Beiträge von Hundundmehr

    flying-paws Wo hast du das her?

    Zum einen ist sie ein Golden Retriever - schon allein deswegen ist sie nicht in der Lage das zu regeln

    So dick ihr "Fell" auch ist, und so bedacht sie darauf sind, Konflikte erst gar nicht entstehen zu lassen - MEINE Jungs REGELN, wenn sie es für nötig halten.

    Zum Problem an sich:

    Herr Chen-Vonlady

    Simba - dem Sohn von Lady - wird zu Hause, innerhalb seiner familiären Gemeinschaft, deutlich vorgelebt, was er tun DARF, und welches Verhalten er dort seinen Mitgliedern der Gemeinschaft gegenüber anwenden darf.

    Ich habe den Eindruck, du übersiehst tatsächlich dass Simba sich deutlich zuviel herausnehmen darf gegenüber seiner Mutter, denn du stehst tatenlos daneben.

    Dass Lady sich nicht zur Wehr setzt, liegt sicher zum EINEN an ihrer möglicherweise sanften Natur, die sie gerade gegenüber ihrem Nachwuchs zeigt.

    Zum Anderen lebst du ihr allerdings vor, dass sie es sich gefallen lassen MUSS - indem zu zusiehst, wie sie sich behandeln LÄSST.

    Meiner Meinung nach wird schon bei euch in der Gemeinschaft die Opferrolle für deine Lady festgelegt - und diese setzt sich selbstverständlich fort, wenn ihr außerhäusig seid.

    Sascha ist da "nur" eine weitere Facette, die diese Opferrolle innerhalb einer zufälligen Gruppenkonstellation bei Lady erkennt - und dann natürlich mitzieht.

    Ob es in deinem Fall noch ausreichen würde, Lady ab sofort einerseits gegenüber Simba zu schützen und ihm deutlich zu machen, dass seine Nutzung als Punchingball von Lady ein No-Go ist, anderseits zuverlässig dafür zu sorgen, dass Lady ihre Ruhe hat und sich sicher sein kann, zu Hause nicht mehr das Opfer zu sein, um hier eine dauerhafte Besserung für Lady zu erwirken ... ich habe da meine Zweifel.

    Ich sehe die große Gefahr, Lady zieht sich im weiteren Verlauf immer mehr zurück.

    Bitte hole dir jemanden, der sich eure Situation zu Hause ansieht, und fälle eine Entscheidung zugunsten von Lady.

    Auch, wenn das heißt sich von Simba zu trennen.

    Ich halte es für nicht mögich, Lady das nötige, derzeit fehlende Selbstbewusstsein zu geben, wenn die derzeitige Konstellation so bleibt.

    Die Frage die sich mir bei den "unerkannten Zuchthunden" im TS stellt wäre dann wie hoch dieser Anteil ist.

    Denn das könnte ja auch ein Grund dafür sein das man Züchterhunde im TS selten findet. Zumindest scheint es eine Dunkelziffer zu geben.

    Bei "unerkannten Zuchthunden" geht es doch jetzt um Hunde "mit Papieren", also FCI-Papieren? Das sind also Hunde, deren Vereine dem VDH angeschlossen sind (von einigen Ausnahmen, wo solche Verbandshunde beim Züchter im Ausland gekauft wurden, mal abgesehen)?

    Das seltene Auffinden solcher Hunde im TS könnte natürlich auch daran liegen, dass es im Vergleich zur Gesamthundehaltung gar nicht so viele dieser Züchterhunde gibt ...

    Nur mal in Zahlen: Es gibt ca. 11,8 Millionen (Yuma-Studie) bzw. 9,4 Millionen Hunde (Skopos-Studie) in Deutschland. Im VDH wurden in den letzten 10 Jahren knapp 800.000 dieser Hunde "produziert", wobei ein Teil dieser Hunde gar nicht mehr lebt.

    Kann man jetzt dennoch davon ausgehen, die Dunkelziffer von im TS landenden Züchterhunden müsse doch um einiges höher sein - oder vielleicht doch einen Vorteil für den Hund durch diese straffe Organisation des Züchtergeschehens sehen, mit dem ihm ein Schicksal im TH erspart bleibt?

