Beiträge von Hundundmehr

    Das Imponiergehabe. Also Marley nähert sich fremden Hunden generell sehr langsam. Es kann mal sein, wobei er das Verhalten schon länger nicht mehr gezeigt hat, er die ersten zwei Meter hoppelt wie ein Hase dann stehen bleibt abwartet was der andere Hund macht, wieder ein paar Schritte läuft wieder wartet. Letztlich läuft er in einem kleinen Bogen zu dem Hund (soweit finde ich das Verhalten, auch als Anfänger, sehr souverän) Die Schritte die gemacht werden, werden dann aber sehr steif und staksig gemacht. Rute komplett eingerollt, Kopf hoch. Man kann ihn sich optisch wie einen kleinen Akita vorstellen auch von seiner Köpersprache finde ich oft Gemeinsamkeiten. So klarer? I

    Mal so aus dem Bauch heraus - wie viel "Anlauf" bekommt denn dein Hund?

    Hört sich für mich irgendwie nach mehr an, als ich im realen Leben zulasse, weil Bewegungsenergie eben auch "Energie" ist - und die erhöht den Stresspegel. Je mehr Anlauf, desto mehr Energie.

    NOCH unterbricht dein Hund diesen Anlauf selber, das würde ich verstärken, weil das den Zeitraum verlängert, mit dem er den anderen Hunde "lesen" und einschätzen kann.

    Diese ersten Meter, die du da beschreibst, würde ich - auch jetzt einfach aus dem Bauch heraus - meinen Hund gar nicht ALLEINE machen lassen. Schön gemeinsam mit dem dem Hund zusammen, dabei freundlich gestimmt sein (denn wenn du ENTSCHIEDEN hast, dass du einen Kontakt zulässt, dann gehst du in dem Moment zumindest davon aus, dass der nicht böse endet).

    Eine "gute" Distanz, um Hunde für einen Kontakt freizugeben, liegt nach meiner Erfahrung so bei 5m. Merke ich schon auf dem Weg dahin, dass sich Spannung aufbaut (bei meinem, dem anderen, oder beiden Hunden), gehe ich erst gar nicht auf 5 m ran, sondern bleibe stehen oder gehe sogar wieder auf etwas Abstand.

    Noch ein Tipp: Ich gehe niemals so nah ran, dass die Hunde die verbliebene Distanz mit einem Sprung in die Leine überwinden können. Ich bemühe mich dabei um eine Leine bei meinen Hunden, die NICHT auf Zug ist.
    Je kürzer der andere Hundehalter seinen Hund hält, desto größer halte ICH den Abstand. Überhaupt finde ich einen kurzen Stopp bei 20-10m ganz sinnvoll, um da nochmal Kontakt zum anderen Hundehalter aufzunehmen - und zwar ganz entspannt, um noch mal Absprachen treffen zu können.

    Mein Standard-Eröffnungssatz ist übrigens: "Ich habe zwei nette Jungs..." und dann warte ich, was der Halter so sagt xD

    Ruhe, Zeit nehmen - so hast auch du ein größeres Zeitfenster, um deinen, aber auch den anderen Hund zu beobachten (und auch den anderen Menschen, aber das ist noch mal ein eigenes Thema).
    So lernst du, zu sehen ob dein Hund wenig, mittel oder sehr aufgeregt ist. Kommt dann die Info: "Ja - meine ist eine Zicke ... und läufig!", oder: "Ja - aber meiner ist nicht zu allen Rüden nett!" - dann weißt du, warum dein Hund so aufgeregt ist, und welches Verhalten da mit großer Wahrscheinlichkeit rumkommt.
    Stress bewirkt "originelles" Verhalten - und die Hunde haben schon längst die Informationen ausgetauscht, an denen wir Halter noch mühsam rumrätseln.


    Rückruf bei spielenden Hunden oder auch wenn er eben mit fremdhunden in Kontakt tritt funktioniert so lala. In dem Moment wenn der andere sich abwendet oder abgerufen wird bekomm ich ihn auch zu mir gerufen. Aber sonst ist der Hund interessanter. Ihn aus der Situation raus holen im Sinne von hin gehen und ich mitnehmen habe ich eben Angst, dass das passiert was auch mehrmals geschrieben wurde, nämlich, dass mehr passiert als sein müsste weil einfach noch von Außen (mir) dazu kommt.

