Beiträge von Hundundmehr

    @Hannahlein :lachtot:

    Mal zum Verständnis: Vom Intellekt her bewegt sich ein Hund in der Verständniswelt eines Kleinkindes - so viele abstrakte Gedankengänge wie ein Mensch KANN ein Hund nicht.

    Von Kleinkindern lassen wir uns nicht ärgern, oder? :bussi:

    Jerry zeigt dir gerade ganz gepflegt die Mittelkralle, und das zeigt, dass es in ihm ganz gewaltig arbeitet :applaus:

    LÄCHLE - und mach dein Ding.

    Sei nett zu ihm, ignoriere sein "Kleinkindgebaren" - ihr findet gerade einen Weg zusammen.

    Er kauft dir dein "neues Auftreten" noch nicht ab, findet dich derzeit schxxxx.

    Jerry ist wirklich ein kluger Hund, er DENKT ...

    Mit deiner freundlichen, umsichtigen Hartnäckigkeit wirst du Jerry auf deine Seite bringen.

    Jetzt geht es ausgeruht weiter - und nein, er wird NICHT verhungern.

    Jerry weiß jetzt, wie er an sein Futter kommen KÖNNTE - und er weiß auch, dass du "gewonnen" hast, sobald er frisst.

    Keine Party, nur weil er ruhig ist; das Markerwort, und wenn er geht, Futter achselzuckend wegstellen und später auf eine Neues.

    Es ist NORMAL, dass ein Hund nicht bedroht, wenn er sein Futter bekommt. Das weiß Jerry, und das macht er ja auch, wenn dein Freund da ist.

    Deine Antwort auf sein bisheriges Bedrohen ist: Standhaftigkeit und Beharrlichkeit!

    Bleib dabei :bussi:

    Bin gespannt was die Trainerin sagt... ich vermute, die bekommt auch erst mal einen Lachflash und freut sich über den intelligenten Kerl xD

    Und das anhand von "Wer hat die Macht über Ressourcen wie Futter?" zu machen, ist einfach logisch (vor allem vor dem Hintergrund, dass der Hund gerade beim Füttern Fehlverhalten gezeigt hat.)

    Hm - geht es wirklich um "Macht über Ressourcen?

    Geht es nicht eher darum, dass Hannahlein jetzt auch mal ganz gelassen den Mittelfinger zeigt?

    Jerry's Reaktion spricht da irgendwie Bände, finde ich.

    So geht es meinem Empfinden nach auch nicht um EINE "Baustelle", sondern um etwas viel Grundsätzlicheres: Hier wird EIN prägnantes (den Alltag zwar auch sehr erschwerendes) Problem genommen, als Stellvertreter für den allgemeinen Umgang mit Jerry. DARAN hat Jerry zu knacken - dass du dich jetzt auch auf dem Sofa nicht von ihm beeindrucken lässt, ist nur ein weiteres Tröpfchen in dem Gesamtkonzept.

    Die unerwartete Reaktion von Jerry zeigt doch nur, dass es tatsächlich in ihm arbeitet.

    Bisher galten die Regeln, die Jerry kannte, nur für ihn und deinen Freund. Diese Regeln "verteidigt" er jetzt, wenn dein Freund nicht da ist, du bist der Eindringling ...

    JETZT machst du dir diese Regeln zueigen - und das ist zwar eine harte Nummer für Jerry, aber sie hat auch für ihn Vorteile, auch wenn er sie jetzt noch nicht sieht: Einen weiteren Menschen in seinem Leben, der sich um ihn kümmert, ihn liebt, und der sein Freund ist.

    Das kommt noch - später.
    Jetzt hat er erst mal zu knacken ...

    Ich wünsche dir eine ruhige Nacht!


    P.S.: Ich hätte den Napf einfach achselzuckend weggestellt, echt so nach dem Motto: "Na gut - wenn du nicht willst... :ka: deine Entscheidung, ich zwing dich nicht!" - und zack, weg das Teil.
    Allerdings hätte ich es nach 10 oder 15 Minuten noch mal probiert... ich halte sehr viel von mehrmaligen Chancen.

    (Oder hat dir die Trainerin da eine andere Zeitvorgabe gemacht? Da will ich jetzt nicht reinpfuschen!)

    Ich bin gespannt, wie es morgen läuft - auch Hunde verarbeiten das Erlebte des Tages in der Nacht, beim Schlaf :D

    Das war jetzt schon mal ein kleiner, aber wichtiger Schritt :respekt:

    Ach, doch, das soll es geben, ist aber i. d. R. teurer als beim Hundetrainer. :lol:

    Ich würde das jetzt nach dem ersten Mal nicht überbewerten - Ton und Äusserungen waren doof, darüber braucht man nicht zu diskutieren, die Frage ist: was macht man draus, wars was einmaliges, um mal so richtig den Kopp gewaschen zu bekommen, oder zieht sich das in den künftigen Stunden weiter durch. Ersteres wäre immer noch daneben, aber tolerabel für mich, letzters ginge nicht, das würde ich zügig ansprechen, wenn es so sein sollte. Alles im Leben hat etwas damit zu tun, auch mal Grenzen setzen zu können, das spiegelt sich in jeder Beziehung zu Tieren und Menschen wieder. Und manchmal auch beim Einparken.

