Beiträge von Hundundmehr

    Bei deiner plastischen Schilderung hatte ich das Gefühl, selber mit dabei zu sein :cuinlove:

    Was für eine schöne Geschichte, und cool wie du reagiert hast.

    Hier musste ich lachen:

    Blümchen tut was Blümchen tut, freundlich-aufgeregt Kontakt suchen.

    Hier auch:

    Ich lasse Arrens Leine los, gehe mit Hami zu der immer noch erstarrten Frau und bitte sie sich hinzuhocken. Die ist total fertig und macht das, ohne zu fragen (total im Schock, die Gute).

    und hier:

    Arren freut sich, weil das i st das universelle Zeichen für "Komm her zum Kraulen!" und macht sich auf den Weg, das Kleinteil folgt ihm einfach. Still.

    Überhaupt: ich schwankte permanent zwischen Grinsen (wegen deines souveränen Handlings) und kopfschütteln (wegen der Reaktionen der Frau) beim Lesen.

    Weil es den Smiley bei den Reaktionen nicht gibt, mach ich es mal hier:

    :applaus:

    Danke für diese Geschichte!

    Aber inzwischen haben wir auch immer besser im Griff, dass eben nicht wahllos auf fremde Hunde oder Leute zugelaufen wird, sondern nur nach Freigabe. Auch hat er endlich kapiert, dass man beim Spielen mit deutlich kleineren Hunden vorsichtig zu sein hat und aufzuhören, wenn die anzeigen, dass sie genug haben.

    Ist es nicht herrlich, zu sehen wie ein Hund das lernt, und sich Schrittchen für Schrittchen weiter in diese Richtung entwickelt?

    Klar, das hat auch Grenzen - aber diese einzuhalten ist Aufgabe des Menschen, den eigenen Hund so gut zu kennen, dass Begegnungen mit "Lieblingsfeinden" erst gar nicht stattfinden.

    Dafür sind wir da :gut:

    Dann bin ich mal gespannt auf weitere Geschichten und kleine Begebenheiten von euch :bussi:

    So, Situation 2:

    Eine Kreuzung aus 3 Wegen vor uns, in deren Mitte eine Insel aus Baum und Gestrüpp ist.

    Der Hauptweg bieg dort ab, wir kamen vom Nebenweg auf diese Kreuzung zu, wenn man da geradeaus läuft (links an dieser "Insel" vorbei), geht man den Hauptweg weiter, rechts an der Insel vorbei geht es den Hauptweg lang Richtung Parkplatz (der aber noch gute 400m entfernt ist).

    Geradeaus ist hunderte von Metern einsehbar, wer von rechts kommt, nicht.

    Wir gingen auf die Kreuzung zu, Leif lief vor, geradeaus zum Hauptweg, hörte ich von rechts Alarmbellen - und es erschien ein mittelgroßer Hund, der an der Ecke stehen blieb und uns anbellte.

    Ich hörte noch weiteres Gebell, es erschien ein zweiter, mittelgroßer Hund.

    Leif, der noch ca. 20m Abstand zu den Hunden (und in die andere Richtung zu mir) hatte, blieb stehen. Als die Hunde sich bellend ein Stück annäherten, rannte er ihnen ein Stücke ntgegen - worauf der 1. Hund ein paar Meter zurückging, während der 2., nachgekommene Hund Fersengeld gab und den Hauptweg zurück rannte.

    Leif rannte nicht hinterher, sondern blieb stehen, kam auf meine Bitte hin in meine Nähe, Vasco und Amigo waren zwar auch neugierig, blieben aber auch in meiner Nähe.

    Wir erreichten die Kreuzung - der erste Hund hielt gebührenden Abstand zu uns - und ich konnte sehen, dass der zweite Hund bei seinem Menschen war und angeleint wurde.

    Ich hielt die Jungs erst mal in meiner Nähe, und wir gingen entspannt und langsam Richtung Frau mit Hund.

    Rief sie mir zu: "Geht das, dass ich meinen auch ableine, klappt das? Die Bellen nur so viel!"

    "Von uns aus kein Problem, Bellen stört uns nicht."

    Wir hatten mittlerweile so ca. 20-25m Abstand, und als der zweite Hund abgeleint wurde, rannte er bellend so 5m auf uns zu, und gab Fersengeld, als Leif dann zu ihm hinrannte.

