Beiträge von Hundundmehr

    Bist du dir sicher, dass der Mann, der diese Äußerung hörte/ hören sollte wirklich betroffen war?

    Ich bin mir da bei gar nix sicher.

    Ich bin nur mitterweile der Meinung, das bei manchen Themen Schweigen = stillschweigende Zustimmung ist.

    Im Gespräch mit Haltern brachycephaler Hunde bin ich übrigens NETT.

    Nett, aber ich warte dennoch mit fundierten Fakten auf.

    Aber die Tierärztin der TE sieht doch noch die Möglichkeit, dass der diagnostizierte Längenunterschied von Elle und Speiche sich noch auswachsen KANN?
    Deshalb ja auch deren Empfehlung, auf ein nicht zu schnelles Wachstum der Hündin zu achten.
    Daraus resultierte die Anfrage der TE, ob und wie das über Futter zu bewerkstelligen wäre.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, hat die Tierärztin wohl die Möglichkeit einer ED, die sich aus dem derzeitige Befund entwickeln KÖNNTE, erwähnt - was von der TE zunächst missverstanden wurde.

    Ich gehe daher erst mal von diesen Fakten aus, und drücke @Trine87 die Daumen, dass die langsamer gewachsene Speiche (von daher ist das Short Ulna Syndrom schon mal ausgeschlossen) noch mal "nachlegt" und die derzeitige Differenz ausgleicht.

    Dann ist das ja doch ED.

    Nicht zwingend.

    solche unterschiedlichen Wachstumsschübe beim Junghund können unter bestimmten Umständen schon zweifelsfrei auf diesbezügliche Probleme hinweisen.

    Daneben gibt es allerdings auch Fehlentwicklungen oder auch Anomalien, die sich tatsächlich noch deutlich abmildern oder gar ganz "rauswachsen".

    wichtig ist in jedem Fall, bei stärker oder stark ausgeprägten Abweichungen bei der Aufzucht bis hin zum ausgewachsenen Hund solche Sachen zu berücksichtigen, und z. B. auf eine schlanke Figur, gedrosseltes Wachstum und angepasste Bewegung (runterspringen von Treppenstufen, zu viele übermäßige Belastung der Gelenke durch "erzwungenen Dauerlauf" z. B.) zu achten.

    Ein anderer Lösungsansatz muss also her. Was ist Deiner?

    Ich habe keinen.

    Gesetzesänderungen sind meiner Meinung nach utopisch, weil nach derzeitigem Stand alleine die Diskussion an entsprechenden Stellen keinen vernünftigen Konsenz ergeben würde.

    An die entsprechende Lobby ist hier nicht heranzukommen, dazu wirken gerade marktwirtschaftliche Faktoren viel zu stark mit.

    Deshalb habe ich für mich selber entschieden, einfach nicht mehr meine Klappe zu halten, gerade im realen Bereich.

    Das betrifft z. B. Halter eines brachycephalen Hundes, mit denen ich ins Gespräch komme, aber auch Kommentierungen zu Werbungen mit Hunden der brachycephalen Rassen, wo ich den Mitschauern unverblümt meine Meinung sage.

    Petitionen unterschreiben .... joaaaah ... kann ich, mach ich auch .... aber: Da kochen zu Viele ihr eigenes Süppchen, da wird nichts gebündelt gemacht und kann keine entsprechende Wirkung entfalten.

    Ich kann nur da wirken, wo ich bin...

    Gestern auf einem Weihnachtmarkt an einer Bude waren so quietschebunte Porzellanspardosen mit unterschiedlichen Motiven, u. A. ein eindeutig brachycephaler Hund.

    Sagte neben mir irgend ein Fremder:

    "Oh, wie süß :cuinlove: !"

    Ich, die zufällig daneben stand: "Nein, absolut nicht süß, weil diese Hunde aufgrund der plattgedrückten Schnauzen wahnsinnig Probleme mit Atemwegsverformungen haben, was das Leben für diese Hunde zur Quälerei macht!" - ist mir einfach rausgerutscht.

    Beim Weggehen bekam ich noch mit, das mein Kommentar bei den umstehenden Menschen doch etwas Betroffenheit ausgelöst hatte.

