Beim GRC darf mit frühestens 12 Monaten geröntgt werden, empfohlen wird aber, mindestens den 15 Monat abzuwarten.
Grund ist die längere körperliche Reifung (die Festigkeit von Bändern und Sehnen hatte ich schon erwähnt), aber auch das Schließen von Wachstumsfugen ist ja nicht bei jedem Hund punktgenau mit 12 Monaten abgeschlossen, und auch die Festigkeit der Knochen hält sich nicht unbedingt an einen festen Zeitplan...
Ein Röntgen der Hüfte ohne Narkose ist übrigens nicht zu vergleichen mit der Röntgendiagnostik für eine vereinsmäßige Auswertung unter Narkose.
Röntgen OHNE Narkose bildet die Hüfte nur ungenügend ab; hierbei lassen sich nur starke Abweichungen von der gewünschten Norm diagnostizieren.
Das ist sicher wichtig für jemanden, der seinen Hund schon vor Vollendung des ersten Lebensjahres in bestimmte Sportarten einführen will (um zu wissen, ob bestimmte Belastungen aller Wahrscheinlichkeit nach keine Schaden anrichten), aber auch bei Hunden, deren Gangbild Hinweise auf eine fehlerhafte Entwicklung des Bewegungsapparates gibt.
Bei den Röntgenaufnahmen für eine vereinsinterne Auswertung der Hüfte ist eine Narkose zwingend notwendig, weil dabei die Hinterhand des auf dem Rücken liegenden Hundes überstreckt wird - dabei bleibt mWn KEIN HUND so ruhig liegen, wie es für eine gute Bildqualität notwendig ist.
Dabei können unsachgemäß ausgeführte Überstreckungen Verletzungen verursachen, weshalb bei solchen Untersuchungen immer auf die Erfahrung des Tierarztes/der Klinik geachtet werden soll.
(Ich habe übrigens noch mal nachgesehen in unseren Vereinsrichtlinien und nirgends eine Liste der vom Verein zugelassenen Tierärzte entdeckt, weshalb ich mir nicht sicher bin, ob es eine solche noch gibt. Ist halt schon einige Jährchen her, dass ich meinen letzten Hund röntgen ließ ...).