Beiträge von Hundundmehr

    Gestern eine nette, aber doch eher ungewöhnliche Begegnung mit Fahrradfahrern gehabt:herzen1:

    Normalerweise fahren diese langsam und rücksichtsvoll an meinen Hunden vorbei (die ich zumindest so sortiere, dass wirklich ausreichend Platz zum fahren ist).

    Gestern hielt eine Frau aber trotzdem an, obwohl ich mit meinem Leif (an der Schlepp) schon am Rand wartete, und meine beiden anderen Jungs so weit am Rand waren, dass sie gefahrlos hätte weiter fahren können.

    Ich habe das als zumindest Unsicherheit interpretiert, und die beiden anderen Hunde dann auch noch zu mir gerufen.

    Da fuhr sie dann weiter, und ich habe mich beim Passieren für ihr Warten bedankt - und sie hat sich bedankt fürs Weg freimachen.

    Manchmal ist das Leben echt einfach :nicken:

    Die Schleppleine, die mein Pubertierling seit ein paar Tagen drauf hat, wird von der Umwelt positiv angenommen xD

    Bin mehrfach angesprochen worden, weil die so gut zu sehen ist (neonorange) und ich sie so handhabe, dass Leif niemanden damit einwickeln kann.

    Kontakte darf Leif mit dem Teil auch weiterhin haben, weil bei ihm schon sehr früh zu sehen ist, ob ein Kontakt ruhig oder mit spielerischen Tendenzen erfolgt.

    Letzteres war 2 mal der Fall - das waren auch Junghunde, wo ich Leif dann abgeleint habe und so schöne spielerische Rennsequenzen stattfinden konnten.

    Mich braucht mein Pferd nicht zum Glücklichsein.

    Aber dein Geld schon grinning-dog-face und das ist es ja leider oft, um was es wirklich geht. Wenn jemand die vollen Kosten übernimmt darf gerne jemand der Omi noch ein Pferd hinstellen. Die freut sich, ich kümmere mich auch.

    Ja, das liebe Geld ...

    Spoiler anzeigen

    Wo wohnst du? Wenn mir hier einer der Kumpel von Max stirbt, während Max noch nicht fit ist, bekomme ich ein Problem - wie nahezu jedes Pferd benötigt er Gesellschaft bei seinem derzeitigen Boxenknast von einem weiteren Pferd, weshalb ich derzeit in der Mittagszeit zum Kühlen, aber auch zum Pferdewechsel hin muss. Geht aber auch nur deshalb, weil dann eben immer noch 2 Pferde zusammen auf der Wiese stehen können.

    Er müsste dann aber Blickkontakt haben zum anderen Pferd (evtl. ein Paddock, oder ein kleines für ihn abgetrenntes Wiesenstück bei der Omi, wenn sie Weidegang hat.).

    Das wäre für mich die letzte Option für einen schönen Lebensabend für ihn - aber dafür würde er nicht den Eigentümer wechseln (=Kostenübernahme durch mich), und ich habe ziemlich konkrete Vorstellungen von den Haltungsbedingungen, wozu eben auch das Handling der Menschen mit einem Pferd gehört.

    Allerdings denke ich, meine Stallbetreiber würden im Falle dieses Worstcase auch gemeinsam mit mir nach einer Lösung suchen, wie Max Gesellschaft hat ohne dass eines der Pferde dafür alleine stehen muss. Wir haben da auch noch 2 Stuten in Offenstallhaltung. Aber auch davon ist eine Ponystute schon mindestens 30... wenn nicht schon drüber.

    Im Moment ist es einfach sehr zeitaufwändig für mich (von den Kosten rede ich jetzt mal nicht), läuft aber dafür absolut hervorragend für mein Pferd. Dem geht es nämlich auch mental derzeit (noch) richtig gut. Das 3x tägliche Betüddeln und Versorgen scheint derzeit noch ein Ausgleich für den fehlenden Weidegang mit seinen Kumpels zu sein - wobei da der Anteil an seiner täglichen kleinen Mash-Portion (ohne die er sein Cortikosal nicht frisst) und der täglich von mir frisch gezupften Grasration sicher signifikant zu seinem Wohlbefinden beiträgt xD

    Bei FB hat sich der (angebliche) neue Besitzer gemeldet.

    Was schreibt er?


    .........................................

    Aus meinem persönlichen Erleben:

    Beispiel 1: Stute, 21 Jahre alt, war bis zu ihrem Sehnenschaden meine (kostenlose) Reitbeteiligung. Stand in Privathaltung, die Haltung von 2 Pferden (Offenstall) war möglich. Das 2. Pferd war das Pony der Tochter (damals 10 Jahre alt, die Tochter, nicht das Pony) der Halterin, Ausreitgelände direkt vor der Tür. Als klar war dass die Stute mit dem Sehnenschaden nicht mehr reitbar ist, wurde sie als Beistellpferd abgegeben an die Besitzerin eines Turnierpferdes, die dieses auch auf dem Hof hielt.