    "Wir beginnen das zu begehren, was wir jeden Tag sehen." (Hannibal Lecter, aus "Das Schweigen der Lämmer").

    Das mit dem Futterzusatz ist ne gute Idee, um was handelt es sich denn da genau?

    Kann ich nicht genau sagen, ich bin damals der Empfehlung meiner Züchterin gefolgt, habe aber festgestellt, dass dieses Zusatzpräparat auch Zucker enthielt.

    Ich selber kenne mich mit diesen Zusätzen nicht ausreichend aus, um gerade bei deinem Hund eine Empfehlung aussprechen zu können.

    Hier im Forum gibt es sicher andere User, die da deutlich mehr auf der Pfanne haben, mir fällt da derzeit nur @Mehrhund ein, die diesbezüglich etwas wissen könnte.

    Grünmuschel = Neuseeländische Grünlippmuschel; da gibt es unterschiedliche Präparate, teilweise auch mit minderer Qualität. Dabei geht es um Glucosamine, die förderlich sein SOLLEN für Gelenke und Knorpel. Es gibt da unterschiedliche (und damit widersprüchliche *seufz* Studien...). Habe ich bei meinem ersten Hund gefüttert, als er alt war. Würde ich auch wieder tun (steht bei meinem Vasco demnächst an, z. B.).

    Das ist mit Nahrungsergänzungsmitteln für einen Jungspund, der zur Drosselung der Wachstumsgeschwindigkeit nicht mehr mit dem hochwertigen Junghundfutter versorgt werden soll, nicht gemeint.

    Vielleicht weiß deine Tierärztin da auch Rat?

    Aber wie gesagt - auch hier im DF gibt es sicher User, die da mehr Ahnung haben...

    Aber ein Hund, der ständig Rückenschmerzen hat, keine Luft bekommt, keinen Kilometer ohne Pause gehen kann und auf dem Weg zur Wiese am Ende der Straße (fast) kollabiert sobald es über 20°C hat, dann ist das für mich sehr wohl eine so massive Einschränkung, dass ich eine Euthanasie befürworte.

    Vielleicht überlegst du dir diese Aussage noch mal, wenn du sie unter folgenden Aspekten betrachtest?

    1. Egal welches Handycap ein Hund hat - vielleicht LEBT er ja trotzdem gerne, und möchte lieber nicht tot sein?
    Aus Sicht des Hundes ist es für ihn vielleicht selber nicht prickelnd, ab bestimmten Temperaturen lieber im Haus zu bleiben, weil ihm Draußen schon ohne Bewegung die Luft wegbleibt und er überhitzt.
    Dennoch kann er sein Leben als lebenswert empfinden, weil er vielleicht zu Hause ein kühles Plätzchen hat, und er die Zuwendung durch "seine" Menschen genießt... :ka:

    2. Wäre es nicht besser, deutlich hinsichtlich dieser Qualzuchtdiskussion voneinander zu trennen:

    - das Einzelschicksal eines Hundes
    - die Motivation und die Sichtweisen von Menschen, und die daraus resultierende Verantwortung für den Menschen gegenüber dem Lebewesen Hund?

    Ich reduziere mal auf eine ganz einfache Aussage meine Motivation hinsichtlich der Thematik "Qualzuchten": Es wäre schon ein schöner Fortschritt, wenn Menschen den Kauf eines Hundes nicht nach dem Kriterium "oh, wie süß (dieses Puppygesicht)" entscheiden würden, sondern die dahinter stehende Problematik (des brachycephalen Syndroms z. B.) sehen, verstehen und ANNEHMEN würden.

    Das Recht des einzelnen Individuums auf sein Leben, egal wie eingeschränkt es auch sein mag und wodurch es zu diesen Einschränkungen kam, und die Verantwortung des Menschen gegenüber der Spezies Haushund sind zwei völlig unterschiedliche paar Schuhe.

    Ob die Frau sich wohl wieder einen kauft?


    ToyBullDogs auf Instagram: „(((Guts))) 2 1/2 years... Who wouldn't want a pup from her??. Little eye candy for my fellow mini lovers #toybulldogs…“

    Hatte jemand in einem anderen Thread gepostet. Bemitleidenswert.

