Beiträge von Hundundmehr

    Nur dass ein Golden Retriever, der recht leichtführig ist, eben absolut nicht mit den Rassen zu vergleichen ist, um die es hier geht.

    Ja, genau (Ironie!)...

    Jeder Rasse wird zugesprochen, dass es dort Vertreter gibt, die nicht dem Standardverhalten entsprechen ... nur der Golden, der ist IMMER leichtführig....

    Du gehst davon aus, dass alle Hunde es können, ich schrieb , dass es nicht der Fall ist.

    Das habe ich nicht geschrieben - wieso hätte ich sonst die Ausnahmen erwähnt?

    Liegt aber vermutlich daran:

    Ich denke, solch einen Hund hattest du noch nicht.
    Es ist eben schwer vorstellbar.

    Ich KANN es mir vorstellen, WEIL ich einen solchen Hund habe.

    Genau das:


    Genau das lernen manche Arbeitshunde eben nicht.
    Sie müssen ein Leben lang immer wieder dazu angeleitet werden, oder man TRAINIERT das ab Welpenalter sehr vorausschauend auf

    habe ich bei meinem Amigo sehr akribisch machen müssen. Das scheint für dich schwer vorstellbar zu sein.

    @Mehrhund

    Wenn er nicht überdreht, sondern selber lernt zur Ruhe zu kommen.

    Das war die Antwort auf die Frage von Gassigaengerin.

    Deinen Hinweis auf die Ausnahmen, wo dies nicht- oder eben nicht so leicht - funktioniert:


    Genau das lernen manche Arbeitshunde eben nicht.
    Sie müssen ein Leben lang immer wieder dazu angeleitet werden, oder man TRAINIERT das ab Welpenalter sehr vorausschauend auf.

    Siehe bei Flying paws....

    hatte ich allerdings im gleichen post auch aufgeführt:


    Bei manchen Hunden erfordert das aber mehr Fingerspitzengefühl (das mit Erfahrung und Wissen erworben werden kann), damit der Mensch auf die erforderlichen Rahmenbedingungen achtet, die der Hund braucht um überhaupt wieder entspannen zu können.

    und

    Manche Hunde sind aber so reizoffen - die kann man nach EINEM stressigen Erlebnis für den Rest des Tages vergessen, die KÖNNEN das einfach nicht lernen. Da hilft wirklich nur, den eigenen (menschlichen) Alltag sehr stark dem Hund anzupassen.

    Du bist Hundegeschädigt, wenn.....
    Du dich schon eine ganze Woche auf DF-Besuch freust, ihr eine echt geile Zeit zusammen habt und euch richtig gut versteht und du später voll begeistert deiner Mutter davon erzählst und du auf die Frage: "Ach wie nett.... Und wie heißt das Frauchen?" einfach keine Antwort hast....
    Natürlich wusste ich, wie der Hund heißt.... verdammt.... xD

    Das geht mir ständig so bei Spaziergängen ... Ich kann dir ALLE Hundenamen sagen, aber frag mich bloß nicht, wie die Menschen die dazugehören heißen ... xD

    Woran erkennt man denn, wo genau die Grenze ist, wann er das richtige Maß an Auslastung bekommt?

    Wenn er nicht überdreht, sondern selber lernt zur Ruhe zu kommen.

    Bei vielen Hunden funktioniert das super (wenn man nicht Perfektion von jetzt auf gleich erwartet), und da reicht Empathie und Bauchgefühl.

    Bei manchen Hunden erfordert das aber mehr Fingerspitzengefühl (das mit Erfahrung und Wissen erworben werden kann), damit der Mensch auf die erforderlichen Rahmenbedingungen achtet, die der Hund braucht um überhaupt wieder entspannen zu können.

    Manche Hunde sind aber so reizoffen - die kann man nach EINEM stressigen Erlebnis für den Rest des Tages vergessen, die KÖNNEN das einfach nicht lernen. Da hilft wirklich nur, den eigenen (menschlichen) Alltag sehr stark dem Hund anzupassen.

    @Gandorf (im Spoiler, weil OT zu Pferden

    Spoiler anzeigen

    Nein, keine Statistiken, diese Information kommt aus unterschiedlichen Quellen, dazu zählen Turnierrichter, Berichte von Profis, Dokumentationen, Erfahrungen mir bekannter Reiter (hier eigentlich mehr aus dem Westernsport) aufgrund von Importen aus den USA, Tierarztberichte)
    Die allgemeine Zucht in BRD betrifft das wohl weniger, hier wird hauptsächlich die Methode "Anreiten und dann das Pferd noch mal in Ruhe reifen lassen" bevorzugt. Diese Methode entspricht den tierärztlichen Empfehlungen, die auch in den FN-Richtlinien so festgesetzt ist.
    Die Westernszene in den USA ist dort wohl deutlich mehr Hardcore. Da ist es üblich, die Pferde möglichst früh und erfolgreich im Sport vorzustellen, weil die Nachzucht dort richtig viel Geld bringt. Diese Pferde sind tatsächlich häufig nicht für den langfristigen Einsatz im Sport vorgesehen, sondern sollen als Vererber Geld bringen.
    Es gibt aber auch hier in BRD Ausnahmen, mit Zucht Geld verdienen zu wollen ist eben ein hartes Brot, das zu Lasten der Tiere geht wenn es drauf ankommt.

