Beiträge von Hundundmehr

    Aber ich glaube, es ist sehr wichtig, dass man im Junghundalter darauf achtet, dass richtig blöde Begegnungen kaum vorkommen. Da habe ich die Hunde, mit denen sie frei agieren durfte, sorgfältig ausgewählt.

    Mache ich ganz genau so.

    Altersangepasst darf es auch manchmal etwas blöde werden, die Betonung liegt auf "etwas". Hund muss seine Erfahrungen machen dürfen, eben auch, dass nicht alle Hunde rosa Herzchen pupsen, und dass auch nicht alle Bock darauf haben mit einem Jungspund zu spielen. Oder dass Hündinnen selber über ihren Popo bestimmen.

    Gerade in den ersten Wochen, wo der Hund noch Welpe und frisch aus seinem bisherigen Familienverband herausgerissen ist, gibt es nur wenige Hundebegegnungen, bei denen ich penibelst darauf achte, dass diese Hunde Welpen gegenüber wohlgesonnen sind.

    Die müssen nicht die ganze, weite Welt mit dem kompletten Verhaltensspektrum in dieser prägeähnlichen Phase kennenlernen.

    Bei Leif ist die Tendenz erkennbar, auch in kribbeligen Situationen erst mal zu schauen, und dann eher deeskalierend zu agieren. Das will ich erhalten, ausbauen, festigen.

    Heute war ich total stolz auf den Kleinen: Leif hat - ohne Ablenkung - aus dem vollen Galopp heraus auf mein Stimmsignal ein "Sitz auf Distanz" gemacht :cuinlove:

    Zwei mal war ich gerade mit einem meiner anderen Hunde befasst - und als ich zu ihm schaute, saß Leif da und wartete darauf dass es weiter ging :herzen1:

    Klar gab es jedes mal ein fettes Lob :cuinlove:

    KayaFlat und tinybutmighty :

    Oh je, jetzt habe ich wohl was losgetreten :shocked:

    Natürlich empfindet ihr dieses Rücken-an-Rücken-Liegen richtigerweise als entspannt.

    Mein Kommentar dazu war als Scherz gemeint, solche völlig verdrehten Interpretationen von Hundeverhalten kommen aus der Ecke der "vererbten Rudelstellungen". Echt, wenn ihr mal jemandem begegnet, der euch etwas von diesen "vererbten Rudelstellungen" erzählen will - nehmt den Hund auf den Arm, die Beine in die Hand und RENNT WEG :flucht:


    Finde ich echt schön, wie dein Hund das gemacht hat.

    Schön gemacht hat Leif das, ja.

    Allerdings sehe ich in solchen Situationen auch immer, wie viel ihm noch zum erwachsenen, souveränen Hund fehlt.

    Er ist jetzt knapp über 1,5 Jahre alt, und ein Golden ist erst mit 3-4 Jahren wirklich erwachsen - von daher bin ich weder verwundert, noch verunsichert, oder sonst irgendwas, wenn ich in solchen Situationen feststelle, dass er einfach noch jung und unerfahren und damit auch unsicher ist.

    Für ihn war diese Begegnung und auch die Erfahrung unglaublich gut.

    Das war das erste Mal für ihn, dass er eine Interaktion mit einem Hund hatte der ihm so sichtlich körperlich überlegen war.

    Wir begegnen oft Hunden, die größer (und/oder auch schwerer) sind - aber eben nicht SO groß und schwer. Das war noch mal ne Hausnummer für sich - wie ich an Leifs Verhalten gut erkennen konnte xD

    Es hat noch mal eine andere Wirkung, ob ein 30-40 Kilo schwerer Hund in übertriebenen Bewegungen um einen rumhüpft, in Vorderkörpertiefstellung geht und dabei ein Knurren (=Spielknurren) von sich gibt - oder ob das ein fast doppelt so großer und 72 Kilo schwerer Hund macht.

    Jesses - alleine das Knurren dieses Hundes hörte sich völlig anders an :shocked:

    Leif hat das wirklich gut gemacht; Ich empfinde es als gute Eigenschaft, wenn ein Hund in solchen Situationen erst mal auf Abstand geht, abwartet, beobachtet, um zu einer Einschätzung seines Gegenübers zu gelangen. Dass er dann Mut fasste und ausprobierte, fand ich auch klasse.