    Oh wie geil! Urlaub mit Campingwagen!

    Lass dir gesagt sein: Es gibt genügend schöne Unterkünfte, wo mehr als ein Hund erlaubt ist.

    Jetzt mal ein kleiner Blick in die Glaskugel, für euer Vorhaben einen Welpen dazu zu holen (Ich bitte darum, diesen hellseherischen Blick nicht allzu Ernst zu nehmen, genauso wie die dazugehörigen Zeitangaben xD

    Zunächst wird eure Hündin ENTSETZT sein über dieses nervige Fellbündel, das an ihrem Hintern klebt und einfach nur lästig ist; folgender Blick: "NIMM! DAS! DING! WEG!!!"

    Dauert 1-21 Tage ...

    Dann wird sie sich eine ganze Weile darin sonnen dürfen - und dies auch tun! - von diesem kleinen Hund ENDLICH als das angesehen zu werden, was sie ist, und nur bisher von niemandem erkannt wurde: Eine GÖTTIN!

    Später dann wird sie sich darin sonnen, von so einem tollen, potentem Rüden begleitet zu werden, der ihr Image enorm aufpoliert und ihr jeden Wunsch von den Lippen, und jeden unerwünschten Poposchnüffler vom Hintern abliest ...

    :D

    Oder in Kurzform: Ein tolles Vorhaben, ich wünsche euch ganz viel Freude! :bindafür: :bussi:

    Aber auch wenn in unserer wochenendgruppem mal neue Hunde dazugekommen sind (in einem Jahr waren das 4 Stück) zeigt er das Verhalten.

    Ich muss jetzt nochmal nachfragen: WELCHES VERHALTEN?

    Das Imponiergehabe - oder das im zum obigen Zitat im Kontext erwähnte Verhalten des langsamen Annäherns, wo es eben friedlich abläuft?

    Du erwähnst, du hast das aufgrund der wenigen Fremdhundkontakte bisher vielleicht 10 mal sehen können - aber WAS davon? Imponiergehabe oder langsames (bedächtiges, überlegtes?) Annähern?

    Ich bekomme das gerade nicht sortiert, sorry.

    Z.B. Fremdhundekontaktaufnahme, niemals zusammen los lassen, einer nach dem anderen, wenns passt und häufig dürfen sie auch nur abwechselnd spielen, damit erst gar kein Mobbing, Eifersüchteleien oder Jagdverhalten entstehen könnte.

    Handhabe ich 100% genau so.
    Nur ergänzend dazu, weil ich auch das wichtig finde:
    Für den anderen Hund ist es deutlich angenehmer, sich mit EINEM Hund befassen zu dürfen und zu KÖNNEN.

    Ist eigentlich eine ganz einfache Logik: Muss ein Hund sich direkt mit zwei anderen, unbekannten Hunden befassen, bekommt er beide Hunde nur teilweise mit.
    Damit ist die Gefahr für Missverständnisse größer.

    Lässt sich vermeiden, indem ich so manage, dass der Hund in Ruhe die Gelegenheit hat, sich nacheinander mit meinen "bekannt" zu machen.

    Das hat sie sicherlich so gemeint, nur verkürzt dargestellt ...

    Ich weiß nicht was sie gemeint hat, aber aus dem Kontext heraus, eben weil dieser Gedankengang hypothetisch war (vom Sinn her: "Der andere Hund hat gefiddelt - aber was wäre wenn er seinerseits IMPONIERT hätte?") habe ich darauf geantwortet, was Imponiergehabe ist.

    Meistens bleibt es beim Imponieren; Es kippt aber zu 99%, sobald sich jemand verstärkend für eine Seite mit einsetzt.

    Deshalb lasse ich genau diese Imponiersituation (wenn BEIDE Hunde imponieren) auch laufen - und ich bin ein absoluter Vertreter von: "Ich lasse Hunde NICHT alles alleine regeln!".

