Beiträge von Javik

    ich verstehe irgendwie das Problem in solchen Preisdiskussionen nicht. Nicht beim Züchter, nicht beim Tierarzt, nicht beim Automechaniker, nicht im Supermarkt.

    Wenn dir xy zu teuer ist... Dann kauf doch einfach nicht dort? In der Regel sind die nicht auf dich angewiesen, es wird schon genug geben, die das Geld bezahlen. Wenn nicht, wird derjenige Pleite, aber das kann dir doch auch egal sein.

    Nachfragen gehen natürlich klar, aber Diskussionen?

    Meinst du mich? Ich diskutiere hier nicht über den Preis, ich diskutiere über die moralischen Aspekte der Preisgestaltung. Und nochmal Zucht ist Hobby, du vergleichst das mit diversen Jobs. Unterschiedliche Themen.

    Ich rede mit meinen Züchtern überhaupt nicht über den Preis bis zu dem Punkt an dem ich wissen muss wie viel ich mitbringen muss und ich diskutiere da auch nicht. Da gibts zig Dinge die mir wichtiger sind. Aber ich kaufe ja auch nicht in der Begleiter-Liebhaber-Sparte. :ka:

    Deshalb habe ich immer, wenn das Beißen zu sehr weh getan hat in einer quitschigen Stimme "Aua" gerufen. Sie war davon so perplex, das sie kurz aufgehört hat und genau in dem Moment gab es ein Leckerchen.

    Darf ich dir bitte meinen nächsten Welpen geben und du bringst ihm über "aua" bei nicht reinzubeißen? Ich würde das zu gerne sehen.
    Meine Hunde finden es nämlich geil wenn die Beute auch noch anfängt zu quitschen, da geht der Spaß erst richtig los...

    Jessie war eine Jägerin. Wir haben über ein Jahr trainiert, an der Schleppleine, im kontrollierten Freilauf. Umleitung ist das Zauberwort. Sie hat gelernt, dass ich viel spannender bin als die Katze oder das Eichhörnchen.

    Was heißt hier Umleitung ist das Zauberwort. Wieso Zauberwort? Ich würd meinem Hund ordentlich was Husten, wenn der sich lieber mit mir beschäftigen würde, als seinen Job auszuüben. Nicht dass diese Gefahr wirklich bestehen würde...

    Der soll so, das ist absolut erwünscht wie er ist. Mein Ziel ist ein ganz anderes als du mit deinem Begleithund. Deswegen habe ich eben auch einen anderen Typ Hund.

    Davon abgesehen, was wäre passiert, wenn du deine Hündin nicht 1 Jahr mit der Schlepp gesichert hättest, sondern sie im Gegenteil, regelmäßig hättest jagen lassen. Und das auch noch so, dass sie teilweise Beuteerfolg hat?
    Davon abgesehen haben mein Hund und ich eine komplett andere Dynamik als "was ist spannender" was die jagdliche Thematik angeht. Aber das würde hrei zu weit führen.

    Sollte sie wirklich ein anderes Tier erwischen, dann wäre das eine Ausnahmesituation, so wie manche hier geschilderten (ins Gesicht beißen z.B.) DA würde auch ich grober werden, weil es um Leben und Tod geht. Aber viele beschreiben dieses Verhalten ja in der stinknormalen Erziehung.

    Für meinen Hund ist "ein Tier erwischen" aber keine Ausnahmesituation. Das ist Teil seines Jobs. Das ist gewünschtes Verhalten. Nur eben nicht unbedingt mit Nachbars Katze.

    Deswegen gehört das hier zur "stinknormalen" Erziehung. Das ist genau der Punkt, warum die Erziehung hier anders funktioniert.

    Mir zahlt auch niemand meine Hobbies, noch nicht einmal die Auslagen dafür, geschweige denn die Zeit die ich da rein stecke..

    Ich habe das Hobby Tiffany Glaskunst, mache ich in meiner Freizeit.

    Wenn ich da jetzt etwas von verkaufe, darf ich das nicht, oder maximal zum Selbstkostenpreis (wobei ich da die Geräte nicht mit einberechnen darf - weil: Ist ja mein Hobby...) weil...?

