Beiträge von Hundundmehr

    feste Hundekontakte hieße für mich regelmäßige, feste Termine - und das würde mich zu sehr binden.

    Mir reichen die festen Termine, die ich habe, voll und ganz.

    Sich mal verabreden ist okay, ich bin ja auch grundsätzlich recht kommunikativ :hust:, und das kann ich auch ausleben, mal hier, mal da, und nette Gelegenheiten ergreife ich gerne.

    Dabei liebe ich aber auch genauso, mit meinen Hunden alleine durch die Wälder zu streifen, mal neue Wege entdecken und auch gehen (bald darf ja auch unser Jungspund João unbegrenzt die Welt entdecken :herzen1: ), das genieße ich genauso wie das unverhoffte Treffen eines netten Hu-Ha-Gespanns, mit dem ich dann ein Stück gemeinsam gehe.

    Seit ich zwei Hunde halte weiß ich: Es werden so lange wie möglich immer zwei sein, mit nur einem fehlt mir etwas.

    Hier wird aber (voraussichtlich, man weiß nie was das Leben so bringt...) kein dritter Hund mehr einziehen, wobei die Zeit mit drei Hunden hier einfach fast perfekt war ... fast nur deshalb, weil sie zu kurz war :(

    Wenn der Hund immer mal wieder ohne Maulkorb an der Würstlbude festgemacht ist, ist das aber nicht sehr umsichtig.

    Außerdem frage ich mich, wie hier die Äußerungen hinsichtlich Anzeige ausfallen würden, wenn es sich bei dem angegriffenen Hund um einen kleinen Hund gehandelt hätte mit deutlich gravierenderen Verletzungen alleine aufgrund des Größenunterschiedes.

    Die Halter wussten um das Potential ihres Hundes, und aus meiner Sicht wurde hier einfach grob fahrlässig gehandelt, indem der Hund ohne Maulkorb nur mit einer Leine gesichert wurde, die an einem fixen Punkt befestigt war.

    Der Schock der Halter beruht wohl eher darauf, dass die Leine reißen konnte, nicht aber wegen des Potential ihres Hundes, welches sich aufgrund grober Fahrlässigkeit verwirklichen konnte.

    dragonwog Ich stimme dir zu, dass der Hund nicht viel Beschädigungsabsicht hatte, denn dann hätten die Verletzungen tatsächlich anders ausgesehen. Trotzdem ist der Hund gefährlich, denn die Verletzungen sind tatsächlich mehr als "nur" ein Collateralschaden, der bei einem Kommentkampf passieren kann.

    Oftmals verstehe ich die Argumentation hier nicht, der Aufschrei ist immer sehr groß, wenn ein großer Schaden entstanden ist, warum denn behördlich nichts gemacht wurde, vor Allem dann, wenn sich dann im Nachgang herausstellt, dass dieser Hund schon andere Vorfälle verursacht hat.

    In diesem Fall weiß doch niemand, ob es nicht doch schon Vorkommnisse gegeben hat!

    Genau wegen der Gefahr des Rausfallens kam João (zunächst) nicht ins Bett.

    Neben dem Bett hatte ich auch immer einen großen Karton (ich wollte nie einen Kennel...), aber irgendwie war hier tatsächlich der Burner, den Welpen auf Sichtkontakt nah bei meinem Kopf schlafen zu lassen.

    Keiner meiner vorherigen Welpen (es waren davor 3) hat so gut durchgeschlafen wie Leifur und João, und zumindest bei João weiß ich, dass er als einziger seines Wurfs so früh so lange geschlafen hat.

    Ich wurde echt immer beneidet :ops:

    Ich bin echt davon überzeugt, dass die unmittelbare Nähe in Verbindung mit dem "Nest" hier ordentlich zu beigetragen hat - oder die letzten beiden Welpen waren ganz außerordentlich untypische Welpen und ein Glücksfall :ka:

    Für João haben wir dann nach 2,5 Monaten tatsächlich noch einen größeren Kennel für die Nacht geholt, der Stoffkennel wurde zu klein, um ihn ins Bett zu lassen war er mir zu mobil, und aufgrund seiner Quirligkeit hatte ich Angst, dass er nachts irgendeinen Blödsinn im Schlafzimmer anstellt und wir es nicht mitbekommen.