    Theoretisch müsste es doch funktionieren "komm" so als Mitkommen zu verwenden und "hier" als sofort zu Frauchen/Herrchen kommen, oder?

    Aus eigener Erfahrung: Das "Komm" etabliert sich zu einem Signalwort mit vielerei Funktionen ... achte mal beim "Komm" auf deine Körpersprache xD

    "Komm mal bitte mit" wird mit einem Wegdrehen und Weitergehen begleitet ... "Komm mal bitte zu mir" mit einem Klopfen auf den Oberschenkel... "Komm da mal bitte weg" mit einer weisenden Handbewegung ... xD

    Und weißt du was? Unsere Hunde lernen das "Komm" im jeweiligen Kontext zu begreifen :bindafür: Weil wir es in vielerlei unterschiedlichem Kontext anwenden.

    Das tatsächlich Rückrufsignal "Hier, ici, Kühlschrank - kenne jemanden der "Keks!" ruft ...) wird deutlich klarer und für das erwünschte Verhalten eingeübt: Kommen und Vorsitz (bei manchen auch nur Kommen und Vorstehen - aber IMMER ein zum Besitzer kommender und diesen dann abwartend ansehender Hund).

    Hatte ich mal beim Ausritt mit Pferd und Hund: Da kam was, weshalb ich meinen Hund ins Fuß rief (er lief dann parallel zum Pferd, ohne so dicht zu sein dass er unter die Hufe zu geraten drohte). Weil aber da Vorne etwas kam, war mein Pferd ein bisschen stockig (wollte nicht so recht weiter).
    Ich also mit "Weiter" (Stimme!) und Körperhilfen meinem Pferd signalisiert, dass er vorwärts gehen soll - und sofort dem Hund wieder ein "Fuß" gegeben, weil der sich wieder entfernte.

    DREI MAL!

    Ich fing so langsam an, mich über den Hund zu ärgern, der ja bei mir bleiben sollte - bis mir dann aufging: Das für mein Pferd gedachte "Weiter" ist in der Kommunikation mit meinen Hunden belegt als: "Wir gehen jetzt vorwärts, ohne sonstige Beschränkungen" ... :headbash:

    Mein Hund bekam dann noch mal ein "Fuß" - und mein Pferd habe ich SCHWEIGEND vorwärts geritten ... xD

    aber ich gleichen Moment denke ich ob das nicht wieder kontraproduktiv ist, weil eigentlich ist das ja wie ein kommen und gehen und da soll ich doch kein Trara machen, weil es eigentlich selbstverständlich ist.

    Mach dir nicht soviel Köppe ... wenn du dich darüber freust, dass dein Hund da einfach entspannt liegt, dann zeige ihm doch dass du ihn lieb hast - geh hin, sag ihm dass er ein braver Hund ist, streichel ihn kurz ...

    Ganz ruhig, in diesen ruhigen Hund - und nimmst ihn dann einfach ruhig mit.

    Menno - schon wieder was nicht geklappt beim Zitieren :|


    Nur wie machen wir es dann mit dem Alleine bleiben? Wird es nicht umso schwieriger je mehr Pesonen da involviert sind?

    Nein!

    Du verlängerst dadurch den Zeitraum für deinen Hund, zu wachsen und zu reifen.

    Dieser Reifungsprozess führt dazu, dass der Hund sich nicht verlassen fühlt wenn er mal alleine ist.

    Du hörst ja in der Folgezeit nicht auf, ihn Momente des Alleine-Seins kennen lernen zu lassen.
    Nur dass du euch allen jetzt die Möglichkeit gibst, diese Fähigkeit, das Selbstvertrauen deines Hundes, ohne Druck wachsen zu lassen.

    Kennst du den Spruch: "Lass die Kinder Kinder sein - groß werden sie von alleine!"?

    Dein Hund muss jetzt noch nicht erwachsen agieren - aber du kannst ihm helfen, zu einem selbstsicheren erwachsenen Hund werden zu dürfen.

