Beiträge von Co_Co

    Pfeffernaserl verwechsel ich dich oder hattest du mal die Trainerin ins Spiel gebracht die von "rein positiv" gewechselt ist und zur Unterstützung ein TIG genutzt hat weil sie nicht weiter kam ?

    Nein, keine Verwechslung, das war ich.
    Ich hab sie aus Neugier auf Instagram verfolgt, aber dort hat sie so viel Gegenwind bis hin zu Drohungen bekommen, dass es sehr still um sie geworden ist. Das Letzte, was ich von ihr mitbekommen hab, hat mir aber auch nicht mehr gefallen. Sie ist von einem Extrem (NUR positiv!!!) ins andere Extrem (NUR mit Strafe!!!) gefallen und hat dann auch ordentlich ausgeteilt.

    Ach Mist , so sollte es ja nun nicht sein .

    Schade drum. Mich hätte da durchaus interessiert wie es weiter ging aber Extreme sind halt nie gut. Danke für die Auskunft!

    Interessehalber: Sollte ich ignoriert werden, "schiebe" ich dann durchaus. Macht es das für dich "falsch" oder "schlimm" oder würdest du sagen, dass das vom Hund abhängt ob es angemessen ist?

    Nein, weder falsch noch schlimm. Irgendwie ist es so ein persönliches Ding, dass ich möchte, sie schauen mich an und hören zu und nicht "ich bringe sie in Position / weg". Da würde ich eher körpersprachlich deutlicher werden. Aber wenn der Hund einen erst nach "Schieben" wieder wahrnimmt, würde ich sicher nicht denken, dass er da ein Trauma von zurückbehält behält oder so. Von weiterziehen sicher auch nicht, da lernt er für mein Empfinden aber nicht das, was ich möchte.

    Das sehe ich auch so.

    Wenn man die Hunde tatsächlich stört über Körpersprache/ Raum einnehmen oder ganz stumpfes nerviges gezuppel an der Leine was alles ein aktives abwenden vom Reiz (wie z.B der Schnüffelstelle) impliziert lernen sie mEn was. Dieses Geziehe ist doch eher unsinnig und sinnloser Aufwand/Stress.

    Co_Co Ich habe mich nicht gegen Gehorsam ausgesprochen. Wenn, dann zitiere mich bitte richtig und vollständig. Meine Aussage war, daß es nicht umzäunte Orte gibt, an denen mein Hund frei laufen kann, was bei einem Schlittenhund tatsächlich schon viel erreicht ist. Und das andernfalls, wenn die (Wild-)Reize zu hoch sind eben die Leine dran kommt, auch das aus Gründen. Ich bewerte es für meinen Hund höher, seine Jagdambitionen zumindest in Teilen ausleben zu können als immer und überall frei laufen zu können.

    Wie soll dein Hund denn seine Jagdambitionen angeleint ausleben ? Meinst du kurz Spuren nach gehen?

    Und für mein Verständnis hast du dich sehr vehement gegen Gehorsam ausgesprochen. Leider möchte das Zitat nicht hier rüber :ka:

    Nur wenn jemand sagt das ein solches Maß an Gehorsam nicht erstrebenswert für ihn/ sie und den Hund ist, ja dann klingt das für mich genauso.

    Co_Co ich sehe Den Vorteil darin, dem Hund körperlich nicht zu schaden, und psychisch zumindest nicht willkürlich. Danke deswegen für die Erklärung vorhin, ich werde mich dahingehend informieren.

    Ein Hund lernt immer im Kontext und verbindet die Emotionen, die durch Positive Strafe entstehen, auch mit dem Ausübenden. Er assoziiert also die Strafe mit dem Halter. Ich möchte kein Meideverhalten mir gegenüber. Aber auch Klammerverhalten ist möglich. Finde beides schlecht.

    Timing und Intensität müssen beim Strafen perfekt sein, sonst gibt es oft Fehlverknüpfungen. Ich maße mir persönlich nicht an, immer perfekt im Timing zu sein.

    Dein Timing und die Intensität/Art muss immer passen auf den Hund mit dem du grade arbeitest , egal ob es um Strafreize oder Belohnung geht.

