Beiträge von Mehrhund

    Danke für deinen Input! Das ist ein interessanter gedanklicher Ansatz, dass sein für mich als mangelnde Konzentrationsfähigkeit imponierendes Verhalten ggf. auch durch zu langweilige Herausforderungen zustande kommt..

    Ich habe mich mit den von dir genannten verschiedenen Formen der Beschäftigung bisher noch nicht auseinandergesetzt. Hast du evtl. einen Tipp für ein Buch o.ä. das einen handlungspraktisch an das Thema heranführt?

    Dackel sind doch Bauhunde? Also Jagdhunde, die Raubzeug aus Bauten holen.

    Hast du dich mit dem Thema mal beschäftigt?

    Dummysuchen kann dem Dackel Spaß machen.ZOS bietet sich an. Du könntest ganz einfache Schleppfährten legen und so weiter.

    Mantrailing finden viele Hunde gut.

    Wichtig finde ich, dass du auch an der Beschäftigung Freude hast. Leckerchensuche ist toll für verfressene Hunde. Wenn dein Dackel aber im genetischen Program „Dachse töten“ bereit hält ist das so reizvoll wie der Film „Titanic“, für jemanden der auf „Star wars“ steht….lannnnnnnnngweiliggggggggg….

    Was meine Hunde immer klasse finden ist: Leckerchenbeutel ist verloren gegangen und muss gefunden werden. Das befriedigt bei meinen Hunden das „laufen wollen“…Da ist jeder Hund anders.

    Such doch mal nach Seminaren und mach mit deinem Hund unterschiedliche Schnupperstunden….vielleicht ist da was bei.

    Einfach mal rumprobieren.

    So: was ich noch anmerken wollte, man kann fast alles auch gut alleine auf Spaziergängen machen, wichtig ist, dass man es einmal richtig gezeigt bekommen hat.

    Wir machen draußen immer mal kleine Suchspiele mit Keksen, das macht ihm viel Spaß. Ich mache das pro 1-1,5 Stunden-Gang sicherlich so 5-10 Mal aber in der Regel nur mit jeweils 2 Keksen, eben um es nicht zu lang zu dehnen und zu provozieren, dass der Fokus flöten geht. An manchen Tagen kann er sich aber auch drauf schon ganz schlecht konzentrieren. Er hat also die Nase kurz auf dem Boden, schaut dann aber hier und dort hin (man hat dann den Eindruck, er hat dort etwas gesehen / gehört / gerochen) und lässt sich schlecht wieder fokussieren. Heute war es auch so, dass er nach wenigen Sekunden woanders hin gelaufen ist weil es dort wohl spannender war.

    Weiteres Beispiel: Auch wenn ich ihn mit seinem Namen anspreche - zB beim Suchen wenn ich ihn von einem "kalten" auf einen "warmen" Suchbereich fokussieren will, hat er oft komplett auf Durchzug geschaltet und reagiert überhaupt nicht, rennt mit der Nase am Boden einfach weiter. Auf Namen hören kann er grundsätzlich durchaus sehr gut, es war aber schon immer ein großes Thema, dass er darauf nur reagiert wenn er möchte (wobei ich mir manchmal wirklich nicht ganz sicher bin, ob er mich ignoriert (was ihm definitiv zuzutrauen wäre) oder ob er mich in seiner Welt einfach gerade nicht hört) deshalb habe ich vor einiger Zeit begonnen, das "schau" Kommando aufzubauen.

    Also zwei verschiedene Dinge aber mit ähnlichem Problem nämlich dem mangelnden Fokus. Nun könnte man sagen an Tagen wie heute, an denen er schon nach wenigen Sekunden des Suchens mit dem Fokus wegdriftet, lasse ich es einfach. Das ist aber wiederum etwas kontraproduktiv weil ich ihn mit dem Dinge suchen lassen eben auch mehr "an mich binde" weil er draußen sonst oftmals zu einem relativ großen Radius neigt. Klar, an Tagen an denen gar nichts geht, bleibt die Schlepp dran.

