Ja, mir ist schon aufgefallen, dass hier nicht viele Kenntnisse hinsichtlich Basisemotionen, den daran beteiligten Hirnarealen, und daraus resultierenden hormonellen Zusammenhängen, die Verhalten steuern, vorliegen.
Beiträge von Hundundmehr
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Außer du hast für dich Jagd- und Beutefangverhalten jetzt unter Intention "Freude" neudefiniert.
Gehörst du nicht auch zu denjenigen, die permanent die Ungefährlichkeit eines im Schutzdienst trainierten Hundes untermauern mit der Begründung, die Hunde würden ja ausschließlich auf "Beutespiel mit dem Schutzarm" trainiert?
Aber jetzt ist das Beutefangverhalten natürlich immer Ernst - und kein Beutespiel
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Ehrlich gesagt ist für mich im Alltsg ein Hund mit Interesse am Hetzarm potentiell weniger gefährlich als einer mit Interesse an Plüschis und Bällen. Letztere Objekte trifft man einfach viel häufiger an, meist in Kombination mit Kindern und Dynamik.
Wow!
Irrtümlich habe ich es wohl für Allgemeinwissen gehalten, dass der Unterschied zwischen spielerischer Interaktion mit der Intention "Freude", und der ernsten Interaktion mit der Intention Aggression zu fördern bekannt ist.
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Das ist doch etwas ganz anderes!
Da wird auf einen Vorfall reagiert und da ist es natürlich berechtigt, dass der Hund überprüft wird.Dann trifft es aber nur auffällige Hunde quer durch alle Rassen.
Geht es dir eigentlich noch um das gezeigte Video und den dort "begutachteten" Hund - oder doch eher darum wieder pauschal gegen Landesverordnungen und die Uneinheitlichkeit der WT, und allgemein die Kompetenz von Sachverständigen zu wettern?
Grundsätzlich frage ich mich sowieso, wieso dieses Video jetzt Thema in genau diesem Thread "gefährliche Hunde" zu sehen ist und diskutiert wird.
Das ist kein "gefährlicher Hund" in dem Video, in Brandenburg darf er durch den kürzlichen Wegfall der Listen Kategorie 1 und 2 als ganz normaler Hund betrachtet werden, weil es mit diesem Hund noch keinen Vorfall gegeben hat der eine Annahme, er könnte ein "gefährlicher Hund" sein, gegeben hat.
Es wird auch mit keinem Wort auch nur ansatzweise erwähnt, dass dieser Hund, der aufgrund von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz dem Halter weggenommen und ins Tierheim verbracht worden ist, in irgendeiner Weise ein "besonderes Thema" bearbeitet werden musste.
Da wird eine Sachverständige geholt, die zu eben diesem normalen Hund eine Einschätzung vornehmen soll, ob es im normalen Umgang irgendwelche Auffälligkeiten gibt, die eine Annahme begründen, dass dieser normale Hund eben nicht ganz so normal ist und evtl. ein Potential für "gefährliches Verhalten" haben könnte.
Dieser Hund zeigt in verschiedenen Situationen durchaus Irritation - aber wichtig ist doch, in welche Verhaltensschiene er tendiert bei Irritationen, und da ist die Tendenz eben frei von Aggression.
Wieso die Sequenz mit dem Hetzarm jetzt in Bezug zu fachkundigem Einsatz im Hundesport gesetzt wird, ist mir echt ein Rätsel.
Neben der Einschätzung der Sachverständigen, dass dieser Hund keine Tendenzen zu gefährlichem (aggressivem) Verhalten zeigt, gebe ich ihr in einem weiteren Punkt recht: Diese Hunde lassen sich leichter formen für ungute menschliche Einsatzvorstellungen.
Ja, du bekommst auch einen Chihuahua oder auch einen Golden aggressiv - nur ist der Effekt bedeutend geringer, als mit einem Hund dieses Typs.
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Ich habe vorher geschrieben, dass ich für Abschaffung aller WT bin!
Alle WT = auch bei Hunden, die in einen Beißvorfall verwickelt waren?
Wo dann festgestellt werden soll, ob hier das Gefahrenpotential tatsächlich im Hund liegt, oder nicht vielleicht doch die Umstände eine Reaktion hervorgerufen haben, die der Hund normalerweise gar nicht zeigen würde?
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Also Hunde sind ja nicht doof und der Stoffdobermann, der da vorbeigezogen wird zb
Genau diese Situation sehe ich z. B. aus einem völlig anderen Blickwinkel:
Der Hund ist irritiert bei diesem von einem Menschen (vor-)geführten Stoffdobermann.
jetzt weiß niemand, WAS den Hund daran irritiert - ist es weil er denkt: "Boah sind die Menschen blöd - die können mich doch nicht für blöd genug halten, dass ich einen Stoffdobermann nicht von einem richtigen Unterscheiden kann?", ob er denkt: "Uihuihuih - das sieht aber richtig komisch aus, wie die da mit dem Ding hantieren?" oder "Was soll ich jetzt damit? Was wird jetzt erwartet was ich tue?" oder auch: "Das ist jetzt aber bedrohlich!".
Viel wichtiger ist doch, welches Verhalten der Hund hier zeigt: Er ist irritiert - und blickt zu seinem Menschen, orientiert sich an ihm.
Das in einer Situation, wo er mit deutlichem Abstand zu seinem Menschen festgemacht ist, also keine direkte Hilfe von seinem Menschen erwarten kann, quasi allein gelassen ist.
