Es spricht so viel Liebe und auch Traurigkeit aus deinem Beitrag.
Sie gehen immer zu früh ...
Fühl dich mal gedrückt.
Es spricht so viel Liebe und auch Traurigkeit aus deinem Beitrag.
Sie gehen immer zu früh ...
Fühl dich mal gedrückt.
Das finde ich ein bisschen übertrieben. Sookie musste mich von Anfang an in die Arbeit begleiten. Blöderweise war da Baustelle. Hat den Welpen aber überhaupt nicht gestört. Sie hat sogar weiter gepennt, wenn direkt neben ihr gebohrt wurde.
Möglicherweise war das für den ein oder anderen Welpen nicht notwendig (bisher 5 Welpen gesamt) - aber 1. sind das nur so 1-3 Wochen (je nach Welpe), und 2. ist es bedeutend schwerer einen Hund "Ruhe" lernen zu lassen, wenn er erstmal zum Duracellmänneken mutiert ist.
Deshalb mache ich auch direkt von Beginn an bei den Ausflügen eine kleine Pause, mit einem leckeren Kausnack für den Welpen.
Das beruhigt, fährt den Hormonspiegel runter, und danach können weitere Erkundungen wieder besser aufgenommen werden.
Außerdem lernen meine Hunde so, in Auszeiten zu chillen, wenn Chillen angesagt ist, also mal nix passiert.
Das steuere ich lieber bewusst von Beginn an, als auszuprobieren, was der Welpe alles "verpackt".
Was meins du mit "zu viel"?
Weil es 30 Minuten gedauert hat?
Nene, das ist genau richtig, ihn einfach mal ganz entspannt erkunden lassen, wo keine sehr stressigen Reize sind, ist genau das Passende zum Stress abbauen, und aufregendes Neues zu verarbeiten.
Also: Gut gemacht!
Mit einem Welpen machst du keine Strecke, das ist Spazierbummeln oder auch Spazierstehen.
Auf eine abgelegene Wiese setzen und den Welpen einfach mal machen lassen, vielleicht auch mal einen modrigen Baumstumpf gemeinsam erkunden, oder im Laub wühlen (wo möglicherweise ein Leckerchen zu finden ist...).
Das ist Balsam für die Seele, und sie kann auftanken für das nächste "große" Abenteuer.
Die Welpenzeit ist so schnell vorbei, der Junghund wird immer forscher und auch resilienter gegen den Alltagsstress, wenn man ihn in kleinen Schritten mit genügend Auszeiten dazwischen vorbereitet auf die große weite Welt.
Denn dieses ständige im Fokus stehen tut den meisten Hunden gar nicht gut.
Dazu hätte ich gerne mehr Informationen, bevor ich das missverstehe.
Dazu mein "Handling": In den ersten paar Wochen dreht sich bei mir die Welt tatsächlich um den Welpen, weil ich vor Allem "Zur Ruhe kommen" im Fokus habe.
Direkt vom ersten Tag an ist dann einfach Ruhe angesagt, wir bewegen uns "auf leisen Sohlen", sobald der Welpe schläft.
Hintergrund dafür ist, dass so ein Welpe viel Ruhe braucht, eben weil die Trennung von seinem bisherigen Leben Unsicherheits- und Umstellungsstress bedeutet. Dazu die unbekannte Umgebung, die unbekannten Menschen - das sind alles neue Reize, die zusätzlich für Stress sorgen.
Auch wenn der Welpe sich selbst beschäftigt, sorge ich dafür dass er bei diesem mit-sich-selbst-Spiel nicht durch andere Reize unterbrochen wird.
Alleine schon die Stubenreinheit erfordert ja auch meine erhöhte Aufmerksamkeit, und die ersten 3 Wochen steht der Welpe da sehr im Fokus.
Natürlich wird sich nicht sofort und dauernd mit dem Welpen beschäftigt, es ist normal dass bestimmte Beschäftigungen von mir weiter gemacht werden, wo ich mich nicht um den wachen Welpen kümmere.
Deine Bekannten mit Nutzvieh und Kindern - das hört sich so an als wären die Welpen überwiegend mit Draußen, wo es auch ganz viel zu beobachten und zu entdecken gibt. Möglicherweise auch noch ein weiterer Hund, oder gar mehrere, die den Welpen einfach "mitnehmen".
Möglicherweise auch ein sicherer Auslauf, wo man den Welpen "parken" kann, wenn mal gar keine Zeit für Aufmerksamkeit für den Welpen ist.
Natürlich ist es wichtig für den Welpen auch zu lernen, dass sich nicht die ganze Zeit die Welt um ihn dreht, und er ständig bespaßt wird, sobald er wach ist.
