Beiträge von Hundundmehr

    Was ist Touristococcus faecium?

    Dieses Tauchstation-Bild xD Da hat der Junior ja richtig Forscherdrang :herzen1:

    Ich frage mich nur immer, wie solche Fotos zustande kommen - bis ich mal überhaupt daran denke, das Handy mal zum Fotografieren rauskramen zu können ... ist die Situation schon vorbei xD

    Klasse Foto! :respekt:

    Den Presslufthammer mit so viel Gleichmut zu ertragen ist ja schon der Hammer - aber noch besser gefällt mir die Draußen-Spiellaune des Galgöchens: Er wird immer lockerer :herzen1:

    Apportieren find er als bautenjäger unnötig....

    Er ist ein BautenJÄGER - seine Spezialisierung sind Bauten, aber er verfügt auch über alle anderen Sequenzen des Beutefangverhaltens.

    Sicher ist das BRINGEN nicht der Teil des Beutefangverhaltens, der für ihn das Beglückendste ist. Aber bis zum Bringen ist der Weg zur Beute mit unterschiedlichen Sequenzen des Beutefangverhaltens gespickt. Bei einer Frei-Verloren-Suche z. B. das Stöbern, bei der Markierung wird durch das schnelle Rennen zur Beute das Hetzverhalten bedient, das Einweisen ist eine Vertrauensarbeit als Team, bei der der Hund seinen Verstand und seine Sinne einsetzen muss.

    Kann dein Hund seine Nase gezielt einsetzen? Dann würde ich mal versuchen, die "Beute" nicht so leicht findbar zu machen - unter Laub verborgen z. B., oder unter einem Stück Baumrinde, in einem Haufen Äste verborgen, in einer Baumaushöhlung, oder auch in der Höhe, auf einem Baumstumpf beispielsweise, wo er überlegen muss, von welcher Seite aus er die Beute erreichen kann.

    Lass ihn ARBEITEN, sich anstrengen mit seinen Sinnen - und wenn du die Beute besonders lohnenswert (oder auch zu Beginn leichter und lohnenswerter zu riechen) machen willst: Beschmiere sie mit etwas Leberwurst. Oder Harzer Käse.

    Die Belohnung in Form eines vertilgbaren Happens dieser Leckerei erhält er dann, wenn er die Beute bringt.

    Mal als allgemeine Anmerkung: Immer aufhören, wenn es am Schönsten ist!

    So bleibt diese gemeinsame Beschäftigung immer begehrenswert - und: Nichts macht die Motivation mehr kaputt als Übersättigung oder Langeweile (wenn es keinen Spaß mehr macht).

    Da auch Konzentration für diese Arbeit nötig ist: Gerade zu Beginn ist diese Konzentration noch sehr gering, auch sie wird über ÜBEN aufgebaut.

    Oft wird der Fehler gemacht, noch eine Übung und noch eine Übung und noch eine Übung zu machen - entweder weil es noch nicht "perfekt" genug lief, oder WEIL es so gut geklappt hat.

    Weniger ist da mehr.


    Für MICH ist 'echter' Jagdtrieb - der Hund vergisst wirklich alles um sich herum und ist wie im Tunnel und eigentlich nur durch die Leine oder Festhalten 'stoppbar'.

    Das ist äußerst subjektive und persönliche Definition.

    Ganz ehrlich - meinst du nicht, du trittst damit all denjenigen auf die Füße, die sich intensiv und kundig mit dem Jagdverhalten ihres Hundes befasst haben und dieses unter Kontrolle bekommen haben? Denn deiner Definition nach sprichst du genau diesen Menschen ab, einen wirklich "schwierigen" Hund zu haben, sondern nur einem mit "unechtem" Jagdtrieb.

    Außerdem ist deine Annahme "wie im Tunnel und nur von Außen (durch Leine oder Festhalten) stoppbar" einfach nur falsch. Das beruht auf den veralteten Triebtheorien, die aus einer Zeit stammen, als man den Tieren noch allgemein das Denken (und Fühlen) abgesprochen hat.

    Gibt es eine Alternative für den Dummy, die Bewegung beinhaltet und dieses 'Beute' erreichen(?)... vermutlich eher nicht, oder?

    Die Markierung ... dabei geht es nicht um die Beute, die irgend wo hin geworfen wird, sondern um die STRECKE, die der Hund dabei zurück legt.

    Das Bringen wird dann eben schmackhaft gemacht - aber der Fokus liegt darauf, in kleinen Schritten die Strecke zum Dummy immer größer werden zu lassen. Und auch schwieriger.

    Der Hund muss dabei lernen, die Entfernung zum Landepunkt der Beute EINZUSCHÄTZEN und sich diese Stelle zu MERKEN. KANN er das noch nicht ausreichend, wird sein Rennen planlos.

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    Irgend etwas wollte ich noch zitieren, habe es aber vergessen.

    Deshalb mal so:

    Dieses "blind und impulsiv" Losrennen - das macht KEIN WOLF, wenn er eine Beute sieht!

