Beiträge von Mia10

    Du meinst wie ich zuhause ihr Aufregung versucht habe zu verringern?

    Das lief in mehreren Phasen ab. Kurz gefasst habe ich zunächst bei uns in der Straße Leinenführigkeit an Geschirr und 3 m-Leine geübt nach dem Buch

    . In den Feldern hat das zu Anfang natürlich nicht funktioniert, da lief sie an der 15m-Schlepp und ich habe Umorientierung geübt, d.h. sie angesprochen und wenn sie geschaut hat, Click und Keks. Außerdem habe ich tolle Sachen "gefunden" und mich auch mal versteckt, wenn sie nicht geschaut hat. Ach so, wenn sie dort gezogen hat wie ein Ochse bin ich auch stehen geblieben. Nachdem das besser wurde habe ich auch hin und wieder ihre Aufregung einfach verboten. Ach so, parallel lief noch Click for Blick bei Rehen und anderen Wildtieren, die wir teilweise jeden morgen gesehen haben, und ich habe ihr beigebracht auf "raus da" wieder zurück auf den Weg zu kommen, damit sie keine Möglichkeit hat, sich an Wildreizen zu sehr reinzusteigern.

    Ach so, und ich bin zu Anfang geschlichen. Je aufgeregter sie wurde, desto interessierter habe ich mir die Umgebung angeschaut und bin auf dem Weg von rechts nach links getingelt. Das hatte ich schon ganz vergessen, da ich schon eine ganze Weile wieder zügig marschieren kann mit Hund überwiegend im Freilauf :thinking_face: .

    Wenn ich also meinem bisherigen Aufbau folgen würde, müsste ich in fremder Umgebung im Prinzip mit der 3m-Leine und Leinenführigkeit wieder anfangen, oder?

    Hallo zusammen,

    ich habe schon wieder eine neue Frage, und zwar ist Tinka in fremder Umgebung immer sehr aufgeregt und kaum ansprechbar. Sie rennt dann vor und hängt in der Leine, schnüffelt hier und dort. "Zuhause", also da, wo wir üblicherweise Gassi gehen, war das zu Anfang auch so, inzwischen ist sie aber insgesamt entspannt und gut ansprechbar. Nun denke ich, dass sie soweit ist, dass wir auch die fremden Umgebungen stärker mit einbeziehen können, aber wie mache ich das am besten?

    1. Einfach lange dort spazieren gehen, sie machen lassen, bis sie ruhiger wird und nur die Umorientierung, die von ihr kommt belohnen?

    2. Bei Aufregung stehen bleiben und nur weitergehen, solange die Leine einigermaßen locker ist? Dann werden wir wohl die ersten 20 min ungefähr 10 m weit kommen, da sie zwar relativ entspannt stehen bleibt, wenn ich stehen bleibe, bei jedem Schritt, den ich tue aber sofort nach vorne in die Leine schießen wird.

    3. In fremder Umgebung 10 min Leinenführigkeit trainieren und wieder nach hause fahren?

    Variante 1 kommt mir irgendwie nicht zielführend vor. Das wird vermutlich sehr lange dauern. Variante 2 habe ich dann und wann schonmal gemacht, da bin ich dann an der 2 oder 3 m Leine mit ihr gelaufen und jedesmal stehengeblieben oder umgedreht, wenn sie in der Leine hing. Und wenn wir dann nicht weit kommen, ist es ja auch egal, ist ja eine Trainingssituation. Das funktioniert nur nicht, wenn wir mal mit der Familie unterwegs sind, da habe ich für sowas dann nicht die Ruhe, sondern müsste wohl Variante 1 anwenden. Mache ich in dem Fall dann wieder alles kaputt, weil ich sie dann ziehen lassen würde? Oder sollte ich mit Variante 2 das Halsband benutzen und für Familienausflüge das Geschirr zur besseren Unterscheidung? Halsband mit 3 m Leine bei so einem kleinen Hund ist allerdings auch irgendwie unpraktisch.

    Tja, Fragen über Fragen. Wie würdet ihr das Thema angehen?

    LG

    Tinka kuschelt sich gerne ein. Sie hat als Hundebetten zwei extra dicke 80x80cm Kopfkissen, die wir nicht mehr brauchten. Darauf liegt dann noch eine Fleece-Hundedecke. Je weicher und kuscheliger, desto besser.

    Leider muss sie im Sommer wegen der Wärme dann doch oft mit dem Fußboden vorlieb nehmen.

    So, heute habe ich das Thema Überforderung in der HuSchu angesprochen. Es ist kein Problem, wenn ich zwischendurch Pause mache.

    Somit bestand die Stunde heute aus viel Zuhören, wenn andere Fragen gestellt haben, selbst Fragen stellen, die Übungen nur solange wiederholen, wie es mir sinnvoll erschien und zwischendurch auch mal ne Schnüffelpause einbauen. Am Ende ist ein entspannter Mensch mit entspanntem Hund vom Platz gegangen.

    Ich glaube tatsächlich, dass ich mich selbst auch gestresst habe in der Hundeschule. Sowas merke ich leider sehr oft viel zu spät :woozy_face: . Naja und das überträgt sich eben auch direkt auf meinen Hund.

    Also insgesamt hat mein Plan funktioniert, ich habe neue Erkenntnisse gewonnen und kann so weiter machen. Vielen Dank für eure Anregungen.

    Das mit der sicheren Zone klingt logisch, danke für die Erklärung.

    Bei Hundebegegnungen zerre ich sie nicht einfach weiter, da nehme ich sie auf die angewandte Seite und wähle den Abstand so, dass sie da möglichst an lockerer Leine mit mir vorbeigehen kann. Und ruhiges Vorbeigehen wird natürlich auch bestätigt.

    Was meinst du mit "die Umwelt navigieren"?