    Sehr sehr lange Rede, eigentlich eher kurze Frage: Ist dieses Fokusproblem einfach hormonell bedingt und man nimmt es gelassen oder ist es sinnvoller daran zu arbeiten und falls ja: WIE?!

    Würde mich über Rückmeldungen freuen!

    DerHund „sieht „ mit seiner Nase ungefähr so, wie du deine Umgebung mit den Augen betrachtest.

    Stell dir vor, jemand verlangt von dir in einem Dorf den Wolkenkratzer zu suchen und gibt dir auch noch Hilfe, spricht dich an, zeigt hin…klopft…sagt daaaa, nein… nicht da, konzentrier dich!

    Und das mehrmals in 1,5 Stunden.

    Also meine Welpen sind mir drin auch immer nachgeeiert. Aber nicht ruhelos.

    Also, morgends mit aufs Klo, ist ein Ritual gewesen für den Collie.

    Anfangs mit dem beliebten Klorollen…jipiieeeehhh….abrollspiel. Beim Hose hochziehen das Hosenbein als Lift benutzen, um aus der Rückenlage in die Senkrechte zu kommen.

    Und heute macht er ein Auge auf und wartet bis er das Geräusch hört, wenn ich seine Tablette aus der Verpackung drücke, dann weiß er jetzt gibts Leckerchen und steht hellwach vor mir :smile:

    Was ich damit sagen möchte ist, dass ein Welpe zwar sehr aufregend ist für Anfönger, aber ein Welpen und junge Hunde sind schneller erwachsene Hunde, als man gucken kann. Und nicht alles wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

    Ein Tipp an Anfänger in Sachen Hund: gut hingucken, lieber vor dem Kauf schon eine gute Welpengruppe und einen guten Trainer (Hundeschule) suchen, nicht sooooo viel schlaue Bücher lesen, keine Tipps von Leuten annehmen, die schon seit 40 Jahren Schäferhunde halten und auf Hundewiesen mit ihrem aktuellem Schäferhund zu finden sind.

    Und Freude am Hund. Freude an dem, was die kleinen Kobolde anstellen.

    Ich weiß heute noch, wie meine hübschen Sandaletten aussahen, bevor mein einer Welpe sie gefunden hat.

    Das war der einzigste MEINER Schuhe, an die je ein Welpe kam.

    Mein Mann hat die Lektion auch lernen müssen.

    Ein Welpe verursacht IMMER einen kleinen bis grossen Schaden an der Einrichtung.

    Entweder kleine oder große. Weil es eben Tiere sind.

    Man kann nicht hinter einem Welpen herlaufen den ganzen Tag und aufpassen, man muss dem Hund ein großzügiges Areal schaffen, wo er sein kann, ohne, dass es schlimme Schäden gibt.

    Bei meiner Wohnung hat sich der Flur angeboten, manche kaufen auch Welpenausläufe für die Wohnung.

    Mit dem auspowern habe ich mich wohl ein wenig missverständlich ausgedrückt, sorry dafür. Wir haben mit ihm mehrmals einen kleinen Ausflug gemacht zu einer Wiese, wo er an langer Leine herumgelaufen ist und nebenbei wurde ein wenig gespielt.

    Zur Welpenstunde waren wir noch nicht mit ihm, haben es uns aber fest vorgenommen. Ansonsten trifft er draußen natürlich immer mal wieder auf andere Hunde, mit denen er sich mehr oder weniger gut versteht.

    Wer spielt auf der kleinen Wiese? Wer ist da noch?

    Warum nicht zu einer gute geführten Welpenspielstunde? Das ist für Einzeln gehaltene Hunde für mich das wichtigste.