    Manchmal frage ich mich, in welcher Welt manche hier leben...

    Übrigens: Ein Tierschutzhund aus dem Ausland wird von ehrenamtlichen Helfern eingefangen und verbracht, evtl. Kosten von anderen Menschen übernommen (Spendern) - die müssten dann auch verschenkt werden, weil: Ist doch ehrenamtlich (ein Hobby) und da muss man doch dankbar sein, wenn denen jemand ein für-immer-Zuhause gibt.

    Und wie viel 1000€ verdienst du so pro Stück?

    Wer muss leiden wenn dich die Gier packt?

    Es gibt Welpen ohne (nennenswerten) Folgetrieb. Ist nicht oft, kommt aber vor. Damit wirst du leben müssen. Ist ja eh schon fast vorbei.

    Du kannst deinem Hund nicht beibringen sanft zu spielen. Wenn er zu grob für den Papillion wird, dann können die eben nicht mehr spielen.

    Leinenführigkeit ist ein klassisches Beispiel von viele Wege führen nach Rom. Es gibt viele Ansätze, da wirst du einfach schauen müssen mit welchem Ansatz ihr beide zurecht kommt. Oh und, übersehen, nach 2 Wochen ist das auch noch sehr verfrüht da Ergebnisse zu erwarten. Sowas dauert.

    Naja, wenn man sich wirklich bezahlen liesse, also so wie für eine berufliche Tätigkeit, kommt der normale Welpenpreis doch nicht hin.

    Ich weiß ja nicht was du verdienst, aber ich komme im Monat nicht auf höhere 4-stellige Summen und mehr. Und dabei verdiene ich garnicht mal so schlecht...

    Punkt ist: Ich finde es okay, dem Züchter seine Auslagen zu erstattet, auch mit kleinem Puffer falls was schief läuft. Ich finde es nicht okay, seine gesamte Hundehaltung (der Hündin) zu finanzieren, ich finde es nicht okay, wenn er sowas wie Arbeitsstunden oder sowas abrechnet. Wir reden eben von Hobby und nicht von einem Beruf. Mir zahlt auch niemand meine Hobbies, noch nicht einmal die Auslagen dafür, geschweige denn die Zeit die ich da rein stecke... Und ja, das inkludiert auch ganz klar die Hobbies von denen andere Menschen direkt oder indirekt profitieren.

    Wenn du dich angesprochen fühlst ... 🤷‍♀️

    In manchen Beiträgen klingt es ein bisschen so an. Wenn jetzt die alleinerziehende Mama sich den Preis nicht leisten kann ist das jedenfalls nicht Sache des Züchters. Hundehaltung ist nunmehr bei den meisten Hobby.

    Da ich das auch gesagt habe fühle ich mich angesprochen ja.

    Wenn das aber rein auf die Leute die den Hund nicht zahlen können gemünzt war bin ich es wohl nicht. Ich hatte ja andere Gründe.

    So macht v.a. dann auch die Gegenfrage Sinn.

    Ich habe hier öfter gelesen warum ein Welpenkäufer dem Züchter das Hobby finanzieren sollte.

    Ok, gute Frage.

    Aber warum sollte der Züchter dem Käufer das Hobby finanzieren?

    Hä?
    Ich bin bisher noch nie auf die Idee gekommen einem Züchter, die Arbeit die ich mit seinem Hund habe, die TA Kosten die ich mit seinem Hund habe, die Futterkosten die ich mit seinem Hund habe oder sonstwas in Rechnung zu stellen.
    Also mein Hobby ist ja nicht Hundekauf, sondern Hundehaltung, Jagd, Hundetraining usw. Und da wird nichts von finanziert. Weder wenn es gut läuft, noch wenn es schlecht läuft. Ich habe mit Argos wegen seiner gesundheitlichen Baustellen über 1 Jahr Ausbildung und einige Chancen verloren. Soll ich dem Züchter den Ausfall in Rechnung stellen, bzw. darauf verzichten (was ich ja eh tue), weil es ja mein Hobby ist oder wie genau soll das laufen?

