bonitadsbc
Okay, ganz konkret.
Argos musste nicht durch den Zwangsapport. Hier gibt es nichts was ein Hund apportieren können müsste, außerdem hatte er nie Probleme mit "ekligen" Dingen und er geht auch jetzt im Winter leider freiwillig schwimmen. Sprich der Apport ist ganz normal positiv über Spaß an der Sache aufgebaut. Einzig das ruhig halten haben wir mal etwas geübt, weil er zum Knautschen geneigt hat. Da habe ich ihm einfach das Maul ruhig und sanft zu gehalten, bis er ruhig gehalten hat und dann belohnt.
Der Stopp. Er hat erst quasi den ganz normalen positiven Platz-Aufbau (mit Kopf runter) gelernt, auch mit zunehmender Ablenkung usw.
Und dann eines Tages kam der Tag an dem er das erste Mal gezögert hat, da habe ich mich quasi auf ihn gestürzt und körperlich dafür gesorgt, dass er sich hingelegt hat. Das haben wir paarmal durchdiskutiert, dass er immer und sofort ohne jegliches Zögern zu liegen hat, sonst fällt ihm der Himmel auf den Kopf... oder ich...
Und der Kopf bleibt unten. Das war tatsächlich unser größer Streitpunkt, denn das hasst er wie die Pest. Und ja, ich hatte da auch schonmal den Fuß auf seinem Kopf, nicht grob, aber eben dafür gesorgt, dass der Kopf unten blieb bis er aufgegeben hat. Das mag er allerdings bis heute nicht und immer wenn er meint damit durchzukommen, dann bleibt der Kopf auch oben oder nur auf Halbmast. Nur, genau deswegen ist er scheinbar noch nie auf die Idee gekommen, dass aufstehen oder gar nicht erst hinlegen, ja theoretisch auch möglich wäre. Und das ist Sinn und Zweck des Ganzen. 
Ich weiß nicht ob es für eine warme Hasenspur oder so reichen würde. Hier gibts keine Hasen. Aber für alles was ich bisher gebraucht habe hat es gereicht.
Hier scheint ja die Vorstellung zu gelten, dass einen Hund jagdlich zu führen ein richtiger Kampf gegen den Hund ist. Das ist nicht so, eigentlich eher im Gegenteil. Die meiste Zeit arbeitet man zusammen, im Team und das verstehen die Hunde auch so und arbeiten entsprechend zu. Die verfallen eben normalerweise nicht in hirnloses Hetzen, sondern bleiben dabei klar im Kopf und wissen genau was sie tun und meist auch wie sie es zu tun haben um Erfolg zu haben (heißt nicht, dass der Hund nicht hetzen würde oder so, nur, dass er eben normalerweise ansprechbar ist und da mit voller Absicht hinterher geht, nicht weil ihm da gerade eine Glühbirne durchgebrannt ist).
Es gibt nur einzelne, ähm, Konfliktpunkte die für den Hund keinen Sinn machen, meist an den Punkten wo unsere menschlichen Gesetze aus hündisch-jagdlicher Sicht keinen Sinn machen oder eben Gefahren drohen, die ein Hund nicht überblicken kann. (Also ich denke da beispielsweise an Dinge wie Jagdzeiten, Straßen, dass man in D nicht mittels Hundehatz jagen darf oder eben auch teilweise warum man Konkurrenz auch bringen muss und nicht einfach tot liegen lässt.) Oder eben junge Hunde, die den Sinn einer Übung noch nicht verstehen (zB der Downthriller beim Vorstehen).
Ich muss sagen, ich habe die größten und heftigsten Auseinandersetzungen mit meinem Hund wenn wir in fremden Revieren Gassi gehen, sprich, wenn ich ihn in das enge Korsett des Nicht-Jagdhundes zwänge(n muss). Sobald ich da die Zügel etwas lockerer lasse und ihm zB erlaube einen Geruch in einem gewissen Rahmen auszuarbeiten (also beispielsweise so weit es vom Weg + 1 oder 2 Meter aus geht) und mir anzuzeigen, dann kommen wir normalerweise auch wieder mit sehr entspannten, leisen Tönen miteinander aus.