    Die Stute hatte dort noch gute 3 Jahre in artgerechter Haltung, bis die immer wieder auftretenden Sehnenprobleme nicht mehr mit Kühlen und dann Schmerzmittel auszugleichen waren.

    Beispiel 2: Wunderschöner Rappe, Spezialbeschlag an allen 4 Hufen, immer wieder längere Phasen wo er nicht mehr reitbar war. Mutter und Tochter hingen sehr an dem Pferd, als nach etlichen kostenintensiven Behandlungen klar war, dass es nichts mehr gibt mit reiten, wurde er als Beistellpferd in der Nähe der Besitzer untergebracht. Kost und Logis waren frei, dafür haben Mutter und Tochter die gesamten palliativen Kosten (Schmerzmittel bei Bedarf, Spezialbeschlag, Futtermittelzusätze) übernommen. Er hatte auch noch mehrere Jahre als "Frührentner" in artgerechter Haltung als Beistellpferd für ein in Privathaltung befindliches Turnierpferd.

    Beispiel 3: Shetlandpony wurde angeschafft als reines Beistellpferd für das eigene Pferd. Der wird betüdelt und gepflegt, und ist zu allerlei Unsinn zu gebrauchen (Nachdem das mit dem Schlittenziehen letztens so gut geklappt hat, hat die Besitzerin sich kurzentschlossen mit Skiern von ihm ziehen lassen - muss herrlich gewesen sein, nur mal als Beispiel.).

    Beispiel 4: Ältere Stute mit starker Arthrose wurde verschenkt an eine Frau, die einfach nur ein Pferd zum betüddeln wollte. Das Pferd war austherapiert, galt als nicht mehr reitbar, und der Beschenkten war klar, dass sie immer mal wieder mit Schmerzmitteln agieren muss, bis eben auch das nicht mehr reicht, und es dann in den Pferdehimmel geht. Nach einem knappen Jahr betüddeln und angemessener Bewegung hat die Besitzerin festgestellt, dass dieses Pferd tatsächlich so gut drauf war, dass es mit Spaß und schmerzfrei Schrittausritte machen konnte.

    Insgesamt hatte diese Stute noch 7 oder 8 gute Jahre bei ihr.

    .................

    Ich selber habe das große Glück, seit 13 Jahren an einem Stall zu stehen mit meinem Pferd, wo die Bedingungen so artgerecht sind wie ich es mir für mein Pferd wünsche, und die Stallbetreiber wirklich nett und sorgsam mit den Pferden umgehen.

    Momentan braucht er mich sehr intensiv, aufgrund von Boxenknast wegen eines Sehnenschadens - aber ansonsten ist er wirklich glücklich mit seiner "Rentnerband", mit der er sonst täglichen Weidegang hat, und ansonsten immer eine saubere Box wo er Ruhen und auch in Ruhe Fressen kann.

    Mich braucht mein Pferd nicht zum Glücklichsein.

    Und warum genau kann man es dann nicht behalten? Ach richtig, weil man kein Geld mehr reinstecken will wenn es nutzlos geworden ist und man sich lieber ein anderes kauft...

    Ich habe da auch andere Gründe kennengelernt:

    - vom Betrieb her war der Platz nicht geeignet, Gnadenhofplätze in erreichbarer Nähe waren nicht verfügbar oder boten so unsägliche Bedingungen dass Erlösung die bessere Alternative gewesen wäre

    - durch den Wegfall der Einstallerkosten blieben die Palliativkosten überschau- und tragbar

    - die Pferdehaltung war in Eigenregie, und weil das Kind sonst mit seinem Pony alleine hätte ausreiten müssen, wurde der Platz gebraucht

    In der Reiterszene habe ich Menschen kennengelernt, die ihr Pferd so lange "über alles liebten"... solange es ihnen sportlich gute Dienste leistete.

    Aber eben auch Menschen, für die ihr Pferd Verantwortung bis zu dessen Lebensende bedeutete, und die auch noch dafür sorgten lange über die "Dienstfähigkeit" dieses Pferdes hinaus.

    Mein Pferd steht in so einem "Rentnerclub", 4 Wallache im Alter von 25-30 Jahren. Die kennen sich schon jahrelang, und ja, zwischendurch ist das auch mal sehr zeit- und auch kostenintensiv.