    Ich finde es total klasse, dass ihr euch um Betreuung bemüht :bussi:

    Wurde schon in einem Vorpost geschrieben: Achte auf die Wahl der Hundekontakte. Souveräne Hunde agieren ANGEMESSEN, sie erkennen einen Jungspund, und dass dessen Verhalten oftmals daraus resultiert dass er noch ziemlich grün hinter den Ohren ist. Die haben es nicht nötig, Eier zu zeigen - die WISSEN, dass sie die haben ;)

    Damit zum nächsten "Vorfall":
    iinas schrieb:

    Die beiden sind nicht wahllos aufeinander los sondern Marley hat versucht den 10 jährigen einzugrenzen und der hat sich das von dem Jungspund eben nicht gefallen lassen.
    [/quote]

    Das liest sich erst mal so, als wäre Marley der Aggressor gewesen. Würde mich auch hinsichtlich MEINES Hundes nachdenklich machen ...

    ... wenn dann nicht noch das gekommen wäre:
    iinas schrieb:

    Der ältere hat eben versucht unseren zu Maßregeln und wollte ihn auf den Rücken legen,
    [/quote]

    Wer hat denn SOWAS nötig?

    Genau - einer, der sich seiner Eier nicht sicher ist... :roll:

    In BEIDEN Fällen kannte Marley die Hunde schon länger, und auch deren Umgang mit IHM - und jetzt ist er soweit erwachsen, dass er die Stärke hat den anderen Hunden zu sagen: Ich bin kein Kind mehr - und lasse mich auch nicht mehr so behandeln!

    Ganz ehrlich - ich würde Marley und dich mal total gerne kennen lernen, denn deinen ganzen Beschreibungen nach scheint mir Marley ein toller, selbstbewusster und überaus sozial agierender Hund zu sein.
    Ich sehe da keinen Macho, und auch keinen Rüden, der sich gerade permanent selber "beweisen" muss.

    Dass er jetzt ausprobiert, erweckt den Eindruck er wäre unsicher.
    Dem ist aber nicht so.

    Überlege mal selber, wie du als junge Erwachsene warst: Du wolltest auch deine eigenen Entscheidungen treffen (was im Nachhinein mehr den Sinn von "eigene Fehler machen dürfen" hat - denn: Auch diese sind zwingend nötig, um sich selbst zu finden), und auch du konntest zu dem Zeitpunkt nicht auf Erfahrungen zugreifen, die dir die tatsächlichen Konsequenzen deines Handelns aufzeigen konnten. Diese eigenen Erfahrungen konnte dir keiner abnehmen, da muss jeder selber durch.

    Das Einzige was du bei Marley machen kannst ist, ihn in seinem jetzigen Stadium des Ausprobierens so weit zu unterstützen, dass du ihm einerseits hilfst, nichts über Gebühr ertragen zu müssen (er MUSS sich nicht die Butter vom Brot von anderen nehmen lassen), andererseits aber keine Kontakte zuzulassen, bei denen seine Fehlentscheidungen zu gravierenden Konsequenzen führen.


    iinas schrieb:

    Jetzt weis ich aber, hätte er genauso imponierverhalten gezeigt hätte es rein theoretisch zwischen den beiden knallen können.
    [/quote]

    Rein theoretisch eben NICHT.

    Auch in der Praxis verläuft das Ganze so, dass die zwei steifbeinig staksenden Rüden sich inspizieren - und dann BEIDE erhobenen Hauptes steifbeinig wegstaksen ...
    Die sind beide froh, ihre Eier auf Normalgröße aus dieser Begegnung mitnehmen zu können... ("Das Gesicht wahren").


    Das IST Imponiergehabe - und das löst i.d.R. weder Flucht- noch Angriffsverhalten aus (Siehe auch: Wörterbuch zur Verhaltensbiologie der Tiere und des Menschen/Gattermann/Spektrum-Verlag).

    Wenn nicht andere Umweltreize (z. B. ein Halter, der seinem Hund "zu Hilfe kommt", oder auch andere Hunde, die meinen sich einmischen zu müssen) diesem Imponiergehabe noch einen weiteren Aspekt hinzufügen, der dem Ganzen eine andere Richtung gibt... und genau DAS ist in der Praxis so, und dann wird aus Imponiergehabe Drohgehabe - welches zu Flucht oder Angriff führen kann.

