Beiträge von Mehrhund

    physioclaudi

    Mein Theo damals hatte auch solche echte, tiefsitzende Panik vor Treppen. Ich hab ihn mit seinen damals 7,5 Jahren so bekommen und kenne den Grund nicht. Fakt ist: Das war keine Anstellerei, ich bin ja nun auch niemand, der sehr fimschig und übervorsichtig mit den Hunden ist, sondern immer eher der pragmatische Mensch. Aber das war Panik.

    Und mit ihm habe ich (ohne Futter oder Beute) geübt, dass er es sich gefallen lässt, dass ich seine Beine setze. Einfach die Entspannung immer gestreichelt und massiert, die Anspannung ausgehalten (erstmal weg von Treppen mit Untergründen und anderen Gegenständen). Er wusste also, es entspannt ihn (und er hat aber auch gleichzeitig keine andere Chance da wegzugehen). Dann habe ich ihn an den Punkt gestellt, den er gerade noch in der Nähe zur Treppe ertragen konnte und habe dort die Übung mit dem Pfoten-manipulieren gemacht. Bis er entspannt war. Danach war die "Challenge" kein Gegenstand oder Untergrund mehr, sondern, dass die Pfote nach vorn abgesetzt wird (ohhhje, Richtung Treppe!! Aber - hier wie bei anderen Gegenständen - Weg war keine Option, in der Übung bleiben die einzige - aber da dann bis in die Entspannung). Der Anfang hat gedauert, aber als das Prinzip auch in Verbindung mit Treppe klar war und er sich an dieser Übung festhalten konnte, konnte ich ihn so die ersten Stufen der Treppe "hochmanipulieren" und er war in einem ruhigen, konzentrierten Zustand. Als das ging, ging der Rest von selbst.

    Ich denke auch nicht, dass euch Futter oder auch Shapen hilft, muss ich ehrlich sagen. Entweder die "du musst dadurch und das so oft bis du checkst, dass dein Trauma nicht mehr Realität ist" oder so wie ich es beschreibe.

    Genau meine Meinung.

    Die Angst muss ausgehalten werden. Das ist eine ganz klassische Konfrontationstherapie.

    Wie soll das anders gehen? Ich habe in dem anderen Thread meine Ideen zu möglicher Vorgehensweise geschildert.

    Och Onkel Dexi hatte mit 3 Jahren auch noch muntere 27 KG.:D

    Da kam dann noch was. Nun isser "Brecher"....30 Kilo.....

    Ethan Mutter ist aber nur 52cm groß und ziemlich zierlich. Also so wie sein Knochenbau aussieht, ist 30kg bei ihn nicht drin :D

    Oh das ist wirklich zierlich. Die Mutter von Dexi, ist das die Omma von deinem? war ja immerhin stolze 57 cm bei 25 Kilo. Dann hat deiner mehr von der väterlichen Seite?

    So liebenswert meine Wuffs! hier zu lesen, dass meine Hunde wohl auch therapiebedürftig sind und erlernt hilflos sind, oder neurotisch, gestresst, usw. finde ich eine ziemliche Frechheit. Meine Hunde sind lustig, unperfekt, mit eigenen Charaktereigenschaften und durch und durch hütis, mit ihren Vorteilen und ihren Nachteilen.

    Blöde Frage, aber ich habe dich jetzt nicht "befrecht"?

    Bin grad irritiert?

    Uah,

    was für ein schöner Thread.

    Ich habe alle halbe Jahr die plötzliche Eingebung was für eine andere Rasse mein nächster Hund sein wird.

    Spitz! DSH oder wieder Collie? Oder nochmal Mudi, oder Beauceron?

    Oder einen.........

    Quotenmini....ein Border Terrier...oder doch einfach noch mal ein Foxterrier?

    Ansich könnte man ja auch noch mal zu den Jagdhunden rüberschielen.....

    Husky! Zughundesport und Husky (Mixe..) aber eigentlich wollte ich ja später mal einen Malamuten.

    Ach was solls, nen Notborder würde ich immer nehmen, mein Mann will PUDEL:ugly:

    EDIT: ich vergass den Rauhaardackel.....

    Mehrhund ich will gerade wirklich nicht provozieren, verstehe nur deine Position gerade nicht.

    Ich gehe davon aus, dass ein Hütehund, genau wie ein anderer Hund geführt werden möchte und nicht nur nebenher läuft.

    Von nicht ausbildbaren Hunden aufgrund Jagdtrieb hast du gesprochen...... ich bin ahnungslos wo das Thema her kam.

    Zumindest meine verständnisfrage war durch Gammur beantwortet.

    Es gibt Hütis, die nicht händelbar im Jagdtrieb sind.

    Das hat genetische Ursachen. Und damit meine ich keine unerzogenen Vogelscheucher.