    Die Kommentare da drunter...

    :shocked:

    Bis zu den Kommentaren bin ich gar nicht erst gelangt - das wollte ich mir nicht antun ...

    Ja, es gibt Menschen die so etwas schön finden und völlig verblendet alle daraus resultierenden Konsequenzen FÜR DEN HUND ausblenden.

    Manchmal denke ich, diese Menschen sind echt krank... manchmal denke ich auch: "Herr, lass Hirn vom Himmel regnen (aber bitte vorher alle Regenschirme verschwinden...)"...

    ....die darauf abzielen, das Verhalten eines Tieres durch Härte oder durch Strafreize zu beeinflussen oder...

    Das gefällt mir richtig gut, weil damit genau das hier:

    Beabsichtigt war wohl ein Meideverhalten durch Angst, gut dass wir uns intuitiv abgewandt haben.

    angesprochen wird. Das was im österreichischen Gesetz so verankert ist (also dieser Passus im obersten Zitat) bezieht sich auf die Nutzung des natürlichen Aversionsverhaltens im Training.

    Ich kenne so einige Trainer, die mit ihrer "Methode" in Österreich gar nicht trainieren dürften :dafuer:

    Es geht ums österreichische Tierschutzgesetz. Im Deutschen findet man das nicht.

    Was schade ist.

    Die langbeinige Schönheit ist jetzt ca. 5,5 Monate alt?

    Auf langsames Wachstum zu achten (=nicht durch entsprechendes Futter das Wachstum beschleunigen) ist immer ratsam.

    Mein Amigo hat ab dem 5. Lebensmonat auch Adult-Futter bekommen, allerdings habe ich ihm noch mehrere Monate einen Futterzusatz gegeben, um den erhöhten Bedarf an Mineralien und Spurenelementen auszugleichen.

    Im Welpen und Junghundfutter ist ja nicht nur das Protein erhöht (was zu schnellerem Wachstum führt), sondern auch der erhöhte Bedarf an sonstigen Bestandteilen berücksichtigt.

    In der Wachstumsphase wächst nicht alles gleichmäßig, deshalb sehen Jungspunde manchmal richtig lustig aus.

    Da gibt es dann manchmal einen Wachstumsschub in den vorderen Gliedmaßen (dann sieht der Hund aus, als wäre sein Fahrgestell hinten tiefer gelegt :D ), oder es gibt im hinteren Bereich einen Schub, sodaß der Poppes immer höher zu stehen scheint...
    Diese Schübe sind normal, können aber durch zu reichhaltiges Futter noch verstärkt werden und dadurch physische Probleme begünstigen.

    Bei deiner Süßen ( :herzen1: ) handelt es sich möglicherweise derzeit auch um einen solchen Wachstumsschub; mit entsprechender Fütterung kannst du ihrem Körper die Chance geben, dies auf natürlichem Wege noch auszugleichen.

    Achte aber bitte auch darauf, sie nicht körperlich zu überlasten.

    Ganz dumme Frage: wenn eine Hündin scheinschwanger ist, mit Milcheinschuß und dem vollen Programm, könnte sie dann als Amme fungieren?

    Gibt keine dummen Fragen :D :bussi:

    Genau deshalb werden Hündinnen scheinschwanger. Ein "Überbleibsel" des wölfischen Erbes zur Sicherung des Überlebens von Nachwuchs innerhalb eines Rudels, sollte der Mutterhündin mal etwas passieren oder diese die Jungen nicht ausreichend versorgen können.
    Deshalb sind die Symptome der Scheinträchträchtigkeit bzw. auch die Symptome NACH einer Trächtigkeit (auch wenn diese gar nicht vorhanden war) innerhalb des Zyklus einer Hündin völlig normal und kein Grund zur Besorgnis. Nur wenn diese Symptome tatsächlich sehr gravierend auftreten und stärker werden statt (aufgrund des tatsächlich nicht vorhandenen Nachwuchses) abzunehmen, müssen Maßnahmen ergriffen werden um der Hündin dabei zu helfen, diesen natürlichen Vorgang auch normal abzuschließen.