    Das Treffen mit anderen Hunden, wo ihr als Beobachter seht dass sich euer Hund mal versteht und mal nicht, ist jetzt prägend für euren Hund.

    Er lernt jetzt und hier für sein gesamtes Hundeleben, wie er mit anderen umgehen wird.

    Und ihr schaut dabei zu.

    Genau daseist jetzt in Echtzeit zu bearbeiten, zu verstehen und den Hund nicht täglich diesen Situationen auszusetzen.

    Ich fahre mit meinen jungen Hunden mit dem Auto irgendwo hin, wo wir ganz alleine sind. Und dann lassen wir die Seele baumeln und tanken Kraft für die Zivilisation…für Leinen, andere Hunde, rasen Radler ect….

    Wie gesagt wir üben wenige Minuten am Tag mit ihm ein paar Kommandos, eben das Standartzeug "Sitz', "Platz" usw., er versteht das auch sehr schnell und wirkt wenig überfordert dabei, aber dann werden wir darauf erstmal verzichten.

    Es geht nicht um ganz oder gar nicht!

    Der Welpe/ Junghund kann euer und sein eigenes Alltagsleben zur Zeit nicht verkraften.

    Ich „übe“ mit so jungen Hunden auch , aber keine Dressur, wie Platz oder Sitz.

    Meine Hunde lernen früh ihren Namen, wenn ich sie rufe, wenn sie eh zu mir kommen oder ich das Futter hinstelle und den Namen sage. Dann lernen sie, dass man sich hinter Kindergitterchen aufhalten kann.

    Sie lernen das Autofahren kennen, und dass man Nie! Nie!Nie aus dem Auto springen darf, ohne, dass ich sie anfasse und sage……..xxxxx….

    Sie lernen den Garten und die Nahe Umgebung kennen. Sie lernen die Hundeschule- spielgruppe kennen.

    Sie lernen am Halsband geführt zu werden und am Geschirr. Und dann geht es draußen pö a pö weiter, damit, dass sie lernen auf mich ebenso zu achten, wie ich auf sie, dass wir also gemeinsam Spazierengehen.

    Und da es in der heutigen Zeit so wichtig ist, dass der Hund dabei in eine akzeptablen Entfernung zu mir ist, gucke ich mir an, was der Hund Von sich aus anbietet und versuche nicht gegen de Hund, sondern mit ihm zu arbeiten.

    Von Shiva Inus weiß ich nur, dass sei sehr eigenständig handeln, also würde ich denken, dass du sehr viel an der Rückorientierung draußen arbeiten wirst müssen.

    Das alles ist wertvoller als Dressurübungen und kosten die meiste Aufmerksamkeit von kleinen Hunden.

    Sitz und Platz beim Hund brauche ich im Alltag selten. Wichtiger ist, dass der Hund lernt mit Frust umzugehen und so weiter.

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    Beste Freunde? Bist du dir sicher?

    Zu dem Rest: Wenn man schon so früh doch recht viel Unterordnung macht, passiert es manchmal, dass Hunde, die etwas zu diesem Gekläff neigen, da nie wieder rauskommen.

    Ich würde entweder sehr zügig auf den Platz gehen und dann Einzeltraining machen.

    und den Hund vorerst keinen Grund zu. kläffen geben und wenn er kläfft, dann nicht den Fokus drauf legen. Kläffen beruhigt und ist selbstbelohnend.

    Gibt es eine Neuauflage?

    Oder ist das von 2008?

    Da müsste ich mal wieder reingucken.

    Ich bin bei Baumann immer zwiegespalten, weil ich manches richtig schlecht finde, was er macht.

    Seine Bücher finde ich gut, weil ich strukturiertes Vorgehen und einfache Erklärungsmodelle immer spannend finde.

    Wenn ich mich recht erinner, hat er damals plädiert, den Hund bei Übungen abzulehnen und in den Pausen dann anzuleinen.

    Das war für mich ein interessanter Ansatz.