Beiträge von Manus Hundewelt

    Schöner Thread, ich danke für all die spannenden Beiträge, nehme hier einige Denkanstätze für meine Vizslajunghibbeline mit.

    Ich finde gerade die Entscheidung sehr schwer: wo braucht es mal eine deutliche Ansage/Korrektur/Gehorsamverlangen und wo bringt es nichts, weil das Verhalten nur (auch rassetypische) Überforderung mit der Situation wiederspiegelt und Ursachenbekämpfung, sprich drehen an den Schrauben Ruhe, rassegerechte Auslastung, richtig dosiertes Training im Alltag der richtige Weg ist. Als Ersthundehalter mit einem Jagdhund aus dem TS stellt sich mir diese Frage fast täglich. Und bisher hat eine deutliche Ansage noch fast nie nachhaltig etwas gebracht. Konsequent Gehorsam zu verlangen schon eher. An den oben genannten Schrauben zu drehen am meisten.

    Schlussendlich bin ich gottenfroh nur einen Hund zu halten. Diese Dynamik dazu stelle ich mir schwierig vor.

    Ich würde als erstes immer den "sanften" Weg gehen. Ansagen, Gehorsam einfordern, usw. kommt bei mir erst danach. Denn wenn der Hund drüber ist bringt einen das nicht weiter, an den Schrauben drehen, wie du es nennst, aber schon. Das Gleichgewicht zu finden ist nicht immer ganz einfach, vorallem als Ersthundehalter.

    Ein ESS ist dann ein Jagdgebrauchshund, wenn er durch den Verein Jagdspanielgebrauchshund oder den Jagdspaniel Klub betreut wird, denn die sind nämlich Mitglieder im JGHV.

    Erkennbar am Sperlingshund auf dem Papier, und den hat der ESS.

    Merci für die Info! Kannst du mir ne PN schickenm damit es nicht OT wird? Mich würde noch interessieren, obs dann im JGHV nur Hunde gibt, die aus Eltern stammen, die dann eben alle Prüfungen haben müssen oder ob es da auch sowas wie "Schönheitslinien" gibt. Bei den Belgiern gibts zB Rassezuchtvereine, die keine Arbeitsprüfungen voraussetzen und welche, die nur gute Leistungshunde mit diversen Nachweisen in die Zucht lassen. Aber bitte gern per PN, ist persönliches Interesse. =)

    Nur um nochmal auf Hunter einzugehen. Er gehört zu einer "Schönheitslinie", in seinen Papieren gibt es den Sperlingshund nicht.

    Manus Hundewelt

    Nur damit das keiner liest und denkt, das wäre so. Der Englische Springer Spaniel ist sicherlich vieles und sehr toll. Aber definitiv keine Gebrauchshunderasse.

    Die Vorstellung dass der Hund ja so schrecklich viel Arbeit "braucht" habe ich damals schon angezweifelt. So viel dauerhafte "Arbeit" brauchen auch Leistungsgezogene Gebrauchshunde als Welpen und Junghunde nicht. Es war halt super, dass er dann müde war. Erschöpfung kaschiert (eine gewisse Zeit lang) Führungsfehler. Aber sie behebt sie nicht.

    Oha, entschuldige, ich hätte in diesem Beitrag auch den Labbi als Gebrauchshund bezeichnet, da ich gar nicht daran gedacht habe, dass ja nicht jeder RafiLes Ansicht bezüglich ihrer Hunde kennen kann.

    Wollte da nicht jemanden falsch Infomieren :mute:

    Ich hoffe aber schon, dass klar ist, dass ich das so sehe wie du :emoticons_look:

    Danke dir für die Klarstellung =)

    Ich glaube die Ausbildung war auch bei ihr so. Es geht mir auch nicht um die Arbeit in der Steffel selbst, sondern die Einstellung ihr und dem Hund gegenüber. Es hiess sehr schnell das Hunter das braucht und ehrlich ein Junghund braucht eine Arbeit noch nicht. Der kann sie toll finden, gute Anlagen haben und Spass dabei was zu entdecken, aber brauchen tut er das nicht. Wenn er also sonst nicht zur Ruhe kommt hat das nichts mit der Staffel zu tun, sondern dass Hunter nicht runterfahren und langeweile ertragen kann.

