Beiträge von Hundundmehr

    Dann kommen sie mir schon bisserl vor, wie verzogene und verwöhnte Kinderlein. Das liegt aber weniger daran, dass sie die tiefergehenden Fragen der DFler überfordern würde, sondern man will diese Informationen und Fragen einfach nicht. Eben wie Du schon sagst, mundgerecht soll es sein, den Vorstellungen entsprechen.

    Die von mir fett markierten Passagen treffen es mMn auf den Punkt:

    Manche (Viele???) wollen diese Fragen und Informationen nicht, weil die Gefahr besteht, dass die eigenen Vorstellungen in Frage gestellt werden KÖNNTEN - und es ein Umdenken (und möglicherweise auch Aufwand) erfordert, um diese neue Sicht umsetzen zu können.

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    Möglicherweise hat es aber auch mit der Angst vor dem Neuen, Unbekannten zu tun, denn es ist nur menschlich, sich lieber mit dem Bekannten - so problembeladen es auch sein mag - zu befassen, als sich auf etwas Unbekanntes einzulassen, was vielleicht neue Probleme mit sich bringt, die nicht mit den üblichen Routinen zu bewältigen sind ... oder eben nur mit einem Aufwand, den zu leisten man nicht willens oder auch in der Lage ist.

    Das ist aber keine Erscheinung der Neuzeit; Es kommt einem nur so vor, aufgrund der technischen Möglichkeiten, die das Internet bietet.

    Möhrensuppe habe ich ihm zu Beginn dauernd angeboten.

    Ab und zu hat er sie geschlabbert. Aktuell gewinne ich keinen Preis damit.

    Also wenn du den Kot festigen willst ... ich schwöre ja immer noch auf Baby-Heilnahrung

    Edit, weil zu früh abgeschickt:

    Mit schwarzem Tee aufgesetzt, den Brei etwas dünner, und dafür eine Banane reingequetscht.

    Fressen alle meine Hunde gern, ist schonend für den Magen, hat Kohlenhydrate ... und hatte bisher bei allen meinen Hunden einen Soforteffekt beim nächsten Kotabsatz.

    Was auch geht: Etwas von dem Breipulver unters Futter mischen. Habe ich immer nach einem Tag Heilnahrung-Diät am Folgetag gemacht, bzw. von Mahlzeit zu Mahlzeit etwas mehr vom gewohnten Futter damit vermischt.

    Wir drücken weiter die Daumen - hoffentlich kommen die Ergebnisse bald!

    Ja zu Beginn. Schau Dir die Würfe doch mal der Reihenfolge an. "Mehr" Nase ist hier relativ. Ziel ein kleines, winziges Bitzeli mehr Nase.

    Hab ich doch :denker:

    Genau darauf bin ich in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema auch eingegangen:

    Außer dem F1-Wurf haben alle nachfolgenden Würfe wieder diese typische Nasenfalte, mal in mehr, mal weniger starker Ausprägung; Ein Hinweis auf eine wieder eingetretene Verkürzung des Fangs. Deshalb sehe ich da keinen wirklichen Fortschritt, zumal das Äußerliche ja keine Garantie für die Beseitigung der inneren, Atemprobleme verursachenden brachycephalen Aspekte ist.

    Fand es wesentlich prägnanter, dass das Zuchtziel augenscheinlich wieder im Ergebnis: Plattnase sein sollte.

    Ich hatte eines deren "Zuchtziele" schon so verstanden, dass es um mehr Nase geht.

    Was ja eigentlich schon mal gut ist.

    Wobei ich dir mit deiner Kritik Recht gebe: Das Zuchtziel ist wieder Plattnase.

    Eigentlich haben doch die letzten Jahrzehnte der Kurznasenzucht gezeigt, dass die Probleme größer werden, je kürzer der Fang wird.

    Hier müsste - auch beim Käufer - das Bewusstsein dahingehend geändert werden, dass dieses durch den kaum bzw. nicht mehr vorhandenen Fang hervorgerufene "Puppygesicht" für eine große Problematik innerhalb der gesamten Rasse sorgt.

    Habt ihr eigentlich gefunden, welcher "Verein" dahinter steckt, und auch "Papiere" ausstellt?

    (Beides in Anführungszeichen, weil ich die Qualität dieser Aussagen in Frage stelle.)