    Den großen Kennel haben wir auch genauso platziert wie den Stoffkennel, dadurch musste ich zwar ins Bett rein- und rausklettern, weil ich nur noch am Fußende einen Einstieg hatte, aber João hat den großen Kennel sofort als Schlafplatz akzeptiert.

    Diesem habe ich mit einer Decke etwas "Höhlencharakter" gegeben, und auch da konnte ich zumindest die Finger durch die Gitterstäbe schieben.

    Von da aus hat João dann nahtlos das Bett als seinen Schlafplatz akzeptiert :sweet: , da war er so ca. 6 Monate alt.

    Sicher stubenrein war er so ca. mit 5 Monaten, ab da wussten wir, dass er tatsächlich verinnerlicht hatte, dass es nach dem Schlafen ganz sicher sofort zum Lösen in den Garten geht.

    Welpen sind anstrengend, vor Allem, wenn dann noch Schlafmangel auf Seite des Menschen dazukommt ... :pfeif:

    Mein persönlicher "Geheimtipp" für ausreichend Schlaf:

    Einen Stoffkennel direkt neben dem Bett, auf gleicher Höhe wie das Bett, am Kopfende und die Öffnung des Kennels zum Bett hin.

    Leifur ist in seinem offenen Kennel geblieben, bei João musste ich den Kennel verschließen.

    Dabei habe ich den Reißverschluss unten ein Stück weit offen gelassen, so weit dass ich - wie bei Leifur auch - ein Hand in den Kennel legen konnte.

    Nicht immer, aber doch oft, haben die Welpen dann noch den Kontakt zur Hand gesucht.

    Ich bin immer direkt nach dem Gute-Nacht-Pipi mit dem Welpen schlafen gegangen, das war so gegen halb 12.

    Leifur hat vom ersten Tag an 7 Stunden, später 8, durchgeschlafen, João musste in den ersten 2-3 Tagen mal nachts raus, danach hat auch er mindestens 6 Stunden, innerhalb kurzer Zeit 7 Stunden durchgeschlafen.

    Ich denke, die direkte Nähe zu mir hat viel dazu beigetragen, dass die Welpen Ruhe und Sicherheit hatten, und der Kennel war ihr "Nest" (Schlafplatz), und Nestreinheit haben sie über ihre Mutter beim Züchter gelernt gehabt.

    Es ist so angenehm, nachts schlafen zu können, und es gibt ausreichend Energie, den Stress und auch die kleinen Unglücke am Tag mit Nachsicht und Gelassenheit zu überstehen.

    Nun ja ... bei den "Vorgeschichten" der Hunde, die sich mit einem weiteren Welpen abfinden mussten, war es sicher nicht nur mein Verdienst, dass es bisher so gut klappte.

    Ein "unkomplizierter" Althund ist aber sicher eine deutliche Erleichterung.

    Als Gegenbeispiel: Ich habe erst vor einigen Wochen jemandem abgeraten, sich zum Ersthund einen weiteren Hund zu holen.

    Die Hundehalter lieben ihren Hund, und haben sich mit seinen Macken irgendwie arrangiert.

    Der Hund ist nicht unkompliziert, wird immer an der Leine bleiben müssen, und ist dabei oft an der langen Schleppleine, deren Ende immer festgehalten werden muss.

    Wenn ich mir nun vorstelle, dass diese Menschen nun mit zwei Hunden an der Schleppleine, die immer gehalten werden muss, durch die Weltgeschichte gehen ... ne, ich weiß zu sehr wie oft sie da mit sich hadern, und dass ein Zweithund als "Gesellschaft" für den ersten da sein muss, und man eben Angst hat ganz ohne Hund zu sein wenn der Erste nicht mehr da ist, sind für mich keine guten Gründe, in dieser Konstellation jetzt einen zweiten Hund dazu zu holen.

    Auf Sympathie bin ich mit dieser Meinungsäußerung nicht gestoßen ... und ich befürchte, durchgedrungen zu diesen Menschen bin ich damit auch nicht.