    :ka:

    Ich wäre für deutlich mehr kontrollierte Organisation beim Handel mit Hunden - den Hunden zuliebe.

    Die meisten Züchter machen das, woran es bei vielen Vermittlern schlicht mangelt, ausführliche und fachkompetente Vorgespräche.

    :bindafür::bindafür::bindafür:

    Nach meinem Beitrag zu meiner Erfahrung mit meiner ersten Züchterin habe ich überlegt, was sich daraus ableiten könnte an Vorstellungen für eine notwendige Sorgfalt bei der Vermittlung von Tierschutzhunden.

    Nur mal als spontane Gedanken:

    Die Kompetenz im Erstgespräch, und der Wille, sich mit dem Interessenten zu befassen sind erst mal Grundvoraussetzungen.

    Ich persönlich halte die meisten Tierschutzhunde nicht für Angsthunde (da spricht einfach mein Reallife gegen - hier sind ungefähr gefühlte 80% der Hunde irgendwie aus dem Tierschutz, und es ist kaum zu glauben, aber: Die Hunde und deren Menschen kommen klar mit sich und ihrer Umwelt).

    Unsicherheit ist für mich ein Faktor, der bei einem Erstgespräch im Vordergrund stehen würde - und hier eben auch eine konkrete Anleitung für den Interessenten, was zu beachten ist um dem Hund eine angemessene Eingewöhnung zu ermöglichen.

    Ein kompetenter Ansprechpartner, der weiß um welchen Hund es sich handelt (dem man also nicht erst lang und breit irgend etwas erklären muss zum Hund, was man über die Herkunft weiß etc. blabla...) für die Zeit NACH der Abgabe; Dass der Interessent sich sicher sein kann, jemanden zu haben an den er sich wenden kann bei den kleinen und größeren Problemen oder auch nur Fragen, die sich im Alltag mit seinem Hund ergeben, ist für mich persönlich auch ein wichtiger Aspekt.

    Die meisten Probleme entstehen doch, weil die Menschen nach der Übernahme des Hundes allein gelassen werden (und das betrifft sowohl Hunde aus dem "Tierschutz" als auch von "Züchtern" - und BEIDES ist von mir in Anführungszeichen gesetzt, weil es genau dieser Sorgfalt für MICH bedarf, um sowohl die Kriterien von TierSCHUTZ als auch ZUCHT zu erfüllen).

    Warum will man überhaupt einen Hund?

    Wie stellt man sich das Leben mit Hund vor?

    Weiß derjenige, welche Kosten auf ihn zukommen?

    Was ist, wenn die Kosten durch gesundheitliche Komplikationen mal höher sind?

    Welche Erwartungen - auch hinsichtlich Arbeits- und Zeitaufwand - hat derjenige an den Welpen?

    Gibt es Unterstützung bei der Haltung, auch einen Plan B wenn einem selber mal die Zeit fehlt?

    Welcher Zeitaufwand wird einkalkuliert?

    Weiß derjenige, welche rassetypischen Eigenschaften ihn erwarten, und wie hat er vor, diese zu berücksichtigen?

    Meine erste Züchterin hatte z. B. starke Bedenken bei unserem ersten Telefonat, und hat das auch klar geäußert: Alleinerziehend mit 6-jährigem Sohn - und 400 km Entfernung.

    Sie hat mir überlassen, ob ich den Aufwand zu einem persönlichen Kennenlernen auf mich nehmen will, auch auf die Gefahr hin dass ich keine Garantie auf eine Zusage bekomme.

    Erst beim zweiten Besuch hat sie mir in dessen Verlauf gesagt, dass sie sich vorstellen kann mir einen ihrer Welpen anzuvertrauen.

    Beim dritten Besuch hat sie mir dann gesagt, welchen Rüden sie sich vorgestellt hat für meinen Sohn und mich.

    Der vierte Besuch war dann die Abholung, bei der auch alle Verkaufsformalitäten erledigt wurden.