    Also mal im Ernst, klar kann man die Worte der Frage so umdrehen, dass man die Gegenfrage erhält. Aber wirklich Sinn macht die halt mMn einfach nicht.

    Sie schienen mir alle mehr oder weniger normale Hunde zu sein und nicht so speziell, dass sie eine besonders harte Hand gebraucht hätten.

    Alle Hunde sind normale Hunde. Aber es ist nunmal so, dass bestimmte Hundetypen bestimmte Besonderheiten mitbringen. Und man macht sich das Leben einfacher wenn man die beachtet und nicht einfach stur nach Ideologie arbeitet.

    Ich meine der "normale" Hund ist halt meist so der Begleithund (jetzt nicht unbedingt die Rassegruppe, sondern eher auf die Eigenschaften bezogen). Für die funktioniert im Großen und Ganzen ein bestimmter Stil und wenn man den Leuten dazu rät, dann funktioniert das oftmals, weil es eben ein bestimmter Typ Hund ist, den sehr viele haben.
    Da gibt es auch so ein paar Tipps die oft kommen, bei denen ich mir immer denke "Hä? Wozu das denn?" Das sind halt die Dinge bei denen mein Typ Hund "einfacher" ist als die Begleithunde. Und andersrum denken sich halt Leute mit diesem Typ Hund bei manchen von meinen Problemen, wieso ich mich da so anstelle, weil es ja doch eine ganz klare, einfache Lösung für das Problem gibt.

    Ist nicht besser, ist nicht schlechter. Ist einfach anders.

    Manche finden es schlimm, wenn man harte Grenzen setzt. Ich finde es zB immer schwer zu ertragen, wenn Leute eeewig an einem Problem rumdoktorn das man mit einem einfachen Verbot auch regeln könnte. Der Hund hat so ewig Stress, wenn man ihn doch innerhalb von Sekunden davon erlösen könnte. Naja, bei meinem Hundetyp würde das so funktionieren. Bei anderen aber scheinbar nicht. Deswegen halte ich mich mit solchen Bewertungen von "schlimm" immer gerne zurück, solange wir jetzt nicht bei ein paar sehr eindeutig problematischen Dingen sind oder sich herauskristallisiert, dass jemand den falschen Ansatz für seinen Typ Hund hat.

    Und harte Hand ist erfahrungsgemäß sowieso sehr relativ... :ka:

    würde mich brennend interessieren was du meinem angefixten Jagdhund anbieten willst, als Alternative, dass er zB freiwillig aufhört zu hetzen.

    Ich kenne jemanden der seinem Podenco (die ja nun nicht gerade für ihre Kooperation bekannt sind sondern fürs kompromisslose Hetzen) aus Spanien nen Bombenrückruf / Abbruch über bedürfnisorientiertes Training (jaja das Wort hassen wir alle) beigebracht hat. Habs selbst mitbekommen wie der bei nem Kanickel aufm Absatz kehrt gemacht hat und dann bei Frauchen hetzen durfte (Ball).

    War selbst sehr baff. Ich denke das ist mit anständig, strukturiertem, positiven und bedürfnisorientiertem Training gemeint (Bedürfnis ist in dem Moment hetzen gewesen), mit Strafe bei dem Thema hätte man sich sicher die Zähne ausgebissen bei dem Typ von Hund.

    Ist natürlich nur eine Geschichte von Tausenden ... dachte nur ich erwähne es für alle Interessierten WIE sowas aussehen kann.

    Eine komplett andere Rasse, aus dem Tierschutz, nicht jagdlich geführt, beim privaten Gassi. Komplett anderes Thema. :ka:

    Aber das ist wohl genau das Problem hier. Das man sich diesen Unterschied nicht vorstellen kann, wenn man ihn nicht kennt. Was die Rasse für einen Unterschied macht, was die Herkunft des Hundes für einen Unterschied macht, was der Kontext für einen Unterschied macht und was v.a. seine Erfahrungen für einen Unterschied machen.