Steht eindeutig da, daß der andere Hund schon auf dem Boden lag, also sich unterworfen hatte.
Das steht dazu im Eingangstext:
und sich letztendlich regelrecht in dem anderen Hund verbissen, während dieser schon am Boden lag.
WARUM er am Boden lag, steht dort nicht.
So, das hilft der TE aber nicht weiter.
Was eindeutiger Fakt ist: Für Henry war dieser plötzliche Überfall eine ganz furchtbare = furchtauslösende Situation. Bei Furcht gibt es die Möglichkeit Meiden/Flucht - oder Wehr.
Henry hat sich für diemit Wehr entschieden. reagiert (editiert, weil Henry hier keine willentliche Entscheidung gezeigt hat - er hatte keine WAHL).
Ob die heftige Reaktion ausgelöst wurde durch diesen übermäßigen Schreckmoment (stellt euch vor, ihr geht nichtsahnend in einer einsamen Gegend bei Dunkelheit durch eine Straße - und plötzlich, ohne Vorwarnung, tritt euch jemand von Hinten die Knie unterm Hintern weg - das was da an Verhalten ausgelöst wird, ist fern von jeglichem rationalem denken, da reagieren die Lebenserhaltungsfunktionen, die bei allen Säugetieren angelegt sind), oder ob - wie hier auch angesprochen wurde - für eine "latent schlummernde Artgenossenunverträglichkeit" der Schalter umgelegt wurde, kann hier wohl niemand beantworten.
Ich würde hier tatsächlich einen verhaltenstherapeutisch ausgebildeten Tierarzt kontaktieren, der den Hund dann sieht und auch einschätzen kann - bevor ich da irgendeinen weiteren Trainer "rummurxen" lasse.
Manche Tierärzte arbeiten ja auch mit Trainern zusammen, schließen sich bei der Therapie dieser Hunde kurz.
Berichte doch bitte, wie es mit Henry und euch weitergeht.
Es ist traurig, was mit dem anderen Hund geschehen ist, und das war so unnötig...
Henry lebt aber, und für IHN (und damit auch euch) hat das Ganze unglaublich traurige Konsequenzen.
Ich kann nur ahnen, was in euch als Henrys Menschen vorgeht ...
Alles Gute wünsch ich euch!