Beiträge von Javik

    Es gibt über 400.000 Jagdscheininhaber in D. Menschen aller Altergruppen, mit allen möglichen Hintergründen. Es gibt DIE Jäger nicht, schon gar nicht DIE Jäger mit einheitlicher Meinung und Erfahrung beim Thema Kinder. Das Einzige was wirklich (fast) jedem durch den Kopf gehen würde sind die normalen Sicherheitsüberlegungen. Aber das ist eigentlich unabhängig von den Kindern. Das gehört zur Jagdausübung, v.a. bei den Gesellschaftsjagden.

    Aber so eine Treibjagd ist normalerweise nichts wo man 5 Minuten vorher 3 Kumpels, die sowieso nebenan wohnen, angerufen hat. Da steckt Zeit, Organisation und auch Pflicht dahinter (selbst wenn man es verschiebt, wer garantiert, dass die Kinder nächstes Wochenende nicht im Garten sind?). Egal wie man dazu steht, einfach mal eben abblasen ist also schlicht keine eine Option. Und auch nicht nötig, wenn es die Eltern stört, dann sollten sie ihre Kinder halt rein holen.

    Bussis/Küsse geben, so auf den Kopf halt 😅 bin das halt gewohnt von meinen Katzen.

    Nur so, viele Hunde mögen das nicht, wenn man so nah mit seinem Gesicht an ihren Kopf rankommt. Ich küsse meinen Hund auch, aber ich weiss, dass er das nur für mich macht/aushält und nur, weil mir das wichtig ist, nicht für ihn.

    Hier gibt's Küsschen aufs Schnäuzchen, wenn die Hunde mir auf die Nerven gehen. Dann gehen sie freiwillig. Bzw. wenn sie trotzdem weiter machen, dann ist es was Wichtiges.

    Genau wie wenn Baldur beim Gassi mal wieder anfängt zu kleben. Dann bekommt er auch Streicheleinheiten bis er freiwillig abhaut. :lol:


    Ich würde auch sagen, dass Frauchen hier eingreifen muss und dem Hund sagen, dass er sich da doch bitte nicht einzumischen hat.

    Vom vermissten Dackel gibt's übrigens noch nichts neues. Man vermutet, dass er gestern eine Straße im Dorf runtergelaufen ist kurz vorm Dunkelwerden. Worauf sich diese Vermutung stützt, weiß ich nicht.

    Ich verstehe nicht wieso Hunde bei der Jagd keine Tracker bekommen 😩

    Hoffentlich finden sie ihn wieder.

    Weiträumige Stöberhunde, vor allem die, die dazu neigen am Ende der Jagd nicht wieder da zu sein, haben oft ein Garmin um.

    Aber Bauhunde eben nicht. Unter der Erde, in den engen Gängen erhöht ein Halsband die Chance, dass der Hund nicht mehr raus kommt, schon dramatisch. Wenn man dann da noch einen Tracker dran macht, kann man den Hund eigentlich auch einfach selbst lebendig begraben. Dazu kommt, dass die meisten Tracker unter der Erde auch kein Signal mehr haben.

    Es gibt dafür spezielle Bautracker, die funktionieren auch paar Meter über die Oberfläche. Aber die nutzt man natürlich nur, wenn man weiß in welchen Bau man den Hund geschickt hat.

    Und bei anderen Jagdarten macht es oftmals schlicht keinen Sinn, da der Hund ja im Nahbereich arbeitet.


    Wie lange überlebt denn so ein Rauhaardackelchen bei Minusgraden? :omg:

    Gestern ist wohl einer bei der Treibjagd entlaufen. Also hat er schon eine Nacht draußen verbracht, in der es frostig war. Die nächste Nacht soll nicht besser werden. :verzweifelt:

    Der sitzt relativ wahrscheinlich in einem Bau, wenn er nicht schon tot ist. Da ist es warm. Nur wenn er da nicht mehr raus kommt und ihn keiner findet, wäre erfrieren der schönere (und schnellere) Tod.

