Beiträge von Hundundmehr

    Taugt insgesamt eher zu Trainingszwecken als dass die Hunde da wirklich nen Mehrwert von haben.

    Gutes Training ist aber doch immer ein Mehrwert?

    Meine oberste Prämisse ist: Ärger lohnt sich nicht!

    Von meinen Hunden erwarte ich, sich so zu verhalten dass Ärger vermieden wird - Prollen und Mobben und Eiergrößenvergleiche sind bei mir ein No-Go (wobei ich dieses: "Okay - du hast dicke Eier, ich auch - und dabei belassen wir es, kommen wir uns also nicht in die Quere und atmen mal eine Weile gemeinsam die Luft." völlig okay und liebenswert finde.).


    Je nach Alter und Resilienzvermögen mute ich meinen Hunden auch schon mal etwas anstrengendere, verhaltensoriginellere Hunde zu.

    Nie zu lange, nie über Gebühr, und zum Ausgleich gibt es im Anschluss die Möglichkeit, wieder Auszuspannen, die Anstrengung und den damit verbundenen Stress wieder abzubauen mit etwas, was ihnen Spaß macht.

    Ich manage so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig, bei Bedarf.

    Bisher bin ich damit gut gefahren, und meine Hunde sind alle sehr umweltkompatibel geworden.

    Das ist mir wichtig, weil ich meine Hunde gerne überall hin mitnehme, und in dieser Welt eben auch viele andere Hunde leben.

    Seit ein paar Tagen fällt mir auf, dass sich die Knete im Hirn unseres Jungspundes - João ist vor knapp 3 Wochen 1 Jahr alt geworden (EIN Jahr schon :face_screaming_in_fear: ) so langsam zu sortieren scheint.

    Die Freilaufspaziergänge sind entspannter, und ich bekomme langsam wieder eine Ahnung von den wunderschönen Streifzügen durch die Wälder, die ich mit Vasco und Amigo (und zuletzt dann noch mit Leifur dazu) unternommen habe.

    Ich freue mich darauf, endlich auch wieder diese Streifzüge in Bereiche ausdehnen zu können, die ich bisher wegen der Länge nicht machen konnte, auch mal wieder neue Wege zu entdecken, und João noch für ihn unbekannte Bereiche zeigen kann.

    So langsam scheint sich eine Balance einzustellen zwischen jagdlichen Ambitionen (die ich über Dummyarbeit bediene) und "einfach nur Hund sein".

    Zwar ist er immer noch eine Flitzpiepe, aber er scheint jetzt auch entdeckt zu haben, dass er auch noch die Gangart "Trab" zur Verfügung hat ... xD

    Ich bin gespannt, da liegt noch viel Arbeit vor mir - und ich freue mich drauf :herzen1:

    Unser Leifur war ja 5 Monate Einzelhund, nachdem er im Jahr zuvor zunächst seinen Kumpel Amigo, der für das Blödsinn-Beibringen zuständig war, und dann noch seinen Kumpel Vasco in den Krankheits- und Sterbeprozessen begleitet hatte.

    Es war von Beginn an klar, er soll kein Einzelhund bleiben, aber die 5 Monate alleine mit ihm haben ihm gutgetan, wir haben sie alle gebraucht um die belastende Zeit (in die auch noch die Erkrankung meines Mannes hineinfiel) zu verarbeiten.

    Als der Kleine dann einzog, war Leifur ihm gegenüber auch zunächst sehr distanziert.

    Das hatte aber seine Gründe, der Kleine war super ungestüm und ein kleiner Piranha (Schnappschildkröten kannte ich ja schon - aber João hat echt ALLES getoppt :ugly: ).

    Als Leifur dann endlich, nach 3 Wochen, das erste Spiel mit dem Kleinen initiiert hat, ist uns ein Stein vom Herzen gefallen, und heute sind die Zwei wie Pott und Deckel.

    Leifur ist noch mal - im Alter von 4 Jahren - mental gewachsen, und zeigt sehr viele von Vascos Verhaltensweisen.

    Was deutlich zu merken war: Die letzten 1,5 Jahre, die ja von Sorge und Trauer geprägt waren, sind von ihm "abgefallen", mit João begann eine neue Ära, für uns alle, und das ist auch gut so.

    "Sitz auf Distanz" wurde hier auch von Beginn an kleinschrittig geübt, und in den ersten Monaten immer mit Abholen.

    Der Welpe/Junghund sollte von Beginn an nicht die Chance erkennen lernen, das Sitz selbständig auflösen zu können.

    Was wir aber sehr früh geübt haben: Einweisen auf ein Dummy aus dem "Sitz aus Distanz", auch hier mit dem Ziel der Verknüpfung: Warte darauf was dein Mensch dir sagt, wenn du Sitzen sollst.

    Aus persönlichen Gründen konditioniere ich allerdings das "Platz" grundsätzlich so, dass Platz niemals auf Distanz aufgelöst wird.

    Wirklich niemals - da will ich dass der Hund liegen bleibt, bis ich ihn abhole.

