Beiträge von Mehrhund

    Mit den Worten:
    "Draussen wird grad ein Auto zerlegt."
    betrat gesteren ein zweiter Kunde die Postfiliale.

    Der erste Kunde, war ich....

    "Ja, das könnten meine sein." sag ich und geh zur Tür, öffne diese, sehe mein Auto und darin drei sitzende schweigende Hunde.
    Ich pfeiffe laut (das kann ich gut) und schicke noch ein: "Das kann ja wohl nicht wahr sein!!!" (böse Ansage) hinterher.

    Dann geh ich wieder zum Schalter und denke: "Boah bist du gut! Hast drei brav im Auto sitzenden Hunden jetzt aber mal richtig klar gemacht, dass man nicht pöbelt, jetzt wissen die endlich bescheid...."

    Und sage zum Schaltermann und zum "Zweitkunden" tatsächlich und wahrhaftig folgenden Satz: "VOR dem Spaziergang sind die immer so blöd."


    Puhhhh....
    Und das alles mit meiner schlimmsten Jacke, die da heisst: "Geht noch einmal zu tragen in der Einöde von Wolfshausen, dann kommt die aber bestimmt in dem Müll....einmal noch, wird eh dreckig..."

    Kann man sich für sich selbst Fremdschämen, oder war ich das vielleicht gar nicht? Ich meine, wer kennt schon die Frau mit der furchtbaren Jacke....

    Die Therapeutin hat das viel zu früh gemacht. Bevor die Themen Vertrauen, Sicherheit, Alternativverhalten etc aufgebaut waren.
    Gewöhnen kann nur erfolgen, wenn der Hund Handlungsalternativen kennt.
    und auch dann nicht über Deckeln.

    exakt.

    Deshalb Punt fünf...das war zeitlich gemeint... also wirklich lang hin.

    Und auf keinen Fall als erstes Training.

    Ich habe momentan keine Ausfälle zu verzeichnen.
    Einmal Hund im Hühnerstall eingesperrt aus Versehen. Aber das kein Problem, ich barfe ja und die Hühner bekommen gutes Getreide, was dem Hund gut schmeckt, die Eier dazu und dannach die Plauze streicheln.

    Keine Stürze bei Verheddern meinerseits in dem Leinenkabelsalat.

    Wenn sie im Auto zu dritt TOBEN, weil die Hündin mit schlechteren Augen Kinderwagen für "zu bepöbelnde Hunde" hält (hat sie früher nicht gemacht...das pöbeln... :roll: ), dann bleibe ich gelassen und sage : Joe mach PLATZ! dann legt sich der Collie hin, der anders heisst...

    Dann sage ich: MACH Platz, dann legt sich auch der Joe hin.... |)
    Also alles normal....

    Dann gibt es noch das obligatorische : "Menno, du alte Keifziege...." und dann sind wir auch schon in Wolfshausen und steigen diszipliniert nacheinander aus. DAS KLAPPT so gut, dass der Collie mittlerweile so versessen drauf ist, nicht aussteigen zu dürfen, dass der immer eine extra Aussteigeaufforderung bekommen muss, während der BC Rüde ein Benehmen an den Tag legt, wie ein HIPPEL. Und die fast 14 jährige Hündin versucht mit einem Seemansköpper aus dem Auto zu kommen, weil draussen kann sie so schön Sitz machen... Boahhhh (ja Timing...ich übe dran...)

    Also bei uns alles normal zur Zeit. :D

    Ich habe jetzt den zweiten Hund mit ähnlichem Verhalten. Und eine BC Hündin, die "freundlich tud". Das heisst, sie macht genau das, was Flying Paws beschreibt: sie geht unglaublich freunlcih auf Menschen zu und hat im Welpenalter Angst gezeigt, dann in jungen Jahren eine Demutgeste gezeigt, später in den mittleren ist sie hin und dann wieder weg.
    Und neulich mit 13,5 hat sie aktiv ein Besucherkind verjagt.

    Es sieht IMMER freundlich aus und in ihren jungen Jahren war ich überzeugt, dass es ihr gefällt, sich kraulen zu lassen.....
    Ich bin jetzt FEST überzeugt, dass sie das eigentlich hasst und immer gehasst hat. Aber es ist ein feiner Hund und nutzt ihre Zähne nur zum Knochen zerkauen und dem den dicken Collie das Fell rauszureissen, wenn ihr am Po schnüffelt.

    Meine Hunde sind bisher ALLE keine super guten "überallhin" Begleithunde.
    Der Collie ist es, der mag das.

    Jeden KANN ich fast überall mithinnehmen, aber ich habe seit 1998 jetzt langsam verstanden, dass nicht jeder Hund davon wirklich was hat.
    Das heisst nicht, dass jeder Hund immer zu hause hockt, aber es gibt eben Events, die habe ich früher selbstverständlich MIT Hund besucht, und heute nehme ich gezielt den Hund mit, mit dem ich was üben möchte, oder den, dem das wirklich Spass macht.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass mit gewissen Rassen eben NICHT alles geht.
    Gewisse INDIVIDUEN der Rasse Deutscher Pinscher mögen einfache Begleithunde sein.
    Es ist NICHT alles Erziehung!
    Man kann natürlich mit guter Umweltprägung inklusive sehr vorrausschauender Erziehung sowas verhindern, wie es jetzt ist beim Hund hier....

    Man kann frühzeitig solche Hunde schon daran gewäühnen, sich anfassen zu lassen ohne beissen zu müssen.

    Letztlich ist dieser Hund alleine gelassen worden (sorry, dass sich das jetzt hart anhört).
    Aber dieser Hund dieser Rasse, macht eben X nach Y....der geht nach vorne.....zack..

