Beiträge von Javik

    Wenn der Zoll Geld von dir will, dann wird es wahrscheinlich der Paketbote bei der Übergabe eintreiben. Also etwas Bargeld daheim haben wäre praktisch.

    Danke Lucy-Lou, gestreichelt habe ich auch, aber ihre Reaktion auf mein Streicheln sieht nicht nach Wohlbehagen ihrerseits aus. Sie dreht sich dann von mir weg und schaut mich so an, dass ich das Weiße in ihren Augen sehe.

    Steht sie auf Rückenkraulen?

    Baldur macht sowas oft, also ankuscheln und, sobald er was zurück bekommt, den Rücken hindrehen und auffordernd über die Schulter schauen.

    Bietet weder dem Hund, noch den Insassen Sicherheit.

    Das ist ausreichend. Er ist am Boden verschnallt, ist hinter der Sitzbank im VW Bulli und kann nicht hin- und herrutschen.

    Wenn mir nen LKW hinten drauf ballert nutzt mir ne Metallbox auch nichts.

    Ausserdem will ich die Box schnell entfernen können, nur weil ich nen Hund hab ist mein Auto nicht plötzlich nen Hundeauto. Für die paar Male im Jahr ist das völlig ausreichend. Wir fahren auch nicht gesicherter, also reicht es auch für ihn.

    Ändert nichts daran, dass die Box Null Sicherheit bietet und man sie sich, wenn das der Grund für die Box ist, auch einfach schenken kann.

    Ich finde auch, dass sich der ÖJV sehr schön liest, gerade mir als Ökologin geht da das Herz auf! Was ich aber praktisch sehe, hat damit nichts zu tun. Also wirklich gar nichts.
    Ich meine, ich kenne nicht jedes ÖJV Mitglied, gibt da bestimmt (hoffentlich) auch andere, aber tja, nie gesehen.

    Gibt es eigentlich irgendwelche Erklärungsansätze, warum manche Hunde ängstlich bis regelrecht panisch reagieren - und anderen die ganze Nummer egal ist? Ist das rasseabhängig?

    Ich denke es ist zum Teil rasse-/charakterabhängig und zum anderen natürlich Erfahrung. Bei Jagdhunden ist es ja wichtig, dass die nicht knallempfindlich sind und das sind viele auch nicht. Ich denke also schon, dass es da eine genetische Komponente gibt. Wobei es auch sehr interessant ist. Es gibt da Hunde die super mit Büchsenschüssen umgehen können, bei Schrot aber komplett meidig werden. Oder die Bracke eines Freundes hat kein Problem mit dem Knallen, aber dafür mit den Lichtblitzen und den Heulern.


    Ich war gestern mit den Jungs bei einer Freundin deren Hündin panische Angst hat zu Sylvester, generell ein sehr ängstlicher Hund. Eigentlich war der Plan nur, dass ich zu ihr komme damit sie nicht alleine feiern muss und die Jungs habe ich nur mitgenommen, weil ich es dann doch nicht übertreiben und sie bei der Knallerei alleine lassen wollte, noch dazu ohne Not.

    Jedenfalls waren wir gestern/heute total beeindruckt von der Wirkung der Jungs auf die Hündin. Meine Jungs stören sich ja Null an dem Geballere und dadurch, dass die das komplett kalt gelassen hat, war die Hündin auch fast komplett entspannt, selbst beim schlimmsten Geballere. Sie hat geschaut, aber sonst auch nichts, sie lag offen rum, kein Stressgesicht, kein Hecheln, kein Rumtigern und erst Recht kein Versuch sich zu verstecken.

    Wir sind auch direkt nachdem die hier im Dorf fertig geballert hatten raus gegangen, obwohl überall im Umkreis noch viel geschossen wurde. Sie ist anstandslos und entspannt mitgelaufen. Eigentlich wollte nur ich kurz mit den Hunden gehen und meine Freundin wollte die Chance nutzen und schauen ob die Hündin es schaffen würde mit den Jungs um sich rum kurz zu pinkeln, aber Madame ist komplett freiwillig und selbstverständlich mit uns mitgelaufen.

    So eine starke Wirkung von anderen Hunden auf einen Hund habe ich auch noch nicht erlebt.

    Hier sieht man viele Spaniel, genauso wie Retriever. Aber nicht, weil sie einfach nur weicher sind, sondern weil sie mehr Sinn ergeben bei dem, was viele mit ihren Hunden machen.