    Ich war eben bei einem Konzert in einem kleinen Schloss, die Malereien dürften aus dem 18. Jahrhundert sein:

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    Darunter war auch dieser Ausschnitt, bei dem ich an diesen Thread gedacht habe. Ich fands interessant, wie die Hunde/ dieser Hund vor ca. 250 Jahren wohl gesehen wurden:

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    In einer Praxis, in der ich gearbeitet hab, hing dieses Bild. Erschaffen irgendwo zwischen 1720 und 1740

    Da ist auch ein sehr mopsähnlicher Hund mit knautschnase

    https://www.blindbild.com/kassel-gemalde…oos-tierbild-2/

    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oberhausen_-_Gasometer_-_Der_schöne_Schein_-_Z_01_ies.jpg

    Dieser mopsähnliche Hund im Bild von tassut hat aber noch Schnauze, und bei dem Portrait des Hundes im Bild von Tiggy habe ich den Eindruck, die Falten im Gesicht des Hundes sind überstark dargestellt vom Maler. Zumindest liegen die Augen des Hundes komplett frei, und auch eine Schnauze ist vorhanden.


    Ich denke schon, das Problem der Qualzuchtsymptomatik hat sich durch das komplette Wegzüchten der Schnauze auf das Maß hochgeschaukelt, wie es mittlerweile präsent ist.

    Der genetische Bauplan des Haushundes ist sehr variabel, und bietet viele Möglichkeiten, ohne seine Effizienz zu verlieren.

    Aber auch dieser Bauplan hat seine Grenzen, und irgendwann führen Extreme sowohl im Körperbau als auch im Verhalten dazu, dass dieser genetische Bauplan nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.

    Hunde des Typs "ohne Schnauze" werden ja seit Jahrzehnten verstärkt in der Zucht eingesetzt, sodass diese fehlerhafte Genetik in den Populationen weit verbreitet ist.

    Eben deshalb lässt sich dieser Fehler im genetischen Bauplan ja nicht einfach wegzüchten, indem man Hunde mit langer Schnauze einkreuzt.

    Wie lang habt ihr eure Hunde mit 19 / 20 Wochen im Freilauf bei normalen Spaziergehtempo mitlaufen lassen?🙂

    Ca. 2 km die große Mittagsrunde.

    Die habe ich dann gerne auf so 45 - 75 Minuten aufgeteilt, da waren dann Aufenthalte an Schnüffelstellen dabei, und auch immer eine kurze Pause (mit Snack) von 5-10 Minuten.

    Allerdings wachsen die Hunde meiner Rasse (Golden Retriever) auch rasant, weshalb ich sehr darauf geachtet habe, meine Hunde im Wachstum nicht übermäßig zu belasten.

    Es ist leicht, Halter von solchen Hunden zu verurteilen, als dumm und sonstwas zu bezeichnen, und auf sie verbal einzuprügeln. Wird aber glaube ich der Realität keineswegs immer gerecht.

    Nein, leicht ist das sicher nicht.

    Bei mir war das ein jahrelanger Prozess, wo ich arg mit meiner grundsätzlichen Menschenfreundlichkeit zu kämpfen hatte, weil ich eben immer dachte: "Die Frenchie- und Mops-Besitzer sind halt auch Hundeleute, und lieben ihren Hund."

    Als ich dann aber feststellte, wie die Beliebtheit dieser Rassen immer weiter zunahm, wie der Markt an Vermehrern immer mehr boomte, wie sehr in Kauf genommen wurde, den Faktor "finde ich aber süß" nur durch gravierende gesundheitliche Einbußen zu bekommen - und all das trotz der ganzen Aufklärung, die ja auch schon seit etlichen Jahren auf diese Problematik hinweist - ja, da habe ich mich durchgerungen, nicht mehr nach irgendwelchen plausiblen Gründen zu fragen, ob es möglicherweise irgendeine Berechtigung gibt für die Existenz des jeweiligen Hundes.

    Die einzigen Frenchie- und Mops-Besitzer, die von mir mittlerweile keine Breitseite mehr bekommen, sind die, die um die Problematik wissen und sich deshalb nur noch einen Hund aus dem Tierschutz holen, um die Verkäufer eben nicht noch weiter in ihrer Produktion zu unterstützen.

    Meine Toleranz hat hier nach jahrelanger Entwicklung das Ende ihrer Fahnenstange erreicht.

    Leicht war das nicht.

    Das ist doch auch so eine Aussage, die man so pauschal nicht stehen lassen kann.


    Wenn mein Hund sich das Kreuzband abreißt und behandelt wird, dann toleriere ich für den Zeitraum der Heilung körperliches Leid meines Hundes.

    Genauso bei anderen behandelbaren Erkrankungen. Auch da toleriere ich es, dass der Hund für den Zeitraum der Behandlung Leid ertragen muss.

    Wieder kontextbefreit...

    Anscheinend kannst du entweder nicht argumentativ arbeiten, oder du verwendest bewusst Scheinargumentationen, die nicht zielführend sind, aber dafür provokativ die Diskussion auf Nebenschauplätze verlagert.

    Ich spiele kein Schach mit Tauben.