    Leif hat gestoppt, der flüchtende Hund dann auch als er merkte, dass er nicht mehr verfolgt wird, und auf mein zuckersüßes: "Leifur :cuinlove: " kam Leif dann auch erst mal in meine Richtung.

    Derweil hatte Hund Nr. 1 in seinen Bellpausen Schnüffelkontakt (von ihm initiiert) mit meinen beiden anderen Jungs gehabt. Problemlos.

    Hund 2 trabte bellend einige Meter in unsere Richtung, Leif wieder auf ihn zu, blieb aber sofort stehen, als dieser wieder Fersengeld gab, zuckte mit den Achseln: "Okay - der will gar nicht :ka:" und machte kehrt. Schnüffelkontakt zum ersten Hund.

    Derweil versuchte die Frau, ihren zweiten Hund dazu zu bewegen zu ihr zu kommen (wir waren zwischen ihr und diesem Hund) - aber vergeblich, er traute sich sichtlich nicht, an und zwischen uns vorbei.

    Habe ich ihr gesagt, dass er sich sichtlich nicht traut, und dass ich uns mal eben aus dem Weg räumen würde, dann klappt es vielleicht.

    Meine Jungs zu mir, alle Drei in Vorsitz, und Leckerchen verteilt. Nahm Hund 1 zum Anlass, neugierig näher zu kommen :D

    "Darf er auch ein?"

    "Ja, gerne!"

    Nahm er auch gerne, hielt dabei zwar etwas Abstand (ca. 1m) zu meinen Jungs), aber es schmeckte ihm sichtlich.

    Von der Frau hatte ich mittlerweile erfahren, dass dieser Hund 2 aus dem Tierschutz kommt, wohl schlechte Vorerfahrungen hatte, und sie sehr mühsam daran arbeitete, den Hund auf- und seine Unsicherheit anderen Hunden gegenüber abzubauen, weshalb sie sich bedankte für diese Gelegenheit der freien Interaktion ...

    :ops:


    Das Aus-Dem-Weg-Räumen gab Hund 2 den Mut, sich doch im Rücken meiner Hunde an uns vorbei zu schleichen, er warf dabei immer wieder misstrauische Blicke zu uns rüber.

    Meine Jungs (und auch sein Kumpel, der mir nicht mehr von der Backe wich) interessierten sich aber so mal gar nicht für ihn, weshalb er ungestört zu seiner Halterin gelangte.

    Hab ich dann gefragt, ob er auch Leckerchen haben dürfte, ja, durfte er.

    Ich meine also im Sitz belassen und zum Hund hin (Kumpel kam direkt mit), und ihm (seitlich aus dem Knien heraus) ein Leckerchen angeboten. Hat er beschnüffelt, traute sich aber sichtlich nicht, es auch zu nehmen. Da war ihm die Gefahr, meine in 3-4m entfernt sitzenden Hunden könnten wohl doch noch plötzlich zu ihm kommen, wohl noch größer als Gier auf das Superleckerchen "VonAndern".... seinem Kumpel nicht, der drängte sich freudig vor und nahm die angebotenen Leckerchen gerne an :D

    Ich meinte nur: "Da sind ihm wohl meine Jungs noch zu nah, das ist noch zu viel Druck für ihn.", und drückte der Frau ein paar Leckerchen in die Hand. Wir waren eh dabei uns zu verabschieden, also sagte ich ihr, sie solle mal versuchen ob er die Leckerchen nimmt wenn wir weiter weg sind.

    Als ich mich nach ca. 20m noch mal umschaute, gab sie die Leckerchen, und ich fragte:

    "Nimm er sie jetzt?"

    "Ja, schmecken ihm anscheinend sehr!"

    Ich sach ja - "VonAndern" - die Geheimwaffe unter den Leckerchen :applaus:


    Für meine gab es dann noch ein paar Apportaufgaben zur Belohnung, bevor wir wieder zum Auto gelangten.

    Kennt ihr die allerbesten Leckerchen der Welt, welche Marke das ist?

    Bestimmt kennt ihr die ... ;)

    Die Marke heißt: VonAndern ... xD

    Ich nutze das - natürlich nie ohne vorherige Absprache - gerne aus, um so manchen Situationen "ein kleines Glücksgefühl" zu geben. Hunde die sowas annehmen, lassen sich einfach leichter in einer Stimmung halten, die es ermöglicht erst gar keine Spannung aufkommen und daraus resultierende unerwünschte Verhaltensweisen entstehen zu lassen.