    Edit: Dieser jetzt hier stehende Teil wurde immer beim Absenden "geschuckt" - erschien aber beim Bearbeiten immer im Editor.

    Bekomme es jetzt anders nicht mehr hin, führt hoffentlich nicht zu allzu viel Verwirrung ... Sorry!

    Er hat neulich einen Rüden, der sehr forsch mit ihm ist zum ersten Mal nach einem Jahr ausgebremst und mit Knurren und zähnefletschen signalisiert, dass ihm das Verhalten von ihm nicht passt. Ist nichts weiter passier war einfach hündische Kommunikation.


    Recht hatte er!

    Sehe nur ich das so?
    :ka:

    Hier sehe ich den Fehler eigentlich bei dir - wieso durfte dieser Hund ein Jahr lang sehr forsch mit deinem umgehen?

    Dass Marley JETZT, wo das Erkennen der eigenen in dem Jahr doch beträchtlich gewachsenen Fähigkeiten noch zusätzlich durch die Hormone gestärkt wird, sich nun selber dagegen zur Wehr setzt (du machst es ja nicht, das meine ich jetzt nicht böse und als Vorwurf :bussi: ), ist doch klar!

    Mein Tipp: Ihr KENNT den Hund - also halte du diesen von Marley fern, dann muss Marley das nicht selber machen. Das geht auch in nett dem anderen Hund gegenüber, ohne Schreien und in die Flucht schlagen. Erst gar nicht dessen Nähe SUCHEN, zur Not den Hund selber festhalten bis die Halter da sind, ihn anleinen und weggehen.

    [spoiler]Ich habe es auch schon praktiziert, dass ich mich einfach immer selber "präsentiert" habe, indem ich mich so bewegte dass ich mit meinem Körper meinen Hund abschirmte und den anderen Hund ansprach und signalisierte, meinem nicht nahe zu kommen - nett, aber bestimmt. Funktioniert nicht bei jedem Hund, aber zumindest bei mir bei den Hunden, die ich aussuche für einen Kontakt bei nahezu jedem. [spoiler]

    Wurde schon in einem Vorpost geschrieben: Achte auf die Wahl der Hundekontakte. Souveräne Hunde agieren ANGEMESSEN, sie erkennen einen Jungspund, und dass dessen Verhalten oftmals daraus resultiert dass er noch ziemlich grün hinter den Ohren ist. Die haben es nicht nötig, Eier zu zeigen - die WISSEN, dass sie die haben ;)

    Damit zum nächsten "Vorfall":

    Die beiden sind nicht wahllos aufeinander los sondern Marley hat versucht den 10 jährigen einzugrenzen und der hat sich das von dem Jungspund eben nicht gefallen lassen.


    Das liest sich erst mal so, als wäre Marley der Aggressor gewesen. Würde mich auch hinsichtlich MEINES Hundes nachdenklich machen ...

    ... wenn dann nicht noch das gekommen wäre:

    Der ältere hat eben versucht unseren zu Maßregeln und wollte ihn auf den Rücken legen,


    Wer hat denn SOWAS nötig?

    Genau - einer, der sich seiner Eier nicht sicher ist... :roll:

    In BEIDEN Fällen kannte Marley die Hunde schon länger, und auch deren Umgang mit IHM - und jetzt ist er soweit erwachsen, dass er die Stärke hat den anderen Hunden zu sagen: Ich bin kein Kind mehr - und lasse mich auch nicht mehr so behandeln!

    Ganz ehrlich - ich würde Marley und dich mal total gerne kennen lernen, denn deinen ganzen Beschreibungen nach scheint mir Marley ein toller, selbstbewusster und überaus sozial agierender Hund zu sein.
    Ich sehe da keinen Macho, und auch keinen Rüden, der sich gerade permanent selber "beweisen" muss.

    Dass er jetzt ausprobiert, erweckt den Eindruck er wäre unsicher.
    Dem ist aber nicht so.

