Beiträge von Javik

    Es ist so, dass jeder Hund Jagdverhalten zeigt. Das ist das instinktive Programm zur Nahrungsbeschaffung.

    Die Frage ist wie und wie stark es sich zeigt. Ein großer Fehler, von dem die Leute gerne mal ausgehen, ist davon auszugehen, dass es sich bei Jagdverhalten um sowas wie Saft handelt. Reiner Jagdhund 100% Hetzen (denn das ist ja der Teil der meist gemeint ist) und 50% Jagdhund verdünnt sich dann auf nur noch 50% Hetzen in sich oder so ähnlich.

    Genau so funktioniert es aber eben nicht.

    Ich habe einen Vorsteher aus jagdlicher Leistungszucht und ich wage zu wetten, dass dieser Hund deutlich einfacher zu führen ist, als so ziemlich alle die im AJT Thread unterwegs sind. Warum? Weil mein Hund nicht einfach nur irgendwie stark jagt, sondern ein ganz sauberes spezifisches Verhalten zeigt und dazu verschiedene andere Eigenschaften hat die dieses Verhalten in Balance setzen und kontrollierbar machen und, und das kann ich wirklich nicht genug betonen, er da komplett sauber in Kopf ist.

    Er ist auch einfacher als ein jagdlich motivierter Pudel den ich mal kannte. Er ist aber definitiv nicht einfacher als die vielen Pudel die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt habe die quasi keinerlei jagdliche Motivation hatten.

    Was ich damit sagen will, wenn du dir Mischlinge aus dem Tierschutz anschaust, dann hast du es immer mit diesem unvorhersehbaren Irgendwas zu tun, nicht mit den sauberen Eigenschaften eines Jagdgebrauchshundes. Das kann für dich von Vorteil sein, oder auch nicht.

    Ich sehe da zwei Wege. Entweder ein echter Begleiter von einem Züchter oder eine sehr lange, sehr mühsame Suche nach dem einen Hund der genau das ist was du suchst. Vorteil beim Tierschutzhund ist natürlich, dass er schon erwachsen ist und man zumindest in etwa sehen kann womit man es zu tun bekommt.

    Aber so oder so, was du suchst ist weder Jagdhund, noch Hütehund. Das sind eher genau die Typen die du ausschließen willst. (Aber ich denke eher noch Jagdhund als Hütehund).

    Als erster Monat des Jahres ist der Januar dem römischen Gott Janus gewidmet, dem Gott des Anfangs und des Endes. Mit seinen zwei Gesichtern kann er in die Vergangenheit und in die Zukunft schauen.

    Monatsmotto Januar :party: :party: :party: :party:

    Lies ein Buch, das in der Vergangenheit und/oder der Zukunft spielt.

    Perfekt! Wenn ich mit Red Rabbit fertig bin, steht eh Hunt for Red October auf dem Plan.

    In jedem Fall würde ich mir nur einen Hund zutrauen, der zumindest soweit man das vorher erkennen kann keine sehr hohe Motivation zu Jagen oder Hüten zeigt. Es interessiert mich, ob ihr trotzdem sagen würdet, dass man von der ein oder anderen Tendenz ganz die Finger lassen sollte, wenn man sich selbst noch nicht so gut einschätzen kann. Zum Beispiel sehen die Hunde auf griechischen Tierschutzseiten ost Jagdhundtypisch aus.. aber vielleicht ist die Frage auch viel zu allgemein!

    Rat Nummer 1 wäre in so einem Fall die Finger vom direkten Auslandstierschutz zu lassen.

    Und ähm, ein Jagdhund neigt numal, in irgendeiner Form, zur Jagd, deswegen ist es ein Jagdhund. Gleiches gilt für die Hüter. Und gerade im Auslandstierschutz sind das ja meist Nachkommen von richtigen Arbeitern und nicht von den moderaten Rassen die seit langem schon eher als Begleiter laufen. Heißt man kann Glück haben, man kann aber auch, und die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, etwas bekommen was deutlich anstrengender ist als es ein reiner Arbeiter wäre.

    Heißt, wenn der Hund aus dem Tierschutz kommen soll, dann mach es so, dass du genau diesen Hund gut kennenlernen kannst bevor er einzieht.

    Wer einen Hund als Begleithund sucht, sollte auch bei den entsprechenden Rassen schauen. Müssen jetzt nicht unbedingt die sein, die schon immer nur als Begleiter gedacht waren, aber zumindest die mit ähnlichen Aufgaben oder die mittlerweile seit längerem darauf gezüchtet werden und nicht die Arbeiter.