    Als Beisteller verkaufen ist halt in ca 5% der Fälle (ein paar wenige Plätze wo sich gut gekümmert wird gibts schon) fürs Pferd eine dauerhaft gute Lösung. Für einen selber halt schön praktisch. Ich könnte jedes mal wieder kotzen :mute:

    Das habe ich anders kennen gelernt, bisher allerdings auch nur mit älteren Pferden, die nicht mehr oder nur noch beschränkt reitbar waren, aber deren Besitzer sich für das Pferd zumindest noch ein paar gute Jahre auf der Wiese für das Pferd wünschten.

    Die Vermittlung ging da aber immer über Mund-zu-Mund-Propaganda.

    Er hatte mit 2.5 Jahren einen schlimmen Weide-Unfall, worauf er 8 Wochen in der Box bleiben musste und auch anschliessend kaum richtig bewegt werden durfte.

    Von daher stammen alle diese extremen Erkrankungen. In meinen Augen gibt es für solch ein schmerzgeplagtes Pferd nur die Erlösung... das hatte auch der untersuchende Tierarzt mehr oder weniger deutlich gesagt.

    Gerade in dem Fall ist mir die Info: "Ist als Beistellpferd verkauft worden" einfach zu wenig, um mir ein Urteil zu erlauben.

    Mein Empfinden: Als Fohlen gekauft und selber aufgezogen, schlimme Folgeerkrankungen mit einer sehr schlechten Prognose im Alter von 4 Jahren - ich persönlich würde alles tun, um diesem Pferd wenigstens noch einige schöne, lebenswerte Jahre zu geben, bevor er in den Pferdehimmel geht.

    Das wäre dann auch nicht abgetan mit "irgendein Beistellplatz - und aus den Augen aus dem Sinn", sondern weiterhin Verantwortung übernehmen, Tierarztkosten/Medikamente zahlen, und mich regelmäßig vergewissern dass es dem Pferd gut geht und er wirklich gut steht.

    Es gibt einige Pferdehalter, die ihr Pferd in Eigenregie halten aber Pferdegesellschaft brauchen für dieses eigene Pferd.

    Vielleicht hat Chalet genau so einen Platz bekommen, wo er gut versorgt wird und sich seine bisherige Besitzerin auch noch weiter sorgt.

    Wünschen würde ich es ihm.

    Ausleben kann sie ihre genetischen Veranlagungen bisher gar nicht. Sie ist erst seit August da, kannte nix und aktuell waren wir erst mal mit ankommen und einleben beschäftigt.

    und:

    Sie ist jagdlich sehr interessiert und da dann auch nicht mehr ansprechbar. Fortschritte gab es schon.

    Mit diesem Thema solltest du dich beschäftigen.

    Es gibt hier im DF einige BC-Halter, von deren Erfahrungen du profitieren kannst.

    Unterm Strich scheint es mit Amy aber doch wirklich gut zu laufen.

    Möglicherweise ist sie ja jetzt "bei euch angekommen" - und packt jetzt aus, was so noch in ihr steckt.

    Finde ich gut, dass du solche Probleme schon früh angehst, und dir da Rat holst.

    Mach die Probleme aber nicht zu groß, halte auch im Blick, was doch schon gut mit ihr läuft.

    Kümmere dich gezielt um ihre jagdlichen Ambitionen - ich denke, wenn du ihr hier eine "Aufgabe" geben kannst, ist das nochmal nicht nur ein guter Bindungsförderer, sondern auch ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept für ein gutes, umweltverträgliches Miteinander.

    ? Ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor. Border Collies arbeiten nur und ausschließlich über Jagdverhalten in ihrem Job.

    Ja - ich glaube, wir schreiben gerade aneinander vorbei.

    Aber das führt hier zu weit.

    Wichtig für die TE ist, den Hund nicht weiter in diesen Verhaltensmodus bei Hundebegegnungen abgleiten zu lassen. Bisher hat ihr Hund das ja auch erst ein mal gezeigt.

    Verhaltensweise genetisch bedingt typisch ist in dessen Verhaltensrepertoire - und empfindet dann diese Verhaltensweise unerwünscht.

    Andere Hunde dürfen auch bei diesem Hundetyp auf keinen Fall zur Beute werden! Insofern ist die Aussage, dass das gar nicht geht völlig korrekt.

    Da hast du Recht. Das war auch bei der von mir aufgegriffenen Aussage nicht mein Problem.

    Das Problem, welches ich hatte, hat sich mit dieser Antwort von angelsfire auf meinen post geklärt:

    Nein, so war es tatsächlich nicht gemeint. Aber du hast recht, es kommt so rüber. Mit dem unerwünscht meinte ich eher das es für andere Hunde eben bedrohlich wirken kann (so zumindest mein Eindruck) und daher kein Verhalten ist was man ignorieren sollte. Keine Ahnung ob das so besser klar wird?