    Überlege mal selber, wie du als junge Erwachsene warst: Du wolltest auch deine eigenen Entscheidungen treffen (was im Nachhinein mehr den Sinn von "eigene Fehler machen dürfen" hat - denn: Auch diese sind zwingend nötig, um sich selbst zu finden), und auch du konntest zu dem Zeitpunkt nicht auf Erfahrungen zugreifen, die dir die tatsächlichen Konsequenzen deines Handelns aufzeigen konnten. Diese eigenen Erfahrungen konnte dir keiner abnehmen, da muss jeder selber durch.

    Das Einzige was du bei Marley machen kannst ist, ihn in seinem jetzigen Stadium des Ausprobierens so weit zu unterstützen, dass du ihm einerseits hilfst, nichts über Gebühr ertragen zu müssen (er MUSS sich nicht die Butter vom Brot von anderen nehmen lassen), andererseits aber keine Kontakte zuzulassen, bei denen seine Fehlentscheidungen zu gravierenden Konsequenzen führen.


    Jetzt weis ich aber, hätte er genauso imponierverhalten gezeigt hätte es rein theoretisch zwischen den beiden knallen können.


    Rein theoretisch eben NICHT.

    Auch in der Praxis verläuft das Ganze so, dass die zwei steifbeinig staksenden Rüden sich inspizieren - und dann BEIDE erhobenen Hauptes steifbeinig wegstaksen ...
    Die sind beide froh, ihre Eier auf Normalgröße aus dieser Begegnung mitnehmen zu können... ("Das Gesicht wahren").


    Das IST Imponiergehabe - und das löst i.d.R. weder Flucht- noch Angriffsverhalten aus (Siehe auch: Wörterbuch zur Verhaltensbiologie der Tiere und des Menschen/Gattermann/Spektrum-Verlag).

    Wenn nicht andere Umweltreize (z. B. ein Halter, der seinem Hund "zu Hilfe kommt", oder auch andere Hunde, die meinen sich einmischen zu müssen) diesem Imponiergehabe noch einen weiteren Aspekt hinzufügen, der dem Ganzen eine andere Richtung gibt... und genau DAS ist in der Praxis so, und dann wird aus Imponiergehabe Drohgehabe - welches zu Flucht oder Angriff führen kann.

    Er hat neulich einen Rüden, der sehr forsch mit ihm ist zum ersten Mal nach einem Jahr ausgebremst und mit Knurren und zähnefletschen signalisiert, dass ihm das Verhalten von ihm nicht passt. Ist nichts weiter passier war einfach hündische Kommunikation.

    Recht hatte er!

    Sehe nur ich das so?
    :ka:

    Hier sehe ich den Fehler eigentlich bei dir - wieso durfte dieser Hund ein Jahr lang sehr forsch mit deinem umgehen?

    Dass Marley JETZT, wo das Erkennen der eigenen in dem Jahr doch beträchtlich gewachsenen Fähigkeiten noch zusätzlich durch die Hormone gestärkt wird, sich nun selber dagegen zur Wehr setzt (du machst es ja nicht, das meine ich jetzt nicht böse und als Vorwurf :bussi: ), ist doch klar!

    Mein Tipp: Ihr KENNT den Hund - also halte du diesen von Marley fern, dann muss Marley das nicht selber machen. Das geht auch in nett dem anderen Hund gegenüber, ohne Schreien und in die Flucht schlagen. Erst gar nicht dessen Nähe SUCHEN, zur Not den Hund selber festhalten bis die Halter da sind, ihn anleinen und weggehen.

