Beiträge von Hundundmehr

    Naja, dass man als Züchter anstrebt, gesunde Tiere innerhalb des Rassestandards zu züchten, ist doch eh klar.

    Ja, so sollte das sein.

    Ich frage mich, was verkehrt daran sein soll, als einziges Zuchtziel "gesunde Welpen innerhalb des Rassestandards" zu haben.

    Muss immer irgend etwas "verbessert" werden, eine "Leistung" gesteigert werden?

    Diese "Verbesserungen" und "Leistungssteigerungen" sind doch rein menschliche Ansprüche - und diese Ansprüche sind oft so unterschiedlich, dass es (bei bestimmten Rassen) Zuchtlinien gibt, wo die Hunde einer Rasse dann so unterschiedlich ausfallen, dass man meinen könnte, es handle sich um eine ganz andere Rasse.

    Wir haben eine Rampe von Kleinmetall, die sich auf sehr handliche Größe zusammenschieben lässt.

    Die Rampe vom Fressnapf haben wir nach dem ersten Ausprobieren damals sofort wieder zurück gebracht, weil der Belag viel zu rutschig für meine Hunde (ca. 37kg) war.

    Die jetzige Unterbringung der Rampe ist absolut einfach, und äußerst praktisch - wir haben eine Stange mit 2 Streben mit Haken am Ende, die dann an zwei klappbaren Bügeln am Boden des Kofferraums eingehakt werden, von unserem Automechaniker schweißen lassen. Die Stange lässt sich praktischerweise in die Haltevorrichtung des Kofferraumabdeckung (die ja nicht benötigt wird bzw. entfernt werden muss wegen der Hunde) einlegen (so bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen).

    Daran lässt sich die zusammengeschobene Rampe mit einem Gurt befestigen - und so haben wir nicht nur Platz gespart, sondern auch eine "Ausstiegsblockade" für die Hunde, wenn wir die Ladeklappe öffnen.

    Eine Treppe kommt für uns nicht in Frage, unser Leifur hat ja eine ED-Problematik, und die Stufen wären mir zu steil, und das Risiko zu groß dass die Hunde dann mal wenn sie es eilig haben (was eigentlich nie passiert dank meiner Umsicht - aber sicher ist sicher) die Stufen zu schnell runterspringen.

    Sie springen übrigens in den Kofferraum rein (geht gut, weil wir keine Ladekante haben) - nur raus kennen meine Beiden ausschließlich über Rampe.

    Beide wurden schon als Welpe an die Rampe gewöhnt.

    Die Rampen zum Zusammenklappen finde ich sehr unhandlich und auch extrem sperrig.

    Für mich käme immer nur eine zusammenschiebbare Rampe in Betracht - denn diese lässt sich praktischerweise auch mit einer Hand auf- und abbauen.

    Wir haben die große Rampe mit einer Länge von 1,80m, die kleinere wäre zu steil bei unserer Kofferraumhöhe.

    Die Große darf mit bis zu 80kg (meine ich) belastet werden.

    Praktisch für sehr schwere Hunde - oder wenn meine Beiden mal direkt hintereinander die Rampe runtergehen, und dann gleichzeitig drauf sind xD

    Mir stellt sich eher die Frage: Wofür brauche ich eine Linie?

    "Linie" heißt doch, wenige bestimmte Merkmale werden bevorzugt - und das sind doch immer Merkmale, die diese Hunde von den den anderen Hunden gleicher Rasse abhebt.

    Eben genau dieser Anspruch des "sich Abhebens/Herausstechens" von der Masse, führt zu einem anderen Extrem innerhalb der Population.

    Nenne mir doch mal ein praktisches Zuchtziel, welches nur durch Linienzucht verfolgt werden kann.

    Geht es um Linienzucht? Ging doch eher darum, Linien zu kennen und im Blick zu haben, damit eben nicht bei einem Hund, überspitzt gesagt, nur wenige Linien vorkommen, oder?

    Nein, es ging bei der Linienzucht darum, dadurch etwas Positives für eine Rasse zu verändern.

    Darauf zielt eben genau meine Frage ab - welchen Vorteil soll eine Linienzucht (die eben von einzelnen Züchtern betrieben wird) für eine ganze Rasse haben?

    Das kann doch bei X Hobbyzüchtern die nicht drin sind im Thema Linien gar nicht funktionieren.

    Mir stellt sich eher die Frage: Wofür brauche ich eine Linie?

    "Linie" heißt doch, wenige bestimmte Merkmale werden bevorzugt - und das sind doch immer Merkmale, die diese Hunde von den den anderen Hunden gleicher Rasse abhebt.

    Eben genau dieser Anspruch des "sich Abhebens/Herausstechens" von der Masse, führt zu einem anderen Extrem innerhalb der Population.

    Nenne mir doch mal ein praktisches Zuchtziel, welches nur durch Linienzucht verfolgt werden kann.

    Na ja - ihr seid doch gerne mit dem Camper unterwegs?