    Man kan. viel erziehen, aber man kann nicht Genetik wegzaubern.

    physioclaudi

    ich glaub ich hatte das schon mal geschrieben, bin mir aber nicht sicher.

    Man weiss ja nicht, was das tiefe Traum ausgelöst hat.

    Du hast gesagt, er wurde immer verprügelt an solch einer Ecke.

    Der Hund hat seine Sinne, und welcher der Sinn was verknüft hat, weiss du nicht...

    Also hat er was gesehen, gehört, gerochen, geschmeckt, getastet (oder eine Mischung) vor den Überfällen...

    EVT. hat er auch das Geräusch seiner eigenen Pfoten auf dem Fussbodenbelag "verknüpft". Da müsste man schauen, was ist das für Belag.

    Oder es war ein bestimmter Geruch.

    Dann würde ich einen Geruch nehmen und den positiv assoziieren.

    Dann würde ich den hochtragen und oben diesen Wohlfühlgeruch wieder belegen mit der Stelle.

    Dann würde ich in Abhängigkeit, wie er sich verhält, von der Treppe aus die Ecke von UNTEN beüben.

    Und dann müsste der Hund bei mir mit leichtem Zwang die Treppe hoch.

    Dann würde ich aber oben bleiben, bietet sich zur Nacht an.

    Das Problem beim Collie ist ja das Elefantengedächtnis, wenn die mal was verknüft haben, dann sitzt das. Und Angst ist ja ein tiefgehendes Gefühl.

    Zusätzlich würde ich auch Musik mit der Ecke verknüpfen (oder ebend ein Geräusch).

    Ich würde vorher gut überlegen und nicht viel ausprobieren, denn das macht es nur immer schlimmer.

    Vielleicht ists ja auch "nur" elektrische Aufladung gewesen und er hat eine "gewischt" bekommen....wer weiss.

    Er muss eine Konfrontation durchlaufen und das braucht Vorarbeit.

    Das es dir Leid tud, dass er nicht mit hochkommen darf, bestätigt (kann ihn bestätigen) dass da oben der Teufel wohnt....

    Also ich würde mir verbieten ihn zu bemitleiden, ich würde den an der Treppe nicht beknuddeln ect, aus dem Grund, weil ich nicht wollen würde, dass die Erbsen wieder was verknüpfen.

    Also entweder er kommt jetzt mit oder bleibt unten. Und das ganz schwarz/weiss, auch wenn du innerlich ganz verständlicher weise als Mensch mitfühlst. Aber das ist in meinen Augen kontraproduktiv.

    Soweit von mir, aber ich mach sowas sonst nur mit Menschen.;)

    Ich glaube jeder Hund, mit irgendeiner Form von Trieb (jaja, ich weiß) der körperlich dazu in der Lage ist würde im eigenen Garten Raubwild töten.

    Meine nicht.

    Jetzt bei den Ausführungen von Mehrhund gewinne ich gerade den Eindruck als wäre die Haltung eines Hütehunds gänzlich unmöglich ohne entweder den frühen Tod des Hundes oder eine Schneise der meuchelmordenden Verwüstung zu beklagen.

    Du liest doch nicht den ersten Text von mir...oder? Das empfinde ich als Provokation. Aber vielleicht meinst du es ja gaaaaanz anders|)

    Also noch mal. Wir sprachen von nicht händelbarem Jagdtrieb. Und was man sich so wünscht.

    Mir ist letztlich wurscht, wer sich welchen Hütehund zulegt, weil er meint die jagen nicht, oder sind willenlose Kadaver:lachtot:

    Ich habe nirgends beschrieben, dass jeder Hütehund Beute macht.

    Naja, ich kenne nun persönlich Aussis, einer tod, bei wirklich ganz fitten Hundeführern (Rettungshundeausbilder...mit Verstand). und die hatten/haben unhändelbaren Jagdtrieb. Da kenne ich echt einige, bei wirklich ausgezeichneten Hundeführern.

    Tod beim jagen! Also Hund...unhandlebarer Jagdtrieb.....jagd und wird dabei überfahren...

    Und ob der Hund an anderer Stelle 200 Prüfungen hatte und "eigentlich" , wenn man sehr umsichtig geführt hat und immer das Wild schneller gesehen hat oder früher und dann noch was unternehmen konnte, war dieser Hund immer Impulsdurchbrüche, die eben nicht handhabbar waren, bzw. die zum Unfalltod führten.

    Nun kann man sich streiten, wer das versagt hat. Aber ein Hund, der immer Management zu 120 Prozent braucht, ist nicht wirlich händelbar....

    Das ist vergleichbar mit einem Hund, der immer an der Leine laufen muss, ein Hund, der immer mit Maulkorb laufen muss, weil er sonst alles beisst und so weiter.

    Das sind in meinen Augen keine wirklichen Begleithunde mehr. Die haben eher ihren "Begleitmenschen" dabei.

    |)

    Alles in allem auch ein bischen Ansichtssache.