    Der gestrige Spaziergang, Situation 1:

    Am Parkplatz, ich war schon ausgestiegen, meine Jungs noch im Auto, Klappe war noch zu.

    Kommt aus einem schmalen Weg ein kleinerer Wuschelhund, den ich erkannte - und der Hund mich auch. Die Stimme des dazugehörigen Halters, der seinen Hund erfolglos rief, habe ich auch erkannt xD

    "Zwecklos, jetzt zu rufen - der hat mich schon erkannt :D"

    Der Halter kam dann auch auf den Parkplatz, meinte: "Der hört überhaupt nicht :( : "

    "Och doch, der hört schon gut - aber er hat mich erkannt, und als kluger Hund entschieden, dass ein Kommen nicht nötig ist, weil: Er kennt mich und die Hunde, die immer bei mir sind xD"

    Derweil stand Wuschel schon vor meinem Auto an der Klappe.

    Meine Jungs konnten dann auch unangeleint raus, es gab eine kurze Begrüßung, derweil der Halter und ich auch ein paar Sätze wechselten. Wir haben uns schon des Öfteren da getroffen, sind auch schon einige Male ein Stück zusammen gegangen (weshalb ich auch wusste, dass der Hunde sehr wohl hört).

    Es ergab sich dann dass ich Leckerchen verteilte (mit Erlaubnis), der Mann ging dann noch ein kleines Stück in den Weg mit rein, um seinen Hund anzuleinen (ein kleines "Ritual" - auf dem Parkplatz, erklärte mir der Mann, lässt er sich nicht anleinen, weshalb er immer kurz in den Weg reingeht; Da ist Anleinen kein Problem und er kommt problemlos zum Auto. Ist das nicht megasüß, wie der Mann mit dieser Macke seines Hundes umgeht? :herzen1: ).

    Jetzt hatte der Hund nur noch Augen für mich, in der Hoffnung, noch eines der Superleckerchenmarke namens "VonAndern" zu erhalten - also habe ich dem Mann, sichtbar für den Hund, einige Leckerchen in die Hand gedrückt.

    Da war ich für den Hund "gestorben", er hatte nur noch Augen für seinen Menschen, und himmelte ihn im perfekten Vorsitz an xD

    Ihr kennt diesen Zwiespalt eines Hundes, seinem Menschen zu folgen oder nicht doch noch ein Stück mit der netten Gruppe zu gehen? Sorgt manchmal für Ärger beim dazugehörigen Menschen, und macht die Situation unnötig umständlich.

    Habe ich so vermieden :smile:

    Situation 2 kommt später...

    Gestern konnten wir so richtig glänzen :nicken: :ops:

    Ich kann nix dafür, echt nicht.

    Diesmal ein kleiner Waldparkplatz, war fast voll mit 6 oder 7 Autos.

    Beim Aussteigen sah ich aus einem der beiden Wege, die dort in den Wald gehen, schon 2 Menschen ankommen, also habe ich erst mal abgewartet, ob durch das Unterholz nicht vielleicht ein Hund vor meinen Blicken verborgen ist.

    Jep, Treffer.

    Also erst mal gewartet, zu welchem der parkenden Autos die hin wollten.

    Natürlich direkt neben meinem geparkten Auto.

    Ich stand also lächelnd hinter der noch geschlossenen Kofferraumklappe, und habe einen Moment gewartet.

    Freundlich gegrüßt, aber weil sie sich Zeit ließen und deren Hund sehr ruhig schien, habe ich dann schon mal die Ladeklappe aufgemacht.

    Ich habe einen Eigenkonstruktion zum Verstauen der Laderampe, diese wird durch eine Querstange mittels Band so befestigt, dass sie quer steht und damit den Weg für die Jungs versperrt.

    Dank ihrer Größe können sie aber im Sitzen locker drüberschauen - was sie auch taten, als ich die Klappe öffnete.

    Da saßen meine Drei also, nebeneinander, und schauten neugierig raus.

    "Oh wie hübsch - was für ein schönes Bild! Und gleich drei Hunde! :cuinlove: "

    Tja - schwupp war ich wieder im Gespräch (und habe die Situation gleichzeitig zum Warten-Lernen genutzt für meine Jungs, insbesondere Jungspund Leif ist da noch längst nicht durch mit dieser Lebenslektion xD )

    Die beiden haben ihren Hund erst mal saubergemacht, dabei mit mir geklönt - ich immer Leif im Auge behaltend, Leckerchen in der linken Hand schon parat um ihm das Maul zu stopfen bevor er es aufmachen kann.