    Die Dogge hat aber auch ganz wunderbar agiert. Als sie merkte dass Leif verunsichert ist, hat sie ihn ja in Ruhe gelassen (Sie lief vor uns, während Leif mit Abstand hinter uns blieb).

    Ich bin gespannt, wenn wir ihnen noch mal begegnen sollten, wie Leif dann reagiert.

    Das war insgesamt eine gute Erfahrung für Leif, die seinen Erfahrungsschatz bereichert hat.

    Ach ja - die Dogge ist nie taktil geworden, hat sehr darauf geachtet, auch nicht unbeabsichtigt ihren Körper in Kontakt mit Leif zu bringen. Auch eine sehr schöne Eigenschaft dieses Hundes.

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    Weil es dazu passt: Vor zwei oder drei Wochen habe ich auch bei einer Hundebegegnung den Kommentar abgegeben, man würde merken dass Leif noch unsicher ist, was aber zu seinem jugendlichen Alter passt.

    Fragte mich der Mann, wie alt denn mein Hund wäre.

    Als ich ihm sagte: "Anderthalb Jahre" meinte er nur erstaunt: "Und dann ist er noch unsicher?!!!".

    Hach ja ... ich habe diese nicht nett gemeinte Kommentierung lächelnd hingenommen, lag einfach an meiner eigenen Einschätzung dieses Menschen, dass ich mir eine Erklärung gespart habe ...

    Echt jetzt - von einem jugendlichen Heranwachsenden mit einem gerade mal altersentsprechend angepasst wachsendem Erfahrungsschatz würde ich niemals die Souveränität und Sicherheit im Umgang mit neuen Situationen erwarten, wie sie ein souveräner, erwachsener Hund zeigen würde.

    Aber echt schön, wie entspannt die miteinander sind. Beide Hunde unter den Tisch gepackt und die haben während des Essens Rücken an Rücken geruht.

    Ich kenne tatsächlich eine ganz spezielle "Gruppe von Hundeverstehern", die genau diese Situation so "beurteilen" würden: Die Hunde mögen sich nicht, und kontrollieren sich gegenseitig durch dieses Rücken-an-Rücken-Liegen ....

    Nein, ich führe das nicht näher aus, weil das so ein Humbug ist.

    Fiel mir nur spontan dazu ein :lachtot:

    Mein Leif .... :herzen1:

    Gestern bekam er eine Einzelrunde im Wald, ich nutze die dann dazu, spezielle Sachen weiter zu vertiefen. Wir arbeiten derzeit am "Sitz auf Distanz", Leif scheint das zu liegen, und es klappt hervorragend auch bei leichter bis mittlerer Ablenkung.

    Habe ich gestern angewendet, als uns ein angeleinter Hund entgegenkam, und ich habe Leif dann erstmal angeleint und der Halterin gesagt, dass ich an der zwischen uns liegenden Weggabelung ausweiche.

    Ich meinte, den Hund erkannt zu haben, er ist immer mit 2 Frauen unterwegs, und sowohl sie als auch ich sind auf einen Kontakt absolut nicht erpicht.

    Ich kam mit der Frau ins Gespräch, erkannte, dass es sich nicht um besagten Hund und seinen Menschen handelte, und wir haben dann beschlossen, einen leinelosen Kontakt zuzulassen.

    Leif, der kurz an der Leine mal ne große Klappe hatte (hat mal rüber geblafft zu dem Hund), wurde kleiner und kleiner und kleiner, als dieser Hund auf ihn zukam - und als der Hund vor Leif stand, schaute er diesen nur mit großen Augen und nach oben gerichtetem Kopf an: "Boah - bist du GROSS :shocked: ".

    War eine 2 Jahre alte und 72 Kilo schwere Deutsche Dogge :pfeif:

    Tja, Leif - genau so fühlen sich die kleinen Hunde, wenn du vor ihnen stehst xD

    War für Leif eine Erfahrung der besonderen Art ... er wusste irgendwie nicht, was er von diesem Riesen halten sollte und blieb lieber mal auf Abstand, und ließ sich auf die Spielaufforderungen der DD nicht ein.

    Wir sind dann zusammen ein Stück gegangen, Leif kam mit 20m Abstand hinterher.