    Und ja, generell ist es auch schlicht eine Typfrage was einem besser liegt.

    Meine Hunde dürfen auch nur sehr, sehr dosiert miteinander spielen und drinnen gar nicht.

    Aber es geht doch nicht ums spielen, dass ist nur ein kleiner Teil und vermutlich werden die wenigsten Hunde dauerhaft spielen. Entweder gar nicht im Haus, oder eben nur eine kurze Zeit. Aber soziale Interaktion ist doch so viel mehr.

    Und im nächsten Satz rede ich von trennen....

    Und doch es ging auch um Spiel und generell um Interaktion die die Hunde müde macht. Baldur putzt Argos gerade im Nebenzimmer die Augen, wie müde macht das die beiden wohl? Ist also wohl eher nicht die Art von sozialer Interaktion die gemeint ist, wenn man es mit Ruhe begründet.

    Ihr sehr echt nicht wo hier alle das Problem mit Wonder2009 haben.

    Für mich klingt das ehrlich gesagt als würde sich jetzt hier mit Absicht drauf gestürzt werden, Vorwand egal. Denn hier werden jetzt plötzlich Dinge kritisiert oder unter den Teppich gekehrt, bei denen sonst ganz andere Ansichten herrschen.

    Meine Hunde dürfen auch nur sehr, sehr dosiert miteinander spielen und drinnen gar nicht. Und ich trenne die auch öfter mal (oder die trennen sich selbst; wer nicht mitkommt wenn ich die Türe zu mache hat Pech gehabt). Ich sehe da jetzt echt das Problem nicht. Die haben immer noch mehr und hochwertigere soziale Hundekontakte als jeder Einzelhund und mehr Menschenkontakt mit ihrem Menschen als die meisten Hunde mit berufstätigen Haltern.

    Solange das okay ist, gibt es ja nun echt keinen Grund zu motzen.

    Und wenn es nicht okay ist, dann gehe man doch bitte zuerst zu den Einzelhaltern und in die beiden Vollzeit-/Teilzeit-Arbeits-Threads und motze dort die Leute an. Dort ist es ja deutlich "schlimmer".

    (Und bevor mit was unterstellt wird, ICH habe damit kein Problem.)

    Hätte ich anders reagieren müssen und wenn ja, wie?

    Ich würde bei dem Kontext erstmal sagen: nö.

    Sowas ist normale Kommunikation und es ist absolut okay, wenn der Hund auch mal sagt, lass mich in Ruhe. Solange das so eine Ausnahme ist würde ich es als genau das und nicht mehr nehmen.

    Ich hatte das mit Argos irgendwann im Frühjahr oder Sommer mal, als es das erste Mal einen Rehkopf gab. Ich schaue meinen Hunden gerne auch mal bisschen zu, wenn sie sich an sich richtigen Kausachen erfreuen. Ich hatte mich also in der Küche zu ihm gesetzt, so 1 oder 2 m entfernt, ich wollte ihm nicht auf die Pelle rücken, und habe zugeschaut. Da hat er mich auch angeknurrt. Ich bin einen halben Meter zurück gerutscht und dann wars okay. Ich weiß nicht obs die Geste war oder tatsächlich dieser halbe Meter mehr dann ausreichend war, aber das war dann okay für ihn.
    Argos frisst normalerweise in meiner ziemlich kleinen Küche, also ist es oft so, dass ich direkt neben ihm rumwerke und teilweise sogar mal kurz über ihn drüber lange während er frisst. Ich kann ihm auch alles abnehmen, ich darf an den Napf. Er kommt auch mit Kausachen zu mir um die auf mir drauf zu kauen und sich dabei kraulen zu lassen oder um Sachen bei mir vor Baldur in Sicherheit zu bringen usw.
    Ich war damals auch kurz irritiert und habe überlegt ob das jetzt ein Vorbote eines Problems ist, aber seitdem war nichts mehr. Lief alles weiter wie davor.
    Ich nehme an es war die Kombi von dasitzen und hinstarren plus was ganz besonders Gutes plus er konnte es nicht schnell runterschlingen was ihm dann zu viel war.

    Für mich klingt es als wäre es bei dir ähnlich. Noch nicht viel vertrauen, zu sehr drauf geschaut, zu nah, vielleicht auch das hantieren mit dem Handy. Da wollte Hund mal kurz klarstellen, dass er das gerne in Ruhe fressen würde.
    Wenn nichts weiter ist, dann ist, denke ich, dem Hund signalisieren, dass er ernst genommen wird, man ihn nicht bedrängen wollte und er selbstverständlich in Ruhe fressen darf genau das Richtige.