    Leif blieb vorbildlich, hat zwar neugierig rausgeschaut zu dem anderen Hund, gab aber keinen Ton von sich :bindafür:

    Derweil kamen die nächsten Hundehalter von ihrem Spaziergang zurück, mit zwei Hunden, von denen der eine - eine französische Bulldogge - so richtig Gas gab und wild an der Leine zerrend dieses röchelnde Bellen von sich gab.

    Die Halter nahmen es locker (meine Jungs auch, sogar Leif), und als die Halterin im Passieren einen Blick zum Laderaum warf, bekam sie runde Augen und sagte: "Das ist ja schon wie ein Postkartenbild :shocked: :herzen1: - das sind ja Drei, und wie hübsch und lieb die sind :cuinlove:"

    Sie packten aber ihre Hunde sofort ins Auto (da war dann Ruhe), blieben aber noch stehen.

    Derweil kam der 3. Hundehalter zurück - der musste aber nicht an meinem Wagen vorbei, um zu seinem Auto zu gelangen, warf aber trotzdem einen Blick zu uns, entdeckte meine drei wartenden Jungs im Auto, und ... na ja, ihr könnt euch sicher denken, welchen Kommentar ich bekam :applaus:

    Für meine Jungs schien es mir jetzt genug mit Warten, also habe ich in Ruhe die Laderampe gelöst, ausgefahren und angelegt, und dann in Ruhe Leif und Amigo angeleint, während ich immer noch mit den noch vier da stehenden HH quatschte :D

    Vasco kann ich da ohne Leine rauslassen, Amigo und Leif habe ich wegen der Nähe zur Straße dort lieber an der Leine.

    Sogar Leif ist die Rampe - wie üblich als Erster - ruhig (mit kurz gehaltener Leine, er stürmt sonst gerne noch) runter, danach Amigo, und als letzter Vasco.

    Trotz des anderen Hundes (da zog auf meine Bitte: "Bleibt ihr bitte bei mir!" keiner hin) konnte ich dann ganz in Ruhe die Rampe zusammen schieben und Verladen (das geht bei mir mit einer Hand, Übung, in der anderen hielt ich ja die Leinen).

    Brachte auch wieder allseits Kommentare ... "Ach sind die lieb - und so hübsch!"

    Vasco - unangeleint - nimmt solche Komplimente ja direkt als Aufforderung zur Kontaktaufnahme an, sehr zur Begeisterung der Menschen; Die eine Hundehalterin konnte gar nicht mehr ihre Hände von ihm lassen: "Oh, hat der ein weiches Fell, wie frisch gewaschen :herzen1: "

    "Jep - ist frisch gewaschen, gerade heute morgen ... :pfeif:" musste ich gestehen xD

    Irgendwann haben wir uns dann doch verabschiedet (nicht ohne das Leif auch noch durchgekruschelt wurde), und meine Jungs kamen endlich zu ihrem Spaziergang :D

    Die haben sich in dieser Situation (das hat so 8-10 min gedauert) von ihrer allerbesten Sonnenseite gezeigt - :ka: - kann ich nix für :ka:

    Hach ja ... und beim Spaziergang haben wir noch 2 angeleinte Hunde gesehen, wo wir warten und langsamer gehen mussten, bis diese vorbei waren - Leif völlig problemlos, auf meine Signale hin keine Anzeichen von: "Ich will aber doch dahin!" gezeigt :bindafür:

    Mehrere Spaziergänger getroffen, die meine freilaufenden Hund und mich lächelnd passierten (einmal bekam Leif von mir ein freundliches "Weiterweiter", weil es mir so schien dass er doch geneigt war, die entgegenkommenden Spaziergänger mal näher in Augenschein zu nehmen - hat super geklappt, und die Spaziergänger sahen Leif ganz entzückt nach, und lächelten mich an, und dann noch die beiden anderen Jungs ...)

    Wen wunderts, dass ich dann letztendlich beim Wiedereinstieg ins Auto selber ein Lächeln auf dem Gesicht hatte ... :sweet:

    ....................

    Eine kleine Begebenheit von vor einigen Tagen ...

    Hat sich bei euch schon mal ein Hundehalter dafür bedankt, dass ihr eure Hunde mit deren Hund interagieren ließt?