    Finde ich aber trotzdem nicht zielführend einen Spaniel mit einem Vorsteher zu vergleichen, auf Basis davon, was weicher sein soll, es sind nun mal andere Typen. Wenn der Spaniel für das was man macht der passendere Hund ist, dann ist doch alles gut und die richtige Wahl.

    Naja, aber der Spaniel soll ja meistens auch keine Alternative zu den Vorsteher sein (da sehe ich übrigens einen Trend zum Vizsla als weichere Alternative), sondern eher ein Stöberhund light oder nicht? Also wäre der Vergleich wohl eher mit Wachtel und eventuell noch Bracken passend.

    Das ist es jedenfalls was den Spaniel bei mir in den Fokus gerückt hat. Hätte ich Verwendung für die Vorsteher, dann würde ich sofort und voller Begeisterung beim GM (und DL) bleiben.

    Vorsteher

    :stock1: Vollgebrauchshund :stock1:

    so richtig lupenreine Vorsteher, wie die Engländer haben wir ja nun nicht :klugscheisser:

    Feldspezialist? Vogelhund? Flauschohrige Halbente? :denker:

    (Vollgebrauchshund hat ganze 7 Buchstaben mehr die man tippen muss! :shocked: )

    Ich bin hier her gezogen, sie wurde mir empfohlen, bisher habe ich keinen Grund wo anders hinzugehen. Plus, sie ist bereit meine Wildtiere zu behandeln.

    Hat keinen besonderen Grund.

    Ich hatte bis jetzt nur einen TA, naja, sagen wir 1,5, bei dem ich wirklich aus voller Überzeugung bzgl. seiner Kompetenz zu ihm gegangen bin. Alle anderen waren halt die Nächstbesten, die mich (noch) nicht enttäuscht hatten. Gut, ich brauche meine TÄ aber auch, außer für die 0815 Routinesachen, nicht oft.

    Ich fange überhaupt nicht an "am Rad zu drehen".

    Morgen ist Sylvester. Da werden hochenergetische Stoffe in Pappe, oft von mutwilligen Minderjährigen und Besoffenen, meist direkt im Ort, gezündet. Das ist sehr, sehr viel gefährlicher als eine Schusswaffe in der Hand eines verantwortungsvollen Menschen der weiß was er tut. Damit hat aber so gut wie niemand ein Problem, jedenfalls nicht aufgrund des Gefahrenpotentials. Und das obwohl es jedes Jahr wieder die Notaufnahmen füllt und Leute teils lebenslang verstümmelt. Die Waffen dagegen werden gut in Schuss gehalten, sind gepflegt und modern, sprich richtig gehandhabt schießen die nur wenn sie sollen und nur ganz brav geradeaus. Sprich sie tun brav das was der Jäger will und werden normalerweise nach sämtlichen Regeln der Sicherheit gehandhabt (und ich lese auch in deinem Fall keinerlei Abweichung davon).

    Aber es sind die Jäger bei denen du die Kinder lieber drinnen gehabt hättest. Jetzt überleg mal was du damit also implizierst......

    Ja, kann sein, dass es einfach sehr unglücklich ausgedrückt war, bzw. einfach auf erlerntes Verhalten zurückzuführen ist. Aber dann wäre es eventuell mal nötig drüber nachzudenken was man da gerade lapidar dahergesagt hat, anstatt mir zu empfehlen "geschmeidig zu bleiben".

    Und was heißt hier ob ichs glaube oder nicht? Das war exakt das was ich gesagt habe. Kinder haben normalerweise kein Problem mit der Jagd, die finden das spannend. Ist es ja auch.

    Ich habe geschrieben "meines Erachtens nach" (So weit weg stand er nicht von mir, lass es 8 Meter gewesen sein. 5 Meter bis zur Koppel, 3 Schritte zum Jäger)

    Okay, lass es mich anders formulieren: Bist du dir so sicher, dass der Hase unverwundet war, dass du den Hund nicht geschnallt hättest? Wohl wissend, dass wenn du falsch liegst, der Hase langsam und erbärmlich eingehen muss oder, selbst wenn er überleben sollte, lebenslang verkrüppelt oder, selbst im allerbesten Fall, die Schmerzen der Wunde bis zur Heilung ertragen muss, jetzt im Winter wo es eh eng ist?

