Immer wieder gut zu lesen.
https://www.drei-hunde-nacht.de/ernaehrung-bar…ium-um-b-a-r-f/
Ich habe ja diese Anfangszeiten im Internet miterlebt. Erst in den unsäglichen Mailinglisten. Man musste sich ins Internet einwählen, das dauert ewig. Man musste sich mit anderen Mitbewohnern absprechen, weil man entweder im Internet war oder eine Telefonverbindung (natürlich Festnetz) halten konnte. Wenn man es geschafft hatte sich einzuwählen, mit dem typischen Geräusch dideledie...fiiie. Dann war man drin.....Dann loggte man sich bei der Email- Adresse ein, in der Zeit konnte man Kaffe kochen oder einkaufen gehen.
Dann konnte man die Mails lesen. Die waren natürlich international und deshalb in englischer Sprache, also sass ich mit einem BUCH, einem Wörterbuch (Englisch-Deutsch) am einzigsten "RECHNER" im Haushalt, und habe einmal die Woche 20 Mails gelesen...
Dann kamen die Foren auf....
Das Yorckie-Forum...
Ich kürze ab.
Die "Bekämpfung" von Barf in den Foren wurden kriegsähnlich geführt, mit lebenslangen Ausschlüssen von Barfern mittel Kriegsrecht durchgesetzt.
Und nun ist BARF immer noch gut oder böse. Heute ist man mal "böse", wenn man KEIN Getreide füttert, oder wenn man es füttert.
Immer noch muss man rechnen, nach Formeln, wer die Formeln am besten drauf hat, ist der bester Barfer, bzw. Rohfütterer, weil man nicht Barfer sein will. Und vor allen Dingen "muss" man täglich: 1 g Leber, ein Teel. Pansen (oder auch nicht, je nachdem welcher Studie man anhängt, ob der Wolf nun den Bauchinhalt frisst oder nicht) und Blättermagen (aber nur von Bio-"Tieren" auf Weiden, die nicht mit Entwurmungsmitteln verseucht sind), unerlässlich pro Woche 1 müh Seealgenpulver, sonst geht der Hund vor die Hunde, Fett! unbedingt abgewogen, das rohe Fleisch aufs Gramm genau und die Knochen nur mit voller Elastizität und nur vom jungen Schlachtvieh.
Leckerchen?
Eine Wissenschaft.
Mein Fazit: Gebarfte Hunde dürfen keine Leckerchen bekommen, müssen ohne erzogen werden, sonst geht die Welt unter. Ohne wenn und aber.
Hunde, die abnehmen müssen, dürfen nie Hunger haben, Menschen schon, Hunde nicht. Niemals.
Man muss ihnen dann irgendwas gegen das Hungergefühl geben, als wenn der dicke Hund eine Essstörung hätte.
Wobei es rassebedigte Essstörungen bei Hunden gibt: Die "Labratonne" mit durchgehenden Fressanfällen.
Und nun die Frage: Braucht der Hund Getreide oder nicht?
Die einfachste Antwort ist: J E I N
Nein, er braucht kein Getreide.
Ja, der braucht Getreide.
Meine persönliche Meinung: Es ist ausserordentlich dumm und ressourcenschädlich und dem Schlachtvieh gegenüber in meinen Augen ein Verbrechen, wenn man Haushunde aus einer sektiererischen Gemütsverfassung heraus mit Fleisch vollstopft und auf Getreide verzichtet.
Ich glaube, ich werde einfach bis es keine Foren mehr gibt, diesen Diskussionen beiwohnen.
2040: "Ich habe einen ERST-Hund, der bekommt nur Barf....muss ich dem auch Wasser geben?"