Das liest sich ja wirklich völlig anders als zu Beginn
Auch du liest dich anders, viel entspannter
Sein hinterherlaufen unterbinde ich nicht. Ich gehe einfach nicht drauf ein, sondern mache den Haushalt oder was ich auch immer zu tun habe. Hier habe ich manchmal ein bisschen Sorge, dass er zum Kontrolleur wird
Er ist hinein geboren in eine Situation mit Mutter und Geschwister, und war von der ersten Minute an niemals alleine.
Dass er da deine Nähe sucht, ist doch nachvollziehbar, oder?
Zumal er sich ja dann hinlegt - und wenn ich das richtig lese, hast du ja auch mehrere Körbchen stehen, damit er eben überall einen Platz hat ... und sich wohlfühlt in dem Wissen, überall erwünscht zu sein.
Das finde ich gut, und ist auch richtig.
Irgendwann wird ihm das "langweilig", aber vor Allem: Irgendwann vertraut er blind darauf, dass er nicht alleine ist, wenn du mal in einem anderen Raum bist, und genau das ist der Beginn von: "Alleine bleiben können, ohne sich verlassen zu fühlen."
Abends lege ich mich mit einem Buch auf den Teppich. Da legt er sich dann einfach ganz eng an mich gekuschelt dazu, schläft und träumt.
Bindung und Beziehung sind die wichtigsten Bausteine im Zusammenleben mit einem vierbeinigen Familienmitglied - denn das soll er ja sein, nicht wahr?
Ein kleiner Tipp zum Abschluss: Du merkst, dass ihm etwas "Programm" wie der kurze Besuch im Wildpark, oder auch das Zusammentreffen mit anderen, netten Hunden gut tut.
Mache jetzt bitte in den nächsten Wochen nicht zu viel.
Dazu als Erklärung: Bei sehr aufregenden Sachen wird viel Cortisol produziert. Cortisol ist ein länger wirkendes Stresshormon und wird deutlich langsamer abgebaut als die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin.
Bei sehr aufregenden Sachen also lieber im Anschluss ein oder zwei Tage "Sparprogramm" machen, also ruhige Spaziergänge mit bekannten Reizen (im Wald, ohne mit ihm tobende Hunde), damit das Cortisol sich abbauen kann.
Wildpark bzw. Zoo habe ich auch mit allen meinen Welpen besucht
Tierschutz und VDH "einschalten" ist wohl nicht der richtige Ausdruck, weil diese keinerlei Handhabe haben, hier irgendwelche Interessen zu vertreten.
Möglicherweise bekommt man dort aber Informationen die weiterhelfen, z. B. ein entsprechend spezialisierter Anwalt, der die Interessen bestens vertreten kann, und auch die Intention hat, solchen unseriösen Vermehrern das Handwerk zu legen.
Nein, auch ein wirklich seriöser Züchter kann trotz aller Sorgfalt keine Gesundheitsgarantie geben, weil Mutter Natur einem immer in die Suppe spucken kann.
Umso mehr muss auch als Käufer darauf geachtet werden, die Züchter zu unterstützen, die die Bezeichnung "Züchter" auch verdienen.
Nein, das soll jetzt kein Vorwurf sein, ihr seid bei Weitem nicht die Einzigen, die einen Labrador von einem unseriösen Vermehrer gekauft haben: Bei Tasso wurden alleine im Jahr 2023 über 17.000 Hunde als Labrador gemeldet, im VDH wurden in 2023 aber nur 2326 Labradorwelpen gezüchtet ...
Umso wichtiger ist es, dass ihr dazu beitragt, es solchen Vermehrern schwer zu machen, sie für das Tierleid, welches sie produzieren, auch zahlen zu lassen.
Ich wünsche euch viel Kraft in der kommenden Zeit, Kraft, dieses erschütternde Erlebnis zu verarbeiten, und die Kraft, diesen Vermehrer zur Rechenschaft zu ziehen.
Das Schicksal eures Hundes macht auch mich sehr betroffen ...
Mitfühlender Gruß
Moni
Der durchschnittliche Labbi- oder Malteserhalter steht seinem Hund bei der Behandlung zur Seite, krault ihn am Ohr
Jup, hier
Alle meine Hunde lassen sich eine Spritze geben ohne auch nur mit der Wimper zu zucken - und damit das so bleibt, lege ich Hand mit an und befasse mich mit ihnen.
Keine Kritik, nur ein Vorgriff auf die nächste Zeit:
Du siehst, dass dein Welpe auch anders kann.
Das heißt jetzt nicht, er hätte das Verhalten abgelegt, denn das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen stattfindet.
Lass dich von Rückschlägen nicht beirren, lade deinen Kummer hier ab, wenn mal wieder etwas doch nicht so läuft.
