@Blessvoss Ich denke, wir haben hier unterschiedliche Vorstellungen bei dem Wort "Kampfmaschine". Finde ich jetzt aber nicht schlimm, weil ich deine Ausführungen verstehe - und Terrier allgemein nicht als "Kampfmaschinen" in dem Sinne verstehe, wie ich diesen Ausdruck nutze.
Phonhaus Epigenetik kann sowohl sehr kurzfristige als auch langfristige Merkmalsausprägungen hervorbringen.
Für Mitleser:
Sehr laienhaft beschrieben (und anders kann ich es auch nicht, weil ich da selber Laie bin) werden mit Epigenetik Erbvorgänge beschrieben, die nicht über die Genetik erklärbar sind.
Ein sehr einleuchtendes Beispiel dafür ist der Schmetterling:
Dieser entwickelt sich aus der Raupe, und sowohl im Stadium der Raupe als auch im Stadium des Schmetterling ist die DNA IDENTISCH.
Die Gene werden während dieser Umwandlung aber anders "codiert" - und ergeben diese völlig unterschiedlichen Ergebnisse Raupe und Schmetterling.
Der Schmetterling ist hier ein Beispiel für langfristig verankerte epigenetische Vorgänge.
Kurzfristig wäre z. B.: Eine Zuchthündin und ein Zuchtrüde wurden verpaart, mit u. A. Augenmerk auf wenig Ängstlichkeit.
Diese Zuchthündin erlebt während der Trächtigkeit ein traumatisches Ereignis, welches bei ihr Angstzustände bewirkte.
Bei den Welpen stellt sich heraus, das diese sehr viel Ängstlichkeit zeigen - was bei der Verpaarung eigentlich hätte ausgeschlossen sein müssen.
Die Möglichkeit der Zucht ist Segen und Fluch zugleich - weil sie dem Menschen die Möglichkeit gibt, Wesen nach seiner Vorstellung zu schaffen.
Dass gerade der Haushund durch seine Nähe zum Menschen als Instrument zum Ausgleich "menschlicher Defizite" genutzt werden kann, ist ein Fluch des Haushundes.
Wobei ich hier nicht über "menschliche Defizite" diskutieren möchte.