    Was meinst du mit "erfolgreich gewildert"?

    Meine Bracke ist vier Jahre und hat in allen Jagden , sowie beim Einarbeiten für die Prüfung erst ein einziges Mal ein (äußerlich) gesundes Kitz gegriffen, das sich halt zu lange gedrückt hat. (Im Oktober, wäre das Kitz geflüchtet, hätte mein Hund keine Chance gehabt)

    Ein Hund, der zum stöbern eingesetzt werden soll und entsprechend eingearbeitet werden muss, muss laut sein und mit der Nase arbeiten. Also keine Chance gesundes Wild zu greifen.

    Das wildern war allgemein auf Jagdhund in anderen Revieren bezogen, nicht auf die Stöberhunde die eventuell mal über die Grenze gehen, falls es dir darum geht.

    Der DJT meines Nachbarn zieht zB hin und wieder mal was aus den Bauten hier am Hang neben dem Dorf. Und einmal hat er wohl auch einen Frischling erwischt. Der DD eines Freundes hat beim Gassi mal eben einen Satz gemacht und hatte einen Hasen im Maul. Solche Dinge...

    Argos ist ja verfressen wie nochwas. Und absolut schamlos noch dazu (man könnte fast meinen irgendwer hätte da gewisse Teile der Erziehung vernachlässigt :pfeif:)

    Was bisher aber immer absolut selbstverständlich tabu war, war die Küchenanrichte. Da stand alles absolut sicher offen rum, selbst wenn die Hunde alleine daheim waren. Er hat nie auch nur versucht dran zu gehen oder so.

    Bis heute....

    Und ich habe es gesehen. Eigentlich also perfekt um das Ganze im Keim mit einem ordentlichen Anschiss zu ersticken. Ich konnte aber nicht, weil ich (mal wieder) zu sehr mit Lachen beschäftigt war.

    Das Kalb hat sich nämlich nicht auf die Hinterbeine gestellt und den Teller einfach leer gefressen. Er hat ihn auch nicht runtergeschmissen und sich dann zwischen den Scherben das Essen rausgepuhlt oder sowas in der Art. Der hat ganz still und ordentlich den Teller genommen, auf den Boden gestellt und dann dort gefressen. :shocked:

    Aber es gibt von Seiten der Hunde keine Bindung an ihr Revier oder Respekt für die Reviergrenzen (die sie meist gar nicht erkennen können)

    Eben das meinte ich.

    Weil ich so oft lese die Hunde jagen ja nur in ihrem Revier bzw. Der Jäger jagt natprlich nur in seinem Revier, aber die Hunde haben ja nen ganz anderen radius. Da frag ich mich immer, wie man das denn kontrollieren kann (also gerade in der Ausbildung?)

    Naja, kommt halt auf die Reviergröße und den Radius des Hundes an. Meist holt man sich ja doch einen zum Revier passenden Hund. Also wenn man den Hund nicht gerade an der Reviergrenze schnallt, ist das eigentlich nur ein Problem, wenn man ein sehr kleines Revier hat, aber einen sehr weiträumigen Stöberer dazu.

    Aber soo viele Rassen gibt es gar nicht die wirklich weit gehen und die sind auch nicht die weit verbreiteten Rassen.

    Aber kontrolliert wird da nichts. Also wenn der Nachbar regelmäßig den Hund bei sich wildern sieht, dann wird wohl früher oder später mal ein mehr oder weniger netter Anruf kommen.

    Generell ist das weitgehend eine Sache zwischen HF und Nachbarpächter, nichts offizielles was irgendwer kontrolliert. Ich kenne es hier so, dass man anruft, bescheid gibt, sich entschuldigt und dann sagt der andere "ja, passt schon", falls der Hund irgendwo erfolgreich gewildert hat.
    Also, ich habe schon von wirklich bösen Nachbarschaftsstreits gehört, aber persönlich kenne ich nur einen sehr netten, nachbarschaftlichen Umgang. Und Jäger haben, auf ihre eigene pragmatische Art, oft viel Verständnis für Jagdhunde und deren Eigenheiten.

