Beiträge von Mehrhund

    Ich weiß nicht genau, wie weit es wirklich ist. Es ist natürlich auch vom Gelände abhängig. Umso freier, umso besser zieht der Wind.

    Es ist wirklich super spannend und unsere Einsatztaktiken beruhen fast nur auf das Riechverhalten der Hunde.

    Das kann ich bestätigen. Ich habe meine Rettungshündin immer unter Berücksichtigung der Windverhältnisse angesetzt. Steuern kann man den Flächensuchhund dann mit unterschiedlichen Taktiken. Wir haben ja immer das (ungefähre) Suchgebiet, bzw. die Hunde sind ausgebildet eine bestimmte Fläche (m²) abzusuchen.

    Stellt man sich jetzt eine rechteckige Suchfläche vor, und der Wind kommt von links, dann ist links kein Problem, da braucht Hund nicht in die linke Ecke laufen, wenn da nichts ist.

    Von welcher Ecke man dann ansetzt und anfängt ist reine Taktik.

    Ein Border meiner Staffelkollegin, hat in der Prüfung das Opfer schon in der Nase gehabt, als wir noch zur Ansatzstelle gingen. Der Wind kam von links, das Opfer lag ca. 300 m in die linke Richtung.

    Die Prüfung dauerte 1 Minute.

    Dazu nur so viel - bei Nebel ist es ja windstill. Wenn der Wind von links kommt, können unsere Hunde 100m nach rechts riechen. Nach links aber gar nicht. Manchmal laufen unsere Hunde bei windstille oder falscher Windrichtung einfach am Menschen vorbei ohne ihn überhaupt wahrzunehmen. Also ja, der Nebel hat einen großen Einfluss. Dazu kommt dann halt auch noch, dass dazu noch die Optik verschlechtert ist.

    Irgendwas geht da durcheinander. Wenn der Wind scharf von links kommt, kann es durchaus sein, dass die Witterung bei hoher Nase schwierig für die Hunde wird, weil die Gerüchspartikel "verwirbelt" werden.

    Dann kommt hinzu, dass die Windverhältnisse am Boden anders sind als in höheren Luftschichten. Und kommen dann noch am Boden Hecken und Gewässer ect. hinzu, wird es immer schwieriger den Hund so zu FÜHREN, dass er findet.

    Wenn in einem Suchgebiet, bei der Übung, oft Hunde am Opfer vorbeilaufen, dann muss man überlegen, woran das liegt und evt die Taktik umstellen.

    Man muss mit dem Wetter arbeiten. Und das immer mit berücksichtigen.

    Eine falsche Windrichtung kann es nicht geben. Was aber je nach Örtlichkeit sein kann, dass zum Beispiel bei Föhn, der Wind ab und zu aus einer ganz anderen Richtung kommt, als an den meisten anderen Tagen.

    Das muss man, mit Hunden üben. Das ist die Sucherfahrung. Am Opfer dicht vorbeilaufen habe ich nur erlebt, wenn der Wind von links kommt, und das Opfer liegt rechts. Da man aber das Suchfeld strategisch absucht, geht der Hund bei der Suche irgendwann am Opfer wieder so vorbei, dass das Opfer links liegt, der Wind aus dieser Richtung kommt und dann wird gefunden. In den echten Suchen haben wir Suchketten gebildet und habe grosse Gelände abgesucht.

    Dann wird das im Rettungshundesport anscheinend anders gemacht.

    Nein, ist genauso.;)

    Ja klar, Hunde bögeln eben gegen den Wind. Aber wenn du ein Suchengebiet hast, und der Wind kommt von links, und du setzt deinen Hund am linken Rand des Gebiets an, dann wird der Hund entweder direkt nach links in den Wind bögeln und ist damit voll raus aus dem Gebiet, oder er muss selbstständig nach rechts um sich Wind zu holen. Wenn du aber am rechten Rand ansetzt, dann kann der Hund direkt nach links bögeln und ist voll im Gebiet.

    Edit: Wie gesagt kann das im Rettungshundesport auf andere Art gehandhabt werden.

    Genauso. Sie bögeln (tolles Wort....kannte ich nicht, passt haargenau)

    Ob sie dann Menschen suchen sollen oder Wild, ist unerheblich. Die Taktiken müssen ja ähnlich bis identisch sein. Es geht um effektives Absuchen eines bestimmten Gebietes. Und Mensch nutz dafür den Hund.