    Und bevor du anwortest zwei Infos: Hasen jagt man mit Schrot. So auf normale Schussdistanz hat die Garbe einen Durchmesser von 1-1,5 m, allerdings nicht perfekt regelmäßig verteilt. Die Tötungswirkung von Schrot beruht auf einem Schock des Nervensystems wenn so viele Schrotkugeln gleichzeitig auf den Körper einhageln. Heißt, nicht ausreichend Deckung -> keine Tötungswirkung, aber eventuell eben trotzdem einige kleine Verletzungen. Betonung auf kleine Verletzungen, also solche mit denen man mit ausreichend Adrenalin ganz hervorragend rennen kann.
    Und das bringt uns zur zweiten relevanten Info. Adrenalin ist mächtig! Es bringt die Körper von Tieren teilweise auch dann noch dazu zu rennen, wenn sie schon tot sind. Also wirklich schon tot sind. Selbst "nur" tödlich verletzt können die Tiere, je nachdem wo der Treffer saß, teilweise noch sehr weit gehen. Glücklicherweise ist sowas nicht oft, aber das gibt es. Heißt, nur weil es so aussieht als ob das Tier noch ganz fidel wegrennt, ist das absolut kein Garant dafür, dass es unverletzt ist, auch wenn es noch lange und weit rennt. (Deswegen auch Wildunfälle IMMER dem Jagdpächter melden, auch wenn man nicht glaubt, dass dem Wild was passiert ist. Oft genug liegt man nämlich falsch.)

    Also, wie sicher wärst du, dass da kein einziges Schrotkorn in den Hasenkörper eingedrungen ist? Denn das war im Endeffekt die Frage die sich dem Hundeführer auch gestellt hat, als der Hase gerannt ist.

    Bei alles unter 100%iger Sicherheit schnallt man den Hund. Ganz einfach...

    Du hast ganz klar gesagt, dass du nicht glaubst, dass der Hund (wenn du damit alle Jagdhunde meinst und nicht nur diesen einen, ist das nur noch schlimmer) einfach nur das getan hat was er sollte. Du bist automatisch davon ausgegangen, dass er, wenn er lange weg ist willkürlich andere Wildtiere hetzt. Und in deinem letzen Satz gibst du die Optionen, dass der Hund "wildert" oder rumtrödelt, aber nicht die Option, dass er absolut sauber gearbeitet haben könnte und das einfach nur länger dauert als du dir das vorstellst.

    Ja, vielleicht war es einfach nur schlecht formuliert. Ich habe mir deinen Text jetzt sicher noch fünfmal durchgelesen und selbst wenn ich "schlecht formuliert" und jegliches 'das könnte eventuell auch harmloser gemeint sein' reinfabriziere, dann komme ich halt trotzdem beim besten Willen nicht auf eine komplett unschuldige Nachfrage ohne, dass da bereits eine negative Wertung miteinfließt. Und wenn man so in eine Diskussion geht, braucht man sich nicht wundern, wenn die Erklärung nicht im nettesten Ton kommt. Und ich habe dir immerhin eine sehr ausführliche Erklärung gegeben und dich nicht einfach nur inhaltslos angestänkert oder so. Außerdem, wenn du von mir erwartest, dass ich mir die zusätzliche Mühe mache, deinen Text so positiv wie nur irgendwie möglich zu lesen, dann könntest du dir die gleiche Mühe ja auch machen, oder? Insofern finde ich deine letzten Sätze jetzt schon echt dreist.

    War in der Rettungshundearbeit auch nicht anders...

    Da hat der Hund aber nicht außer Sicht zu sein. Ist ein unpassender Vergleich, finde ich.

    Mein Hund muss sich im Einsatz von mir lenken lassen und ich muss jederzeit wissen, wo er ist. Er ist jedenfalls nie kilometerweit von mir entfernt oder ne 3/4 Stunde außer Sicht, denn dann kann ich doch gar nicht genau sagen, welche Bereiche er abgesucht hat.

    Ich weiß ja nicht in welchen Gebieten ihr unterwegs seid, aber unsere Hunde sind schon deutlich weiter als die 10-20 m Sicht, die man in einem Wald mit Unterholz hat, gegangen.

    Ich meine, wozu braucht man sonst einen Hund, wenn der quasi nur neben einem läufst oder alles super einsichtig ist?

    Und klar sind das keine 45 Minuten. Trotzdem, es reichen 5 Minuten außer Sicht um nicht mehr 100%ig sagen zu können ob der Hund gesucht hat, Pause gemacht hat oder jagen war. (Und ja, ich habe erlebt, dass Hunde das genutzt haben, selten, aber es kam vor)

    Man vertraut seinem Hund, dass er seinen Job macht. Und genauso vertraue ich bei der Jagd, dass mein Hund seinen Job macht, auch wenn ich nicht daneben stehe und sein Pfötchen halte.