Es gibt so viel zu lernen für den Kleinen, in einigen Bereichen lernt er schnell, andere hinken dafür etwas hinterher - weil er so viel auf einmal gar nicht verpacken kann.
Er wird sich auf jeden Fall sehr freuen, wenn er aufwacht und dich neben sich findet
Offensichtlich mache ich es ja wieder falsch.
Alle machen Fehler, wer keine macht, macht nichts.
Dir ist deine Freude über das Alleine-Spielen einfach rausgerutscht.
Das ist doch nicht schlimm, und jetzt weißt du aber für das nächste Mal, dass du dich leise darüber freuen sollst, mit einem Lächeln im Gesicht - damit du ihn mit einer freudigen Kommentierung nicht etwa aus diesem Spiel rausholst.
Kindergitter. Und, ist es schlimm, wenn er auf dem Sofa rumhüpft? Ich habe alles weggeräumt, was nicht sterben sollte und Stellen im Raum, die für Diskussionpunkte sorgen könnten, mit Gittern zugestellt. Alles, was man an Streit wegnehmen kann, nehme ich in dem Alter weg. Gibt immer noch genug, was erziehungstechnisch über bleibt.
Und noch ein Trick: Ich habe eine Kiste mit Spielzeug stehen und den Papierkorb. Aus beidem, darf sich der Hund frei bedienen. Damit das nicht zu langweilig wird, räume ich ein paar Spielzeuge eine Weile weg und deponiere immer mal ein neues unbemerkt unter die anderen in der Kiste. Nicht einfach geben, sondern selbst finden lassen, dann finden die das nämlich viel cooler. Oder ich lege ein Spielzeug bewusst irgendwo hin und tue so, als ob es dort liegt, weil es nicht geklaut werden sollte. Wenn sie es sich dann holen, freuen sie sich wie Bolle und ich kann entspannt bleiben.
Danke³ für diesen Beitrag.
Hier wurde für jeden Welpen auch alles kleinkindsicher gemacht, sonst meint der Welpe hinter noch, er heißt "Nein" ...
Was mir bei der Beschreibung fehlt: Wann findet Kuscheln und gemeinsames Ruhen statt?
In den ersten Wochen habe ich verdammt oft auf dem Sofa gesessen, den schlafenden Welpen neben mir.
Hausarbeit?
- pffft, Nebensache.
Nix Lautes, wenn der Welpe schläft, Staubsaugen nur wenn er wach ist z. B., weil der Welpe erstmal lernen muss, in einer völlig fremden Umgebung und dem damit verbundenen Umstellungsstress klar zu kommen.
Alle meine Welpen waren kleine Schnappschildkröten - halt, das ist nicht richtig - der Letzte war ein Pyranha; Wochenlang musste ich meine Nase in Sicherheit bringen, ich finde sie zwar eine Spur zu groß, aber Abbeißen als Schönheitskorrektur wollte ich jetzt auch nicht.
Das ging mit Ruhe und Geduld - und immer einem kleinen, weichen Zergel parat in der Hosentasche, welches ich ins Mäulchen stopfte.
Ich weiß nicht, was andere mit "Korrekturen" meinen, bei mir heißt Korrektur: Situation wiederholen, aber diesmal so, wie sie sein soll.
Beim Hacken in die Hände oder auch am Hosenbein: "Nein - nimm das!", und dann bekam der Welpe das weiche Spielzeug ins Maul, mit dem ich dann ein wenig - nicht heftig! - gezergelt habe, damit es interessant wurde.
Dafür wurde gelobt, wenn er sanft mit mir umging.
Meine ersten 4 Welpen haben das innerhalb von einer Woche verstanden, und wurden sanfter im Umgang mit mir; Der Letzte brauchte dafür etwas länger, aber nach 3 Monaten konnte ich ganz sicher davon ausgehen, dass er mir nicht mehr die Nase abbeißen will, wenn ich mit meinem Gesicht ganz nah bei ihm bin.
Das passierte nicht von einem Tag auf den anderen, sondern war eine Entwicklung.
Eine persönliche Erfahrung: Die letzten beiden Welpen hatten ihre Schlafbox direkt neben meinem Bett, auf Kopfhöhe, ich habe quasi mit meinem Kopf direkt neben dem Welpen gelegen, und konnte auch mal mit meiner Hand in die Box langen.
Das waren die ersten beiden Welpen, bei denen ich weder Schlafmangel noch Diskussionen hatte, wenn es Nachtruhe geben sollte. Natürlich bin ich unmittelbar vor dem Schlafengehen noch mal für ein letztes Lösen in den Garten gegangen - und dann war Ruhe.