    Dass sie da mit dem Kleinen schon im Welpenalter da war ist ja schön, nur nicht mit dem Grundgedanken der Förderung dahinter, nicht solange das noch ein Knirps ist.

    Deshalb fände ich es eigentlich eine gute Idee maö für ein paar Wochen Abstand von der Staffel zu nehmen, runter kommen, durchatmen und Hunter runterfahren. Dann kann auch mit neuer Energie und mehr Gelassenheit wieder weiter gemacht werden.

    Ich denke RafiLe wehrt sich so gegen eine Auszeit, weil das doch das ist was Hunter seit klein an macht was ihrer Meinung nach super ist. Oft hat sie ja auch geschrieben, schon als Hunter noch unter einem Jahr alt war, dass dieser das braucht. Schon da gabs ja die Befürchtung, dass der Kleine dabei zu sehr gepusht wird und das zeigt sich jetzt ja auch. Die Erwartungshaltung, das Übersprungsverhalten und auch sonst die Unruhe die Hunter zeigt.

    Vermutlich würde das ihrer Meinung nach aber heissen, dass Hunter zu viel gearbeitet wurde und dass sie es auch mal langsamer hätte angehen müssen. Aber das kann ja nicht sein, weil Hunter ist ja so toll und bringt so viel mit und braucht die Arbeit und ist eben ein Gebrauchshund. Sagt sie ja auch in vielen Threads von Neulingen die sich einen, ich nenns mal angenehmen Gebrauchshund geholt haben. Der muss so schnell wie möglich gearbeitet werden!

    Dass eben gerade das Gegenteil der Fall ist und Arbeitshunde im ersten Jahr vorallem lernen müssen abzuschalten, Ruhe zu halten und Langeweile zu ertragen, sieht sie nicht ein.


    Ich hoffe wirklich, dass sie einen Trainer findet dessen Meinung sie nicht auch abwiegelt nur weil sie nicht mit ihrer Eigenen konform geht.

    Weisst du RafiLe1985 deine Hunde können auch toll sein ohne besonders begabt sein zu müssen oder von Anfang an perfekt. Bis die Nasen erwachsen sind gibt es auch Leistungsschwankungen, da werden die Knallerbsen von Hormonen durchflutet. Und gerade in dieser Zeit sollte man auch mal das ganze Programm zurückschauben können, wenn der Hund gerade nicht damit klar kommt und das Erregungslevel zu hoch ist.

    Du kennst deine Hunde, ich die meine, aber trotzdem helfen mir andere Blickwinkel mehr als alles andere, denn man wird bei den eigenen Hunden bei manchen Dingen auch betriebsblind.

    Niemand ist perfekt, jeder HH macht Fehler, lernt dazu und selbst nach zig Jahren Hundeerfahrung ist das noch so. Hunde sind Lebewesen, Individuen und eben nicht nur führig und dem Menschen untertan, sondern auch eigensinnig, stur, Arren (gibt es ein einzelnes Wort das ihn beschreiben kann?).

    All das macht doch den Hund zu so einem tollen Begleiter, mit dem man zu einem tollen Team werden kann, da auch unsere Nasen ihren Charakter haben und wir gemeinsam lernen müssen wie wir am besten miteinander leben können. Das ist schön und gut und richtig.

    Also versuch bitte mal alles ohne Vorurteil hier zu lesen. Denn die Beiträge sind freundlich mit vielen Ratschlägen und auch mit viel Mühe geschrieben, alleine aus dem Grund dir, deinen Hunden zu helfen.

    Und gerade im Bezug auf deine Art hier im Forum, die nunmal bekannt ist, finde ich den Thread wirklich schön, weil nicht auf dich eingehauen wurde, sondern dir versucht wurde zu erklären was zusammen hängen und wie du da dran arbeiten könntest.

    Ich habe es wiklich versucht, auch wenn ich gerne mal :stock1: Denn was hätte es genützt?

    Nur ist es schade, dass du selbst wenn die User hier sich wirklich alle Mühe geben auf dich einzugehen abblockst sobald es heisst, dass du Fehler gemacht hast. Aber was bitte ist denn schlimm daran? Akzeptieren und es wieder ausbügeln, im Sinne der Hunde, die du liebst.

    Überdenke doch daher auch mal deine eigene Einstellung.