    Wie würdest du sowas denn positiv unterbrechen?

    Mit absitzen lassen und den anderen durchlaufen lassen habe ich auch schon überlegt. Hatte ich je nach Situation auch schon mal gemacht. Wenn ich genug Abstand einhalten kann geht es auch ganz gut.

    Ein Border Collie ist nicht automatisch sofort im Jagdmodus (Ernstverhalten, bei dem ein Subjekt zum Objekt und damit zur Beute wird) - es kann aber sehr schnell in den Ernstfall abkippen, weil diese typische Verhaltensweise eben sehr, sehr eng mit dem Verhaltensinventar Jagd verknüpft ist.

    Natürlich ist es wichtig, einen Hund über diese Verhaltensweise nicht in Jagdverhalten geraten zu lassen, und auch die Problematik, einige Hunde würden sich automatisch bei einer Begegnung mit einem sich geduckt anschleichenden, fixierenden Hund bedroht fühlen, ist nicht von der Hand zu weisen.

    Deshalb ist es wichtig, wie von Lagurus geschrieben, schon im Vorfeld den Hund erst gar nicht in diese Verhaltensweise reingeraten zu lassen.

    Ist er doch da drin, gibt es Notfalllösungen, wie von wildsurf beschrieben.

    An dieser Stelle käme bei mir der positive Abbruch - tatsächlich ein deutliches, überschwängliches "Lob" (bei mir ein "Feiiiiiiiin!!!"), mit dem ich den Hund völlig aus dem Konzept, und dessen Aufmerksamkeit erst mal zu mir bringe. Dieser Überraschungsmoment wird dann genutzt, um eine wünschenswerte Alternative daran anzuschließen.

    Diese Alternative sollte natürlich schon vorher trainiert werden, wie von Lagurus erwähnt.

    Um das Ganze abzurunden: Welchen Raum (Möglichkeiten) hat dein Hund, angelsfire , denn, wo er seine genetische Veranlagung ausleben kann?

    Mit meinem Pöbler meide ich enge Stellen wie die Pest. Sehe ich einen Hund auf uns zukommen und ich habe keine adäquate Ausweichmöglichkeit, kehre ich einfach um, bis ich eine finde, oder ich gehe gleich einen anderen Weg. Ist manchmal nervig, aber ich denk mir dann immer, dass ich für den Hund Spazieren gehe und nicht für mich, und es soll ja auch für ihn entspannend sein... :)

    Das hebe ich mal hervor. Finde ich großartig :bindafür:

    Heute hat sie den anderen Hund beim drauf zulaufen echt fixiert und sich geduckt. Sicherlich oft Border Typisch aber natürlich völlig unerwünscht.

    Diese Aussage erschreckt mich doch ziemlich. Warum, ist erklärungsbedürftig:

    Was bei dieser Aussage bei mir ankommt, ist: Man hat einen Hund, bei dem eine bestimmte Verhaltensweise genetisch bedingt typisch ist in dessen Verhaltensrepertoire - und empfindet dann diese Verhaltensweise unerwünscht.

    Fühlt sich für mich so an, als würde jemand sagen: Ich hole mir einen Jagdhund, will aber nicht dass er Jagdverhalten zeigt, weil das von mir unerwünscht ist.

    Ich glaube nicht, dass diese Aussage von dir wirklich so gemeint war - aber prüfe mal deine Einstellung dazu, ob sich das nicht irgendwo unbewusst bei dir eingeschlichen hat.

    Denn daraus resultiert eben oft unbewusst eine Handlungsweise, die darauf hinausläuft diese Verhaltensweise tatsächlich zu unterdrücken.

    Fatalerweise führt ein Unterdrücken - gerade bei genetisch stark verankerten Verhaltensweisen - aber genau dazu, dass diese sich andere "Kanäle" sucht, um Raum zu finden.

    Mein Tipp: Statt dieses Verhalten zu unterdrücken, würde ich es positiv Unterbrechen, und direkt im Anschluss ein von mir erwünschtes Alternativverhalten anbieten, auch positiv gestützt.

    Ein Hund kann auch sitzend die Annäherung der Entgegenkommenden abwarten, oder er kann (durch Leckerchen/Leberwursttube geführt) auf die abgewandte Seite gehen, um beim Passieren seinen Menschen zwischen sich und dem Hund zu haben, oder man kann kehrt machen (also erst mal dem eigenen Hund deutlich signalisieren: Wir gehen auf Abstand) und sich dann an die Seite stellen, so, dass ich als Halter meinen Hund durch meinen Körper abschirmen kann.

    Das sind meine Gedanken dazu, vielleicht ist da ja etwas dabei, was für dich stimmig ist.