    Und im Training muss dieser Hund erstmal ABSTAND bekommen. OHNE Druck! Ohne zischen/schubsen sonstewas.

    Ich habe meine Hunde einfach angeleint und an der Leine hinter mir gehalten und nicht an Menschen gelassen.
    Ich habe NICHT Menschen gehabt, die as verstanden haben und es sah bestimmt in der (kurzen) Übungszeit komisch aus, mit einem jampeldnen, geifernden Hund an der Leine und ich vorne im Plauderton....Etwas plemplem, aber hätte ich erstmal die gesamte Nachbarschaft aufklären müssen, hätte ich Vorträge halten müssen (die keinen interessiert hätten :) )

    Also hab ich einfach gemacht.
    Im zweiten Schritt dann den Hund geklickert, da war aber die Aufmerksamkeit bei mir und nicht mehr bei dem Besuch.
    Im dritten Schritt: Besuch/Fremde ect....werden auch OHNE Leine nicht belästigt, Hund kann zur Not abgerufen werden und in ein Komando gebracht werden.
    Oder bleibt halt locker an der Leine, bis alles ruhig ist.
    Mein Border Collie Rüde darf NIEMANDEN begrüssen :)
    Weil er nicht begrüsst, sondern seinem akademischem Titel alle Ehre macht: "Schnappie", er war preislich günstig und schnappt ab und zu. (Anmerk: das mit dem preislich günstig hatter mit seiner Alkoholeskapabe ad absurdum gestellt, und sein Titel ist nunmehr: "Schnapp(s)i")

    Lange Rede kurzer Sinn.
    1. den Hund konsequent führen
    2. dem Hund beibringen, dass er nichts an Menschen verloren hat, auch nicht an solchen die ihn begrüssen möchten.
    3. nichts
    4. nichts
    5. den Hund beibringen, dass Menschen merkwürdige Dinge tun. Sich zum Beispiel über Hunde beugen und dabei die Zähne zeigen (lächeln) und das dieses absurde Verhalten zur Rasse Mensch gehört und nicht mit kleinen Zugriffen gespoppt werden muss.
    6. nichts
    7. nichts
    8. den Hund konsequent führen und sich keinen unsinn erzählen lassen von Hundtrainern, die keine Ahnung von ganz vielen Rasseeigensschaften verschiedener Gebrauchshunde haben.

    Trainer mit nur einer Rasse, evt. da nur lückenhafte Kenntnisse...können OFT (Ausnahmen bestätigen die Regel) nicht helfen bei Rassetypischen Problemfällen.

    Das, was die von dir genannte Trainerin empfohlen hat, halte ich persönlich für Aggressionsfördernd bei deinem Hund. Und brandgefährlich....

    Das kannst du evt. mit dem Hund später trainieren. Jetzt kann es die Beissattacken fördern.

    Er lief freudig zu einer Person hin, die er auch kannte. Da er immer etwas ungestüm bei der Begegnung ist, schob ihn die Person weg und er biss erneut ohne Vorwanung zu.

    Ich vermute, dass das mitnichten Freude ist. Das erinnert mich eher an Kontrolle.
    Ich hatte eine Hündin, die ähnlich drauf war, aber "nur" unfreundlich zu Menschen war, nicht biss.
    Sie hat die Leute kontrolliert wie ein Discotürsteher., wenn die sich dann über das niedliche Hundi beugten, gabs ne Ansage und nicht nur ein Mensch war dann richtig sauer...AUF MICH :ugly:

    Dein Hund könnte ähnlich sein, aber "leider" etwas deutlicher.


    Aber wie mache ich das zum Beispiel, wenn man mit ihm irgendwo ist. Zum Beispiel in der Stadt oder auf einem Geburtstag, wo recht viele Leute sind? Auch, wenn er mit einem anderen Hund spielt, kann ich ja nicht ausschließen, dass er dann zu dem Herrchen oder Frauchen des anderen Hundes läuft.

    Nicht jeder Hund ist ein unauffälliger Begleithund. Ich musste das auch lernen.

    Spielen mit andern Hunden.... |)
    Meine hat auch das gut genutzt. Sie hat dann die andern Hund von ihrem Haltern vertrieben...ein wahres Schätzchen, dieser Hund :D

    Aber im Ernst, du solltest jetzt sehr konsequente und nette Regeln aufstellen.

    Ich grübel jetzt schon lange über das Thema und habe mich zwischendurch auch gefragt, ob es gut ist, ihn von allen Menschen fern zu halten. Dadurch steigert man sein Verhalten doch eigentlich noch. Deshalb habe ich überlegt, ob es nicht Sinn machen könnte, ihn vorsichtig mit Menschen zu konfrontieren??

    Dein Hund muss meiner Meinung nach jetzt ganz klare Verhaltensregeln VON DIR vorgegeben bekommen!
    Kontaktaufnahme von deinem Hund zu Menschen wirst du unterbinden müssen. Der Hund wird bestätigt, wenn er sich neutral verhält....
    Man kann das an sich gut üben, indem man dem Hund eine Aufgabe gibt (und sei es nur ein SITZ) und dieses dann bestätigt.

    Der Hund hat seit heute 10:00 keinen Urin gelassen.
    Er hat ein Harnverhalt, was eine Komplikation darstellt.

    Wenn nicht gehandelt wird, hat der Hund keine Überlebenschance.

    Mindestens einen Tä anrufen und fragen, wie lange das die Nieren mit,achten, wenn kein Urin ausgeschieden wird.

    Bitte!

    Der Fall von WECK s Hunden ist viel schneller rückläufig gewesen....