    Eine blinde und impulsive Jagd ist wenig erfolgreich - ein Wolf geht beim Jagen geplant und überlegt vor, denn: Er muss alles dafür tun, um auch zum Ziel zu gelangen.

    Auch wenn die Spezialisierungen unserer Hunde ein deutlicher Unterschied zu ihrem Urahn, dem Wolf, sind - auch unsere Hunde haben die Fähigkeit zu lernen, geplant und überlegt vorzugehen. Mehr noch: Die durch die Domestikation verursachten Umbauten im Gehirn geben unseren Hunden größere, assoziative Fähigkeiten - sie lernen besser als ein Wildtier.

    Hast du denn Lektüretipps zum Thema Kontrolle und Jagd-Ersatz-Training?

    Nicht wirklich ...

    Ich arbeite nicht mit einer "Methode", sondern mit Lernverhalten, Kooperation und Bedürfniserfüllung.

    Lernverhalten nutze ich einerseits in Form von Konditionierung (Behaviorismus): Eine Verknüpfung mit einem Signal (Kommando, Pfiff, Handzeichen etc.) wird so lange geübt, bis sie sitzt. Positive Verstärkung (durch Leckerlie, Lob, Erfolg) hilft dabei, diese Konditionierungsschiene FREUDIG zu etablieren.

    Andererseits nutze ich das Lernverhalten, um meinen Hund das Denken zu lehren (Kognitivismus, Konstruktivismus).

    Daraus leitet sich Kooperation ab: Mit mir zusammen zu arbeiten lohnt sich. Nicht nur wegen der Belohnungen, die von mir kommen, sondern weil diese Zusammenarbeit dem Hund den gewünschten Erfolg bringt. Er lernt Teamarbeit, und er lernt, diese zu bevorzugen.

    Über diese Kooperation erhält der Hund die nötige Bedürfniserfüllung: In JEDEM Hund ist das Beutefangverhalten genetisch angelegt. Sonst wäre er kein Canis LUPUS familiaris.

    Bei manchen Hunden wird durch die lange Selektion (Spezialisierung) diese genetische Anlage durch andere Veranlagungen überdeckt; Sie kommt nicht mehr so deutlich zum Vorschein, es werden andere Verhaltensweisen bevorzugt gezeigt. Trotzdem ist diese Veranlagung NOCH DA, und diese ist mit Dopaminproduktion verbunden. So kann es durchaus passieren, dass ein nicht auf Jagd spezialisierter Hund durch eine zufälligerweise gemachte Jagderfahrung dieses Erlebnis als beglückend abspeichert, und von sich aus nach weiteren solchen beglückenden Erlebnissen SUCHT.

    Umso mehr ist diese Suche wahrscheinlich bei einem auf Jagd spezialisierten Hund - denn bei diesem ist dieses Beutefangverhalten deutlich näher an der Oberfläche seiner Verhaltensweisen angesiedelt, und wird dementsprechend leichter durch äußere Reize initiiert.

    Deshalb lehre ich meine Hunde (Golden Retriever, Apportierhunde, bei denen auch die Jagdverhaltensweisen Stöbern, Spur aufnehmen, Beute stellen und greifen erwünscht sind und dementsprechend gezielt selektiert werden) beizeiten, diese Bedürfniserfüllung durch gemeinsame Aktion mit mir zu bekommen (Apportiertraining halt :ka:).

    Auf dem Heimweg merkte ich, dass sie viel mehr als sonst auf der Suche nach "Jagdbarem" war.

    Das ist nach einem Jagderlebnis völlig normal - der Stresspegel ist zum Einen noch sehr hoch, zum Anderen ist die Beutefangverhaltenskette angestupst worden, und ist noch im Bewusstsein.

    So ein sehr naher Bewegungs(an)reiz - ein Reh das 2m vor einem wegspringt - ist selbst für einen gut im Jagdtraining stehenden Hund oft zu hoch.

    Wie kommt es, dass du das Reh nicht gesehen hast? Hat dein Hund das nicht vorher "angezeigt"?

    So ein Reh ist ja eigentlich recht groß, damit es so nah am Menschen noch unsichtbar ist, bedarf es schon recht hohes und dichtes Gewächs.

    An diesen Stellen bin ich selber auch sehr achtsam, bin ich mir bei meinem Hund unsicher, leine ich dort an.

    Bei einem jagdlich ambitioniertem Hund reicht es nicht, an Impulskontrolle losgelöst vom Jagdtraining zu arbeiten.

    Ein jagdlich ambitionierter Hund muss BEIM JAGEN Impulskontrolle lernen - also sogenanntes Jagdersatztraining, bei dem die Jagdfähigkeiten des Hundes geschult werden. Dazu gehört als Basis, nicht jedem Jagdimpuls spontan nachzugehen, sondern zu ÜBERLEGEN.

    Von Antijagdtraining bei einem Hund - also das Arbeiten GEGEN die Jagd - halte ich für jagdlich ambitionierte Hunde gar nichts.