    Wobei auch das Ansprechen dann nicht unbdingt eine Kampfansage sein muss ... der Ton macht die Musik, und ich würde es vorziehen, die Option einer weiteren Zusammenarbeit mit der Trainerin offen zu halten :smile:

    Blauäugig - ja, aber eher von deinem Freund, bei dir war es Unerfahrenheit.
    Devot - jep, da hat der Hund dich hingebracht, gemeinsam mit der mangelnden Unterstützung und Blauäugigkeit deines Freundes.

    Das "Mauerblümchen" hat es aber geschafft, zu einem Intensivtraining mit dem Hund zu kommen :D
    DAS muss erst mal jemand nachmachen ... :respekt:

    Du kannst auch lachend Zähne zeigen - und um weitere Hilfen bitten, die dich mit Jerry weiter bringen.

    Dessen "Strategie" mit dem: "jetzt gehe ich erst mal in den Garten - vielleicht komme ich dann an mein Futter?" finde ich jetzt gar nicht so übel - weil es zumindest eine STRATEGIE ist, zu der er gewechselt hat.

    Mal sehen, welche Strategie ihm als nächstes einfällt - wäre ja schön wenn der Groschen fällt und er mal abwartet, was passiert wenn er mal nix macht, wenn du die Futterschüssel in die Hand nimmst ...


    ach, sooooooo ist das

    :lachtot: Ja, genau - hab ich auch gedacht :lachtot:

    Die TE ist Anfang 20, da von gestandener Frau zu sprechen finde ich merkwürdig.

    "Gestandene Frau" wird frau mit den Erfahrungen, die sie in ihrem Leben sammelt - und für die TE ist das jetzt eine solche Erfahrung.

    Die ist sicher sehr wertvoll, auch für die Zukunft.

    Vielleicht ärgert es die Trainerin auch einfach nur zu sehen, wie eine gestandene Frau sich in eine solch "devote Position" bringt?

    Dann ist die Trainerin genau die richtige Partnerin an der Seite der TE: Sie hilft ihr, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen, in einem Bereich, wo die TE mangels Erfahrung bisher keinerlei Boden HATTE.

    Sie sagt, die TE soll lernen SELBER mit Jerry klar zu kommen.

    Würde sie das machen, wenn sie keine Aussicht darauf sehen würde, dass die TE das Potenzial dazu hat?

    Nur mal als anderer Ansatz ...

    @Hannahlein Ich finde die Aufgabenstellung der Trainerin sehr klar, und vor Allem: Sie ist für dich MACHBAR!

    Welche Register du da gezogen hast, um jetzt genau dieses auf dich zugeschnittene Einzeltraining mit Jerry zu bekommen: Hut ab!

    ... und: Weiter so!

    Na ja - dein Freund hat die klare Ansage der Trainerin wohl redlich verdient, oder?

    Die Wortwahl deine Person betreffend ist tatsächlich ... "unklug", sag ich jetzt mal.

    Allerdings bist du ja wohl nichts von dem, was die Trainerin da sagte, nicht wahr :bussi:

    Du setzt dich doch jetzt durch, und deine Unsicherheit dem Hund gegenüber kommt ja nicht aus dem Nichts - klar bist du da unerfahren, wodurch Fehler passiert sind, die dein Freund einfach ignoriert hat.

    Das arbeitest du jetzt auf, unter sachkundiger Anleitung.

    Der Maulkorb SOLL dir Sicherheit geben - und auf diese Basis kannst du jetzt aufbauen.

    Bewahre weiter selber Ruhe, wenn Jerry bellt. Mit dieser stoischen Ruhe beeindruckst du Jerry nachhaltiger, als mit jeder anderen Aktion.
    Um diese Nachhaltigkeit geht es, auch wenn es etwas länger dauert.

    Ich lese hier weiter gespannt mit :smile:

    Edit: ... und drücke natürlich die Daumen!

    @woodyfanGeh doch gar nicht drauf ein ;)
    Hunde dürfen von Privatpersonen nicht als gefährliches Werkzeug (=Waffe) eingesetzt werden.

    Hunde wirken abschreckend, weil sie Lärm machen (Melden) - und weil sie etwas Lebendiges sind. Etwas Lebendiges, das einen beobachtet und gegebenenfalls bedroht, bis die Menschen kommen und sich kümmern, ist von Eindringlingen ziemlich unerwünscht. Die wollen nämlich unbeobachtet bleiben.

    Ich selber hätte viel zu viel Angst um meine Hunde, um sie unbeaufsichtigt Nachts alleine draußen zu lassen.

    Mir gefällt ja die Idee mit der Hundeklappe. Vielleicht ist das ja eine Alternative für den TE? Es gibt auch welche, die über einen Chip gesteuert werden. So ist gesichert, dass nicht auch andere Tiere rein und raus kommen.

