Beiträge von Hundundmehr

    Ich will doch gar keine Studien, ich habe mich nur gewundert, warum es angeblich kein Hexenwerk sei, an welche zu kommen.

    Oh sorry - ich habe natürlich auch auf deinen Beitrag reagiert, ohne dich persönlich damit zu meinen :bussi:

    Hängt vermutlich damit zusammen, dass ich mittlerweile mehr als nur verwundert bin, wenn Menschen Hunden (in diesem Fall Welpen) Belastungen zumuten, die ihnen im Traum nicht einfallen würden wenn sie mal ein wenig nachdenken. Auch damit bist du, @frauchen07 NICHT gemeint :smile:

    ich frage mich echt nur, warum es einer Studie bedarf, die z. B. rassevergleichende Belastungserforschungen für ED-Problematik in Zusammenhang mit dem Absteigen von Treppenstufen bedarf...

    Solche Studien wird man in der Regel nicht finden, um da mal auf deine Frage einzugehen: Ja, das wäre Hexenwerk, hier eine genaue Studie irgendwo aufzutreiben.

    Setzt man statt dessen den Verstand ein, dann dürfte schnell klar werden, dass bei dem Bewegungsmuster eines Vierbeiners eine große Last des gesamten Körpers auf der Vorhand liegt (Beim Herabgehen einer Treppe).
    Im Zusammenhang mit der Kenntnis, dass je nach Alter des Heranwachsenden Muskulatur, Knochenfestigkeit, Sehnen- und Bänderbelastung und auch die Koordinationsfähigkeit (Körperkontrolle physisch und mental) kaum vorhanden bis noch nicht komplett ausgereift ist, so ist eigentlich schnell klar, dass hier umsichtiger vorgegangen werden muss.

    Sucht man nach Nachweisen, welche Folgen übermäßige Belastung bei Heranwachsenden hat, so findet man diese ziemlich leicht - wenn man jetzt nicht speziell nach Hunden sucht.

    Ich bin z. B. nach 3 min auf diese Doktorarbeit gestoßen

    https://d-nb.info/1009392778/34

    wo auf Seite 15 der Zusammenhang von Überlastung durch zu großes Körpergewicht bei Kindern und der Fehlentwicklung des Fußes dargestellt wird. In den Quellenangaben findet man sicher die Studie(n), die dies belegen.

    Eine 1:1 Übertragung - da ist doch gar keine Rede von; Also zumindest nicht von mir.

    Dass aber Überlastungen bei Heranwachsenden - zumindest bei Säugetieren - weitreichende Folgen haben können, ist doch nicht von der Hand zu weisen.

    Dazu bedarf es keiner "speziellen Studien".

    Hunde sind aber keine Menschen - ihr Bewegungsapparats und ihr Bewegungsmuster folgen ganz anderen Regeln und Kräften.
    Der Trainingsplan für ein Rennpferd ist ja auch nicht derselbe wie für einen 100m-Sprinter.

    Natürlich kannst du für dich die Interpretation aus Humanstudien ziehen und sie auf den Hund anwenden - als empirische Grundlage für die Hundehaltung sind sie aber wertlos, da aus wiss. Sicht eben nicht übertragbar.

    Ah - Überlastung, Verschleiß, genetische Prädisposition - all das lässt sich nicht übertragen?

    Diesen Aussage in obigem Zitat finde ich allerdings äußerst bemerkenswert:

    "Natürlich kannst du für dich die Interpretation aus Humanstudien ziehen und sie auf den Hund anwenden"

    Es ist Fakt, dass viele Grundlagenkenntnisse für den Menschen aufgrund von Versuchen/Untersuchungen an Tieren erst möglich gemacht wurden.

    Umgekehrt ist es aber nicht machbar, und bedarf der besonderen Beweisführung?