    Diese Vermehrer scheinen sehr hochmotiviert an ihr "Zuchtziel" herangegangen zu sein; Zumindest suggeriert dies deren Homepage, und wenn man sich mal die Auflistung der Untersuchungen ansieht, die der - aktuell zur Abgabe eingestellten - Zuchthündin beigefügt ist ... puh, kann so viel wirklich über Gentests/Untersuchungen festgestellt werden, und gibt es da tatsächlich soooo viele Baustellen?

    Was mir negativ aufgefallen ist: Das Hauptaugenmerk lag auf äußeren Merkmalen. Völlig außen vor waren aber die rassetypischen Verhaltensweisen, und ich frage mich, was man erwartet wenn man zwei Rassen, die nicht gerade mit Toleranz gegenüber anderen Hunden aufwarten können, miteinander verpaart.

    Außer dem F1-Wurf haben alle nachfolgenden Würfe wieder diese typische Nasenfalte, mal in mehr, mal weniger starker Ausprägung; Ein Hinweis auf eine wieder eingetretene Verkürzung des Fangs. Deshalb sehe ich da keinen wirklichen Fortschritt, zumal das Äußerliche ja keine Garantie für die Beseitigung der inneren, Atemprobleme verursachenden brachycephalen Aspekte ist.

    Mein Eindruck, aufgrund der Fragen, die diese HP offenlässt: Da hat jemand - unabhängig von dessen Motivation - mit, wenn überhaupt, dann nur "Halbwissen" - sein eigenes "Süppchen" gekocht, und das ist mir höchst suspekt.

    Die kleine Maus aus dem F-Wurf tut mir auch unglaublich leid ... :( quasi schon mit der Muttermilch eingeflößt zu bekommen, dass die eigene Mutter einen nicht mag - was macht das mit einem Welpen???

    Nein, das ist nicht "Sentimentalität einer Mutter", die diesen Gedankengang hervorruft, sondern das Wissen, dass auch Hunde eine Psyche haben, die ähnlich beeinflusst oder gar erkranken kann, wie die Psyche bei Menschen.

    Also ist jetzt doch wieder erlaubt zu diskutieren?

    Ich weiß ja immer noch nicht, wo und was in dieser Diskussion schief gelaufen ist, aber anhand dieser Anmerkung (als Beispiel):

    Jaja, man baut warten dann spaeter auf. Ist klar. Nachdem man den Hund muehevoll voellig weggeschossen hat.

    habe ich eine Ahnung, wo hier die Meinungen wohl auseinandergedriftet und ins OT geglitten sind.

    Ich verweise deshalb noch mal auf diesen Hinweis von mir:

    Um diese Freude für das BRINGEN so richtig in Beton zu gießen, ist es wichtig sich auf den jeweiligen, individuellen Hund einzulassen

    und habe mal gemarkert, was wirklich keinesfalls untergehen sollte:

    Es kommt auf den jeweiligen Hund an, und was dieser anbietet - auch von seiner genetischen Veranlagung her.

    Ein Hund, der schon von sich aus voller Freude, begeistert und begierig auf das Angebot eines Apportes eingeht, möglicherweise immer "mehr, MEHR, MEHR:cuinlove::herzen1:" verlangt - den schießt man völlig weg, wenn nicht schon zu Beginn dessen Kopf eingeschaltet wird, über (kleine) Anfänge der Impulskontrolle, das Vermitteln von Basisregeln - und rechtzeitigem Aufhören und einem daran anschließendem Angebot, bei dem der Hund wieder runterfahren kann.

    Bei einem beutegeilem Hund, der von sich aus schon einen dicken Sack voller Enthusiasmus für diese Art der Beschäftigung mitbringt - da muss ich nicht erst das Interesse daran wecken, weil er diese absolut notwendige Basis schon HAT. Statt dessen gehört bei ihm vom Beginn an die Basis für Regeln gelegt, unter denen diese für ihn tolle Beschäftigung stattfindet.

    Damit den Bogen zurück zur TE, @RiverSong : Diese Basis sehe ich im Eingangspost bei dem 13 Wochen alten Mops einfach nicht.

    So wie Montagsmodell sehe ich hier nicht das Ausgeben als Problem, sondern den nicht der Realität und dem Vermögen des Hundes entsprechende Blick auf das, was der Welpe derzeit anbietet und anbieten kann; Der Kleine bringt überhaupt noch nicht die nötige Freude und Begierde für den Apport auf, und mit dem zu frühen Fokussieren auf Feinheiten wird hier die beginnende Freude im Keim erstickt.