    Ich find es bemerkenswert wie viele hier doch meinen man könnte so nem Spezialisten easypeasy gerecht werden.

    ??????

    Sagt doch niemand?

    Etliche Seiten ging es darum zu erklären, dass ein solcher Hund in Anfängerhänden zu schwer ist.

    Seit die TE aber hartnäckig begründet hat, dass diese "Schwere bei der Ausbildung und Haltung" kein Abschreckungsgrund ist und sie weiterhin dieser Rasse "verfallen zu sein scheint", wird hier mehr darauf hingewiesen, WAS es so schwierig macht, einen DK zu halten.

    Das ist alles Andere als "so eben nebenbei" oder "easypeasy".

    Züchten tue ich auch nicht, weiß aber über Seminare, Zuchtwarte und auch Züchter zumindest so viel, dass gerade bei den größeren Hunden die Festigkeit vor Allem bei den Bändern und Sehnen mit 12 Monaten oft noch nicht gegeben ist.

    Da kann es bei der großen Dehnung (Streckung der hinteren Gliedmaße für diese spezielle Auswertung) passieren, dass der Oberschenkelkopf nicht in seiner Position bleibt, weil die Bänder und Sehnen noch nicht fest genug sind.
    Das verfälscht u. U. das Ergebnis, ich meine vornehmlich beim Norbergwinkel, was zu einem schlechteren Auswertungsergebnis führen kann.

    Ob jetzt bei kleinen Hunden diese Reifung früher abgeschlossen ist, weiß ich aber nicht.

    Auch deshalb - gerade im Hinblick auf das größere Gewicht und die damit verbundene größere physikalische Belastung - soll man bei größeren Hunden eine übermäßige Belastung im Jugendalter vermeiden.

    Ich weiß bei Pferden, dass ein zu früher Beritt zwar eine unglaublich tolle Basis für eine Ausbildung schafft, und diese Pferde deutlich besser in jungen Jahren z. B. bei Turnieren abschneiden. Dafür haben diese Pferde aber auch sehr viel früher erhebliche Probleme mit den Gelenken - was aber nichts macht, weil sie (zumindest, wenn sie intakt bleiben durften) dann aufgrund ihrer sportlichen Erfolge auch mit kaputtem Körper noch gut und erfolgreich (auch finanziell für den Besitzer) für die Zucht eingesetzt werden können.

    (Wer da jetzt meint, einen gewissen Sarkasmus rauszulesen - der hat Recht!)

    Im Fall des Schnauzers hat mich schon überrascht, wie unzufrieden die Halter des Schnauzers mit ihrem Hund sind.

    Rütter hat ja auch ehrlich erstaunt beim Spaziergang gefragt, WAS die Halter denn jetzt noch so unzufrieden macht.

    Auf die konkreten Situationen hin konnten sie das noch nicht mal sagen - es klang jedoch immer ein "...aber!" dahinter.

    Mein Eindruck: Dieser Schnauzer war den Haltern einfach zu lebendig, und damit zu anstrengend.

    Mich hat schon genervt, WIE die Frau diesen Hund gerufen hat.

    Dabei hat der Hund JEDES Angebot mit Freude wahrgenommen - als mal echt: Da quillt einem doch schier das Herz über, wenn ein Hund so voller Freude auf Angebote der Menschen eingeht.

    Davon habe ich bei diesen Haltern absolut NICHTS gespürt - denen ist der Hund einfach nur zu anstrengend...

    Beim Apportieren musste ich schlucken - das war kein Apport, das war einfach nur Werfen und Hinterherhetzen.
    Wobei ich befürchte: Diese Halter bringen gar nicht die Energie dafür auf, vernünftiges Training mit dem Hund zu machen. Der Frau war ja schon das normale Werfen zu viel...
    Wenn ich mir überlege, dass ich oftmals Aufgaben für meine Hunde VORBEREITE, wo ich 10 oder 15 Minuten für benötige; Ich habe den Eindruck, so viel Aufwand wollen diese Halter gar nicht aufbringen.

    Diesen Menschen fehlt einfach die Freude am Hund, und ich selber hätte wohl nicht noch ein Zeitfenster gegeben um zu schauen, ob sich das ändert.