    Die Dogge merkte die Unsicherheit von Leif, und benahm sich tadellos, machte zwischendurch immer mal eine Spielaufforderung, bedrängte Leif aber kein Stück.

    Nach ein paar Minuten wurde Leif mutiger, und er testete aus, ob dieser so freundlich scheinende Riese sich denn auch von ihm etwas sagen ließ.

    Ließ er :D

    Daraufhin hat Leif dann selber vorsichtige, kleine "Spielaufforderungen" gemacht.

    Es blieb aber bei diesem vorsichtigen Miteinander, und dabei haben wir es dann auch belassen, da wir sowieso die Autos erreicht hatten.

    War sehr spannend, die Entwicklung im Verlauf der Interaktionen zu sehen.

    Hatten mal wieder einen wunderschönen Spaziergang an der Duisburger 6-Seen-Platte.

    Trotz des wunderschönen Wetters war es nicht so voll wie zunächst befürchtet - die Öffnungen anderer Freizeitbeschäftigungen wirken sich wohl aus, und es kommen nicht mehr alle geballt zu diesem schönen Freizeitgebiet xD

    Superauffällig: Die vielen Fahrradfahrer, die allesamt überaus freundlich und rücksichtsvoll auf meine freilaufenden Hunde reagierten.

    Ein Junge - ich schätzte ihn auf so 6-7 Jahre - legte gewollt eine rasante Vollbremsung hin, als er noch so 20m entfernt und wartete lässig auf seinen Vater, der gemütlich mit seinem Rad daher kam.

    Wir haben beim Passieren ein paar Worte gewechselt, ich habe mich bei dem Jungen für seine Rücksicht bedankt, was mir vom Vater ein lächelndes: "Ist doch selbstverständlich, aber er macht das schon richtig gut :cuinlove: " einbrachte, Vater und Sohn unterhielten sich über die "Schönen Hunde", Leif kam auf Ansprache neugierig zu dem Jungen und erhielt eine kleine Streicheleinheit... :herzen1: Schön, einfach nur schön.

    Einmal machte ich meinen Vasco mit einem: "Vasco, Vorsicht, Fahrradfahrer - lässt du die bitte vorbei?" auf von hinten ankommende Fahrräder aufmerksam - und bekam dafür ein: "Wir passen auch auf :D " von einem der Fahrradfahrer zurück xD

    Auch die Hundebegegnungen liefen völlig entspannt, und ich bin wieder mal begeistert von meinem Leif, der immer mehr zeigt dass auch er grundsätzlich auf friedliche Kontakte aus ist und eben nicht jeden Hund unbedingt kontaktieren muss - hund kann auch mal einfach einen Blick rüberwerfen und weiter gehen :cuinlove:

    Bei einer Hündin ist er erschrocken erst mal auf 2-3m Distanz gegangen - die hat ihn "zur Begrüßung" ohne zuvor irgendwelche hinweisenden Signale zu geben erst mal dezent angeblafft - und weil sie mit dem Ergebnis zufrieden war, ging sie dann ganz entspannt hin, und machte erst mal die Analkontrolle. Anschließend durfte Leif dann bei ihr schnuppern - was er sehr vorsichtig und kurz machte, sicher ist sicher xD

    Tja, mein lieber Leif - die Weiber erkennen nun mal, dass du noch ziemlich grün hinter den Ohren bist, und machen dann erst mal eine klare Ansage, dass sie darüber bestimmen, wie du mit ihnen umzugehen hast :D :bindafür:

    Alles in Allem war das mal wieder eine richtige Wohltat für die Seele - so viele nette, hundefreundliche Menschen :herzen1:

    Inzwischen haben wir auch das mit "Schau", Leckerli und viel Training soweit gebracht, dass Franzi von sich aus einen großen Bogen um Hunde macht, die uns begegnen und die sie nicht kennt (inzwischen auch ohne bellen und in die Leine gehen). Das ist natürlich schon viel besser, aber sie tut mir trotzdem irgendwie leid, denn es ist spürbar, dass sie eigentlich gerne Kontakt zu anderen Hunden hätte (sie hat aktuell einen guten Freund, der auch öfter zu uns im Garten zu "Besuch" kommt).

    Dieser große Bogen ist doch schon mal eine sehr gute Grundlage, auf der du Hundekontakte aufbauen kannst.