    [spoiler]Ich habe es auch schon praktiziert, dass ich mich einfach immer selber "präsentiert" habe, indem ich mich so bewegte dass ich mit meinem Körper meinen Hund abschirmte und den anderen Hund ansprach und signalisierte, meinem nicht nahe zu kommen - nett, aber bestimmt. Funktioniert nicht bei jedem Hund, aber zumindest bei mir bei den Hunden, die ich aussuche für einen Kontakt bei nahezu jedem. [spoiler]

    Wurde schon in einem Vorpost geschrieben: Achte auf die Wahl der Hundekontakte. Souveräne Hunde agieren ANGEMESSEN, sie erkennen einen Jungspund, und dass dessen Verhalten oftmals daraus resultiert dass er noch ziemlich grün hinter den Ohren ist. Die haben es nicht nötig, Eier zu zeigen - die WISSEN, dass sie die haben ;)

    Damit zum nächsten "Vorfall":

    Die beiden sind nicht wahllos aufeinander los sondern Marley hat versucht den 10 jährigen einzugrenzen und der hat sich das von dem Jungspund eben nicht gefallen lassen.

    Das liest sich erst mal so, als wäre Marley der Aggressor gewesen. Würde mich auch hinsichtlich MEINES Hundes nachdenklich machen ...

    ... wenn dann nicht noch das gekommen wäre:

    Der ältere hat eben versucht unseren zu Maßregeln und wollte ihn auf den Rücken legen,

    Wer hat denn SOWAS nötig?

    Genau - einer, der sich seiner Eier nicht sicher ist... :roll:

    In BEIDEN Fällen kannte Marley die Hunde schon länger, und auch deren Umgang mit IHM - und jetzt ist er soweit erwachsen, dass er die Stärke hat den anderen Hunden zu sagen: Ich bin kein Kind mehr - und lasse mich auch nicht mehr so behandeln!

    Ganz ehrlich - ich würde Marley und dich mal total gerne kennen lernen, denn deinen ganzen Beschreibungen nach scheint mir Marley ein toller, selbstbewusster und überaus sozial agierender Hund zu sein.
    Ich sehe da keinen Macho, und auch keinen Rüden, der sich gerade permanent selber "beweisen" muss.

    Dass er jetzt ausprobiert, erweckt den Eindruck er wäre unsicher.
    Dem ist aber nicht so.

    Überlege mal selber, wie du als junge Erwachsene warst: Du wolltest auch deine eigenen Entscheidungen treffen (was im Nachhinein mehr den Sinn von "eigene Fehler machen dürfen" hat - denn: Auch diese sind zwingend nötig, um sich selbst zu finden), und auch du konntest zu dem Zeitpunkt nicht auf Erfahrungen zugreifen, die dir die tatsächlichen Konsequenzen deines Handelns aufzeigen konnten. Diese eigenen Erfahrungen konnte dir keiner abnehmen, da muss jeder selber durch.

    Das Einzige was du bei Marley machen kannst ist, ihn in seinem jetzigen Stadium des Ausprobierens so weit zu unterstützen, dass du ihm einerseits hilfst, nichts über Gebühr ertragen zu müssen (er MUSS sich nicht die Butter vom Brot von anderen nehmen lassen), andererseits aber keine Kontakte zuzulassen, bei denen seine Fehlentscheidungen zu gravierenden Konsequenzen führen.


    Jetzt weis ich aber, hätte er genauso imponierverhalten gezeigt hätte es rein theoretisch zwischen den beiden knallen können.

    Rein theoretisch eben NICHT.

    Auch in der Praxis verläuft das Ganze so, dass die zwei steifbeinig staksenden Rüden sich inspizieren - und dann BEIDE erhobenen Hauptes steifbeinig wegstaksen ...
    Die sind beide froh, ihre Eier auf Normalgröße aus dieser Begegnung mitnehmen zu können... ("Das Gesicht wahren").


    Das IST Imponiergehabe - und das löst i.d.R. weder Flucht- noch Angriffsverhalten aus (Siehe auch: Wörterbuch zur Verhaltensbiologie der Tiere und des Menschen/Gattermann/Spektrum-Verlag).

    Wenn nicht andere Umweltreize (z. B. ein Halter, der seinem Hund "zu Hilfe kommt", oder auch andere Hunde, die meinen sich einmischen zu müssen) diesem Imponiergehabe noch einen weiteren Aspekt hinzufügen, der dem Ganzen eine andere Richtung gibt... und genau DAS ist in der Praxis so, und dann wird aus Imponiergehabe Drohgehabe - welches zu Flucht oder Angriff führen kann.