    Ich finde deine Ausgangssituation einfach toll, vielleicht noch ein Tipp, wenn ein Welpe einzieht:

    So ein Welpe benötigt viel Zeit, und bekommt nun mal sehr viel Aufmerksamkeit - das liegt in der Natur von Welpen.

    Ich habe von meiner Züchterin unseres Ersthundes den Tipp bekommen, mir immer mal wieder "besondere Zeit" nur mit dem Ersthund zu nehmen - sie meinte, so ein Welpe schläft ja noch viel, da kann man dann auch mal etwas Zeit nur für den Ersthund aufwenden.

    Außerdem habe ich einige Sachen gemacht, mit denen ich den Welpen als "Zugewinn" für den Althund schmackhaft gemacht habe.

    Ein kleiner Klecks vom Welpenfutter für den Althund z. B., oder die Quarkmahlzeit für den Welpen, die gab es dann, wenn auch etwas kleiner, für den Althund.

    Hat der Welpe etwas gut gemacht, gab es ein Leckerchen für den Welpen - und den Althund.

    Hatte das Ergebnis, dass der Althund dem Welpen vorgemacht hat, was er machen soll wenn ich etwas sage (was dann natürlich für Beide mit Leckerchen belohnt wurde.

    Ich habe den Hunden beigebracht, dass ich ZWEI Hände habe, jeweils eine Hand für jeden Hund, zum Streicheln.

    Wurde der Welpe für den Althund mal nervig, habe ich den Quälgeist vom Althund fern gehalten und für Ruhe für den Althund gesorgt.

    Richtig toll war allerdings der Hundebuggy - hätte ich gewusst, um wie vieles so ein Welpentransportmittel den Alltag erleichtert, hätte ich schon beim ersten Zweithund einen Buggy angeschafft.

    João hat so schon sehr früh die großen Spaziergänge mitmachen können, und während er seine "Auszeiten" im Buggy hatte, konnte Leifur diese Zeiten nutzen, um ungestört durch den Welpen seinen Interessen nachgehen zu können.

    Dadurch hatte er dann auch genügend Geduld, sich nicht durch den Welpen genervt zu fühlen, der ihm dann natürlich ständig an der Backe klebte im Freilauf.

    Tragen musste ich den Welpen dann auch nicht mehr in die Bereiche, wo er frei die Umwelt erkunden konnte, auch das war eine Erleichterung. Aber Golden wiegen auch recht schnell recht viel, deshalb habe ich den Buggy doppelt genossen.

    Möchtest du noch einen "Geheimtipp", für die erste anstrengende Nicht-Stubenreinheitzeit?

    :D

    Es gibt sicher noch einige Faktoren für auffälliges Trinkverhalten, die hier nicht genannt wurden:

    Hunde passen sich den Gegebenheiten an, und so mancher Hund, der morgens scheinbar lange schlafen kann/will, kann dies nur deshalb, weil er am Abend zuvor nicht mehr oder nicht mehr viel getrunken hat.

    Auch tagsüber sehr lange alleine bleiben - da ist es tatsächlich Gewohnheit, in der Zeit nichts zu trinken wenn der Hund weiß, dass er üblicherweise eben sehr lange warten muss bis jemand kommt der ihn zum Lösen rausholt.

    Es gibt auch viele Menschen die nicht ausreichend Trinken, und Durst ist ein Zeichen, dass der Körper zu lange keine Flüssigkeit zu sich genommen hat.

    Nein, ich finde dieses Trinkverhalten nicht ungewöhnlich - auf Dauer für das ein oder andere Individuum sicher nicht gesund, aber ausgeprägter beim Hund, im Vergleich zum Menschen?

    Ungewöhnlich ist sicher, wenn ein Hund trotz hoher Temperaturen nichts oder kaum etwas trinkt.

    Manchmal hat das ganz profane Gründe - siehe oben - manchmal ...

    :ka:

    Ich würde neben dem "Aufpeppen" des Trinkwassers, oder auch Flüssigkeitszufuhr über die Nahrungsaufnahme, mehr Lösemöglichkeiten anbieten. Rein zur Sicherheit, denn mehr Flüssigkeitsaufnahme regt auch die Blasentätigkeit an.