    Schau dir den Hund und die dazugehörigen Menschen genau an, während ihr im Bogen passiert - und kommst du zu dem Ergebnis: "Das könnte nett werden!", dann spreche die Menschen doch einfach mal an. Sag ihnen, deine Hündin wäre sehr unsicher aufgrund eines echt blöden Vorfalls, und ob die Halter einen Kontakt zulassen würden.

    Deine Hündin kann in der Zeit den anderen Hund beobachten, und wenn es zu einem Kontakt kommt (bei dem sie selber entscheiden darf, ob, und wenn ja, wie dieser abläuft), hälst du den Kontakt erst mal nur ganz kurz (vielleicht 1 Minute zu Beginn) und gehst dann mit deiner Hündin weiter. Gönn ihr danach Ruhe, dieses Erlebnis zu verarbeiten (also nicht direkt beim nächsten Hund das Gleiche machen, sondern diesen einfach im Bogen passieren).

    So kann deine Hündin im Laufe der Zeit über viele kleine, positive Erlebnisse wieder zu mehr Selbstsicherheit, aber auch Sicherheit im Einschätzen anderer Hunde gewinnen.

    Ganz wichtig: Hast du selber ein Grumbeln im Bauch bei einem Hund (oder auch dessen Menschen): Lass es!

    Nur wenn du dir sicher bist: "Der andere Hund ist harmlos!", kannst du diese Sicherheit deiner Hündin spiegeln.

    Unsicherheit bei dir spürt auch deine Hündin - und verstärkt ihre eigene Unsicherheit.

    und was die sache mit der futterschüssel bei m. grewe angeht.......

    man kann aus einer geschichte ,über soziale medien viel mist verbreiten,selbst wenn die sache eine eigentlich harmlose war.

    Entweder hast du das Video nicht gesehen ... oder eine verdammt verschobene Realitätswahrnehmung (bezieht sich auf die - von mir fett markierte - Stelle in obigem Zitat).

    Einem Hund wird dort ohne Vorwarnung mit einer blechernen Futterschüssel mit Wucht vor den Kopf gehauen.

    Wenn du das als "eigentlich harmlos" betrachtest, dann verstehe ich deine Welt nicht - und will sie auch gar nicht verstehen.

    Ich halte diese Negierung davon, dass Aggression und Gewalt ein in uns (in den Säugetieren) angelegtes Programm zur Interessendurchsetzung und Konfliktbewältigung ist, für ein Zeitgeistphänomen bzw. einen Ausdruck unseres zivilisatorischen Prozesses. Ich weiß nur nicht, ob dieses extreme Moralisieren immer so hilfreich ist.

    Das einzige was du selber mit dieser Aussage machst ist: Unglaublich polarisieren, ohne dass die bisherigen Beiträge in diesem gesamten Thread überhaupt einen Ansatzpunkt für diese Polarisierung bieten.

    Was genau fandest du da super?

    Hm, die Art wie sie mit den Hunden umging etc.

    Welche Videos du gesehen hast, weiß ich nicht.

    Die Videos (das waren eben auch Fernsehdokumentationen, wo über ihre HHF berichtet wurde) die ich gesehen habe, beinhalteten Sequenzen, wo ich den Umgang mit den Hunden als brachial und den Hunden gegenüber ungerecht empfunden habe.

    Ich denke da nur an den Rottweiler mit der Kinderwagenaggression...

    Dieser wenig zimperliche Umgang mit Hunden ist allerdings nicht verwunderlich, warum, nach dem nächsten Zitat:

    Spätestens seit der Blechschüsselaktion sollte klar sein, was der Mitbegründer und Leiter des Canis-Zentrums meint, wenn er sagt, man müsse sich dem Hund gegenüber auch mal durchsetzen.

    Dass Durchsetzen seiner Ansicht nach eben auch mal brachiale Gewalt sein darf, und man sich nicht von dem Gefühl des Mitleids mit einem Lebewesen leiten darf, ist der Grundsatz, nach dem Motto: "Der Hund setzt ja auch seine Zähne ein - also darf der Mensch auch solche Gewalt einsetzen."

    Es soll Canis-Absolventen geben, die diesen Grundsatz nicht für sich verinnerlicht haben, ihn bei ihrer Arbeit ablehnen.