    Deshalb ist für DIESEN HUND die Lektion des Ausgebens viel zu früh angesetzt, und kann höchstens so ganz nebenbei mit einem Markerwort etabliert werden, wenn der Kleine das mal von sich aus anbietet.

    Noch kurz zur körperlichen Überlastung: Natürlich finden Welpen noch nicht von selber ein "Ende", würden in so manchen Situationen weit über ihre körperlichen (und mentalen) Fähigkeiten hinaus agieren - und genau deshalb ist es die Verantwortung des Menschen, hier genau im Blick zu haben, welches "Pensum" der Welpe schon hatte, was vielleicht an dem Tag noch anstehen soll ... und wo ich als Mensch nötigenfalls drosseln muss.

    "Apportübungen" bei einem Welpen und noch sehr jungem Jungspund beende ich spätestens nach dem 3. Bringen. Hatte der Jungspund schon vorher ein gutes, körperliches "Programm" ... lasse ich die Apportübungen (die in dem Alter nicht mehr als Spiel sind ... aber kein Spiel funktioniert ohne Regeln, und bei dem einen Hund braucht es von Beginn an mehr, bei dem anderen doch weniger von diesen Regeln) an dem Tag aus.

    Weniger ist oft mehr.


    Ich sage es mal ganz deutlich, was mich im Eingangspost angesprungen hat:

    Der Anspruch an einen 13 Wochen alten Hund ist viel zu hoch, denn das kann der Winzling

    - weder mental leisten

    - noch hat er die Basis zur Verfügung, die für ein Apporttraining nötig ist.

    Was in diesem Alter mit einem Welpen erarbeitet werden KANN, ist die Freude am gemeinsamen Tun; Dies kann in diesem Fall mit Blick auf einen zukünftig gemeinsam ausgeübten Sport, dem Apportieren, gemacht werden. Dabei ist egal, ob dies mit Blick auf turniermäßig ausgeübten Sport gemacht wird, oder "nur" eine gemeinsame Freizeitbeschäftigung sein soll.

    Der Aufbau und das Ziel ist gleich: Gemeinsame Beschäftigung als Team, deren Basis die canidentypische Veranlagung des Beutefangverhaltens ist, mit dem Fokus auf Spiel und Spaß - und mit Weitblick auch das Ziel im Auge zu haben, eben nicht dem triebigen Anteil der Jagdmotivation die Vorherrschaft zu überlassen, sondern dieses "Ur-"Bedürfnis unter Einsatz des Kopfes auszuüben. Ein Hund, der kopflos "jagt", ist nicht kontrollierbar in seinem Jagdverhalten.

    Das Ausgeben als gezielte Lernlektion kommt erst später - nämlich dann, wenn der Hund zuverlässig freudig bringt. Dann würde ich es so aufbauen, wie ich es von Montagsmodell kennengelernt habe (ich habe da ein Video vom Krümel vor meinem geistigen Auge, bei dem ich immer noch begeistert bin).

    Ich habe ja keine Ahnung, was bisher so in diesem Thread gelaufen ist - aber @RiverSong würde ich erst mal empfehlen, ihrem Welpen in ganz kleinen Schritten das Bringen von Beute (Apportel) als schöne, freudige und gemeinsame Beschäftigung "zu verkaufen".

    Der Mops ist ein Begleithund, und auch wenn er als Hund mit dem genetischen Verhaltensinventar des Beutefangsverhaltens ausgestattet ist, so liegt es bei ihm sicher nicht so dicht an der Oberfläche wie bei einem auf Jagd spezialisierten Hund.

    Hier die Freude an gemeinsamer Beschäftigung mit dem Menschen mit dem genetisch verankerten Verhaltensinventar zu verknüpfen, ist allerdings immer eine artgerechte Auslastung, die auch die geistigen Fähigkeiten des Hundes nutzt.

    Hallo, Ich würde unserem Welpen (Mops, 13 Wochen) gerne Apportieren beibringen und dafür muss er ja erstmal das "Aus" können. Leider klappt das mit dem Tauschgeschäft nicht so, wie ich mir das Gedacht habe:roll: Wenn er ein Spielzeug im Maul hat und er riecht, dass ich Futter in der Tasche habe, lässt er das Spielzeug sofort links liegen. Auch wenn ich ihn mit seinem Lieblingsspielzeug animiere - keine Chance. Auch nicht direkt nach dem Füttern mit vollem Bauch. Gegen ein anderes Spielzeug tauschen will er auch nicht. Hätte jetzt nur noch die Idee, dass ich IMMER Futter in der Tasche habe und er sich irgendwann daran gewöhnt und sich dann doch wieder fürs Spielzeug interessiert. Hat jemand sonst noch eine Idee?