    Also ich bekomme schon immer mal wieder beim Abschied ein: "Das war richtig schön"! zu hören - aber ein "Danke, dass die Hund noch miteinander spielen durften!" (Wobei zu merken war, dass nicht spielen gemeint war, es kam nicht zum Spiel, aber freundliche Interaktion, und das war gemeint; Ihr ist wohl kein besseres Wort in dem Moment eingefallen), das fand ich doch sehr ungewöhnlich ... und wer mich kennt, der weiß jetzt, dass ich dem natürlich auf den Grund gehen musste... :roll:

    Ich war zunächst mal baff, und meinte: "Wieso Danke - für uns war das doch auch sehr schön?"

    "Weil es so selten geworden ist - ich treffe fast überwiegend nur noch Hundehalter, die keinen Kontakt zulassen ... :( :"

    Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich beim Entgegenkommen gefragt habe, ob ich meine Anleinen soll; Ihr Hund war dicht bei ihr, und ich konnte nicht erkennen ob angeleint oder nicht. Der leinenlose Kontakt war also abgesprochen.

    Es ist nicht das erste Mal, wo ich sowas zu hören bekomme, verstärkt in der jüngeren Vergangenheit ist nicht nur mir, sondern auch anderen HH aufgefallen, dass sich der Anteil an HH, die keinerlei Kontakte zumindest bei fremden Hunden zulassen, anscheinend enorm gestiegen ist.

    Deshalb gehe ich regelmäßig mit meinen Hunden in Bereiche, wo die Wahrscheinlichkeit auf andere freilaufende Hunde mit entspannten Hundehaltern zu treffen bei 100% liegt (und das sind nicht Hundewiesen - die mag ich nicht weil da die Wahrscheinlichkeit einfach groß ist, dass sich dort ganz bestimmte Gruppen treffen, die so sehr ins Quatschen vertieft sind, dass sie gar nicht merken wenn irgendwas bei ihren Hunden schief zu laufen droht, "Die tun nix, die spielen doch so schön!" - ihr versteht? ;) ).

    Da ist es echt ein Genuß für mich, ganz entspannt zu laufen, den Hunden bei ihren Interaktionen zuzusehen, und mir keinen Kopp darum machen zu müssen immer im Vorfeld abzuchecken, was der andere Hundehalter jetzt will und braucht.

    Der Vizsla ist kein Hund, der zum selbständigen Arbeiten gezüchtet wurde, im Gegenteil.

    Dann gehörst du wohl auch zu den Menschen, die die Apportierarbeit von Hunden als unselbständige Arbeit ansehen... :pfeif:

    Träum weiter...

    Hohe Kooperationsbereitschaft - die den Magyar Vizsla ja auch auszeichnet - und Selbständiges Arbeiten sind zwei völlig unabhängig voneinander wirkende Faktoren.


    Wie will mans verhindern? Viel fällt mir da nicht ein.

    Doch, führst du ja auch selber auf:


    Oder man gestaltet das Tierschutz- und Tierabgabesystem um. Oder man belegt die private Hundehaltung mit drastischen Auflagen.

    Beides miteinander kombiniert, und nicht allgemein drastische Auflagen für alle Hundehalter, sondern die Möglichkeiten des Hundehalters bei der Wahl des Hundes berücksichtigend.

    Beim überwiegenden Teil der Hundeanschaffung interessiert es den Verkäufer nicht die Bohne, ob der Abnehmer für einen Hund geeignet ist.

    Da ist der Hund nur Ware, die an jeden x-Beliebigen verkauft wird.

    Ein Schritt wäre, Hunde diesen Status als Ware (Sache) zu nehmen.

    Wobei man das nicht nur an den Rassen, sondern auch am Klientel das eine Rasse anzieht festmachen sollte.

    Da wird es wieder sehr schwierig. weil es das persönliche Recht einschränken würde.

    Die Einschätzung, dass immer das "andere" Ende der Leine Schuld ist, kann ich gar nicht teilen.

    Ich habe auch nicht "immer" geschrieben.

    Das war der Wortlaut:


    es sind viele der Hunde deshalb in der HHF

    Viele heißt nunmal nicht, dass es alle sind.


    Ich glaube, dass es zu viele schwierige Hunde gibt — und zu wenige Menschen, die sie halten können und wollen.

    Ich bin davon überzeugt, es gäbe deutlich weniger schwierige Hunde, wenn Menschen sich mehr Gedanken machen würden, ob und welcher Hund zu ihnen passt.

