Als ich die Rasse las, das Alter, die Vorgeschichte, hab ich leider auch nur "Is klar" gedacht.
Du hast dich erkundigt, über die Rasse gelesen, alles richtig gemacht.
Ich habe mich über die Rasse eingelesen und mich vorher informiert und weiß, dass der Aussie Schutz- und Wachtrieb hat, aber doch nicht in diesem Ausmaß? Nein, es gibt keine Papiere, sie kommt laut Vorbesitzer aus einer Hobbyzucht.
Nur leider wird über die Rasse halt nicht viel "wahres" geschrieben.
Ich habe Aussis kennengelernt als Hunde, die in erfahrenen Händen (Rettungshunde-Hütehundhaltung mit Arbeit am Vieh) von genauso problematischem Hund zu einem problematischem Hund in erfahrenen Händen mit gutem Job und für Aussenstehende "unauffälligem Aussi" geworden sind.
Das dooofe für Anfänger ist, dass A) fast alle Aussis bis zu einem gewissen Alter völlig unauffällig erscheinen und B) es wirklich ganz grosse Unterschiede gibt. Es gibt anscheinend tatsächlich den Aussie, der als das taugt, wie er immer beschrieben wird, als guter Begleithund.
Ich kenne Aussis aus Zuchten, da sind die Hunde tatsächlich nette Begleithunde. Da ich aber eher immer mit überwiegend sehr erfahrenen Halter in Kontakt bin, waren diese Hund auch immer in erfahrenen Händen.
Einen tatsächlich EINFACHEN erwachsenen Aussi habe ich seit 1999 nicht kennengelernt.
Es sind feine Hunde, aber wirklich speziell. Und es bedarf eben einen Halter mit sehr grosser Präsens und vorausschauendem Handeln und ja, ein wirklich grosser Teil Freizeit nur für den Hund. Und vor allen Dingen muss der Halter ganz klar sein.
Und das scheinst du (noch) nicht zu können.
Es ist lernbar, meiner Meinung nach auch gut für die eigene Entwicklung, aber anstrengend, wenn einem diese nerdige, perfektionistische kontrollierende Erziehertum nicht liegt. Momentan macht dein Hund, was du nicht tust. Er führt.....und das geht grad massiv schief, weil der Hund immer eingeschränkter im Leben ist und nur noch die Zwangsjacke fehlt.
Ein trauriges Schicksal, was diesen Hunden widerfährt und wo du gar nicht mal die Schuld dran trägst, denn du hast das wahrscheinlich nicht in deinen schlimmsten Träumen so erwartet von dieser Rasse, der niedlichen "Bunten Hunden".
Ich lege dir sehr ans Herz, mit dieser hier empfohlenen Fachfrau Kontakt aufzunehmen, ob sie jemanden in deiner Nähe kennt, der dir hilft.
Ich wünsche dir wirklich alles Gute und dem armen Mäusle auch. Ich finde das so traurig, euer beider Schicksal grad und wünsche mir ganz dringend den Beginn eines Happy Ends, wie bei @Nothingheretosee
PS: Du hast einen schwierigen Problemhund! Lass dir nicht erzählen, dass sich das verwächst. Ich habe auch einen Hund, der mal gebissen hat, aber ich schätze den nicht annähernd so problematisch ein, wie deinen Aussie. Du wirst von manchem manchen Menschen Geschichten ihrer eigenen "ach so problematischen Hunde erzählt bekommen", fang an wegzuhören!
Schwierige Aussies, sind was anderes als unzogene Fiffis!