    Da Mehrhund mich angepinnt hat, mir aber die Zeit fehlt, 7 Seiten durchzulesen, antworte ich mal nur auf den Eingangspost, weil da meiner Meinung nach schon ein paar Stolpersteine zu finden sind - also nicht böse sein, wenn sich jetzt möglicherweise einiges wiederholt :smile:

    Zu Allererst: Das "Aus" ist nicht das, was am Anfang steht.

    Die Basis für den Apport, das Fundament, worauf diese vor Allem Kopfarbeit des Hundes basiert, ist das FREUDIGE BRINGEN der BEUTE.

    Um diese Freude für das BRINGEN so richtig in Beton zu gießen, ist es wichtig sich auf den jeweiligen, individuellen Hund einzulassen; Manche finden es von Beginn an toll, das Apportel freudig dem Halter zu bringen, andere rennen erst mal freudig und "stolz" eine Runde durch die Gegend, und müssen "überzeugt" werden, das Apportel doch bitte zum Menschen zu bringen.

    Hier wird schon oft der Fehler gemacht, möglicherweise über Hilfsmittel (wie z. B. Schleppleine) dem Hund sofort beizubringen, auf direktem Wege mit dem Apportel zum Halter zu kommen. Mache ich persönlich nie; Statt dessen "feuere" ich den Hund noch an, freue mich mit ihm, und lege mich so richtig "ins Zeug", um den Hund durch die von mir geäußerte Freude mit seiner Beute in meine Nähe zu bringen.

    Erst wenn ich mir sicher bin, dass der Hund verinnerlicht hat: "Es IST IMMER eine Freude, mit meiner Beute zu meinem Menschen zu kommen", kann ich kleine, weitere Bausteine davor und danach einfügen.

    Einer dieser Bausteine ist das Ausgeben der Beute - und hier verweise ich mal ganz ungeniert auf Montagsmodell , welche dies deutlich besser aufbauen und ausführen kann, als ich.

    Von ihr habe ich übrigens übernommen, statt dieses üblichen "Aus" lieber "Danke", oder "Dankeschön" zu sagen - denn ich neige selber dazu, dieses "Aus" in bestimmten Situationen mit einer Schärfe auszusprechen, die nicht da hin gehört ... wenn ich mir die Freude meines Hundes an diesem gemeinsamen Jagd (-Ersatz-)Erlebnis erhalten will.

    Langeweile ist genau so ein Freudekiller wie Überforderungen (also "Aufgaben", für die der Hund einfach noch nicht die Fähigkeiten hat, um diese lösen zu können).

    Um den Hund also begierig auf dieses gemeinsame Jagderleben zu halten, sollte immer dann aufgehört werden, wenn es am Schönsten ist - also nur wenige Wiederholungen, in einem Umfeld wo keine sonstigen interessanten Reize die Konzentration des Hundes stören könnten.

    Manche Hunde bekommen die Freude am Bringen, wenn die Beute sehr lohnenswert ist. Das könnte ein Futterbeutel sein, in dem sich ein Superleckerlie befindet, welches der Hund nur dann bekommen KANN, wenn er den Futterbeutel bringt.

    Aber auch ein kleines Zerrspiel, oder die Beute auch eine Zeit lang behalten/tragen zu dürfen, kann eine Belohnung für den Hund sein. Oder der "Tausch" mit einem absoluten Lieblingsobjekt (mein Amigo tauscht ALLES gegen einen kleinen Ball, z. B. - oder gegen einen weiteren Apport... vermutlich auch gegen ein Steak, aber das habe ich noch nicht ausprobiert xD).

    Um bei deinem Hund die Freude und auch das Interesse am TUN zu festigen, musst du dieses erst WECKEN.

    Hat dein Hund keine Lust, kannst du auch kein Interesse daran wecken.

    Also erst mal die Freude am gemeinsamen Tun etablieren (und dieses gemeinsame Erleben noch mal mit einer Belohnung "verstärken"), bevor es an irgendwelche Feinheiten geht.