    Mal ganz ehrlich - es ist unvorstellbar, ein Kleinkind auf eine Tageswanderung mitzunehmen und dabei zu ziehen und zu zerren, nicht nur, weil das Kind irgendwann nur noch heulend am Boden liegt, sondern weil einem der gesunde Menschenverstand sagt, dass ein Kleinkind dieser Belastung noch gar nicht gewachsen ist.

    Aber bei einem Welpen setzt dieser Verstand dann aus? Weil er sich nicht heulend und zeternd auf den Boden schmeißt (wobei ich schon einige Welpen im Reallife erlebt habe, die genau durch Hinlegen versucht haben mitzuteilen, dass sie einfach platt oder auch überfordert sind - wurde nur von den Menschen nicht wahr genommen).

    Statt die Zeit für das Suchen, Lesen und Verstehen von Studien aufzuwenden, ist doch wohl eher das anzuraten:

    Wie erkenne ich Stress (mental/körperlich) bei meinem Welpen?
    Wie erkenne ich wann ein Welpe müde ist?

    Welche Studien braucht ihr denn?

    Es gibt aus der Humanmedizin, speziell auch dem Bereich Sportmedizin, etliche Untersuchungen, aus denen das Fazit gezogen werden kann:

    Zu wenig Bewegung ist ungesund, zu viel - und vor Allem einseitige - aber auch.

    Dass bei im Wachstum befindlichen Menschen (Kindern) massive Auswirkungen auf den Bewegungsapparat möglich sind, gehört doch auch irgendwie zum Allgemeinwissen?

    Genau so wie allgemeine Kenntnisse dazu, dass weder die Muskulatur, noch die Knochensubstanz, noch die Bänder und Sehnen von Geburt an perfekt ausgebildet sind.

    Auch ernährungsspezifische Auswirkungen (Mangelernährung z. B.) haben qualitative Folgen für einen Organismus.

    Wenn man sich dann solche Informationen zu z. B. Arthroseerkrankungen durchliest:

    https://gelenk-doktor.de/fragen-an-den-…rose#arthrose_1

    erhält man fundierte Fakten zu den Ursachen.

    Bedarf es da noch einer Studie mit genauen Bewegungsanweisungen für den Hund, als Beweis dafür dass das Bewegungsangebot "Treppe" für einen Welpen sorgsam und umsichtig behandelt werden muss?

    Ich werde auch weiterhin meine Welpen nicht selber auswählen lassen, wie oft und welche Treppen sie herauf- und herabpurzelnsteigen.
    Ihnen fehlt sowohl die Koordinationsfähigkeit und Körperbeherrschung, als auch der Verstand der von Nöten ist, um sorgfältig genug mit ihrem noch nicht voll funktionsfähigen Körper umzugehen.

    Auch aufgrund der Kalibrigkeit (Größen/Gewichtsverhältnis) beim Golden Retriever-Welpen ist die Belastung beim Treppenabstieg für die Vorhand extremer, weshalb ich auch hier lieber Maß und Tempo bestimme.

    Bei mir war auch der Welpenauslauf im Garten in den ersten Wochen beschränkt - danach habe ich die Stufen, die in den weiteren, tiefergelegenen Gartenbereich führten, mit einer Rampe versehen; Alleine die Vorstellung was passieren KÖNNTE, wenn ein 3-4 Monate alter Welpe wie die wilde Wutz beim Rennen mit dem Althund diese Stufen runterpoltert - ne Danke, das brauche ich nicht!

    Also - wozu brauche ich Studien explizit für den Hund ... wenn die physiologisch-medizinischen Fakten für Heranwachsende und Erwachsene doch schon seit Jahrzehnten vorliegen?

    :ka:

    Hunde "tauschen" Informationen schon auf Distanzen aus, wo wir Menschen noch überhaupt nix wahrnehmen.

    Besteht zunächst "nur" Unsicherheit hinsichtlich des anderen Hundes, wird durch den vom Menschen ausgeübten Druck dieses negative Gefühl von Unsicherheit verstärkt, und auf geringe Distanz bedarf es nur einer weiteren negativen Einwirkung (die spürbare Einengung durch das extreme Verkürzen der Leine), um dieses negative Gefühl explodieren zu lassen.