    Das ist eine individuelle Entscheidung, die jede/r für sich treffen muss.

    In der Gewaltforschung gibt es Befürworter von Methoden, die Druck und Gewalt als Mittel zur "Umerziehung" bevorzugen als Mittel der Wahl.

    Es gibt aber auch Gegner dieser Methoden, die an dem Grundsatz festhalten: "Gewalt erzeugt immer Gegengewalt."

    Anmerkung: Die Methode der Gruppenfütterung, wie sie bei V.B. zu sehen ist, und die Grundlage ihrer gesamten Philosophie ist, ist eine Bootcamp-Methode; Erwünschtes Verhalten (nur wer sich benimmt und den Gruppenregeln unterwirft, bekommt Futter, z. B.) wird über Gruppendruck erzwungen.

    Bootcamp-Methoden werden von Befürwortern von Gewaltanwendung zur "Umerziehung" bevorzugt eingesetzt.

    Ja, auch hier im Forum bin ich immer wieder erstaunt und erschrocken, wievielen alten/uralten/schwerkranken Hunde noch Vollnarkosen und OPs zugemutet werden.

    Und wie wenig Zeit den meisten danach noch bleibt....

    "wie vielen" ist eine sehr schwammige Aussage.

    Ich kann ja nur von mir ausgehen, weshalb ich sicher auch zu denjenigen gehöre, die zwar auch den Nutzen für das mir anvertraute Tier abwägen, aber auch nichts unversucht lassen würden.

    Wobei ich zumindest für mich sagen kann, dass ich auch die notwendige Zeit für eine - falls nötig sogar rund um die Uhr - Betreuung hätte.

    Deshalb käme hier auch kein vierter Hund ins Haus, weil die Aufmerksamkeit, die meine jetzigen 3 bedürfen, meine Kapazität einfach übersteigen würde.

    Gibt es beim Hund eigentlich sowas wie psychische Krankheiten oder Persönlichkeitsstörungen, was anerkannt ist?

    "Anerkannte psychologische Störungen" eher nicht.

    Hunde können nicht reden, und es gibt weder medizinische Möglichkeiten, noch genauere Daten zu Erkrankungen der Psyche beim Hund.

    Es ist immer noch weit verbreitet, Tieren allgemein eine "Erkrankung der Seele" abzusprechen.

    Dagegen spricht das Wissen: Viele organische Funktionen, und vor Allem die Gehirnfunktionen von Säugetieren (zu denen auch der Mensch zählt) wurden (und werden immer noch) über Forschungen an Tieren untersucht.

    Welche Funktionen im Gehirn bei welchen Stimulationen aktiv/angesprochen werden, was in bestimmten Bereichen passiert wenn zu viele/zu wenige Stimulationen erfolgen, welche Auswirkungen das auf andere Bereiche hat - all das sind Erkenntnisse, die auf Forschungen an Tieren basieren und damit genauere Diagnosemöglichkeiten beim Menschen gebracht haben.

    Daraus resultiert die Frage: Warum sollten nur Menschen an der Psyche erkranken können, wenn doch feststeht, dass die Gehirne von Säugetieren grundsätzlich den gleichen Aufbau haben?

    Für mich ist das eine rhetorische Frage ... ja, auch Hunde können an der Psyche erkranken, weshalb ich mich als Hundehalter fragen muss: Wie sollte meine Hundehaltung aussehen, damit ein Hund auch psychisch gesund bleibt?

    Also jein, einen statusaggressiven Hund könnten fremde Personen laut deren Definition problemlos auf dem Kopf herumtatschen.

    OT: Es hat nichts mit dem Thema zu tun, aber die Neugier packt mich grad. Weiss man wie dieses Statusaggression entsteht?

    Nein, weiß man nicht. Vermutlich gibt es dafür viele vermutete Erklärungen - aber eigentlich kann es keine Erklärung dafür geben, weil es keine Erklärung für etwas geben kann was es nicht gibt.

    Der alte Zopf, dass jedes Lebewesen - und vor allem Haustiere, die ihrem Menschen Probleme machen - von Natur aus darauf bedacht ist, die Weltherrschaft an sich zu reißen, hält sich immer noch hartnäckig, obwohl er längst widerlegt ist.