    Ansonsten: Zwei Hunde, zwei Kameras, evtl. noch 2 Kameraattrappen, Bewegungsmelder - damit dürften sich diejenigen, die den Hof gerne aufsuchen um Dummfug zu treiben, schon abschrecken lassen.

    Familienanschluss für die Hunde ist wichtig, weil Hunde hochsoziale Lebewesen sind, die sich dem Menschen gerne anschließen.

    :shocked: - NEIN!!! Dich, @Querida, meinte ich damit nicht, sondern die TE.

    Sorry, das war jetzt aus dem Kontext heraus von mir echt blöd geschrieben :headbash:

    Dass du auch mit Erfahrungen von weniger-menschenfreundlichen Hunden aufwarten kannst, wusste ich jetzt nicht - öffnet der TE aber vielleicht doch eher die Augen, um die Freundlichkeit ihres Hundes mehr wert zu schätzen :smile:

    Habt Ihr Tips, wie ich ihre Freundlichkeit etwas eindämmen könnte.

    Das meinst du nicht ernst, ne? :bussi:

    Du möchtest sicher diese hohe Freundlichkeit erhalten, aber etwas ruhiger ... ;)

    Nun, da hat Querida schon etwas Gutes zu geschrieben:

    Mit zunehmendem Alter, der Erfahrung, nicht zum Ziel zu kommen und zunehmendem Ausbildungstand verschwand das Problem von selbst.
    Zunächst wurden Fremde uninteressant und mit weiterem Training (Aufmerksamkeit einfordern, Alternativverhalten aufbauen, Gehorsam) konnte ich dann irgendwann konzentriert aber ohne Zwischenfälle mit dem Hund durch alle Situationen mit Menschen.

    Das dauert. Langfristig gesehen ist es aber ja gut, einen menschenfreundlichen Hund zu haben...

    Frag mal die Hundehalter, die einen nicht so menschenfreundlichen Hund haben...

    Ich verstehe nicht warum so viel mit bleib gearbeitet wird.
    Wenn ich dem Hund sage dass er sich setzen soll dann hat er sitzen zu bleiben bis ich einen anderen Befehl gebe oder den Befehl auflöse. Warum muss man da immer noch dieses Wort zwischen stückeln?
    Ich vermute dass die Menschen das einfach brauchen, für den Hund ist es unnötig.

    Ganz einfach: Weil ich mit diesem "Bleib" meinem Hund mitteile, dass er das weiter fortführen soll was ich ihm als Letztes gesagt habe, bis ich ihm eine neue Anweisung gebe.
    Hat dazu geführt dass er das weiter macht, was er gerade selber macht, wenn ich ihm das mit einem "Bleib" sage.

    Meine Hunde bieten z. B. selber ein "Sitz" oder auch ein "Platz" oder auch Stehen-Bleiben in einigen Situationen an. Hat mein Vasco z. B. bei einer Hundesichtung von sich aus "Sitz" gemacht, dann muss ich ihn ja nicht mehr mit einem "Sitz" von mir dazu auffordern. Will ich das er das weiter macht, bekommt er ein "Bleib". Ich kann dann agieren wie ich will (z. B. an ihm vorbei gehen, um dann Kontakt zum anderen HuHa aufzunehmen, z. B. ).
    Das ist sehr praktisch.

    Es gibt auch die Möglichkeit, ohne "Bleib" auszukommen - ich empfinde diese Mitteilung an meine Hunde als sehr praktisch.


    Genau wie von Querida beschrieben, waren auch meine Hunde als Welpen und Jungspunde. Auch bei ihnen hat sich das mit der zunehmenden Reife gelegt.

    Worauf ich geachtet habe:

    - kein unkontrolliertes Stürmen zu anderen Menschen - weder Draußen noch bei Besuch in der Wohnung
    - bei Kontaktaufnahme zu anderen Menschen: Sitz! Dadurch hat sich das welpentypische Anspringen von alleine erledigt, im Laufe der Zeit.

    Auch ich würde eine Zeit lang auf Kaufhausbesuche verzichten. Das ist einfach Reizüberflutung, da kann der Hund nicht lernen, ruhiger zu werden. Erst wenn er ruhiger (gereifter) ist, kann er dann solche Menschen-Massenansammlungen auch vom Stressfaktor her verpacken. Das ist erst mal unbequem - für den Menschen. Aber die Umwelt lässt sich nicht erziehen, manche Einzelpersonen vielleicht - aber eben nicht alle! Es wird immer welche geben, die voll den Zuckerschock bekommen angesichts deines Hundes. Die bekommst du nicht kontrolliert. Also lerne, die Situationen die du deinem Hund bietest so auszuwählen, dass sie seinem derzeitigen Können entsprechen. Dann hast du später einen Hund, der desinteressiert ist an den vielen Menschen, und trotzdem sehr freundlich, wenn es dann zu einem - von dir erlaubten - Kontakt kommt.