    Ich Grätsche hier mal mit einer vermutlich sehr dummen Frage rein, aber ich habe mich das schon öfter gefragt. Es wurde schon öfter mal erwähnt, dass die Hunde natprlixh an ihr Revier "gebunden" sind, wo sie dann jagen dürfen.

    Aber gehen die Reviere nicht übergangslos ineinander über? Oder wie ist das? Das wissen ja die Hunde nicht, die sich evtl sehr weit lösen (müssen)?

    Ich bin mir gerade unsicher ob ich dich richtig verstanden habe. Aber es gibt von Seiten der Hunde keine Bindung an ihr Revier oder Respekt für die Reviergrenzen (die sie meist gar nicht erkennen können). Erfahrene Hunde bleiben aber bei den großen Jagden meist "im Treiben", also entfernen sich nicht zu weit vom Troubel, weil sie dort eben Jagderfolg durch die Schützen bekommen.

    Aber ja, gerade die weitjagenden Hunde überjagen da auch teilweise in fremde Reviere. Das löst man sehr einfach indem man den Nachbarn anruft und ihm Bescheid gibt, dass man an dem und dem Tag eine Jagd veranstaltet und es entsprechend sein kann, dass da ein Hund vorbei kommt. Am Besten lädt man ihn noch mit ein. Alternativ ist es auch sonst teilweise so, dass sich die Jäger in den Nachbarrevieren an dem Tag raus setzen, weil eventuell das Wild aus dem Treiben zu ihnen wechselt und sie mit "absnacken" können.

    Das ist keinesfalls provokant gemeint, nur reine Neugier: Wenn das Tierschutzgesetz konsequent auf die Ausbildung von Jagdhunden angewendet würde, was würde das für euch hier anwesende Jäger bedeuten? Ausbildung im Ausland? Nicht erwischen lassen? Down und Apport nicht mehr absichern? Oder keinen weiteren Jagdhund mehr ausbilden, was für die waidgerechte Jagd auch keine Lösung sein kann.

    Gute Frage, die auch stark diskutiert wird.

    Für mich persönlich, in meiner derzeitigen Situation, würde es glücklicherweise nicht sonderlich viel bedeuten. Für mich hätte es privat tatsächlich stärkere Auswirkungen als jagdlich. Ich müsste mehr an der Leine gehen oder der Hund würde halt hin und wieder wildern gehen oder "mein" Revier ungewollt beim Gassi umdrehen, aber das wars so ziemlich.

    Für andere, mit anderen Voraussetzungen, würde es jedoch wirklich zu massiven Konsequenzen führen. Im Endeffekt die Wahl zwischen die Jagd aufgeben (weil nicht jagen keine Option ist, man muss ja dann als Pächter die finanziellen Konsequenzen tragen) oder mit schlechten Hunden jagen und damit leben, dass mehr Hunde Verkehrsunfälle provozieren, dabei sterben, Menschenleben gefährden und man viele leidende Tiere sehen würde denen man nicht helfen kann oder gutes Fleisch irgendwo ungefunden verdirbt und das Tier unnötig gestorben ist. Also entweder keine Jagd oder dickes Fell...
    Ganz langfristig könnte ich mir auch vorstellen, dass man, zumindest was den Apport angeht, wieder zu den Spezialisten geht, um zumindest die Erfolgschancen zu maximieren. (A propos, wie sieht es da eigentlich aus? Kann man von Retrievern einen verlässlichen jagdlichen Apport bekommen ohne gegen das TierSchG zu verstoßen? Also generell, nicht nur von einzelnen Individuen. AnjaNeleTeam oder wer da noch Erfahrungen hat)
    Aber gegen das Down kann man eigentlich nichts machen. Wenn man den Hund nicht stoppen kann, kann man ihn nicht stoppen. :ka: Und an der Leine jagen geht meistens nunmal nicht.