    Es wird nicht GEGEN die Veranlagung eines Hundes gearbeitet, sondern MIT ihr.

    So wird sie für uns Menschen einschätzbar und lässt sich managen.

    oah, jetzt hat sie aber zweifach! je ne Maus erwischt (nicht getötet und gefressen, aber trotzdem!)...

    Ich liebe Tiere, und ich mag auch Mäuse.

    Trotzdem frage ich mich, was ist schlimm daran wenn ein Hund Mäuse jagt :ka:

    Der Hund ist bei aller Domestikation immer noch ein Raubtier, und damit ein Jäger.

    Mir ist lieber, mein Hund erwischt vielleicht mal zufällig eine Maus, lässt aber dafür Fasane, Rehe und Hasen in Ruhe.... die bringen meinen Hund nämlich in wirklich ernsthafte Gefahr (Straßen, aber auch Jäger z. B.), weil sie den Hund weit weg von mir bringen.

    Eine Maus nicht ...

    Meine Hunde weichen nicht wirklich aus - sie beachten den Radfahrer aber normalerweise und schauen, dass sie nicht zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind wie der Radfahrer.

    Ich "warne" meine Jungs immer mit einem: "Vorsicht Jungs - Radfahrer!" oder auch: "Vasco (Amigo) - passt du (ihr) bitte auf, da kommt ein Radfahrer!".

    Ich bin schon oft lachend gefragt worden: "Und das verstehen die? :lol:".

    Ich lese hier interessiert mit und würde eher gern wissen wie ihr das gemacht habt. blushing-dog-face Wahrscheinlich haben eure Hunde einfach ein riesen Vertrauen in den Menschen und sind sicher.

    Meine Hündin empfindet gerade Radfahrer als Gefahr. Autos fahren in festen Bahnen, das geht. Aber Radfahrer sind super gefährlich.

    Das riesen Vertrauen in Menschen stimmt bei meinen Hunden schon. Ich habe mich einfach von Beginn an darum bemüht, jegliche Negativerfahrung mit Menschen erst gar nicht zustande kommen zu lassen. Die dafür nötige Basis war, zu verhindern, dass meine Hunde (schon als Welpe) nie zu anderen hinrennen konnten. Es bedurfte meiner "Freigabe".

    Radfahrer (und auch Jogger) habe ich als "völlig normal zum Umfeld gehörend" schöngefüttert - und bin IMMER nach dem Passieren ein Stück in die Gegenrichtung gegangen, in die sich der Radfahrer/Jogger entfernte.

    Das mache ich auch heute noch manchmal - entweder dann, wenn der Radfahrer/Jogger mir signalisiert, dass er Angst hat (demjenigen tut es gut wenn er merkt, dass wir ihn nicht "verfolgen"), oder wenn mein Amigo selber schon in einer höheren Erregungslage ist; Dann kann es passieren, dass der Bewegungsimpuls des schnelleren Subjektes auch bei ihm einen Rennimpuls auslöst. Dass er dann selber nur RENNT, und nicht den Radfahrer/Jogger als Objekt (Beute) verfolgt, kann derjenige in dem Moment nicht wissen.

    Ich will auch erst gar nicht die Möglichkeit schaffen, diese Verknüpfung bei Amigo herzustellen.

    n der Realität betrachtet, ist das doch auch so (wider aller juristischen Forumulierungsfeinheiten), wenn der Verursacher einfach gegangen ist und sich nicht hat aufhalten lassen.

    Ja, da gebe ich dir völlig Recht.

    Mir stellt sich da eine ganz andere Frage:

    Mache ich es besser, wenn ich mir sage: "Es passiert sowieso nichts - also unternehme ich erst gar nichts."?

    Oder unternehme ich doch lieber etwas, auch mit dem Wissen dass durchaus die Möglichkeit besteht, es wird (zunächst einmal) nichts dadurch in Gang gesetzt?

    @Das Rosilein Ah, danke für die Gedächtnisauffrischung :smile: den genauen Hintergrund hatte ich nicht mehr auf dem Schirm.

    Mir selber ging es dabei um den Aspekt: "Es lohnt sich nicht die Polizei zu rufen, weil diese sowieso nichts macht." (So ungefähr ist das bei mir persönlich hängen geblieben.)

    Wurde ja auch irgendwo als "quasi Freifahrtschein" für das Benehmen bzw. doch eher Unbenehmen von manchen Hundehaltern bezeichnet.

    Hier fand ich den Hinweis von SunkaSapa sehr wichtig, die nötige Courage zur Anwendung der rechtlichen Grundlagen aufzubringen.

    Es scheint aber tatsächlich weit verbreitet zu sein, dass manche Menschen für sich selber ein Verhalten in Anspruch nehmen aufgrund der Gewissheit, dass andere (Betroffene) sich zwar darüber aufregen - aber nichts weiter unternehmen um diesem Verhalten Einhalt zu gebieten.