    Den lernt der Welpe schon kennen - erst mal nur ein kurze Fahrt, zu einem Wald, wenn er schon etwas länger Autofahren kann (manche Hunde - auch erwachsene aus dem Tierschutz - haben Probleme mit dem Autofahren, und müssen daran gewöhnt werden), macht man mal einen Ausflug mit einer Übernachtung im Camper.

    Wenn der Welpe noch nicht lange im Auto mitfahren kann, fährt man dann halt nur ein kurze Strecke (20min oder so) bis zu einem Waldparkplatz (oder Campingplatz), und macht dort "Kurzurlaub" - einfach damit schon der Welpe den Camper KENNEN LERNT.

    Denn darum geht es: Nicht so viel wie möglich an neuen Sachen in die Welpenzeit reinpacken, sondern ganz gezielt wenige, dafür sorgfältig ausgesuchte Aspekte.

    So werden im Gehirn die erforderlichen Synapsen angelegt, die dem Hund ermöglichen, auch neue Situationen im späteren Leben als Junghund und auch erwachsener Hund souverän zu handhaben.

    Nehmt diese Gedanken von mir einfach mal als "Spielball", für eure Vorstellungen, und wie man Probleme handhaben kann, mit Hund.

    Ich sehe einen Hund bei euch, der die Veranlagung mitbringt, freundlich, offen und neugierig auf alles zu reagieren, was euer Leben so mit sich bringt.

    Du musst dich als Züchter eigentlich ziemlich breit aufstellen um wirklich was ändern zu können

    Haben die Probleme denn nicht gerade mit diesem "Wunsch nach Änderung" angefangen?

    Egal, ob man den Hund mit mehr jagdlichen Ambitionen, mit mehr Härte, mit weniger Schnauze, mit mehr Familienfreundlichkeit, mit mehr Fell, mit mehr Sprungkraft, mit mehr Größe, mit mehr Masse, etc. haben will, geht man gezielt auf EIN Merkmal - nur dass sich das eben auch auf andere Merkmale auswirkt, und in der Folge dann genetische Verarmung mit sich bringt, mit den ganzen gesundheitlichen und/oder verhaltenstypischen Problemen.

    Was man braucht sind VIELE Züchter, die eben nicht eine bestimmte Linie verfolgen, um mit dieser dann die gesamte Population zu durchdringen, sondern die Basics einer Rasse im Blick haben - und deren Ausgewogenheit.

    Ich z. B. liebe es, dass es beim Golden in den Vereinen (DRC und GRC) so viele Hobbyzüchter gibt, die kein "eigenes Zuchtziel" verfolgen, sondern nur wenige Würfe haben, mit dem Ziel eines im Rassestandard unter Berücksichtigung aller (zur Zeit) möglichen gesundheitlichen Aspekte gezogenen Hundes.


    Etwas anderes ist es, wenn tatsächlich schon gravierende Baustellen vorhanden sind, die einen auffälligen Teil der Population betreffen.

    Aber auch dann müssen nicht einzelne Züchter ein bestimmtes Ziel verfolgen, sondern ALLE Züchter an einem gemeinsamen Ziel arbeiten - denn nur so kann man verhindern, den Genpool nicht weiter verarmen zu lassen.

    Das Laute habe ich bei meinem Youngster ja auch.

    Vor wenigen Jahren habe ich noch inbrünstig voller Überzeugung gesagt, dass der Golden kaum bellt ... und dann kam João :ugly::mute:

    Ansonsten ist er auch völlig unproblematisch, die Pubertät hat sich auch "nur" mit einer Phase des "Jagdtunnels" gezeigt - aber das kannte ich schon und war darauf eingestellt, dem Pubertierling beizubringen, dass die Welt neben dem Jagen auch noch andere schöne Sachen bietet.

    Das sind aber Situationen, die man managen kann.

    Der Hund ist maximal (je nach Rasse) 2 Monate bei euch noch Welpe, und in der Zeit lernt er schon viele Sachen kennen, die auf euer Leben abgestimmt sind.

    Habt ihr denn eine Notfallbetreuung, die auch bei solchen Sachen einspringen kann?

    Aber ja, grundsätzlich bedeutet ein Hund eben auch, dass man diesen bei allen Planungen mit berücksichtigen muss.

    Das ist immer eine Einschränkung, die aber oftmals von vielen Hundehaltern nicht als Einschränkung empfunden wird, weil für sie die Hundehaltung an sich eine Bereicherung ihres Lebens ist.

    Es ist sicher vernünftig, sich vor der Anschaffung eines Hundes zu fragen, ob man bereit ist sich auch bei solchen außerordentlichen Begebenheiten auf einen Hund einlassen zu wollen, oder doch lieber ohne Hund weiterleben will.

    Gerade deshalb sollte die Wahl des Hundes sehr sorgfältig sein, und der Hund sollte von euch auf euer Leben vorbereitet werden.

    wenn der VDH teilweise auch echt so merkwürdige Tendenzen in den letzten Jahrzehnten zugelassen hat, was die Optik mancher Rassen angeht.

    Nur mal am Rande: Der VDH hat überhaupt nichts zu tun mit den Zuchtrichtlinien und -tendenzen.

    Er kann nur eingreifen, wenn die jeweiligen Vereine gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.