    Ich weiß nicht mehr, was sie mich alles gefragt hat bei den stundenlangen Aufenthalten, die ich dort hatte. Sie hat sich sehr viel Zeit für mich genommen, die lange Fahrt sollte sich ja auch für mich lohnen.

    Viele ihrer Fragen gingen nicht in persönliche Details, sondern dienten dazu mir Gedanken darüber zu machen, wie meine Zukunft mit Hund aussieht und wie ich das bewältigen kann.

    Die Chemie hat gepasst - und ja, im Verlaufe dieser Gespräche hat sich eine Vertrauensbasis auf Gegenseitigkeit entwickelt.

    Auch wenn der Kontakt aufgrund der Entfernung sehr beschränkt ist, war sie immer eine zuverlässige und vertrauenswürdige Ansprechpartnerin, die sich für jeden ihrer Welpen interessierte über die Abgabe hinaus.

    Aber es ist genausowenig verwerflich, dass Tierschutzvereine sagen: das können wir nicht liefern.

    Wobei wir uns da aber genau wieder im Kreis drehen, denn:

    Derzeit ist es ja so, dass es genau bei dieser Argumentation: "Das können wir nicht liefern!" anfängt, zu menscheln.

    Warum kann das nicht "geliefert" werden?

    Hatten wir doch hier, bei Gammur : Da wurde nicht gesagt, es gibt derzeit keinen Hund der die Kriterien erfüllt UND mit einem 1,80 hohen Zaun und Wild, welches bis an den Zaun heran kommt, klar käme ... sondern (unterschwellig? Zumindest deutlich wahrnehmbar): "Sie wollen den Hund nur im Garten halten!" als Absagebegründung angegeben wurde.

    Ich frage noch mal: Welche Standardisierung wäre denn möglich, die den vermittelten HUNDEN zugute käme?


    P.S.: Es ist ja nicht so, dass es in Deutschland keine Möglichkeiten der Qualitätskontrolle für Tierschutzvereine gäbe. Den Deutschen Tierschutzbund z. B. - auch, wenn das keine Garantie dafür ist, es würde tatsächlich ALLES gerade laufen; auch der DTB ist nicht perfekt... aber ein guter Beginn.

    Läuft nur auf freiwilliger Basis... und da gibt es immer noch viel zu viele, die sich dem einfach nicht anschließen wollen.

    Bei so wenig Selbstreflexion sind Vorkontrollen natürlich ein Witz.

    Wobei ich hier mal anbringe, manche Vereine sind tatsächlich so abgezockt, so etwas als scheinbares "Qualitätsmerkmal" anzubringen ("WIR!!! machen VORKONTROLLE!"), um dem Klientel Seriosität vorzugaukeln.

    Ich habe tatsächlich mal einen Verein erlebt, dem man anhand der von ihm auf der HP veröffentlichen Daten nachweisen konnte, dass er als reiner Vermittler von Auslandshunden im großen Stil fungierte - und dann plötzlich ein "Gütesiegel" auf der HP hatte: "Wir werden kontrolliert von: (Logo einer mit klangvollem Namen versehenen Stiftung)" ....

    .... und sich bei der Recherche nach dieser "Stiftung" herausstellte, dass diese vom Vereinsvorsitzenden des "Auslandshundimportes" ins Leben gerufen wurde ... und sie ist bis HEUTE nicht genehmigt.

    Manche fühlen sich moralisch unterlegen sozusagen und dann wird eben lieber gegen den TS geheizt als zu sagen "Ja, ich wollte halt lieber einen Welpen mit gut untersuchten Eltern und ner ordentlichen nachvollziehbaren Prägung"

    Nun ja - und das bezieht sich jetzt nicht auf dich, straalster , das ist nur eine allgemeine Erfahrung die ich persönlich gemacht habe - genau diese "moralische Unterlegenheit" wird gerne als Pseudoargument genutzt bei Menschen, die sich einen Hund aus guter Zucht holen wollen oder schon geholt haben.

    Genau mit diesem "Argument":

    Fällt halt leichter, etwas auf andere zu schieben als sich eventuell dem "Wie kannst du nur kaufen, anstatt zu retten" zu stellen.