    Ich werde niemals verstehen, wieso man Hunde dann auf extrem kurze Distanz aneinander vorbeiführen muss :rotekarte:

    Eigentlich ist es doch ganz einfach: Baut sich Druck auf, schaue ich wie ich Druck rausnehmen kann :ka:

    Ich weiß, warum ich bestimmte Reaktionen von Menschen zum Anlass nehme, mit meinen Jungs sichtbar und freundlich auf Abstand zu gehen...

    Ich habe Argumente warum das gut für mich und vor allem Dako ist... aber was hat die Firma, das Hotel was auch immer davon?

    Dazu fällt mir spontan ein: Da du ja vorher "ausspioniert" hast, WANN das Gelände unbenutzt und unbeobachtet ist, ist das Gelände in dieser Zeit auch unbeobachtet für andere Zeitgenossen, die vielleicht eine etwas andere "Nutzung" im Sinn haben.

    Durch deine Nutzung bist du zwar kein "Wachbeauftragter", aber doch ein weiterer Faktor der dabei helfen könnte, dass das Grundstück unbeschadet bleibt.

    Mit Hund suchst du ja möglicherweise auch noch andere Ecken auf dem Gelände auf, die außerhalb der "normalen Nutzung" liegen - und dabei könnten dir auch Sachen auffallen, die bei dem üblichen Gebrauch nicht auffallen würden und z. B. reparatur- oder wartungsbedürftig sind.

    Manchmal brauchen Menschen auch keine "Gegenleistung" um einfach mal nett zu sein - wenn sie der Ansicht sind, dass ihr Gegenüber das zu wertschätzen weiß.

    Es gibt sicher Hunde, die keinesfalls für ein Leben in der Großstadt geeignet sind.

    Was ich aber im Sinne der Hunde an einem Großstadtleben absolut unmöglich finde:

    Es gibt Menschen, die erfüllen sich ein soziales Bedürfnis mit der Anschaffung eines Hundes, machen sich aber überhaupt keine Gedanken darum, welche Bedürfnisse der Hund hat.

    Für mich ist einfach ganz klar: Lebe ich in einer Betonwüste, und habe keine Möglichkeit dem Hund regelmäßig Freilauf, Artgenossenkontakte und Natur zu bieten - dann bin ich für eine Hundehaltung nicht geeignet.

    Eine Freundin von mir wohnte in Dortmund, Innenstadt, lächerlich kleine und ungepflegte Freilaufzonen zwar in erreichbarer Nähe - aber ansonsten nur Beton.

    Sie kam ausgesprochen gut klar mit einer Hundehaltung in einer kleinen Wohnung im zweiten Stock - WEIL sie von Beginn an den Mehraufwand zum Aufsuchen geeigneter Freilaufflächen berücksichtigt hat.

    Dem Hund hat es an nichts gefehlt.

    Hier bei mir, eher ländlich, erlebe ich aber auch Hundehalter, die ihren Hunden täglich 3 mal den gleichen "Spaziergang" anbieten - 300 m den Feldweg rauf und runter, und auch nur deshalb, weil der Garten ja frei von den flüssigen und festen Hinterlassenschaften eines Hundes bleiben muss.

    Finde ich genauso nicht-hundegerecht wie eine reine Betonwüstenhaltung.

    Hm - das ist ja jetzt schon ganz schön lange her, der Vorfall war doch im Oktober letzten Jahres?

    Was sollte denn da noch kommen, und mit welcher Begründung überhaupt nach dieser langen Zeitspanne?

    Ein halbes Jahr!!! später mit dem Tenor: "Ihr Hund ist gefährlich, wir sind nach 6 Monaten zu dem Schluss gekommen, dass Sie aufgrund ihrer Einstellung die Umwelt gefährden und machen deshalb weitere Auflagen."

    Nach nem halben Jahr????