    Das nur mal als Gedanke.

    Für meine Hunde muss ich - trotz gut genutzter Trinknäpfe zu Hause - für die langen Spaziergänge immer Wasser mitnehmen, sonst bedienen sie sich an Pfützen.

    Finde ich, so oft wie es hier regnet, eigentlich nicht so dramatisch; Nur wenn es mal länger trocken war oder auch sehr heiß, mag ich dieses Brackwasser nicht im Körper meiner Hunde.

    Deshalb immer Wasser im Gepäck, damit sie sich darauf verlassen können dass sie während des Spaziergangs eben auch Wasser zur Verfügung haben.

    Ein Hund ist kein Hund... :pfeif: ;)

    Unser dritter Hund war einfach nicht vorgesehen, ich war mit 2 Hunden sehr glücklich, aaaaaaber ...

    der Ältere, mein Vasco, war so souverän und unkompliziert, so sozialverträglich und äußerst virtuos beim Einsetzen seiner sozialen Kompetenzen in Richtung Deeskalation, dass ich einfach nicht den Gedanken aus dem Kopf bekam: "Vasco MUSS noch mal seinen Beitrag leisten dürfen, einen Welpen groß zu ziehen..."

    Fand mein Mann irgendwann auch (hat viel Überredungszeugungsarbeit gekostet ;)), und so zog Hund Nr. 3 ein.

    Es war wunderbar, ganz großartig, und unser Leifur ist überaus "gelungen" - und manchmal denke ich, ich habe hier einen zweiten Vasco, weil Leifur auch sehr viele Verhaltensweisen von Vasco übernommen hat.

    Amigo war bei Leifurs Erziehung für den Quatsch zuständig, und Vasco für den Verstand.

    Das Einzige was ich bedauere ist, dass wir erst so spät einen dritten Hund geholt haben - Amigo war da 8, Vasco 10 Jahre alt.

    Ich hätte Leifur gerne mehr Zeit gewünscht mit seinen "Großen", es war sehr schön mit den Dreien.

    Deinen Altersabstand finde ich einfach perfekt, und so eine "Bank" als Ersthund ist einfach ein so großartiger Bonus bei der Welpen- und Junghunderziehung - die Gelegenheit würde ich nicht verstreichen lassen :nicken:

    Ja, du wirst vor andere Herausforderungen gestellt; Bei uns war es z. B. deutlich schwieriger, 2 Hunde mit zu Events oder Aktivitäten mitzunehmen, weil Amigo ein richtiges Landei und im Wald zu Hause war.

    Dafür konnten die Beiden super zusammen alleine bleiben, und der dritte Hund ist "einfach da reingewachsen".

    Einzelhund kann ich mir gar nicht mehr vorstellen.

    Also auch von hier ein deutliches "Ja" zum Zweithund.

    Als nach dem Tod der beiden Großen einige Monate später unser Jungspund als Welpe einzog, hat Leifur ihn die ersten 3 Wochen mit dem Arxxxx nicht angeguckt ignoriert.

    Zum Glück kannte ich das schon, und der Kleine war aber auch eine echte Hausnummer hinsichtlich Wildheit und seine bisherige Beißhemmung lag auf der Stufe "Piranha" ... :pfeif:

    Nach 3 Wochen kam die erste Spielaufforderung von Leifur - und seitdem sind die beiden ein Dreamteam :herzen1:

    Sie ist dann auch ins Auto und auf und davon, als ob der Strand nicht groß genug gewesen wäre.

    Kommt ehrlich gesagt für mich auf den Strand an:

    In vielen Bereichen gibt es mittlerweile nur noch bestimmte Strandbereiche, in denen Hunde sich überhaupt noch im Freilauf aufhalten dürfen.

    Hier Rücksicht zu erwarten, weil der eigene Hund ein Problem mit anderen, erst Recht frei laufenden Hunden hat, finde ich rücksichtslos den Hundehaltern gegenüber, die oft extra Bedingungen in Kauf nehmen (wie etwa längere Anfahrten, oder den Urlaub extra deshalb dort gewählt haben), um ihren Hunden diesen Freilauf am Strand bieten zu können.