Beiträge von Mehrhund

    Aber noch zum blocken des Bullis: da bin ich definitiv anderer Meinung und halte es da mit einem (körperlich unterlegenen) Hund weiterhin so, dass ich diesen Schütze, wenn er klar kommuniziert, dass er nicht möchte und der andere Hund das nicht respektiert. Ich finde nicht, dass da erst von beiden Seiten Zähne ausgepackt werden müssen um das zu klären.

    An dem Tag des Vorfalls war das übrigens kein Thema, das war eher als die beiden so 7/9 Monate alt waren.

    Mach ich auch so.

    Ich kenne auch beide Hunde nicht. Aber wenn 2 gleichalte pubertierende/ fast erwachsene „spielen“ und der eine den andern besteigt, ist für mich das nicht eine Ansage, weil einer was falsch machte, sondern, der Besteiger demonstriert eine Macht.

    Ich lese heraus, dass der Collie damit nicht einverstanden war.

    Und dann hat der Bulli eben gesagt: „Doch“.

    Soweit, so ungut. Die zwei leben nicht in einem gemeinsamen Haushalt, die müssen nichts „klären“.

    Was wirklich noch nie sah, ist, dass dann einer dem anderen an der Kehle festhält und zudrückt.

    Das ist nicht zotteln am Fell und runterziehen, oder so, da steckt für mich ganz klar ein genetisch verankerter Impuls zum töten drin.

    Vielleicht würde mit Videoanalyse, der Situation etwas anderes herauskommen.

    Aber dem Collie die Schuld zuzuschreiben, verwundert mich an der Stelle.

    Also ich muss beim Trinkwasservorrat nachjustieren, so richtig eine Lösung habe ich aber noch nicht, da wir im Normalfall kein Wasser aus Flaschen trinken, hilft die Rotation recht wenig.

    Vermutlich muss ich also mal in den sauren Apfel beißen und Glasflaschen besorgen, die halten sich ja wesentlich länger als in den Plastikflaschen.

    Und eben der Wasserbedarf für die Hunde ist schon miteinberechnet, den für die Hühner noch nicht.

    Hier genauso.

    1. hab ich überlegt einen Wassertank zu kaufen, eine Boiler mit 100 Litern aufwärts, dann wäre immer Trinkwasser im Reservoir. Kostet 1000 Euro und mehr.

    Deshalb habe ich Wasser in Glasflaschen im Vorrat. Die sind unbegrenzt haltbar, da rotiert hier auch nichts.

    Wasser in Plastikflaschen kann man für Hühner auf jeden Fall lagern und für Hunde auch. (geht ja „nur“ darum, dass das Plastik ins Wasser geht). Und Ich finde man sollte ruhig auch ein paar billige 6Packs Wasser in Plastik da haben für Hygiene und zur Wundversorgung!

    Mein Ding is ja auch immer: Ich hab Platz und meine Kinder nicht, also …..

    Und wenn ich mal den Löffel abgebe, müssen die Erben das Haus nicht entrümpeln sondern „entpreppern“.

    Doch noch eine Frage: Warum hat er weder gebissen, noch geschüttelt? Olli war nicht verletzt, aber ich glaube er hat ihm den Hals zugedrückt. Er war danach auch ängstlich und auch als wir uns zufällig abends beim Gassi getroffen haben ist Olli direkt hinter mich und wollte mit ihm nichts mehr zu tun haben. Er hat also deutlich gemerkt und gezeigt, dass er das Verhalten des Bullis besorgniserregend fand.

    Ich hab da wirklich grad echt Schwierigkeiten, das Verhalten des Bullies nicht menschlich zu „moralisieren“.

    Aber mir käme der Hund nie wieder in die Nähe meines Hundes.

    Sei froh, dass der Hund das so früh gezeigt hat und du das sehen konntest.

    Ich finde es eh schwierig 2 unkastriert Rüden in Alter „spielen“ zu lassen.

    Gersi

    Denke Olli wird nicht für ewig Angst vor ihm haben.....

    Nö, aber vergessen wird er es nicht. Entweder wird er es ignorieren und den Hund meiden , oder er wird ihn hassen lernen.

    Sei froh, dass der Bullie noch so jung ist, und anscheinend von seiner Genetik selbst sehr überrascht war. Und! dass der Olli genau so reagiert hat, wie mein Collie in der einzigsten wirklich lebensbedrohlichen Situation (ausgehend von einem Hund).

    Nämlich stillhalten und tod stellen.

    Hätte er irgend etwas anderes gemacht, würdest du jetzt Verbände wechseln oder um deinem Hund trauern.

    Und täglich grüsst das Murmeltier.

    Lieber Hundebär, lies doch mal die ersten Seiten.

    Ich frag mich, ob das Ausmaß, in dem ich gestresst reagiere, wenn ein unbeaufsichtigter Fremdhund in uns reinmöllert, was halt ab und zu passiert, berechtigt ist. Bei mir wird gerade so eine Stresskiste daraus, wenn ich andere Hunde sehe. Ich fahre ja deshalb schon fast täglich weit raus.

    Meine Hundehaltung war zeitweise ähnlich.

    In Berlin gewohnt, Hund aus dem Tierheim, der Sachen gemacht hat, die ich nicht kannte. Viele Hundehalter mit Hundeidioten, die aber immer „Hallo“ sagen sollten.

    Und als ich dann den Joe mit „Ich beiße und pöbel soviel ich kann“ bekam, war das für mich Stress.

    Ich konnte da teilweise nicht mehr gegen meinen Stress machen. Weil ich die Situation nur beherrschen konnte, wenn ich mit dem Hund in gesichertem Umfeld war. Und dann geht man raus und plötzlich wird man „aus dem nichts“ angegriffen ( also der Hund).

    Mit diesem Hund fühlte sich das an wie: „Wir gegen den Rest der Welt“.

    Mit meinem Dexi ganz anders. Der hat einfach deeskaliert und gut war.

    Kurz: die reaktiven Hunde sind für mich anstrengend, wenn sie schlecht aufgezogen, sozialisiert sind und die Umgebung nicht passt.

    Und ich glaub, bei dir ist das ähnlich.

    Ich bin übrigens auch täglich rausgefahren! Immer!

    Aber die Pinkelrunden in Berlin waren dann trotzdem manchmal saublöd.

    Jetzt mit Ole, dem bravsten Hund der Welt, bin ich die reaktive, wenn einer dem Plüsch ans Fell will.

    Wieder eine ganz andere Rolle.

    Passt mir aber gut und ist nicht so stressig.