    Praktisch wird es mMn darauf hinauslaufen, dass man einfach noch heimlicher wird. Was ja eigentlich das Gegenteil ist von dem was gut und sinnvoll wäre. Zum einen öffnet das Tür und Tor für Schlimmeres, wenn man sich eh schon versteckt, und zum anderen ist die Folge von Druck auf den Menschen ja meist, dass der Druck aufs Tier weitergegeben wird. Sprich, es wird wohl wahrscheinlich noch härter durchgegriffen, damit man schneller und mit weniger Übung (bei der man erwischt werden könnte) ans Ziel kommt.
    Und es gäbe wahrscheinlich mehr "Ausschuss", also Hunde die wegen mangelnder jagdlicher Eignung abgegeben werden.
    Und ich fürchte, dass es praktisch auch darauf hinauslaufen wird, dass man auch kälter den Wildtieren gegenüber wird und deren Leid noch mehr Leuten einfach egal sein wird oder mit einem Schulterzucken abgetan wird.

    Wobei man ja auch sagen muss, dass Zwang eben nicht immer gleich Gewalt ist. Zwangsapport kann ja auch nur sein, dass man dem Hund was ins Maul steckt und den Fang zu hält und ihn eben so zwingt das Apportel immer zu nehmen und zu halten. Das ist nicht gegen das TierSchG oder die neue HundeVO. Klar, es gäbe da sicher mehr Hunde bei denen das nicht reicht (der Ausschuss), aber es ist nicht so, als ginge der verlässliche Apport nur mit den wirklich fiesen Methoden. Es geht halt einfach nur nicht mit jedem Hund.
    Sehr langfristig könnte es also auch zu Änderungen in dne Zuchtzielen führen, aber ganz ehrlich, das sehe ich nur sehr bedingt. Manche versuchen es jetzt schon, aber die hartgesottenen werden nur wegen dem TierSchG wohl eher nicht die Meinung ändern.

    …und eine ganz andere Frage: ich habe neulich erfahren, dass ein Bekannter (Landwirt und Jäger) für sein Revier gar keinen Nachsuche-Hund „zur Verfügung“ hat. Das hat mich dann doch etwas geschockt, denn z.B. verletztes Wild nach Wildunfällen kann er so schlicht nicht finden, wenn es dann eben nicht am Straßenrand liegenbleibt. Dass er keinen eigenen Hund hat, war mir klar, dazu wäre er auch gar nicht der Typ, aber ich dachte bisher immer, dass jeder Jäger mit eigenem Revier dann irgendwo einen Hundeführer mit passendem Hund in der Hinterhand hat, den er dann herbeirufen kann. Hatte ich da naive Vorstellungen, oder ist das wirklich ungewöhnlich, dass einem Revierinhaber so gar kein Hund zur Verfügung steht?

    Also meines Wissens muss (hierzulande) einem Pächter ein brauchbarer Hund zur Verfügung stehen. Was mich allerdings wundern würde, wenn er wirklich gar keinen Hund zur Verfügung hätte. Ich meine selbst in Gegenden in denen die offiziellen Nachsuchegespanne eher rar sind, und wenn dem nächstgelegenen Nachsucheführer eventuell unerwartet der Hund jung gestorben ist und er den Neuen erst ausbilden muss usw, hat man doch eigentlich nur längere Anfahren für das nächste offizielle Nachsuchengespann.
    Kannst ja mal googlen, die Kontaktdaten der Nachsuchegespanne kann man eigentlich auch im Internet finden. Da könntest du mal schauen wo das nächste offizielle Gespann ist.
    Und wenn es "nur" um einen brauchbaren Hund auf Schweiß geht müsste er ja eigentlich im Verein oder bei den Nachbarn einen haben. Ich meine ob und wie gut dieser Hund (und sein HF) dann ist, ist eine andere Frage, aber es wäre immmerhin mehr als nichts. Kann es sein, dass er sich irgendwie mal unbeliebt gemacht hat und ihm deswegen niemand hilft?