Oder bei der lautstarken (toll gespielten übrigens) Auseinandersetzung zwischen den Menschen; Da ging er zunächst ins Meideverhalten, erst als einer der Menschen hochemotional aggressiv-hysterisch agierte, hat er sich umgewandt und war in Hab-Acht-Stellung - aber auch hier ohne Aggression.
Möglicherweise wird hier ein Fakt nicht beachtet:
Dieser Hund ist nicht wegen eines "gefährlichen Vorfalls", sondern wegen tierschutzwidriger Haltung im Tierheim gelandet, UND seine Betreuer haben schon viel an Erfahrung mit ihm sammeln können.
Zumindest genug, um selber ohne Angst mit diesem Hund umgehen zu können - den Hund hat die Hand im Futternapf z. B. überhaupt nicht interessiert, der wollte nur an sein Futter, und hatte damit null Resourcenprobleme.
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Genau das wirst du eben nicht herausfinden können bei einem Test, der kurz auf einer ruhigen Straße gemacht wird.
Bei diesem Video geht es doch eben genau darum, dass keine grundsätzliche Pflicht für einen Wesenstest mehr seit Juli in Brandenburg besteht.
Wie oft wurde aber hinsichtlich dieser - leider nicht einheitlichen - Wesenstest kritisiert, dass manche Elemente dieser Prüfungen so gestaltet sind, dass Hunde dermaßen gereizt wurden, dass hier eben auch viele als normal betrachtete Hunde auch gereizt reagieren würden?
Wo dann - zu Recht - gefragt wurde: Muss das sein?
Eben weil diese deutlich erhöhten Anforderungen nur bei bestimmten Rassen erwartet wurden, die diese erfüllen mussten, weil sie sonst Auflagen bekamen.
Ob ein Hund eine Veranlagung dazu hat, ohne ersichtlichen Auslöser in einen Tunnel zu geraten, weiß man doch erst wenn ein Hund schon mal in einem Tunnel war.
Grundsätzlich zeigt der im Video zu sehende Hund in genau den Situationen, die ihn irritieren KEINE Anzeichen für ein sprunghaft steigende Aggression.
Auch sein Interesse am Beißarm zeigt keine Tendenz dazu.
Dass ein zukünftige Halter dies als Basis nehmen kann, aber aufgrund der Vorgeschichte als Kettenhund eben auch sorgsam darauf achten muss, das "Löffelchenrepertoire" dieses Hundes langsam aufzubauen, ist für mich das Fazit aus diesem Verhaltenstest.
Nicht mehr - aber auch nicht weniger.
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Hm, werden Wesentests wirklich zum Teil so gemacht?
Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Was an dieser Verhaltenseinschätzung findet ihr "strange"?
Ich habe den Eindruck, die Prüferin schaut sich in Alltags- aber auch ungewöhnlichen Situationen an, wie hoch der Hund sich pusht, ob es möglicherweise Auslöser gibt die den Hund extrem hochfahren lassen, und in welche Richtung der Hund tendiert.
Die Sache mit dem Hetzarm ... ja, sorry, aber: Es soll tatsächlich Hundehalter geben, die - so ganz privat - versuchen, gerade Hunde mit "entsprechendem Ruf" für ihre eigenen Belange abzurichten.
Oftmals dilettantisch, nach irgendwelchen "gehörten, gelesenen, oder auch virtuell gesehenen" Methoden.
Bei einem Hund mit ungewisser Vergangenheit gibt es da schon eher eine Wahrscheinlichkeit, als für einen Chihuahua.
Der Hund zeigt keine Ausraster, weder vorhersehbare noch plötzliche.
Gerade diese "plötzlichen Ausraster", das was hier oft als "Tunnel" bezeichnet wird, sind doch der Faktor, der einen Hund gefährlich sein lässt.
Ob man das als Wesenstest nehmen kann - keine Ahnung.
Aber um mal grundsätzlich zu sehen, in welche Richtung dieser Hund tendiert, ob bestimmte Auslöser eine übermässige, nicht mehr zu kontrollierende oder auch nur mit bestimmten Mitteln einzudämmende Aggression zeigt, reicht das doch aus.
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Ähnlich wie mit Autofahrern ... hier sind es die unregelmäßigen Kontrollen, die z. B. dafür sorgen, dass ein Gefühl dafür da ist, dass Überschreitungen der Regeln/Gesetze auch kontrolliert werden.
Was sollen die Ordnungsämter denn kontrollieren, wenn sie keinerlei Möglichkeit haben überhaupt festzustellen, ob hier jemand ist der sich nicht an Auflagen hält?
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Nur "Flitzekumpel" würde ich mit meinen Hunden meiden (wenn damit gemeint ist, dass hier dauerhaft nur gerannt wird, die Hunde nach mal mehr, mal weniger kurzen Rennspielen nicht von sich aus zur Ruhe kommen, und in dieser "Rennspirale" drin sind. Weiß nicht, ob das damit gemeint ist - aber wenn, dann sind das für mich nicht die idealen Kumpel, mit denen ich mich regelmäßig treffen würde, und auch bei zufälligen Begegnungen diese einen kurzen Zeitraum beschränken würde.)
Es gehört sehr viel gegenseitige Sympathie und ein gehöriger Vertrauensvorschuss dazu, wenn sich zwei Hunde auf ein sehr bewegungsfreudiges Spiel einlassen.
Das passiert auch mit Fremdhunden, aber eben nur sehr selten.