    Ich glaube nicht, dass die einzige Möglichkeit über 100% Kontrolle geht. Mein Weg wäre, dass der Hund alles darf, solange er sich - egal wie wichtig es ist - von mir sagen lässt, dass das jetzt eine Idee ist, die er nicht umsetzt. Er aber gleichzeitig so viel "atmen" darf, dass er auch selbstständig ausprobiert und dadurch erlebt, dass richtige Entscheidungen durchaus gewertschätzt werden und es ihn entspannt. Dass man die Zähne dabei sichert, um dafür zu sorgen, dass er sein "Totschlagargument" nicht auspackt: Ja. Aber in einer dauernden Kontrolle und ständigem Misstrauen kann man sich nicht entspannen. Weder Mensch noch Hund. Das geht eine Weile gut - aber nicht dauerhaft. Und das ist ja kein Miteinander, in dem es sich gut anfühlt oder in dem man vertrauen möchte. Aktives Loslassen und probieren lassen ist meiner Meinung nach unabdingbar, damit nicht alles auf Sand gebaut ist.

    Ich kenne den Trainer nicht - so wie vermutlich die meisten hier. Nur wenn ich lese, wie viel Druck da aufgebaut wird und wie unwohl sich der Hundeführer damit fühlt, halte ich es für falsch pauschal zu sagen: Da musst du aber durch und das machen, sonst wird das nichts.

    DANKE; DANKE DANKE!

    Zum Thema was ich mit komplette Kontrolle meine hat Spirelli es gut beschrieben. So in etwa läuft es aktuell.

    Für mich, in meiner Fantasie, ich bin ja nicht dabei, bedeutet, dass Nova keinerlei Entscheidungen selbst treffen darf, dass sie im Grunde sich nicht verhält, ohne im Kommando zu stehen. Das heißt, sie wird in der Wohnung abgelegt und steht erst auf, wenn sie aufgefordert wird. Sie darf ihren Liegeplatz weder wählen, noch ihn selbstständig wechseln oder verlassen. Niemals.

    Ich sehe den Sinn dahinter, aber das heißt nicht automatisch, dass ich es toll finden muss. Mir fällt es einfach etwas schwer. Das ist also eher ein Ich-Problem und weniger ein Trainerproblem, schätze ich.

    Wenn ich ganz ehrlich bin, hätte ich das so krass nicht erwartet.

    Das ist für mich schon die Richtung "angelernte Hilflosigkeit". Das könnte ich nur, wenn diese Art der Einschränkung zwitlich begrenzt wäre, um eine Art Basis zu schaffen, um denn weiterzuarbeiten.

    Ich hoffe, so ist das auch angedacht vom Trainer.

    Was ist mit dem Hund, wenn du nicht in der Wohnung bist? Wird sie dann eingesperrt?

    Aber aus meiner Erfahrung bringt das oft nichts Wenn unser Hund sein Kissen/Tuch zerbeißt und ich ignoriere ihn, dann ist er auch glücklich wenn er einfach weiter sein Tuch zerbeißen darf. Mein Eindruck ist nicht, dass er dadurch lernt, das nicht zu tun.

    Tuch zerbeissen ist "Fehlverhalten"?

    Kleine Hunde müssen doch knabbern. Und warum hat der Hund ein Tuch? Wenn er es nicht zerrupfen soll.

    Soll der damit Staub wischen?

    Wenn ich zum Beispiel rauchen in der Wohnung als Fehlverhalten bei einem 10 jährigen Kind erkennen würde, dann würde ich nicht auf die Idee kommen das mit "Ignorieren" zu ahnden.

    Meine Collies sind pflegeleicht.

    Ich bürste die recht selten. Was ich immer mache ist ganz penibel die Unterwolle im Fellwechsel zu entfernen. Wenn das immer gemacht wird, (Das ist dann schon aufwendig, aber macht mir auch Spass), dann muss man nur Haare bürsten und schauen, wie die Haut unter dem Fell ausschaut.

    Also pflegen.

    Nach Insektensticken schauen (Zecken sowieso) die Ballen kontrollieren, Gestrüpp aus dem Fell klauben. Und, was tatsächlich erst mache, seit ich Collies habe: Kaxxrinne freischneiden...

    Und ich finde es auch wunderschön, wenn das Fell beim Laufen schwingt und die Pfoten hübsch sind. Und der Kopf und die Ohren frei sind, und sauber. Und die Zähne, selbstverständlich auch.

    Hunde mit dreckigen Zähnen und Zahnstein und Maulgeruch finde ich wirklich erbärmlich.