Beiträge von Hundundmehr

    Oh man - wenn ich so viele grenzdebile Menschen in meinem Umfeld hätte ... dann würde ich mit meinen Hunden nur noch in die Pampa fahren, wo ich Ruhe davor habe.

    Das überraschendste, was ich mal erlebt habe: Bin auf dem Feld mit einer Mutter mit Tochter im Kleinkindalter im Gespräch, die Mutter hielt die Tochter an der Hand, sie durfte und wollte den Hund streicheln.

    Plötzlich legt mein Marco sich hin, dem kleinen Mädchen zu Füßen, und legt sich auf die Seite.

    Kind sagt: "Wauwau heia - auch Heia!", und legt sich zu Marco, den Kopf auf ihn drauf, in die Beuge unterhalb seiner Schulter, dreht sich zur Seite, steckt den Daumen in den Mund und schließt die Augen ....

    :herzen1: :herzen1: :herzen1:

    Uih - die hier geschilderten Übergriffigkeiten kenne ich überhaupt nicht (es gibt eine moderate Ausnahme, dazu später).

    Auch Kinder werden weder zu uns geschickt, noch kommen diese ungefragt an - ganz, ganz selten vielleicht ein torkeliges Kleinkind, das völlig unbedarft ist, da sind aber die Eltern sofort dabei.

    Dabei mag ich es sehr gerne, wenn meine Hunde auch von Fremden gestreichelt werden, aber ich führe sie situativ so, dass ich jeder zeit über den Raum bestimmen kann, den ich mit meinen Hunden einnehme.

    Wobei ich das gerne mit einem freundlichen Lächeln tue, meinen Hunden gegenüber, aber auch anderen Menschen gegenüber.

    Oft werde ich gefragt, und nahezu genauso oft sage ich "ja, gerne".

    Jetzt zur Ausnahme: Events, wo sehr viele Menschen sind, heute z. B. der Herbstmarkt.

    Da wird es oft eng, meine Hunde müssen manchmal sehr dicht andere Menschen passieren, und da gibt es durchaus Menschen, die mal eben im Vorbeigehen den Hund streicheln (mehr abstreichen).

    Da bin ich nicht böse drum, eher im Gegenteil: Es freut mich, dass andere Menschen sich auch durch die sehr nahe Anwesenheit meiner Hunde nicht eingeschüchtert fühlen, sondern ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass ich diese/n Hund/e nur deshalb in diese Enge mitnehme, weil ich mir sicher bin dass sie damit nicht nur umgehen können, sondern sich auch wohl dabei fühlen. Also auch mit vielen Menschen um sie rum wohlfühlen.

    Allerdings bin ich bei Kindern sowieso immer sehr umsichtig, und anscheinend habe ich da eine "Antenne" entwickelt und ein bestimmtes Management so verinnerlicht, dass ein unbemerktes zu-Nahe-Kommen einfach nicht passiert.

    Ok - ich gebe zu: Ohne meine Hunde bekäme ich sicher mehr von den Ständen und deren feilgebotener Ware mit ... aber ohne Hunde würde mir auch bei solchen Events etwas fehlen :ka:

    Ähm nur für mein Leseverständnis - steht da echt, der Hund war erst freundlich und unauffällig, bis die Tochter ihn mitnehmen wollte und dabei der Hund vom Kind "geschlagen" wurde? :shocked:

    Woher nimmst du die Information, das Kind hätte den Hund geschlagen?

    Davon steht in dem Bericht nichts.

    Der Bericht ist allerdings sehr rätselhaft, das Urteil aus meiner Sicht auch - aber die Staatsanwaltschaft überlegt ja noch, ob sie diesem Urteil zustimmt oder nicht.

    Mir tut es unendlich leid für den Hund, der von Beginn seines kurzen Lebens an leiden musse.

    Was mich wütend macht ist diese Abgestumpftheit des Halters, die sich in diesem - typischen! - Satz zeigt:

    " ... sie röchelt und nicht gut Luft bekommt?"

    Antwort: Ja doch, aber wir dachten das sei normal bei der Rasse.

    Es als normal, und damit ja auch akzeptabel anzusehen, dass ein Lebewesen sein gesamtes Leben unter Atemnot leidet, und das eben nur deshalb, weil der Mensch die mit diesem Leiden verbundenen äußeren Merkmale bevorzugt und genau so haben will, ist dermaßen egoistisch und bar jeglicher Empathie, dass ich darüber nur noch wütend sein kann.

    nicht zu schwer. Die 25kg von Baldur sind meine Grenze

    Warum nur 25 kg?

    Weil du mehr nicht "halten" kannst/willst?

    Wenn das der Fall ist: Aufgrund eurer Aktivitäten ist die Veranlagung des Hundes, mit Umweltreizen entspannt klar zu kommen - also erst gar nicht so hochzufahren, dass er wie blöd in der Leine hängt - wichtiger als das Gewicht.

    Auch ein 10kg-Hund kann dich, wenn es richtig blöd kommt, aus den Schuhen hauen.

    Tatsächlich sehe ich da bei euch tatsächlich einen Golden, für den wären die ganzen Reize eurer Aktivitäten ein "Fest", eben weil er so unglaublich interessiert und offen für Alles ist.

    Natürlich ist das - wie bei jedem anderen Hund auch - keine Standardeinstellung auf der Festplatte von Geburt an, kennen lernen muss er sowas auch.

    Das finde ich ein bisschen übertrieben. Sookie musste mich von Anfang an in die Arbeit begleiten. Blöderweise war da Baustelle. Hat den Welpen aber überhaupt nicht gestört. Sie hat sogar weiter gepennt, wenn direkt neben ihr gebohrt wurde.

    Möglicherweise war das für den ein oder anderen Welpen nicht notwendig (bisher 5 Welpen gesamt) - aber 1. sind das nur so 1-3 Wochen (je nach Welpe), und 2. ist es bedeutend schwerer einen Hund "Ruhe" lernen zu lassen, wenn er erstmal zum Duracellmänneken mutiert ist.

    Deshalb mache ich auch direkt von Beginn an bei den Ausflügen eine kleine Pause, mit einem leckeren Kausnack für den Welpen.

    Das beruhigt, fährt den Hormonspiegel runter, und danach können weitere Erkundungen wieder besser aufgenommen werden.

    Außerdem lernen meine Hunde so, in Auszeiten zu chillen, wenn Chillen angesagt ist, also mal nix passiert.

    Das steuere ich lieber bewusst von Beginn an, als auszuprobieren, was der Welpe alles "verpackt".

    Was meins du mit "zu viel"?

    Weil es 30 Minuten gedauert hat?

    Nene, das ist genau richtig, ihn einfach mal ganz entspannt erkunden lassen, wo keine sehr stressigen Reize sind, ist genau das Passende zum Stress abbauen, und aufregendes Neues zu verarbeiten.

    Also: Gut gemacht!

    Mit einem Welpen machst du keine Strecke, das ist Spazierbummeln oder auch Spazierstehen.

    Auf eine abgelegene Wiese setzen und den Welpen einfach mal machen lassen, vielleicht auch mal einen modrigen Baumstumpf gemeinsam erkunden, oder im Laub wühlen (wo möglicherweise ein Leckerchen zu finden ist...).

    Das ist Balsam für die Seele, und sie kann auftanken für das nächste "große" Abenteuer.

    Die Welpenzeit ist so schnell vorbei, der Junghund wird immer forscher und auch resilienter gegen den Alltagsstress, wenn man ihn in kleinen Schritten mit genügend Auszeiten dazwischen vorbereitet auf die große weite Welt.