    Ich würde sagen: Da kommt nix mehr, und um keine schlafenden Hunde zu wecken würde ich auch nix mehr unternehmen.

    Du hast ja einige Veränderungen und Tipps angenommen, die für euch eine deutliche Verbesserung zeigen.

    Zieh einfach deine Lehren aus diesem Vorfall, behalte im Hinterkopf dass Situationen einfach umsichtiger bedacht werden müssen und der Zufall bei euch eine größere Rolle spielt.

    Ansonsten hake es ab.

    Hast du noch mal Kontakt zu dem Gebissenen gehabt?
    Hier zwischenmenschlich auf eine gütliche Ebene zu kommen, finde ich wichtiger.

    Alles Gute euch!

    @JuleBule Du hast gar nix falsch gemacht :bussi:

    Tief Luft holen, wieder entspannen - und auch die "Gerüchte" etwas differenzierter betrachten. Bei vielen Informationen, die zudem noch über "mehrere Ecken" laufen, stellt sich häufig der Stille-Post-Effekt ein.

    Was ICH machen würde: Zunächst stelle ich mir vor, dass der bewährte Tipp: "Einfach den Pudel großräumig meiden!" nicht so einfach in einem Schrebergartengelände umzusetzen ist. Da kommt es sehr auf die Wegführung und die Lage des Gartens an, den die Besitzerin des Pudels hat.

    Deshalb würde ich mich mit Superleckerchen "bewaffnen" (welche, die der eigene Hund liebt und verträgt), und bei der nächsten Pudelannäherung einfach mal ganz überraschend mit einem freudigen: "Oh - das ist ja der Pudel wieder!!!" reagieren ... und einen Leckerchenregen dem Pudel entgegen werfen.

    Ein Leckerchen in der Hand behalten und sofort dem eigenen Hund geben, und ihn so bei dir behalten.

    Grundsätzlich frage ich IMMER zuerst den anderen Hundebesitzer, ob dessen Hund ein Leckerchen habe DARF. Es gibt ja wirklich gute Gründe, warum ein Mensch das nicht haben will, die harmloseste ist da Futtermittelunverträglichkeit ...

    Dieser Fall wäre aber für mich eine Ausnahme, denn anscheinend ist die Besitzerin des Pudels doch zumindest in diesem Punkt der Sicherung etwas beratungsresistent, weil uneinsichtig.

    Da der Pudel aber auf abwehrende Menschen reagiert, sehe ich eine gute Chance, diesen zu DEINEM Freund zu machen ... eben durch diesen Leckerchenregen.

    Noch besser wäre, du machst dies wenn du OHNE deinen Hund dort vorbeigehst, und der Pudel auf dich zugeschossen kommt. Vielleicht hast du ja diese Möglichkeit?

    Ärger hast du ja mit der Besitzerin dieses Pudels sowieso - das kann also nicht schlimmer werden.

    Möglicherweise ist aber die Besitzerin selber überrascht, wenn ein Mensch mal FREUDIG auf ihren Hund reagiert... denn: Auch SIE liebt ihren Hund sicher, und manche Menschen reagieren schroffer, wenn andere Menschen auf das was sie lieben mit so negativen Reaktionen agieren :???:

    Nur mal als Idee - schau mal, wie du selber dich damit fühlst :smile:

    Hm - bei meinem ersten Hund hatte ich ein ganz kleines Gartenstück im Hinterhof; war als Löse- und erste Bewegungsstelle ideal.

    Direkt vor der Tür nur Beton ...

    Da ich aber ein Auto hatte, und ein riesiges Freilaufgebiet in wenigen Minuten dadurch erreichen konnte, war auch das für mich ideal.

    Ohne Auto hätte ich meine Bedingungen für einen Hund an diesem Wohnort aber als nicht-hundekompatibel angesehen.

    Betonwüste als erste Umwelterfahrung, mit all ihren Reizen, hätte ich einem Welpen nicht zugemutet.