    Wenn du das nicht kannst dann musst du viel Management betreiben, ja. Das gilt aber nicht für jeden.

    Strafe heißt übrigens nicht ich geh her und verprügel jetzt den Hund mit nem Rohrstock bis der sich einnässt damit der Sitz macht . Grade dein " ich will dem Hund nicht körperlich schaden " klingt sehr nach extremen ( und eher Realitätsfernen) Bildern in dem Kontext.

    Strafe ist individuell und ein immens weites Feld, ebenso wie Belohnung.

    Der Hund der grade in mich reinbeißen will darf ruhig situativ Meideverhalten zeigen um diesen Gedanken zu unterlassen. Hab ich ebenso wenig n Thema mit wie nem Junghengst körperlich verständlich zu machen das er mich NICHT aus Frust treten kann. Wenn der dann kurz meidet ist das auch vollkommen okay für mich.

    Wenn ich richtig Strafe und das richtige Maß habe bleibt dieses kurze meiden in dieser Situation. Das Meideverhalten wird mit einem Wort/ Laut verknüpft und bei richtiger Anwendung nicht in dem Sinne mit der Person. Dafür muss man es halt können und angepasst machen und dem Hund nicht das Gefühl geben egal was er jetzt tut das Leben ist vorbei.

    Da liegt halt oft der Hase im Pfeffer und wenn es unangebracht/ zu viel ist geht das natürlich nach hinten los.

    Ein weiteres Problem ist das abstumpfen der Hunde weil man immer nur ein bisschen macht was sich häufig abnutzt im negativen Sinne.

    Zurimor ich würde gern mit das aus dem anderen Thread aufgreifen wo du dich ja bereits gegen Strafe und funktionierenden Gehorsam ausgesprochen hast weil " du das nicht brauchst , dein Hund hat ohne mehr von seinem Leben ". Ich persönlich verstehe nicht ganz was dein Hund angeleint mehr tun kann als ohne Leine ( du wirst ihn ja hoffentlich nicht wildern lassen an Ner SL) und wo da der immense Vorteil ist? Gucken / wahrnehmen können/ dürfen / müssen die allermeisten Hunde Wild. Nur das wie und was dann variiert dann doch sehr .

    Und doch, Erfolg gibt durchaus Recht. Man kann sich nicht hinstellen und sagen " das funktioniert aber alles viel besser anders !!!!" wenn man dann nicht das Ergebnis produzieren kann.

    Nefeli welchen Vorteil hast du gesehen bzw siehst du darin Erziehungsbereiche künstlich aufgrund der eigenen Ideologie in die Länge zu ziehen?

    Das impliziert mEn immer viel unnützen Stress für den jeweiligen Hund den es nicht bräuchte würde man angepasst korrigieren bzw Strafen .

    Desweiteren sehe ich immer mehr Probleme durch diese Vermeidungstaktik bei Junghunden/ Erwachsenen Hunden die nie lernen konnten/durften Frust generell und auch im Kontext mit Korrekturen zu ertragen.

    Ist halt psychologischer (Stark) Zwang je nach Typ Hund und Ausführung. Gewaltlos ist das auch nicht, es sei denn man reduziert " Gewalt" auf Schmerz-& Schreckreize.

    Ich erlebe Hunde die nur solche "gewaltlose" Art an "Korrktur " kennen oftmals als sehr gestresst und überfordert . Denen fehlt oft ein sicherer Rahmen .

    Woran machst du fest, dass es psychologischer Starkzwang ist? Ich lerne gerne dazu, aber aus meiner bisherigen Sicht war das negative Strafe und Anbieten von Alternativen. Dabei wird zwar Frust ausgelöst, aber Gewalt ist es nicht im Sinne von Schmerz, Angst oder Unbehagen

    Du entziehst dich , den einzigen Sozialpartner den der Hund hat kommentarlos und nutzt soziale Ausgrenzung als Strafe. Je nachdem wie exzessiv und in welcher Ausprägung ist das nicht nur Zwang sondern Starkzwang. Deswegen war "Stark" ein geklammert. Und auf sozialer / psychologischer Ebene ist das bei diversen Hundetypen definitiv immenser vom Stressfaktor her ( Angst & Unbehagen) als die Leute sagen oder sehen wollen .