endlichKHC Dein Hund ist erst 8, oder?
Ich finde, das ist eine Gewissensfrage - was will ich für meinen Hund?
Ewig aus Angst vor einem schnelleren Verschleiß aufgrund zu starker Beanspruchung durch die Schmerzfreiheit den Hund dauerhaft "kurz" zu halten, bedeutet für einen Hund in dem Alter schon eine ordentliche Einbuße in der Lebensqualität.
Ich würde hier abwägen und versuchen, ein Mittelmaß zu finden.
Also auch mal Rennen dürfen, aber nicht übermäßig, nach einem besonders anstrengenden Tag auch wieder 2 oder 3 Tage ruhiges Programm fahren.
Arthrose benötigt Bewegung, mental benötigt dein Hund diese auch.
Was wichtig ist:
Muskelaufbau: Schwimmen tut dem Körper gut, und ist natürlich Anstrengung ohne Gelenke zu belasten. Dabei wird aber keine Muskulatur aufgebaut, die für das Laufen und damit Stützen des Bewegungsapparates benötigt wird.
Hierzu wird entweder ein Training auf dem Unterwasserlaufband benötigt, oder du läufst selber mit dem Hund im etwa bauchhohen Wasser (Bauch des Hundes - nicht deiner), mehrmals die Woche.
Langsames Steigern der Bewegung: Dem Hund nicht von jetzt auf gleich jegliche Bewegung erlauben, sondern langsam z. B. die Freilaufphasen steigern, in denen er sein Tempo selber wählen kann.
Zu hohe Belastungen der Gelenke vermeiden: Keine kurzen Stopps, keine Sprünge, moderates und vor Allem kontrolliertes Treppen laufen.
Futterzusatz: Glukosamin, Chondroitin und Kollagenpeptide können helfen, einem vorzeitigen Verschleiß vorzubeugen. Es gibt hier sehr viele Anbieter, wobei gerade bei entsprechenden "Discountern" die Inhaltsstoffe nicht unbedingt dem entsprechen, was tatsächlich benötigt wird.
Deshalb werden hier oft Empfehlungen gegeben von Herstellern/Anbietern, bei denen man sicher sein kann dass die Qualität des Produktes auch gewährleistet ist, ich meine, Futtermedicus wird hier oft empfohlen, ich selber greife da gerne auf napfcheck.de zu (das ist der Gelenkmix, aber auch das Omega-3-Oel).
Vielleicht hilft dir "mein Gedankengang" im Umgang mit diesem Problem: Ich habe natürlich selber auch Angst, den Verschleiß durch unsachgemäßen Umgang zu beschleunigen. Trotzdem sollte diese Angst nicht dazu führen, dem Hund so viel von seiner Lebensqualität zu nehmen, dass er selber damit unglücklich ist. Da stelle ich mir immer die Frage: Wofür tue ich das?
Für mich?
Für den Hund?
... und was ist, wenn ich ihn jetzt aufgrund meiner Angst so einschränke, dass er "unglücklich", mit der Begründung, dass ich ihn länger, so lang wie möglich, bei mir haben will?
Ich weiß nicht, was das Leben bringt - und was ist, wenn der Hund eine Erkrankung hat, oder einen Unfall, die sein Leben unvorhergesehen beendet?
... dann habe ich ihn eingeschränkt ... für nichts ...
Verstehst du, wie ich das meine?
Ich finde die goldene Mitte angebracht - für den Menschen, und für den Hund.