    Ja, bei manchen Hunden spielt die Genetik mit, sie sind dann "von Natur aus" gefährlich und nur minimalst umweltkompatibel.

    Mir stellt sich allerdings die Frage: Machen genetisch bedingte besondere Forderungen an die Haltungsbedingungen alleine einen Hund schon gefährlich - oder ist es nicht eher die menschliche Vorstellung (oder auch Ignoranz) des Menschen, der sich einen Hund mit speziellen Anforderungen holt, obwohl er diese nicht erfüllen kann, weshalb der Hund Verhaltensauffälligkeiten entwickelt, die dann nicht mehr umweltkompatibel sind?

    Ein ganz einfaches Beispiel aus meinem weiteren Umfeld: Es wurde ein Magyar Vizsla angeschafft, als Familienhund. Verantwortlich war die noch jugendliche Tochter.

    Dem Hund wurde jagen verboten, ohne Ausgleich.

    Weil der Hund sich nicht daran hielt, konnte er nur noch an der Leine geführt werden.

    Er wurde immer aggressiver, was immer deutlicher aversiv gehandhabt wurde durch die Tochter, bis er diese Aggressivität schließlich auch gegen die Tochter wandte.

    Trotz Inanspruchnahme eines Trainers legte sich diese Aggressivität nicht, sondern weitete sich auf das Umfeld aus.

    Der Hund wurde letztendlich abgegeben.

    Einen Hund, der zu selbständigem Arbeiten gezüchtet ist, keinerlei Raum für diese Selbständigkeit zu geben, seine hoch gezüchtete Veranlagung zum Jagen zu ignorieren und keinen Raum für dieses Bedürfnis zu geben - DAS erhöht die Wahrscheinlichkeit zu für die Umwelt gefährlichem Verhalten um ein Vielfaches.

    Nicht die Veranlagung des Hundes.

    Nein, denn dann trifft es immer nur das falsche Ende der Leine.

    Ich bin wie du der Meinung, es ist richtig, Zeus nicht zu euthanasieren, aber falsch, ihn zu seinen alten Haltern zurück zu geben.

    Der neuralgische Punkt in der Hundehaltung ist der Mensch.

    Nein, damit machst du es dir gerade bei diesen Hunden zu einfach...

    Sorry dann passt das gar nicht mehr mit dem Update :see_no_evil_monkey:

    Wie meinst du den letzten Satz mit dem Update?

    Ja, mit DIESEN im Hier und Jetzt existierenden Hunden ist das keine Lösung.

    Ich habe hier zu Hause so ein schönes Schild stehen, auf dem steht:

    "Wenn das die Lösung ist, will ich mein Problem zurück!"

    Wenn Einrichtungen wie die HHF die Lösung für das existente Problem des Verbleibs verhaltensauffälliger Hunde ist - dann wird das Problem nicht an seiner Wurzel gepackt.

    Ich weiß, wir sind hier wieder bei der Gretchenfrage, warum sich so viele Menschen einen Hund zulegen, mit dem sie überhaupt nicht klar kommen.

    Ich dachte, hier würde Einigkeit in dem Fakt bestehen, es sind viele der Hunde deshalb in der HHF,, weil sie durch unkundige Haltung der Vorbesitzer erst in Situationen gekommen sind, in denen sie so auffällig wurden?

    Wobei natürlich berücksichtigt werden sollte, es gibt auch Hunde mit einer Vorgeschichte, die nicht bei den letzten Haltern verursacht wurde.

    Worauf ich hinaus will: Hundehaltung ist zu einfach, und es gibt mittlerweile zu viele Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen einen Hund halten, obwohl sie entweder für Hundehaltung allgemein oder auch für spezielle Hunde (typen) einfach nicht geeignet sind.

    Nun gut - dass ich V.B. völlig daneben finde (in mehrerlei Hinsicht, hauptsächlich aber wegen ihrer "Umerziehungsmethoden" bei Hunden), dürfte hier zur Genüge bekannt sein.

    Trotzdem gibt es einen Aspekt, den ich positiv finde:

    Bei FB ist zu lesen, dass jetzt zum irgendwann anstehenden "Umzug" nur 7 Hunde verbleiben sollen......

    Sie behält "nur" 7 Hunde, wenn ich das richtig verstehe.

    Das ist immerhin etwas - und ich hoffe, es gibt nicht in 2 oder 3 Jahren: "Animalhoarding im Hundebootcamp bei V.B. Part III" ...