröegen, das wäre eher meine Sorge)

    Es ist so, dass jeder Hund Jagdverhalten zeigt. Das ist das instinktive Programm zur Nahrungsbeschaffung.

    Die Frage ist wie und wie stark es sich zeigt. Ein großer Fehler, von dem die Leute gerne mal ausgehen, ist davon auszugehen, dass es sich bei Jagdverhalten um sowas wie Saft handelt. Reiner Jagdhund 100% Hetzen (denn das ist ja der Teil der meist gemeint ist) und 50% Jagdhund verdünnt sich dann auf nur noch 50% Hetzen in sich oder so ähnlich.

    Genau so funktioniert es aber eben nicht.

    Ich habe einen Vorsteher aus jagdlicher Leistungszucht und ich wage zu wetten, dass dieser Hund deutlich einfacher zu führen ist, als so ziemlich alle die im AJT Thread unterwegs sind. Warum? Weil mein Hund nicht einfach nur irgendwie stark jagt, sondern ein ganz sauberes spezifisches Verhalten zeigt und dazu verschiedene andere Eigenschaften hat die dieses Verhalten in Balance setzen und kontrollierbar machen und, und das kann ich wirklich nicht genug betonen, er da komplett sauber in Kopf ist.

    Er ist auch einfacher als ein jagdlich motivierter Pudel den ich mal kannte. Er ist aber definitiv nicht einfacher als die vielen Pudel die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt habe die quasi keinerlei jagdliche Motivation hatten.

    Was ich damit sagen will, wenn du dir Mischlinge aus dem Tierschutz anschaust, dann hast du es immer mit diesem unvorhersehbaren Irgendwas zu tun, nicht mit den sauberen Eigenschaften eines Jagdgebrauchshundes. Das kann für dich von Vorteil sein, oder auch nicht.

    Ich sehe da zwei Wege. Entweder ein echter Begleiter von einem Züchter oder eine sehr lange, sehr mühsame Suche nach dem einen Hund der genau das ist was du suchst. Vorteil beim Tierschutzhund ist natürlich, dass er schon erwachsen ist und man zumindest in etwa sehen kann womit man es zu tun bekommt.

    Aber so oder so, was du suchst ist weder Jagdhund, noch Hütehund. Das sind eher genau die Typen die du ausschließen willst. (Aber ich denke eher noch Jagdhund als Hütehund).

    Als erster Monat des Jahres ist der Januar dem römischen Gott Janus gewidmet, dem Gott des Anfangs und des Endes. Mit seinen zwei Gesichtern kann er in die Vergangenheit und in die Zukunft schauen.

    Monatsmotto Januar :party: :party: :party: :party:

    Lies ein Buch, das in der Vergangenheit und/oder der Zukunft spielt.

    Perfekt! Wenn ich mit Red Rabbit fertig bin, steht eh Hunt for Red October auf dem Plan.

    In jedem Fall würde ich mir nur einen Hund zutrauen, der zumindest soweit man das vorher erkennen kann keine sehr hohe Motivation zu Jagen oder Hüten zeigt. Es interessiert mich, ob ihr trotzdem sagen würdet, dass man von der ein oder anderen Tendenz ganz die Finger lassen sollte, wenn man sich selbst noch nicht so gut einschätzen kann. Zum Beispiel sehen die Hunde auf griechischen Tierschutzseiten ost Jagdhundtypisch aus.. aber vielleicht ist die Frage auch viel zu allgemein!

    Rat Nummer 1 wäre in so einem Fall die Finger vom direkten Auslandstierschutz zu lassen.

    Und ähm, ein Jagdhund neigt numal, in irgendeiner Form, zur Jagd, deswegen ist es ein Jagdhund. Gleiches gilt für die Hüter. Und gerade im Auslandstierschutz sind das ja meist Nachkommen von richtigen Arbeitern und nicht von den moderaten Rassen die seit langem schon eher als Begleiter laufen. Heißt man kann Glück haben, man kann aber auch, und die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, etwas bekommen was deutlich anstrengender ist als es ein reiner Arbeiter wäre.

    Heißt, wenn der Hund aus dem Tierschutz kommen soll, dann mach es so, dass du genau diesen Hund gut kennenlernen kannst bevor er einzieht.

    Wer einen Hund als Begleithund sucht, sollte auch bei den entsprechenden Rassen schauen. Müssen jetzt nicht unbedingt die sein, die schon immer nur als Begleiter gedacht waren, aber zumindest die mit ähnlichen Aufgaben oder die mittlerweile seit längerem darauf gezüchtet werden und nicht die Arbeiter.

    Und ja, generell ist es auch schlicht eine Typfrage was einem besser liegt.