    Wieso sollte ich etwas auf andere schieben wollen?

    Ich hole mir einen Hund vom Züchter mit genau dieser Argumentation:

    "Ja, ich wollte halt lieber einen Welpen mit gut untersuchten Eltern und ner ordentlichen nachvollziehbaren Prägung"

    Weil ich genau DAS unterstützen will: Seriöse Zucht.

    Weil nur seriöse Zucht das bietet, was jeder Hund meiner Meinung nach verdient: Den bestmöglichen Start ins Leben.

    Dabei nehme auch ich eine Kontrolle hin, denn nur ein seriöser Züchter wählt aus, wem er seine Welpen gibt.

    Anders will ich es auch nicht.

    In gewissen Lebens und umfeldsituationen fehlt einem einfach der Spielraum, jeden Hund toll, süß, passend zu finden.

    Deine konkreten Vorgaben gefallen mir sehr gut. Sie sind klar, überlegt - und gewährleisten eine Lebensstellung für den Hund.

    Auch bei mir ist es dabei so, dass ich - einmal zu einem Hund "Ja" gesagt - ALLES tue, um diesem Hund ein möglichst gutes Leben an meiner Seite bis zu dessen Lebensende zu ermöglichen. Dabei gibt es keine Garantie auf lebenslange Gesundheit.

    Ich persönlich empfinde es als unsinnig, mir von Beginn an einen Hund ins Haus zu holen bei dem ich wüsste, dass er meine Lebenssituation komplett über den Haufen werfen würde. Das lasse ich mir auch nicht von anderen "aufdrücken".

    Entwickelt sich das aber im Verlauf des Lebens bei einem Hund so, dann trage ich diese Verantwortung. Ein Hund ist für mich keine Sache, die ich durch etwas anderes ersetze, wenn sie ihre "Funktion" nicht mehr erfüllt.

    .....................

    Was mich an dieser Diskussion jetzt interessiert:

    Wie KÖNNTEN denn standardisierte Abläufe bei der Vermittlung von Hunden aus dem Tierschutz aussehen?

    Die Wahrscheinlichkeiten sind einfach höher, dass der Hund die für seine Zukunft geplanten Aufgaben leichter erlernt und seine Arbeit erfolgreich erledigt, wenn die Rasse mit den Eigenschaften für den jeweiligen Bereich schon seit Jahrhunderten in diese Richtung gezüchtet wurde.

    Dem stimme ich zu, wobei ja nicht jeder Mensch jetzt zwingend eine Planung haben muss, was er mit dem Hund an Zielen erreichen will.

    Es erleichtert aber ungemein das Zusammenleben, wenn der Mensch weiß was ihn erwartet und er sich vorstellen kann, diese Erwartung eben auch in seinem Alltag unterzubringen.

    "Was haltet ihr von Vor- und Nachkontrollen?"

    Ich halte da sehr viel von.

    Für mich ist es unabdingbar, dass der Mensch/die Menschen, die ein Tier vermitteln, sih sorgen und dafür interessieren WO und bei WEM dieses Tier landet.

    Da steht nicht die Fragwürdigkeit oder auch Mündigkeit des Interessenten im Mittelpunkt, sondern alleine der Fokus auf das Tier.

    Es geht um dessen Wohl, und vor Allem darum, dass das neue Zuhause auch gleichzeitig die Lebensstellung dieses Tieres ist.

    Von Menschen, die ein Tier einfach nur verschachern, die es nicht interessiert wo das Tier hingeht, würde ich kein Tier haben wollen. Weil ich damit genau dieses Verschachern unterstütze, und damit weiteres Tierelend.

    Dass dabei auch einiges - moderat ausgedrückt - "schräg" läuft - ohne Zweifel.

    Da hat @Helfstyna - Stichwort Kompetenzen z. B. - ja genaueres zu gesagt.

    Aber: Menschen LÜGEN. Weil sie sich damit Vorteile verschaffen können.

    Oder sie überschätzen sich. Oder unterschätzen sich und die Probleme.

    Ein Tier ist keine Sache.